Apple senkt international die Preise: Mal geringfügig, mal massiv

Apple lässt die Preise purzeln: In China sind iPhones, AirPods, Macs und iPads betroffen. In Indien hingegen steht das iPhone XR im Fokus: Kunden zahlen für das 64-GB-Modell zurzeit rund 230 Euro weniger. Beide Aktionen stehen in keinem unmittelbaren Zusammenhang miteinander und sind unterschiedlicher Natur. Dennoch sollen Informanten Reuters verraten haben, Apple werde „das eigene Spiel ändern“. Der Konzern hatte auf seiner letzten Quartalskonferenz angekündigt, die „internationalen Preise zu überdenken“.


Indien: Preis um 25 Prozent reduziert
Mit einer großen Preisaktion samt Kreditkarten-Cashback hat Apple demzufolge den Preis des iPhone XR gesenkt. Die 64-GB-Variante soll um 230 Euro gesunken sein, das entspricht einem Nachlass von 25 Prozent. Die Aktion ist zeitlich begrenzt und soll dazu dienen, die Umsätze in Indien wieder anzukurbeln. Apple besitzt in dem Land im Smartphone-Segment nur einen Marktanteil von rund einem Prozent. Selbst bei den Premiumgeräten liegt er mit 23 Prozent hinter Samsung und OnePlus. Die Offerte soll Teil der neuen Vertriebsstrategie sein, zu der auch gehört, die lokale Produktion zu erhöhen, um den massiven Einfuhrzöllen zu entgehen. Zuletzt war Apple in Indien stark unter Druck geraten.

Weitere Preissenkungen in China umgesetzt
Im Zuge eines stillen Updates hat der iPhone-Hersteller die Preise für seine meisten Produkte auf dem chinesischen Markt heruntergesetzt, berichtete kürzlich CNBC. Betroffen sind neben iPhones auch Macs, iPads und AirPods. Im Durchschnitt habe Apple einen Nachlass von etwa sechs Prozent eingeräumt. Die Senkungen stellen eine direkte Reaktion auf Steuersenkungen in Höhe von drei Prozent dar. Apple gibt diese an die Kunden weiter und rundet den Preis. Die Anschaffungskosten für ein iPhone XR fielen beispielsweise dadurch um 4,6 Prozent auf 821,75 Euro (zuvor: 861,52 Euro). Das Modell hatte der Hersteller schon einmal um rund 50 Euro im Preis gesenkt, nachdem er aufgrund der Situation in China eine Umsatzwarnung herausgeben musste. Der Konzern senkte zwischenrein und mehrfach die Einkaufspreise für die örtlichen Händler – erst für das XR, später auch für die iPhones XS und XS Max.

Internationale Preisstrategie im Wandel
Die neuen Preisanpassungen könnten Teil der neuen Strategie Apples sein. Auf der letzten Quartalskonferenz hatte der Technologiegigant bereits angekündigt, die internationalen Staffelungen zu „überdenken“. Dazu passen die überraschenden Änderungen im Bereich der SSD-Optionen neuer Computer-Modelle. Die Preise aufgerüsteter Macs (BTO) sanken um bis zu 500 Euro – abhängig von der gewählten Konfiguration. Global reduzierte Apple auch kürzlich den Preis des Heimlautsprechers HomePod, allerdings am stärksten auf dem eigenen Heimatmarkt. Beobachter erwarten weitere Schritte in diese Richtung. Die Börse honorierte die jüngsten Reduzierungen in Asien mit Aktien-Käufen.

Kommentare

cubecube05.04.19 09:30
Hat Apple den ersten April verpasst?
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Steffen Stellen05.04.19 09:49
Apple war schon immer teurer, aber es war meistens noch okay. Dann gab es irgendwann die Idee völlig abzuheben. Neue Produkte wurden nicht nur besser, sondern auch teurer. Wenn man jetzt wieder die Strategie bringt, dass ein neues Gerät auf dem Preisniveau des Vorgängers ist, dann wäre das einfach eine Rückkehr zur alten Strategie. Das wäre zu begrüßen.
Wenn das neue Top-iPhone dann einfach wieder 629€ in der Basisversion kostet, dann bin ich wieder dabei mir die neuen Geräte ernsthafter anzuschauen, nicht nur neugierig. Allerdings müsste der Euro dafür wohl auch wieder ein bisschen stärker werden.
Was auch nett wäre: Geräte mit der gleichen Ausstattung aber einem größeren Display dürfen gerne ähnlich viel kosten.
+10
Tomboman05.04.19 09:51
Ich hab ja gerade gehofft, dass die Mac Preise in Deutschland gefallen sind nach der Headline. Gestern Homepod, heute Macs. Das wär was gewesen.

Steffen Stellen
Haha, never
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firevsh2o
firevsh2o05.04.19 10:25
Jetzt noch reelle SSD-Aufpreise und Apple wird eventuell bei den Rechnern wieder kaufbar.
+10
My2Cent05.04.19 10:34
Steffen Stellen
Wenn man jetzt wieder die Strategie bringt, dass ein neues Gerät auf dem Preisniveau des Vorgängers ist, dann wäre das einfach eine Rückkehr zur alten Strategie. Das wäre zu begrüßen.

Unter Berücksichtigung der Inflation würde das bedeuten, dass Apple Geräte immer billiger würden. Ein Euro war vor einem Jahr mehr wert als heute.
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Hühnchen
Hühnchen05.04.19 11:02
firevsh2o
Jetzt noch reelle SSD-Aufpreise und Apple wird eventuell bei den Rechnern wieder kaufbar.

Ja oder RAM. Die Geräte können ja kostspielig sein (von wegen iOS, MacOS, kostenloser Programme, Wertigkeit, Kundenservice usw). Aber da fühlt man auch halt immer verarscht, was irgendwie kein Gutes Gefühl mehr aufkommen lässt. Es gewinnt nämlich an diesen Punkten überhaupt nichts dazu, wenn sie statt des einen Baustein einfach einen anderen einbauen, der vl 50€ mehr kostet - dafür dann aber vielleicht 500€ mehr haben wollen.
+7
solstice05.04.19 11:12
Ob sich da Apple nicht ein Eigentor schießt? Anstatt über zeitlich begrenzte Aktionen einzelne Produkte vergünstigt anzubieten, jetzt die Preise zu senken ist für den Konsumenten irreführend. Wie fühlen sich Käufer von Appleprodukten die innerhalb der letzten Monate z.Bsp. einen HomePod gekauft haben?

Ich will / wollte mir demnächst eine Applewatch 4 kaufen. Jetzt kaufe ich mir ich mir vorerst keine. Immer mit dem Hintergedanken, die Jungs in Cupertino könnten in absehbarer Zeit ja doch gleich wieder einen neuen, niedrigeren Preis generieren.
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macuser96
macuser9605.04.19 12:01
Der Artikel ist keine Aufregung wert. Apple ändert genau gar nichts an seinem grundsätzlichen Habitus. Einerseits reden wir hier vom asiatischen Markt, andererseits von Preisanpassungen bei SSDs in Terrabytegröße. Den Massenmarkt, also SSDs zwischen 128, 256 und 512 GB, lassen sie schön unangetastet hochpreisig. Und das wird auch so bleiben.
+5
macuser96
macuser9605.04.19 12:03
solstice
Ich will / wollte mir demnächst eine Applewatch 4 kaufen. Jetzt kaufe ich mir ich mir vorerst keine. Immer mit dem Hintergedanken, die Jungs in Cupertino könnten in absehbarer Zeit ja doch gleich wieder einen neuen, niedrigeren Preis generieren.
Kauf dir doch eine, wenn du jetzt eine willst und das Geld hast. Im Vergleich zum HomePod gehen die Watches ja weg wie die warmen Semmeln, da wird sich nichts ändern und falls doch, dann zumindest nichts Drastisches.
+1
barabas05.04.19 12:09
Wenn Preis und Qualität im Einklang zueinander stehen bin ich einer der letzten die über zu hohe Preise meckert. Im Fall von Apple klafft zumindest in einigen Bereichen hier seit Jahren aber eine immer größer werdende Lücke welche es für mich immer schwieriger macht hier noch zu investieren.
Im Grunde können hier (kurzfristige) Preissenkungen nicht über Qualitätsprobleme hinwegtäuschen oder dazu führen das die Kundschaft diese deshalb ignoriert, das Gesamtkonzept muss einfach wieder besser werden dann klappt es auch wieder eher mit dem Gewinn.
+6
Retrax05.04.19 12:38
Mein Wunsch:

iMac 21,5"
- i7 Prozessor oder evtl. auch i3
- Retina 4K Display (sehr wichtig)
- 32 GB Ram BTO
- 500 GB SSD BTO (sehr wichtig! Oder sogar 1 TB BTO)
- Magic Trackpad 2

Das ganze Package für 1790€ / 1890€

anstelle wie jetzt roundabout 2290€ im Apple Online Store zu verlangen.
0
macuser96
macuser9605.04.19 12:53
Nach dem Motto „Man wird doch noch träumen dürfen“?

Aber warum i7 oder i3? Was zeichnet den i3 über den i5 aus?
+1
macuser96
macuser9605.04.19 13:19
Retrax
anstelle wie jetzt roundabout 2290€ im Apple Online Store zu verlangen.
Moment mal, wo hast du den Preis überhaupt her?!
Wenn ich deine Konfiguration nehme, komm ich auf über 3000,-!
+1
Pixelmeister05.04.19 13:35
solstice
Ich will / wollte mir demnächst eine Applewatch 4 kaufen. Jetzt kaufe ich mir ich mir vorerst keine. Immer mit dem Hintergedanken, die Jungs in Cupertino könnten in absehbarer Zeit ja doch gleich wieder einen neuen, niedrigeren Preis generieren.
Ja gut, aber das ist in der IT eigentlich üblich – alles wird billiger oder bei gleichem Preis leistungsfähiger. Man kann entweder bis zum Sanktnimmerleins-Tag warten oder aber man kauft, wenn man es benötigt (oder haben will). Natürlich kann die nächste Apple Watch noch mehr und der Vorgänger wird billiger als im Vorjahr verkauft. Wenn du abwarten kannst, tu es – aber wann immer du zuschlägst – nächstes Jahr wäre es billiger gewesen.
+1
Pixelmeister05.04.19 13:39
Selbst wenn Apple hier in Europa signifikant den Preis senken würde, sagen wir mal um 100 Euro je Modell – fände ich sie immer noch zu teuer. Das ist meines Erachtens das Problem – die Preise haben sich über die Jahre so dermaßen vom restlichen Markt abgekoppelt, dass 100 Euro Nachlass daran kaum etwas ändern.
+6
Dante Anita05.04.19 15:28
solstice
Ich will / wollte mir demnächst eine Applewatch 4 kaufen. Jetzt kaufe ich mir ich mir vorerst keine. Immer mit dem Hintergedanken, die Jungs in Cupertino könnten in absehbarer Zeit ja doch gleich wieder einen neuen, niedrigeren Preis generieren.

Naja, das ist mir schon bei vielen Produkten so passiert. Gekauft, 2 Wochen später wars billiger. Oder gekauft und am nächsten Tag flattert ein Flugblatt ins Haus, wo genau diese Produkt im Angebot ist. Was will man machen außer ewig zu warten um das zu vermeiden?
0
bit.trash
bit.trash05.04.19 15:44
Hühnchen
firevsh2o
Jetzt noch reelle SSD-Aufpreise und Apple wird eventuell bei den Rechnern wieder kaufbar.
Ja oder RAM. Die Geräte können ja kostspielig sein (von wegen iOS, MacOS, kostenloser Programme, Wertigkeit, Kundenservice usw). Aber da fühlt man auch halt immer verarscht, was irgendwie kein Gutes Gefühl mehr aufkommen lässt. Es gewinnt nämlich an diesen Punkten überhaupt nichts dazu, wenn sie statt des einen Baustein einfach einen anderen einbauen, der vl 50€ mehr kostet - dafür dann aber vielleicht 500€ mehr haben wollen.

ach die gpu aufpreise sind genauso absurd, vega 48 für 580 euro extra ???
die vega 56 geht bei 270 euro los, die 580 bei 180 euro wobei eine 580 pc variante vermutlich eh so schnell is wie dieses 48 cu frankensteingpu dingens
+2
Retrax06.04.19 09:26
macuser96
Moment mal, wo hast du den Preis überhaupt her?!
Wenn ich deine Konfiguration nehme, komm ich auf über 3000,-!
alles BTO:
- 21,5" iMac mit Retina 4K Display
- 3,6 GHz Quad‑Core Intel Core i3 Prozessor der 8. Generation
- 16 GB 2666 MHz DDR4 Arbeitsspeicher
- Radeon Pro 555X mit 2 GB GDDR5 Grafikspeicher
- 512 GB SSD Speicher
- Magic Trackpad 2
- Magic Keyboard – Deutsch

Preis: 2.283,00 €
0
macuser96
macuser9606.04.19 17:59
Oben hast du ja von 32 GB geschrieben! Und den i7 präferiert. Damit wärst du über 3000,-.
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