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AppleCare One: Bald Einführung hierzulande?

Schon im Jahr 2000 hatte Apple den AppleCare Protection Plan vorgestellt, welcher längere Garantiezeiträume und zusätzlichen technischen Support bot. Etwas später folgte zudem eine "Unfallversicherung" für Hardware, um im Falle der Inanspruchnahme günstigere Reparaturpreise zu erhalten. Vor rund neun Monaten präsentierte Apple dann eine große Ausweitung des Dienstes unter der Bezeichnung "AppleCare One". Dieser richtete sich zwar nur an US-Kunden, allerdings galt die internationale Einführung nur als eine Frage der Zeit. Jetzt gibt es Hinweise darauf, möglicherweise bald auch hier auf den neuen AppleCare-Tarif setzen zu können.


Der Leistungsumfang von AppleCare One
Zunächst zu den Rahmenbedingungen von AppleCare One: Die wesentliche Neuerung des Tarifs lautet, mehrere Apple-Geräte gleichzeitig versichern zu können, anstatt Einzelabschlüsse vornehmen zu müssen. Für 19,99 Dollar pro Monat sind bis zu drei Geräte enthalten, zusätzliche Devices lassen sich für 5,99 Dollar hinzubuchen – und zudem jederzeit Devices hinzufügen oder herausnehmen. Der "Diebstahl- und Verlust-Schutz", um abhandengekommene Geräte zu ersetzen, wird dabei zusätzlich auf iPads und die Apple Watch ausgeweitet. Produkte gelten bis zu einem Alter von vier Jahren als qualifizierte Devices, wenn sie eine vom Nutzer ausführbare Diagnoseroutine bestehen. Probleme gab es in der Vergangenheit jedoch auf Macs mit mehreren Benutzerkonten – Apple bestätigte dem Entwickler John Siracusa gegenüber, diese nicht beheben zu können.

Markenanmeldungen in Europa deuten Vorbereitungen an
Ein jetzt öffentlich einsehbarer Eintrag im Markenregister zeigt, dass sich Apple zumindest auf die Markteinführung vorbereitet. Dort ist AppleCare One in der Markenklasse von Abodiensten hinterlegt, eingereicht hatte Apple den Antrag bereits im Januar. Daraus kann man zwar nicht ableiten, wann das Angebot hierzulande an den Start geht, allerdings käme eine entsprechende Bekanntmachung in den nächsten Wochen nun nicht überraschend.

Kommentare

wicki
wicki19.03.26 16:51
Was für eine unglaubliche Geldmacherei.

Ich bin absolut dafür, dass die EU die gesetzlichen Garantie-Zeiten für technische Geräte massiv nach oben schraubt. Bei allem über 100€ bis zwei Jahre (ohne Beweislast-Umkehr, die daraus ja de facto nur 6 Monate macht) und bei allem über 1000€ fünf Jahre (oder so ähnlich).

Das gegenwärtige System der 6 Monate Garantie führt dazu, dass der Markt mit unglaublichem Mengen an halbgaren Schrott übersäht wird, bei dem es sich nicht lohnt, überhaupt nur an Reparatur zu denken.

Und auch die Kosten für Ersatzteile sollten unbedingt gesetzlich gedeckelt werden. Denkbar wäre z.B. dass die Summe aller Ersatzteile für ein Gerät nicht mehr, als das Gerät selber kosten dürfen.

Dann bräuchten die wenigsten Leute so etwas wie AppleCare. Und auch kein AppleCare-One.
Better necessarily means different.
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macster10019.03.26 17:01
Na ja, gerade bei Mobilgeräten geht es ja meistens weniger um Fehlfunktionen als vielmehr um fahrlässige Beschädigungen und Verluste durch Diebstahl. Da letztere durch die normale Herstellergarantie sowieso nicht abgedeckt werden, kann sowas wie AppleCare schon sehr viel Sinn machen.
+8
Mendel Kucharzeck
Mendel Kucharzeck19.03.26 19:22
wicki
Schritt weiter denken: Der Kaufpreis würde bei so einem Gesetz natürlich genau auf den Betrag steigen, was das Gerät + Apple Care aktuell kostet.

Außerdem: In den letzten Jahren finde ich die Hardware-Qualität von Apple überragend. Es gibt, wenn man sich in Communities umsieht, fast keine Hardware-Probleme mehr.
+4
Apple@Wien
Apple@Wien19.03.26 19:31
Das stimmt. Gerade bei den Mac‘s haben immer wieder die mit einer dedizierten GPU Probleme gemacht, egal ob Nvidia oder AMD.

Die Intel HD/UHD Chips hatten aber auch selten Probleme.
Bei uns in der Firma hatten wir immer die 15/16er MacBook Pros da die Intel Chips zu langsam waren. Jetzt dominieren bei uns MacBook Air‘s.
+1
Black Coffee19.03.26 20:17
wicki
Was Du meinst ist nicht “Garantie“ (die ist nämlich
a) völlig freiwillig und
b) könnte da drinstehen, daß Du im Garantiefall kopfstehend vor dem Headquarter ein Gedicht aufsagen musst )

und wie Mendel schon sagte: wird ggfs. eingepreist, dann hast Du es per Zwangsbeglückung...

2 Jahre (mit Beweislastumkehr)
nennt sich Gewährleistung (die der Händler zu erbringen hat).

AppleCare ist eine Versicherung, die neben der Garantieverlängerung weitere Benefits wie die o. g. “fahrlässigen Beschädigungen“abdeckt und ursprünglich in den USA eingeführt wurde für User, die nicht im Umkreis von 100 Meilen einen AASP hatten.

Ich persönlich halte es so:
• Desktops nein
• MacBooks ja
• iPhone nein

Bin damit immer gut gefahren.
+2
holk10019.03.26 21:58
wicki
Was für eine unglaubliche Geldmacherei.

Ich bin absolut dafür, dass die EU die gesetzlichen Garantie-Zeiten für technische Geräte massiv nach oben schraubt. Bei allem über 100€ bis zwei Jahre (ohne Beweislast-Umkehr, die daraus ja de facto nur 6 Monate macht) und bei allem über 1000€ fünf Jahre (oder so ähnlich).

Das gegenwärtige System der 6 Monate Garantie führt dazu, dass der Markt mit unglaublichem Mengen an halbgaren Schrott übersäht wird, bei dem es sich nicht lohnt, überhaupt nur an Reparatur zu denken.

Und auch die Kosten für Ersatzteile sollten unbedingt gesetzlich gedeckelt werden. Denkbar wäre z.B. dass die Summe aller Ersatzteile für ein Gerät nicht mehr, als das Gerät selber kosten dürfen.

Dann bräuchten die wenigsten Leute so etwas wie AppleCare. Und auch kein AppleCare-One.
Abgesehen davon, dass die Fakten falsch sind (die Gewährleistungsfrist beträgt 2 Jahre wobei im ganzen im ersten Jahr eine Beweislastumkehr zugunsten der Käufer gilt) ist das alles aus der Mottenkiste des staatlichen Dirigismus. Eine solche Regelung würde jedenfalls zu einer enormen Erhöhung der Preise führen. Wahrscheinlich wir dann der Verfasser auch Preisobergrenzen schon für den Verkauf der Geräte fordern. Warum nicht gleich die Planwirtschaft einführen. Dann erledigt sich das Problem, weil wir Jahre auf ein Gerät warten und Apple sicher gar keine Geräte mehr nach Europa liefern.
-2
FlyingSloth
FlyingSloth19.03.26 22:12
Als ob man noch nicht genug fuer Versicherungen ausgibt pro Monat. Nein Danke Apple
Fly it like you stole it...
-3
wicki
wicki20.03.26 00:04
Mendel Kucharzeck
wicki
Schritt weiter denken: Der Kaufpreis würde bei so einem Gesetz natürlich genau auf den Betrag steigen, was das Gerät + Apple Care aktuell kostet.

Habe sehr weit gedacht, bin trotzdem anderer Meinung. Ich denke, dass die Hersteller mehr auf Reparierbarkeit hin konstruieren würden. Oder auf Langlebigkeit. Nicht umsonst gibt es den Begriff der "geplanten Obsolenz". Nicht unbedingt bei Apple, aber bei sehr vielen anderen technischen Produkten.
Better necessarily means different.
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Tbskttnr
Tbskttnr20.03.26 06:23
Stimme euch größtenteils zu, bin aber so froh, dass es diese unkomplizierte Möglichkeit von Apple gibt. Habe lange immer gesagt „Geräte Top, braucht keiner“. Aber als mir mal ein Regal von der Wand direkt auf mein MacBook Air gefallen ist, nachdem ich es 66 Tage besessen hatte und das Display getauscht werden musste, habe ich mir geschworen, bei einem Gerät über 1000 Euro diese Versicherung zu nutzen. Ähnlicher Fall beim iPhone, bis ich mal ganz doof bei der Gartenarbeit ins Hochbeet geflogen bin… die Reparaturkosten sind schon enorm. Leider sind die privaten Versicherungen nicht ganz so kulant wie Apple.
+4
tolved20.03.26 12:46
Mendel Kucharzeck
wicki
Schritt weiter denken: Der Kaufpreis würde bei so einem Gesetz natürlich genau auf den Betrag steigen, was das Gerät + Apple Care aktuell kostet.

Ja, es wird teurer werden, nicht nur für den Kunden sondern es muss auch für den Hersteller teuerer werden, wenn ein Gerät ausfällt. Eine "Funktionsgarantie" soll ja dafür sorgen, dass ein Produkt eine gewisse Lebensdauer erreicht und nicht deswegen ausfällt, weil im Einkauf ein paar Cent gespart wurde.
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