Push-Nachrichten von MacTechNews.de
Würden Sie gerne aktuelle Nachrichten aus der Apple-Welt direkt über Push-Nachrichten erhalten?

Epic scheitert mit Gesetzesentwurf gegen Apple in US-Bundesstaat – und trägt den Streit jetzt nach Europa

Die Geschütze, die Epic im Streit um die Entfernung von Fortnite aus dem App Store gegen Apple auffährt, sind wahrlich bemerkenswert – und nicht „nur“ auf rechtliche Auseinandersetzungen beschränkt. Den Entwicklern der Spieleschmiede geht es auch um die öffentliche Meinung – entsprechende Kampagnen zielen darauf ab, Apple wettbewerbsbehindernde Praktiken zu unterstellen und das Ansehen des US-Konzerns zu beschädigen. Juristisch schöpft Epic mittlerweile alle Möglichkeiten aus – und muss zumindest in den Vereinigten Staaten einen Rückschlag hinnehmen.


North Dakota lehnt Gesetz ab
Ein im US-Bundesstaat North Dakota eingebrachter Gesetzesentwurf sah vor, Unternehmen wie Apple und Google dazu zu verpflichten, App-Plattformen anderer Anbieter zuzulassen (siehe ). Nutzern wäre es somit möglich gewesen, Anwendungen wie Fortnite wieder auf ihr iPhone herunterzuladen, indem beispielsweise auf einen gesonderten App Store der Entwickler zugegriffen würde. Außerdem sah die Novelle vor, In-App-Käufe ohne Umsatzbeteiligungen an Apple oder Google vornehmen zu können. Das Gesetzesvorhaben geht auf die Coalition for App Fairness zurück: Hinter der Organisation stehen Lobbyisten von unter anderem Spotify und Epic Games. Die Lobbyarbeit blieb allerdings erfolglos: Mit 11 zu 36 Gegenstimmen lehnte das Parlament des Bundesstaats das Gesetz ab. Für Apple könnte das aber nur einen Etappensieg bedeuten: Der Journalist Jack Nicas berichtet von weiteren Bundesstaaten wie Arizona, Georgia und Massachusetts, die ähnliche Gesetze diskutieren.

Epic wendet sich an die EU
Epic bliebt zwischenzeitlich alles andere als untätig – und reicht nun eine Kartellbeschwerde bei der Europäischen Kommission ein. Epic-Chef Tim Sweeney erklärte gegenüber der Frankfurter Allgemeinen Zeitung, nicht untätig zusehen zu wollen, wie Cupertino Wettbewerbsbedingungen nach eigenem Gutdünken ausgestalte. Der US-Konzern verhalte sich wie der Türsteher der iOS-Geräte, so der Anwalt von Epic. Apple reagierte bereits auf die Vorwürfe – und freue sich nach eigenen Angaben, die Europäische Kommission vom Fehlverhalten Epics zu unterrichten.

Kommentare

Mostindianer17.02.21 17:38
Ich als Gamer kann Epic voll verstehen, sie haben auf Windows einen erfolgreichen Store, welche in Konkurrenz mit Steam und Ubisoft connect steht. Habe selbst Games aus den Stores. Im mobilen Bereich sieht es dagegen Mau aus, da die OS Hersteller wie Google oder Apple nicht nur den eigenen Store liefern, sondern auch massenhaft Games anbieten.

Epic sieht hier klar ein Mia Business, in das sie auch hinein wollen, notfalls per Gerichtsbeschluss und mit viel geld für die Anwälte.

Ist das gut oder nun schlecht?
-12
Manuel01018017.02.21 17:39
Ich verstehe es ehrlicherweise immer noch nicht. Epic unterschrieb einen Vertrag, hat mit Absicht gegen diesen Vertrag verstoßen um anschließend dagegen zu klagen?
+18
awk17.02.21 17:55
Manuel010180
Ich verstehe es ehrlicherweise immer noch nicht. Epic unterschrieb einen Vertrag, hat mit Absicht gegen diesen Vertrag verstoßen um anschließend dagegen zu klagen?

Um genau diesen Vertrag geht es doch. Apple diktiert mit diesem Vertrag Bedingungen die man ansonsten nie akzeptieren würde. Man ist gezwungen zu unterschreiben da ansonsten alle iPhone Besitzer als Kunden ausscheiden. In Märkten mit einem hohen iPhone Anteil wie den USA ist das ein klarer Fall von ausnutzen einer marktdominierenden Stellung.

Je länger sich Apple sträubt umso negativer werden die Folgen für Apple werden. Das gibt ein böses Eigentor.
-13
maculi
maculi17.02.21 18:02
awk
Je länger sich Apple sträubt umso negativer werden die Folgen für Apple werden. Das gibt ein böses Eigentor.

Abwarten. So eindeutig ist das keinesfalls.

Wenn denen die Bedingungen im Appstore nicht gefallen, dann sollen sie eben Spiele für den Mac entwickeln. Die dürfen sie gerne selber vertreiben, müssen dann aber auch die ganze dafür nötige Serverinfrastruktur betreiben.
+11
Gedankenschweif17.02.21 18:05
Mostindianer
Ich als Gamer kann Epic voll verstehen, sie haben auf Windows einen erfolgreichen Store, welche in Konkurrenz mit Steam und Ubisoft connect steht. Habe selbst Games aus den Stores. Im mobilen Bereich sieht es dagegen Mau aus, da die OS Hersteller wie Google oder Apple nicht nur den eigenen Store liefern, sondern auch massenhaft Games anbieten.
Aber es spricht doch (außer Epics Profitgier) nichts dagegen, das Epic seine Spiele im AppStore anbietet.
Sie haben ja auch keinen eigenen Store auf PlayStation, Xbox oder Nintendo. Auch da bieten sie ihre Spiele über den vom Hardwarehersteller vorgegebenen Weg an.
+20
Gedankenschweif17.02.21 18:09
awk
Um genau diesen Vertrag geht es doch.
Wo unterscheidet sich der Vertrag denn von den Verträgen, die PlayStation, Xbox oder Nintendo für die Veröffentlichung auf deren Plattformen vorgeben?

Und diese Vertrage hat Epic auch unterschrieben und da hält sich Epic auch an die Vorgaben und fordert dort komischerweise keinen eigenen Store.
Dabei sind diese Plattformen mindestens genauso abgeschirmt wie iOS.
+16
RyanTedder
RyanTedder17.02.21 18:26
awk
Manuel010180
Ich verstehe es ehrlicherweise immer noch nicht. Epic unterschrieb einen Vertrag, hat mit Absicht gegen diesen Vertrag verstoßen um anschließend dagegen zu klagen?

Je länger sich Apple sträubt umso negativer werden die Folgen für Apple werden. Das gibt ein böses Eigentor.

Ich sehe nicht ein einziges Anzeichen dafür, das es für Apple nach hinten losgehen wird. nicht falsch verstehen, damit meine ich nicht das es ohne Folgen bleiben wird. Aber sicherlich nicht so schlimm das man hier von einem Eigentor reden kann. Freiwillig von den 30% Abstand zu nehmen wäre ein Unternehmerisches Eigentor
+7
KingBradley
KingBradley17.02.21 19:22
Faszinierend wie Apple User diese Restriktion so vehement verteidigen.

Auf dem Mac seit ihr dann auch für ein Verbot von dmg Dateien oder wie?
Nur noch Mac App Store zur Installation?

Also ich mache mich ja manchmal gerne lustig über die Linux Leute, aber diese sind wenigstens ihre Ideologie treu.

Hier der Apple User:
- macht einen auf gebildet
- ist natürlich liberal
- ein grüner der an die Umwelt denkt
- tritt verbal gegen jeden mit autokratischen Zügen...

Und beim AppStore auf dem iPhone wird er ein absoluter Ja-Sager, Lemming... als ob er der Marketing Abteilung von Apple entspringt.
Wird euch irgendwas genommen wenn User für sich entscheiden Software außerhalb des AppStores zu beziehen?

Apple hat nur Panik um ihre Provisionen an den Abos💰

Man kann als Kunde nur hoffen das da was unternommen wird.👍
-13
Ely
Ely17.02.21 19:33
KingBradley

Di verallgemeinerst. Nicht jeder Apple-User ist so wie von dir geschildert gestrickt.

Und wenn doch, bin ich die Ausnahme, die die Regel bestätigt. Mir ist es wurscht, woher die Leute ihre Software beziehen. Ich habe dennoch ganz gern eine Instanz, die zumindest mal drübergeguckt hat, ob‘s sauber ist.
+9
iBert17.02.21 19:36
Epic Handlungsweise ist kaum nach zu vollziehen. Beherrscht denn bei denen keiner auch nur das kleine 1x1 der BWL?
Ok, gegen Apple zu klagen ist legitim und steht jedem frei zu tun.
Aber einen Vertrag zu brechen und dann die Gerichte anzurufen ist erstens schlechter Stil und zweitens nicht besonders Profitabel während des Rechtsstreit. Warum während dieser Zeit auf 70% der Einnahmen von Millionen von iOS Geräten verzichtet wird ist mir ein Rätsel. Käme doch der "Kriegskasse" nur zu gute. Ist wohl für Epic zu hohe Mathematik...

Egal wie groß die Kriegskasse auch immer sein wird, glaube nicht an den Erfolg von Epic.
Objektiv ist relativ, subjektiv gesehen.
+8
Gedankenschweif17.02.21 19:47
KingBradley
Wer verteidigt hier Apple?

Es geht hier doch nur um das Verhalten von Epic.
Und das ist nun mal alles andere als stringent.
Denn wie ich oben schon geschrieben habe: wenn Epic die eigenen Vorwürfe wirklich ernst nehmen würde, dann müssten sie auch gegen PlayStation, Xbox oder Nintendo vorgehen/klagen, denn die lassen auch niemanden mit eigenem Store auf die eigene Plattform.
+12
ruphi17.02.21 20:51
Also Folgendes:
  • Man kann nur gegen rechtmäßige Bestandteile eines Vertrags verstoßen. Steht eine getroffene Vereinbarung im Widerspruch zu übergeordneten Rechtsnormen, muss man sich auch nicht dran halten. Genau diese Feststellung versucht Epic nun vor Gericht zu erwirken. Ob sie damit richtig liegen, wird das Verfahren zeigen (ich weiß es nicht). Alles andere wäre Vorverurteilung.
  • Die Tatsache, dass Epic auch ähnliche Verträge mit anderen Plattformanbietern wie Sony, Microsoft, etc. unterschrieben hat, rechtfertigt noch nicht die Legitimität von irgendeinem dieser Verträge. Wäre das der Fall, dürfte dir der 5. Einbrecher ganz legal das Haus ausräumen, nur weil du beim 1.-4. Mal keine Anzeige erstattet hast.

Disclaimer: Ich habe überhaupt keinen inhaltlichen Standpunkt zum Thema Epic vs. Apple. Mir gehts um die verkorkste Argumentations-Struktur, die in diesem Forum zutage tritt.
-4
schaudi
schaudi17.02.21 21:16
ruphi
Also Folgendes:
[list]
Man kann nur gegen rechtmäßige Bestandteile eines Vertrags verstoßen. Steht eine getroffene Vereinbarung im Widerspruch zu übergeordneten Rechtsnormen, muss man sich auch nicht dran halten. Genau diese Feststellung versucht Epic nun vor Gericht zu erwirken. Ob sie damit richtig liegen, wird das Verfahren zeigen (ich weiß es nicht). Alles andere wäre Vorverurteilung.
Ja und auch nur das hätten sie mal machen sollen. Wäre völlig legitim. Aber nein, sie haben erst absichtlich dagegen verstoßen um einen öffentlichen Aufschrei zu provozieren (was im allgemeinen ehr nach hinten losgegangen zu sein scheint) und dann zu klagen. Ihre Stellung vor Gericht haben sie damit selbst geschwächt. Und was ihre rechtliche Grundlage sein soll ist mir eh schleierhaft. Es geht hier nicht um „den freien Mark“ sondern um einen privaten. Es käme doch auch keiner auf die Idee Kaufland dazu zu zwingen Pornos anzubieten und das dann auch bei 0% Umsatz Beteiligung. Nein das wollen die da nicht haben und für alles was sie haben wollen und anbieten bekomme sie freilich eine Marge. Mag sein das Apples 30% nicht gerade wenig sind, da kann man sicher drüber diskutieren. aber es wird niemand gezwungen iOS Apps anzubieten oder Geräte zu kaufen (es gibt genug Alternativen deren Marktanteil zudem auch deutlich höher ist). Also wo ist genau das Problem? Der freie Markt wird von niemanden behindert. Wenn du unbedingt hunderte oder tausende Euro in fortnite verzocken willst, hast du genügend Optionen. Es geht einfach nur darum, dass Epic noch ein paar Milliarden von kleinen Kindern und Teens bzw. deren Eltern mehr einnehmen will mit reinen Digitalwaren, die keinerlei reellen Wert haben, denn schließlich sind iOS Kunden statistisch gesehen Zahlungsfreudiger. Klingt nett....
Hier persönlichen Slogan eingeben.
+5
AppleUser2013
AppleUser201318.02.21 00:39
Hmm Epic dreht in dieser Beziehung sozusagen am Rad...ohne ihr eigenes Geschäftsmodell zu benennen... Nämlich durch zeitexklusive Verträge sich Vorteile zu verschaffen... Nein, Epic ist kein Retter der Freiheit, sondern nur ein Verfechter ihrer eigenen Ziele, um soviel Profit zu generieren, wie es legale Mittel zulassen...
Wie erklärt Epic die Vertragsauflagen, Software für einen langen Zeitraum nur auf ihrer Plattform zu veröffentlichen...Epic frisst sich in die Gaming Industrie wie ein Virus...Als Endverbraucher ist es mir egal, da ich Games dort kaufe, wo sie eben erhältlich sind, aber für die Wirtschaft ist es sicherlich interessant...
Epic und Tencent im Hintergrund haben ganz andere Pläne... Sie wollen keine Freiheit, sondern einfach nicht bezahlen...easy...
+5
Ugchen18.02.21 00:57
Parasiten, nicht mehr und nicht weniger...

Natürlich gibt nicht jeder gerne etwas von seinem Kuchen ab, aber die Regeln sind bekannt und man braucht nicht zu erwarten, dass eine andere Partei aus Prinzip mitspielt.

Jeder, der etwas profitabel anbieten möchte, erstellt eine Kalkulation seines Angebotspreises. Und in diese gehören logischerweise auch Gebühren Dritter und "Kundengeschenke" wie nachträglich gewährte Rabatte/Skonto.

Ich als Kunde sehe anschließend einen Preis und entscheide für mich "Ist mir den Preis wert" oder eben "Ist mir zu teuer". Was interessiert mich, ob der Verkäufer von diesem Geld noch andere bezahlen muss?
Vielleicht kann man ja auch den Staat verklagen, weil er mit seiner Umsatzsteuer ein Monopol hat und die Ware nur unnötig teurer macht...


Epic sollte mal darüber nachdenken, dass sie hier angeblich für Leute "kämpfen", die das überhaupt nicht wollen. Wenn ich "alles offen und alles von mir verbastelbar" haben will, kaufe ich mir ein Android-Handy. Wird also seinen Grund haben, dass Leute gerne einen höheren Preis für ein Gerät mit einem OS kaufen, bei dem alles aus einem Guss kommt und man sich nicht mit allerlei Insellösungen rumschlagen muss...


Würde es diesem Verein wirklich um "die fairen Preise ohne Apple-Tax" gehen, würde er seine InApp-Preise mal deutlich reduzieren. Aber die (primär) Kinder und Jugendlichen mit ihrem No-Brain-Schrottspiel in absolut unverschämter Manier das Taschengeld aus der Hose ziehen (15€ für EIN Kostüm im Spiel), aber anschließend rumknatschen, wenn sie von dieser skrupellosen Abzocke etwas abgeben müssen...
+6
ruphi18.02.21 01:00
schaudi
Ja und auch nur das hätten sie mal machen sollen. Wäre völlig legitim. Aber nein, sie haben erst absichtlich dagegen verstoßen um [...]
Wie gesagt, sie haben nicht dagegen verstoßen, falls der Vertragsbestandteil nichtig ist. Da sie davon überzeugt sind (sonst würden sie darauf nicht klagen), ist es auch nur folgerichtig, dass sie sich nicht daran halten.

Ein Beispiel
Du bist auf Wohnungssuche und der Vermieter deiner Traumwohnung hat im Mietvertrag einen Passus drin stehen, dass Kleintierhaltung pauschal untersagt ist. Du bist der Meinung, dass das rechtswidrig ist, willst aber auch die Wohnung. Was machst du also? Du fängst nicht an, rumzudiskutieren (sonst kriegst du die Wohnung eh nie), sondern unterschreibst den Vertrag wohlwissend, dass der fragliche Passus ungültig ist. Ein Jahr später legst du dir einen Fisch im Aquarium zu. Der Vermieter kriegt das mit und tauscht die Schlösser aus. Du sitzt auf der Straße und ziehst gegen das alles vor Gericht (was, ohne Wohnung, tatsächlich ziemlich erschwert ist).
Die örtliche Zeitung berichtet darüber und ein eifriger Leser namens schaudi wirft dir in seinem nun Leserbrief vor, du hättest den Vertrag nur gebrochen, um einen öffentlichen Aufschrei zu provozieren. Du hättest, so seine Forderung, lieber einen jahrelangen Rechtsstreit führen und so lange auf deinen Goldfisch verzichten sollen. Dies hätte nämlich den Zeitungsleser davon überzeugt, dass du wirklich an deine Argumentation glaubst. WTF?
-5
schaudi
schaudi18.02.21 07:13
ruphi
Wie gesagt, sie haben nicht dagegen verstoßen, falls der Vertragsbestandteil nichtig ist. Da sie davon überzeugt sind (sonst würden sie darauf nicht klagen), ist es auch nur folgerichtig, dass sie sich nicht daran halten.

Ein Beispiel
[…]
Ist ja richtig, wobei ich mir jetzt auch nicht sicher bin, ob dieses Prinzip auch in den Staaten gilt. Aber lassen wir das einmal außer acht und gehen einfach mal davon aus.

Es gibt hier einen ganz entscheidenden Unterschied: Beim Thema Kleintierhaltung gibt es bereits entsprechende Rechtssprechung auf die ich mich Berufen kann, die ganz klar sagt, dass ein solcher Passus rechtswidrig ist. Ende der Geschichte mit den Kleintieren. Der Vermieter müsste in einen Verfahren dann erklären, warum die Kleintierhaltung trotz der Gesetzeslage unzumutbar ist - zB ein ständig kläffender Hund, der andere Mieter stört.

Im Falle von Epic gibt es diese Rechtssprechung nicht. Epic hat hier versucht Tatsachen zu schaffen und Entscheidungen vorwegzunehmen. Richter mögen das gar nicht, wenn Streitparteien selbst der Meinung sind Richter zu spielen. Wie gesagt - sie haben damit ihre eigene Stellung vor Gericht massiv geschwächt und so ihre eigenen Chancen gemindert. Ich sage nicht, dass sie rechtswidrig oder rechtskonform gehandelt hätten - das kann ich nicht beurteilen. Es war einfach nur verdammt dumm.

Das Epics Argumentation auch generell auf recht wackligen Beinen steht, sieht man ja daran, dass die Einstweiligen Verfügungen, die sie erwirken wollten, allesamt gescheitert sind. Klar muss das erstmal noch nicht viel heißen, es sind ja nur Schnellverfahren. Aber idR geht eine einstweilige Verfügung in so einem Fall recht einfach durch, wenn die Argumentation tatsächlich halbwegs plausibel wäre. Schließlich hat Epic jetzt erst einmal recht signifikante Einnahmeverluste, so lange der Rechtsstreit dauert. Kein Richter, vor allem nicht in den Staaten, würde so etwas verantworten wollen, wenn sie der Meinung wären, da bestände auch nur die geringste Chance nach der aktuellen Gesetzeslage. Das stände einfach in keinem Verhältnis.

Und da wären wir beim springenden Punkt: im Artikel geht es darum, dass sie Gesetzte in die Staatsparlamente eingebracht haben UM ihre eigene Handlung zu legalisieren. Das Funktioniert nun wirklich nicht Rückwirkend. Auch damit haben sie ihre Eigene Argumentation massiv geschwächt, denn man muss sich halt einfach einmal fragen, warum reichen sie Gesetzesvorlagen ein, die Apples Vertragspunkte für illegal (vereinfacht) erklären würden, wenn sie doch so felsenfest der Überzeugung sind, dass diese Vertragspunkte bereits JETZT ungültig wären!?

Und: Wie bereits erwähnt wurde gelten ähnliche Verträge/Modelle auf sämtlichen Konsolen (und Apple hat das iPhone im Gaming Bereich nunmal immer als eine Art Handheld Konsole Beworben - nicht als Personal Computer). Und ja - das heißt nicht automatisch, dass diese dadurch rechtens sind, dass es jeder so macht. Aber in dem Moment, wo Epic nur den verklagt, wo sie das meiste Geld rausholen können (Epics Einnahmen aus dem AAS sind trotz 30% für einen verdammt großen Teil ihres Umsatz verantwortlich - 34,36 Mio in 06.2020 im AAS bei 1.8 Mrd Gesamtjahresumsatz entspricht knapp über 20% hochgerechnet), schwächen sie auch wieder ihre eigene Position. Was soll das ganze Affentheater, wird sich da auch jeder Richter fragen.

Alles was Epic hier gemacht hatte diente einzig dem Zweck Apple in der Öffentlichen Meinung zu diskreditieren um auf diesen Weg Vorteile zu erlangen bzw. potentielle Verfahren oder Gesetze zu ihren Gunsten zu beeinflussen. Hätte ihr Fall rechtlich tatsächlich Hand und Fuß, wären sie anders vorgegangen - oder ihre Anwälte haben Jura auf der Walldorfschule studiert
Es wurde auf biegen und brechen versucht ein Robin Hood oder 1984 Szenario zu kreieren - nur hat das nicht wirklich funktioniert bei einem Unternehmen, mit 1.8 Mrd Jahresumsatz als "Opfer". Und das Apple hier durchaus kompromissbereit ist, im Bezug auf tatsächliche "kleine" Unternehmen, zeigt ihre Anpassung der Umsatzbeteiligung zum Jahreswechsel. Aber das war Epic dann wiederum völlig egal, was mehr als deutlich zeigt, dass es denen eben nicht um "die kleinen Entwickler" geht, sondern nur um sich selbst und ein paar Milliönchen und Millärdchen mehr, bei denen Umsatz (fast) = Gewinn ist.
Hier persönlichen Slogan eingeben.
+6
coosmannc18.02.21 09:28
KingBradley

Wenn ich mich für ein Apple-Produkt entscheide, sollte ich vorher wissen, was geht und was nicht. Entwickler können sich auch informieren. Und wenn ich die Bedingungen nicht akzeptieren will, ist der Markt eben für mich zu. Das ist doch überall gleich und nennt sich auch AGB. Die sollte man immer lesen.
+1
deus-ex18.02.21 09:39
Gedankenschweif
awk
Um genau diesen Vertrag geht es doch.
Wo unterscheidet sich der Vertrag denn von den Verträgen, die PlayStation, Xbox oder Nintendo für die Veröffentlichung auf deren Plattformen vorgeben?

Und diese Vertrage hat Epic auch unterschrieben und da hält sich Epic auch an die Vorgaben und fordert dort komischerweise keinen eigenen Store.
Dabei sind diese Plattformen mindestens genauso abgeschirmt wie iOS.
Sogar noch abgeschirmter. Denn mehr als Spiele kann ich für die Plattformen gar nicht entwickeln geschweige denn anbieten.
0
DTP
DTP18.02.21 09:53
Manuel010180
Ich verstehe es ehrlicherweise immer noch nicht. Epic unterschrieb einen Vertrag, hat mit Absicht gegen diesen Vertrag verstoßen um anschließend dagegen zu klagen?
Um mal ein Beispiel aus der analogen Welt zu bemühen: Wenn du eine Mietwohnung willst und du dafür einen Mietvertrag unterschreiben müsstest, der sittenwidrige Passagen enthält, hast du zwei Möglichkeiten: Nicht unterschreiben (du bekommst die Mietwohnung nicht) oder unterschreiben und diese Passagen nicht erfüllen (oder dagegen klagen). Welchen Weg würdest du wählen?

Daher ist mMn der Weg, den Epic gewählt hat, nicht verwunderlich, sondern allein die Frage interessant, ob Apple seine marktstarke Position ausnutzt und/oder Passagen im Vertrag gegen geltendes Recht verstoßen. Das können aber nur Gerichte und Kartellbehörden beurteilen, auch wenn ich dazu eine eigene Meinung habe.
-3
Philantrop
Philantrop18.02.21 10:04
Wer es immer noch nicht versteht:
Kauft CocaCola legal eine Bohrrechte und senkt damit massiv den Grundwasserspiegel ... Bieten Shops nur noch PayPal als Zahlungsmittel, du wirst aber gesperrt ... Das ist Macht. Marktmacht. Regulatorische Macht.

Markt regelt nicht. Niemals. Marktmacht ist immer staatlich zu regulieren und zu öffnen. Es geht hier um viel mehr und der Kampf der hier geführt ist absolut richtig.
-3
Dunkelbier18.02.21 10:41
KingBradley
Wird euch irgendwas genommen wenn User für sich entscheiden Software außerhalb des AppStores zu beziehen?
Ja, meine Daten, z. B.
+1
Dunkelbier18.02.21 10:54
ruphi
Ein Beispiel
Du bist auf Wohnungssuche und der Vermieter deiner Traumwohnung hat im Mietvertrag einen Passus drin stehen, dass Kleintierhaltung pauschal untersagt ist.
Total falsch. Der Weg wäre gewesen. Unterschreiben Einziehen Klagen und erst dann den Fisch. Oder erst gar nicht unterschreiben oder erst klagen. Und nicht den Vertrag unterschreiben, ihn dann brechen, um dann per Gericht zu versuchen, den störenden Passus als rechtswidrig erklären zu lassen. Was übrigens ein echt mieser Zug ist.
+2
Mecki
Mecki18.02.21 12:17
Nachdem Epic bisher schon mit drei Gerichtsanträgen gegen Apple gescheitert ist, das Gericht lediglich Apple untersagt hat, Epics andere Accounts, z.B. den für die Unreal Engine, zu sperren, was Apple zwar offen erwogen hatte, aber wo nicht sicher ist, ob sie das überhaupt getan hätten, selbst wenn das Gericht das nicht untersagt hätte, ist der aktuell Zwischenstand:

Apple 4, Epic 0
(Epic ½, wenn man dieses Untersagen als kleine Sieg zählen möchte)

So, und jetzt tragen sie es also in die EU. Klingt für mich nach "Wollt ihr den totalen Krieg?" Nun, da habe ich schlechte Nachrichten für Epic: Bislang hat noch jeder einen totalen Krieg verloren. Wirklich jeder. Wer überall und an allen Fronten kämpft, der kann nicht gewinnen, weil ihm irgendwann die Situation entgleitet angesichts der ganzen Kriegs- und Nebenkriegsschauplätzen. Das gilt für reale Kriege genauso wie für Wirtschaftskriege. Siehe SCO vs Linux. Hat SCO das Genick gebrochen, nachdem das immer weitere Kreise gezogen hat und sie irgendwann sogar IBM, Novell und DaimlerChrysler verklagt haben. Auf einmal standen die wenigen SCO Anwälte einer Armee von Verteidigern in immer mehr Prozessen gegenüber.

Nicht einmal Apple konnte den totalen Krieg gewinnen (Steve Jobs: "I’m going to destroy Android, because it’s a stolen product. I’m willing to go thermonuclear war on this."). Apple hat hier höchstens einen kleinen Achtungserfolg gegen Samsung erzielt, von einem Sieg auf ganzer Linie kann aber keine Rede sein, denn die meisten Anklagepunkte wurden irgendwann fallen gelassen (er war schwierig die Anschuldigungen zu belegen, auch wenn sie richtig gewesen sein mögen) und am Ende konnte Samsung mit der Patentkeule sogar mehrfach gegen Apple punkten und empfindlichen Schaden verursachen, so dass Apple irgendwann zum Waffenstillstand genötigt wurde, da man sich ansonsten auf ewig verklagt hätte, ohne Aussicht auf einen finalen Sieg einer der beiden Parteien, was nur Unmengen an Geld für nichts verbraten hätte.
-1
iBert18.02.21 12:25
Nicht alles was hinkt ist ein Vergleich.

Was soll dieser komische Vergleich mit einer Wohnung? Der AppStore ist keine Wohnung, sondern eine Verkaufsplattform zum Vertrieb der eigenen (Soft)Ware.

Ein humpelnder Landwirt Verkauft seine Ware bei REWE, zB weil die sehr viele Filialen gebaut haben und somit sehr viele potenzielle kaufkräftige Kunden erreichen, durch hohe Qualität und für Kunden ansprechende Verkaufsräume.
Das macht REWE aber nicht kostenlos, denn sie erheben einen 30% Aufschlag auf die Landwirtschaftlichen Produkten des Landwirts, denn jedes Geschäft muß/sollte Profit erwirtschaften, sonst wäre es Hobby und kein Geschäft.
Das stinkt aber unserem imaginärem, humpelnden Landwirt gewaltig, daher enthält spontan jede Packung einen Flyer indem er einen Direktvertrieb 5% günstiger, an REWE vorbei, anbietet. Wie soll der Vertrieb darauf reagieren? Weiterhin kostenlos Werbung für den Landwirt machen? Niemals!
Also entweder verschwinden die Flyer oder die Ware aus den Regalen. Das richtet sich ja nicht gegen die Ware, sondern gegen die Flyer. Schließlich war es harte Arbeit und Risikobehaftet so ein profitables Vertriebsnetz und Kundenreichweite aufzubauen.
Natürlich steht es dem Landwirt frei seine Produkte bei Lidl, Aldi, Netto, Penny, Metro usw oder über seinen eigenen Vertrieb zu Verkaufen.
Natürlich verkauft unser imaginärer, schlauer, humpelnder Landwirt seine Produkte weiterhin ohne Flyer Erfolgreich in anderen Märkten, die natürlich auch Aufschläge erheben.
Da aber REWE besonders profitabel für ihn war, verklagt er REWE damit sie weiterhin kostenlos Werbung für ihn machen MÜSSEN um seinen Direktvertrieb zu unterstützen.
Wer die dicksten Kartoffeln hat, ist nicht automatisch der klügste Bauer.

PS: Ich stehe mit keinem der oben genannten Vertriebsketten in Verbindung, es handelt sich nicht um Werbung und ich erhalte keine finanziellen Zuwendungen von o.g. Vertrieben. Sie dienen lediglich dazu um einen (hinkenden) Vergleich der virtuellen Softwarewelt, mit der realen Welt zu erstellen. Namen können gerne durch Apple, MacOS, iOS, Android, MS Windows, Linux, PS Sony, X-Box, Nintendo usw ersetzt werden.
Objektiv ist relativ, subjektiv gesehen.
+2
Mecki
Mecki18.02.21 12:31
Ugchen
Ja, da bin ich ganz bei dir.

schaudi
Epic hat hier versucht Tatsachen zu schaffen und Entscheidungen vorwegzunehmen. Richter mögen das gar nicht, wenn Streitparteien selbst der Meinung sind Richter zu spielen.
Kann ich nur bestätigen! Wenn ihr der Meinung seid, jemand verletzt eure Rechte, dann weißt ihn darauf hin. Hilft das nichts, dann klagt dagegen. Auf keinen Fall solltet ihr versuchen selber irgendwie dagegen vorzugehen, wenn ihr damit nicht einen unmittelbaren Schaden abwenden könnt, denn das ist auch eine Form der Selbstjustiz. Am Ende ist die Situation: Ja, er hätte das nicht tun dürfen, aber ihr genauso wenig. Ein Unrecht rechtfertigt nie ein anderes Unrecht.
0
Mecki
Mecki18.02.21 13:27
iBert
Hinzu kommt noch, dass im hier vorliegenden Fall REWE zwar in den USA einen Marktanteil zwischen 47 und 49% besitzt (das schwankt dort immer recht stark) aber gerade mal 17% in Europa und weltweit sogar nur 12%. Es ist also gelogen, wenn der Landwirt behauptet, er müsse ja seinen Produkte bei REWE verkaufen, da er sonst den Großteil der Kunden nicht erreichen kann. Der Großteil der Kunden kauft aktuell gar nicht bei REWE ein.

Auch steht es jedem Kunden frei, in Zukunft nicht mehr bei REWE zu kaufen, wenn REWE nicht mehr die vom ihm gewünschten Produkte führt. Wer meint, er sitzt hier in einer Abhängigkeit, der kann sich selber jederzeit aus dieser befreien (Apple Geräte auf ebay verkaufen, bringen gutes Geld, Android Geräte kaufen und Apple für immer den Rücken kehren). So ein Umstieg mag schmerzhaft und ggf. teuer sein (man verliert gekaufte Apps und muss ggf. neue Apps kaufen), das trifft aber auf die meisten Umstiege zu (auch der von Windows auf Linux, obwohl beide Systeme offen sind!), daher macht man den auch meistens nur einmal und lieber ein Ende mit Schrecken als ein Schrecken ohne Ende, richtig? Auch muss man nicht hart umsteigen, man kann ja bei REWE und woanders kaufen. Ich habe auch ein Android Tablet, nicht nur Apple Geräte. Gibt es ein Spiel nicht bei Apple und ich will das unbedingt spielen, spiele ich es halt auf Android. Wo ist jetzt bitte genau das Problem? Ich muss sich hier nicht für eine Seite entscheiden, ich bin kein Jedi Ritter.

Aber der wahre Grund warum der Landwirt unbedingt bei REWE verkaufen will ist nicht, dass er so mehr Kunden erreicht, sondern einfach der, dass die REWE Kunden eher dazu neigen sein Produkt zu kaufen. Bei REWE erleben viele Produkte eine guten Absatz, die bei den anderen Anbietern in den Regalen verstauben. Das zeigt aber doch, dass REWE irgendwas anders und anscheinend auch besser machen muss als der Rest. Wie sinnig ist es da bitte, REWE jetzt durch Klagen dazu zwingen zu wollen, dass sie ihr Verhalten dem Rest anpassen? Dadurch würde doch genau dieser Vorteil verschwinden. Mag sein, dass ein großes Unternehmen wie Epic trotzdem davon profitieren kann, wobei ich nicht mal das für gesichert halte, aber was ist mit all den kleinen Unternehmen und Entwickler, die bisher nur bei Apple wirklich was verdient haben und denn man so ein weiteres Android aufzwingt, das auch nicht besser für sie funktionieren wird als das bisherige?
0
ruphi18.02.21 18:51
schaudi
Es gibt hier einen ganz entscheidenden Unterschied: Beim Thema Kleintierhaltung gibt es bereits entsprechende Rechtssprechung auf die ich mich Berufen kann, die ganz klar sagt, dass ein solcher Passus rechtswidrig ist.
Hast du das jetzt absichtlich missverstanden? Natürlich ist der springende Punkt NICHT, ob Kleintierhaltung nun erlaubt ist oder nicht. Sondern dass es vollkommen vernünftig ist, dass sich der Mieter nicht an eine aus seiner Sicht offensichtlich rechtswidrige = ungültige Klausel hält.
Ob der Vermieter, der Zeitungsleser oder das Gericht die Klausel auch für ungültig hält, ist dabei völlig egal. Das Handeln des Mieters ist konsistent. Und deswegen ist auch die Argumentation von Epic in diesem Punkt konsistent, und dein initialer Vorwurf eben nicht.
-1
ruphi18.02.21 18:58
DTP
Um mal ein Beispiel aus der analogen Welt zu bemühen: Wenn du eine Mietwohnung willst und du dafür einen Mietvertrag unterschreiben müsstest, der sittenwidrige Passagen enthält, hast du zwei Möglichkeiten: Nicht unterschreiben (du bekommst die Mietwohnung nicht) oder unterschreiben und diese Passagen nicht erfüllen (oder dagegen klagen). Welchen Weg würdest du wählen?

Daher ist mMn der Weg, den Epic gewählt hat, nicht verwunderlich, sondern allein die Frage interessant, ob Apple seine marktstarke Position ausnutzt und/oder Passagen im Vertrag gegen geltendes Recht verstoßen. Das können aber nur Gerichte und Kartellbehörden beurteilen, auch wenn ich dazu eine eigene Meinung habe.

Danke, endlich jemand der es versteht
-1
ruphi18.02.21 19:04
Dunkelbier
Total falsch. Der Weg wäre gewesen. Unterschreiben Einziehen Klagen und erst dann den Fisch. Oder erst gar nicht unterschreiben oder erst klagen. Und nicht den Vertrag unterschreiben, ihn dann brechen, um dann per Gericht zu versuchen, den störenden Passus als rechtswidrig erklären zu lassen. Was übrigens ein echt mieser Zug ist.
Tut mir Leid dich enttäuschen zu müssen, aber nur weil du diesen Weg wählst (was dich ehrt), ist das nicht "der" einzig richtige Weg. An unwirksame Passagen in einem Vertrag muss man sich nicht halten. Fertig. Das ist einfach Fakt.

Und ich kann es nur nochmal wiederholen: Es ist kein Vertragsbruch, wenn sich der betreffende Teil des Vertrags als unwirksam rausstellt. Es hängt einfach alles vom höchstrichterlichen Ergebnis am Ende des Instanzenzugs ab.
Fall1: Das Gericht befindet den Passus für unwirksam. Dann war es auch legal, sich nicht dran gehalten zu haben. Es lag dann kein Vertragsbruch vor.
Fall2: Das Gericht befindet den Passus für gültig. Dann lag Vertragsbruch vor, wie du ihn Epic/dem Mieter vorwirfst.
-1
Weitere News-Kommentare anzeigen

Kommentieren

Sie müssen sich einloggen, um die News kommentieren zu können.