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Apples ambitionierte Zeitplanung: Schon 2022 ein eigenes 5G-Modem?

Es kann als sicher angesehen werden, dass sich Apple der enormen Herausforderung stellt, ein Produkt zu entwickeln, an dem selbst der Chip-Gigant Intel vollends scheiterte. Um die Abhängigkeit von anderen Partnern zu reduzieren und die Entwicklung selbst beeinflussen zu können, arbeitet Apple seit Jahren daran, essenzielle Komponenten selbst in die Hand zu nehmen. Beim Mobilfunkchip musste Apple hingegen immer das verbauen, was auf dem Markt verfügbar war – und lediglich Qualcomm ist in der Lage, in ausreichender Qualität zu liefern. Die öffentlich ausgetragene Auseinandersetzung mit Qualcomm zeigte überdeutlich, wie die Macht momentan verteilt ist. Dies steht in deutlichem Widerspruch zu Apples normaler Firmenpolitik, nur äußerst ungern fremdbestimmt zu arbeiten.


Apples neue Chip-Abteilung
Da Intel an der Entwicklung eines 5G-Chips scheiterte und somit ausschließlich Qualcomm als Partner zur Verfügung steht, übernahm Apple Intels Sparte zu einem vergleichsweise günstigen Preis von einer Milliarde Dollar. Intel konnte damit die defizitär arbeitende Abteilung schnell abstoßen, Apple sicherte sich viel Expertise. Einem neuen Bericht zufolge hat sich Apple eine aggressive Deadline gesetzt, bis wann der hauseigene 5G-Chip fertig sein soll. Demnach soll die Komponente 2022 fertig sein, um dann 2023 erscheinen zu können.

Langwierige Genehmigungen, ambitionierte Planung
Das die erforderlichen Genehmigungen bei den weltweiten Behörden angesichts umfangreicher Tests sehr zeitintensiv sind, muss die Entwicklung ein Dreivierteljahr vor der geplanten Markteinführung abgeschlossen sein. Auch wenn es ursprünglich hieß, Apple wolle gerne schon 2021 mit eigenen Chips arbeiten, so ist selbst das Jahr 2023 ziemlich ambitioniert. Erst 2018 hatte man nämlich das Projekt auf "höchste Priorität" gesetzt, nachdem offenkundig wurde, dass Intel als Partner ausfällt. Für Apple bedeutet dies, innerhalb kürzester Zeit jene Expertise anzusammeln, die Qualcomm in vielen Jahren aufgebaut hat. Ein Artikel von Juni hatte indes besagt, das für 2022 geplante iPhone-Modem komme eventuell auch in Kooperation mit Qualcomm zustande.

Kommentare

AJVienna11.10.19 11:50
Verstehe nicht, wieso das so ambitioniert sein soll. Apple hat doch die komplette dafür zuständige Abteilung von Intel dafür übernommen. Dazu noch jede Menge eigene super Leute. Und soweit ich die Gerüchteküche verstanden habe, hat Intel diesbezüglich Deadlines verfehlt, das klingt nicht so, als wären sie noch Jahre davon entfernt. Das kann sich natürlich durch die Übernahme auch geändert haben, weil Intel bei einem eigenen Chip vielleicht den Anspruch hat, besser als Qualcomm zu sein. Während sie bei Intel ja scheinbar nur die Anforderung hatten gut genug zu sein.
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nane
nane11.10.19 12:06
Dass die Teile anschliessend auch in die MacBook xy (wahlweise) eingebaut werden wird wohl Wunschdenken bleiben oder? #hoff-seit-unzähligen-jahren
Das Leben ist ein langer Traum, an dessen Ende kein Wecker klingelt.
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Siganomas
Siganomas11.10.19 15:18
nane
Dass die Teile anschliessend auch in die MacBook xy (wahlweise) eingebaut werden wird wohl Wunschdenken bleiben oder? #hoff-seit-unzähligen-jahren

Genau das wäre doch mal endlich wieder eine große Verbesserung auf dem gesamten Markt. Die Geschwindigkeit von 5G und Folgetechnologien ist so hoch dass man zuhause keinen „Festnetzanschluss“ mehr benötigt. Keine Inhouse-Verkabelung, man kann all seine Rechner (das muss sich ja nicht auf mobile Geräte beschränken) hinstellen wo man möchte. Immer und überall ausreichend schnell online. So wünsche ich mir die Zukunft...
Ich werde mich diesem verbrecherischen Missbrauch nicht beugen.
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