Apple vs. Epic: Start des Gerichtsprozesses steht fest – Zeugen sollen persönlich erscheinen

Der Start des Gerichtsprozesses zwischen Apple und Spieleanbieter Epic Games steht fest. Die zuständige Richterin Yvonne Gonzalez beriet sich dazu mit den Anwälten beider Unternehmen, um eine für alle Parteien tragbare Lösung zu finden. Der Prozess beginnt demnach am 3. Mai 2021. Trotz der besonderen Umstände durch die Corona-Pandemie sollen die vorgeladenen Vertreter von Apple und Epic, Zeugen sowie bestimmte andere Beteiligte persönlich vor Gericht in Kalifornien erscheinen.


Persönliche Anwesenheitspflicht für Apple- und Epic-Vertreter
Als Begründung der persönlichen Vorladung führt die Richterin die große Bedeutung des Gerichtsprozesses an. In dem Fall sei es wichtig, dass Zeugen selbst vor Ort erscheinen und ihre Aussagen von Angesicht zu Angesicht tätigen. Auch hochrangige Apple-Vertreter wie CEO Tim Cook sollen dazugehören. Wenn Zeugen persönlich im Gerichtssaal sitzen und zuvor einen Eid geschworen haben, sei es weniger wahrscheinlich, dass sie falsche Angaben machen, so die Richterin. Falls Teilnehmer aus gesundheitlichen Gründen nicht zum Gericht in Kalifornien reisen können, werde über alternative Aussagemöglichkeiten entschieden.

Verschärfte Corona-Bedingungen
Der Gerichtsprozess wird unter verschärften Corona-Bedingungen stattfinden, um die Anwesenden so gut wie möglich vor Infektionen zu schützen. Dazu gehört eine im Vergleich zu normalen Umständen begrenztere Anzahl an Menschen innerhalb des Gerichtssaals. Zudem wird auf einen möglichst großen Sicherheitsabstand aller Beteiligten zueinander geachtet. Als Besonderheit müssen Zeugen während ihrer Aussagen – aus Gründen der optimalen Verständlichkeit – keine Masken tragen, was einen abermals vergrößerten Abstand zu anderen Personen im Saal erfordert. Wenn sich die Corona-Situation bis zum Mai abermals verschlimmert, kann die persönliche Anwesenheitspflicht auch verschoben oder ausgesetzt werden. Der Gerichtsprozess soll aber in jedem Fall im Mai beginnen. Während sich die Richterin auf eine Verfahrenslänge von zwei bis drei Wochen einstellt, strebt Epic eine größere Dauer von vier bis fünf Wochen an, um alle Argumente ausführlich vorzubringen.

Apple vs. Epic setzt sich vor Gericht fort
Epic wirft Apple vor, wettbewerbswidrige Richtlinien im App Store vorzugeben und so eine unrechtmäßige Monopolstellung zu praktizieren. Zudem werde Innovation auf diese Weise verhindert, so der Gaming-Anbieter. Konkret geht es um Apples Einnahmebeteiligung von 30 Prozent (in manchen Fällen 15 Prozent), die im App Store vertretene Softwareanbieter nach Cupertino entrichten müssen. Apple hingegen wird vor Gericht die eigenen Geschäftspraktiken verteidigen. Der Streit zwischen beiden Unternehmen gipfelte 2020 in der Verbannung des beliebten Epic-Titels Fortnite aus dem App Store.

Kommentare

iBert02.03.21 20:11
MTN:
Während sich die Richterin auf eine Verfahrenslänge von zwei bis drei Wochen einstellt, strebt Epic eine größere Dauer von vier bis fünf Wochen an, um alle Argumente ausführlich vorzubringen.

Uih, ob es genug Popcorn, für diesen doch sehr langen Zeitraum, in den USA gibt? Es bleibt Spannend....
Objektiv ist relativ, subjektiv gesehen.
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