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Apple sammelt eine Milliarde Dollar für den Umweltschutz

Schuldscheine im Gesamtwert von einer Milliarde US-Dollar emittiert Apple seit heute in den Vereinigten Staaten. Mit dem Ertrag der Anleihen möchte der Konzern die Energieeffizienz der Anlagen erhöhen, den Komplettumbau auf 100 Prozent erneuerbare Energien beim gesamten Produktionsprozess beschleunigen und die Recycling-Anstrengungen verstärken.


Damit setzt sich der Konzern demonstrativ von der aktuellen Klimapolitik der Regierung Trump ab. Dieser ist zuletzt aus dem Pariser Klimaabkommen zur Begrenzung der globalen Erwärmung auf 2 Grad bis zum Ende des Jahrhunderts ausgestiegen. Apple hat sogleich bekräftigt, trotzdem weiter an den eigenen ökologischen Zielsetzungen festzuhalten und Trumps Beschluss als »falsch für den Planeten« bezeichnet. Das eigene Engagement unterstreicht der Konzern nun mit dem großen Anleiheprogramm. Es folgt etwa ein Jahr nach dem letzten »Green Bond«, bei dem 1,5 Milliarden Dollar für ökologische Zwecke eingesammelt wurden.

3 Prozent Zinsen
Die finanziellen Daten der Anleihen sind diesmal recht einfach, da sie sich nicht in verschiedene Programme aufteilen: Die Käufer der Schuldscheine erhalten jährlich 3 Prozent Zinsen, deren Auszahlung zweimal im Jahr erfolgt. Die Rückzahlung ist für den 20. Juni 2027 angesetzt, es handelt sich also um 10-Jahres-Anleihen. Der günstigste Schuldschein ist für 2000 Dollar zu haben, es können auch alle Tausenderwerte darüber gewählt werden.

Schuldscheine statt eigene Reserven
Um in den USA an liquides Geld zu kommen, lohnt sich für Apple die Verschuldung über Anleihen sehr viel mehr, als die eigenen Barreserven zu verwenden. Diese befinden sich nämlich größtenteils in Übersee; um sie in die USA zurückzuholen (Repatriierung), fiele eine besondere Steuer in Höhe von 30 Prozent an. Eine von Donald Trump in Aussicht gestellte einmalige oder dauerhafte Senkung auf 10 bis 15 Prozent ist bis heute nicht umgesetzt. Deswegen setzt Apple immer wieder neuen Anleihenprogramme auf, anstatt die mehrere Hundertmilliarden Dollar an Reserven anzutasten.

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Kommentare

Paddy259014.06.17 13:20
Kann man für diese Summe die Amtsenthebung von Trump kaufen? Damit wäre der Umwelt momentan sehr stark gedient
+9
TFMail1000
TFMail100014.06.17 14:00
Apple würde die Recycling-Anstrengungen erheblich verbessern, wenn sie ihre Geräte reparaturfreundlicher ausrichten
May the force be with you
+1
desko7514.06.17 14:25
TFMail1000
Apple würde die Recycling-Anstrengungen erheblich verbessern, wenn sie ihre Geräte reparaturfreundlicher ausrichten
Apple möchte langfristig versuchen, sämtliche Ressourcen, die für die Produktion neuer iPhones benötigt werden, aus recycleten Produkten zu gewinnen. Sie nennen das "Closing the loop in our supply chain."
https://www.macwelt.de/a/apple-und-recycling-kommt-das-gruene-iphone,3436857
+3
mac_heibu14.06.17 15:16
TFMail1000, du hast schon eine vage Idee von dem, was du da zusammenschwallst?
Was macht möglicherweise der Durchschnittsanwender oder die Reparaturklitsche im Hinterhof mit dem alten Akku, der ersetzt wurde?
Und was für ein Akku aus was für einer Produktion wird eingebaut?
Aber "sei's drum, der Jude wird verbrannt!" (Gotthold Ephraim Lessing)
+1
TFMail1000
TFMail100014.06.17 15:30
mac_heibu
TFMail1000, du hast schon eine vage Idee von dem, was du da zusammenschwallst?
Was macht möglicherweise der Durchschnittsanwender oder die Reparaturklitsche im Hinterhof mit dem alten Akku, der ersetzt wurde?
Und was für ein Akku aus was für einer Produktion wird eingebaut?
Aber "sei's drum, der Jude wird verbrannt!" (Gotthold Ephraim Lessing)
freilich darfst du in meine Worte hineininterpretieren, was immer dir in den Sinn kommt, nur muss sich das nicht wirklich mit meine Gedankengängen spiegeln, oder?
zu "deinen" Durchschnittsanwender zähle ich mich dann wohl nicht. Akkutausch im Hinterhof ist auch nicht die Klientel, die sich iPhone o. ä. kauft - ich zumindest bin auch hier bitte auszuschließen.... und das mit dem Juden nimmst du gefälligst zurück, auch wenn es ein Zitat ist, sein soll... schäm dich, so etwas für einen albernen Kommentar zu missbrauchen.
Gerade solch Figuren wie du, die mal eben einen Kommentar für sich interpretieren, weil du ja wohl die Weisheit mit Löffeln gefressen hast erinnert mich an genau an diese Gattung Mensch, die sich schnell mal über andere erheben...wollen - aber nicht wirklich können!
May the force be with you
0
gritsch14.06.17 19:16
Sicher dass das 3% pro Jahr sind? Das kann ich kaum glauben. Würde eher auf 0,3 % tippen (3% ist ja teurer als ein Kredit bei einer Bank).
0
Dante Anita14.06.17 20:30
gritsch

Im Prospekt steht eindeutig Yield = 3,027 %
0
bmonno14.06.17 22:05
desko75
TFMail1000
Apple würde die Recycling-Anstrengungen erheblich verbessern, wenn sie ihre Geräte reparaturfreundlicher ausrichten
Apple möchte langfristig versuchen, sämtliche Ressourcen, die für die Produktion neuer iPhones benötigt werden, aus recycleten Produkten zu gewinnen. Sie nennen das "Closing the loop in our supply chain."
https://www.macwelt.de/a/apple-und-recycling-kommt-das-gruene-iphone,3436857

Da würde ich ein wenig aufpassen. Eine High-End-SSD ist ja auch so teuer, weil der Ausschuss bei der Fertigung oder der Energiebedarf für die Fertigung hoch ist oder sehr kleine Stückzahlen produziert werden. Ein solches Teil vorzeitig zu recyclen, weil die Umgebung defekt ist, ist eine ökologische Sünde. Da macht auch hohe Automatisierung des Recyclens keinen Sinn. Ich halte das Vorgehen Apples im Bereich Umweltschutz für partielle Augenwischerei, und Einige fallen darauf auch noch rein.
-1
desko7514.06.17 22:20
bmonno
desko75
TFMail1000
Apple würde die Recycling-Anstrengungen erheblich verbessern, wenn sie ihre Geräte reparaturfreundlicher ausrichten
Apple möchte langfristig versuchen, sämtliche Ressourcen, die für die Produktion neuer iPhones benötigt werden, aus recycleten Produkten zu gewinnen. Sie nennen das "Closing the loop in our supply chain."
https://www.macwelt.de/a/apple-und-recycling-kommt-das-gruene-iphone,3436857


Da würde ich ein wenig aufpassen. Eine High-End-SSD ist ja auch so teuer, weil der Ausschuss bei der Fertigung oder der Energiebedarf für die Fertigung hoch ist oder sehr kleine Stückzahlen produziert werden. Ein solches Teil vorzeitig zu recyclen, weil die Umgebung defekt ist, ist eine ökologische Sünde. Da macht auch hohe Automatisierung des Recyclens keinen Sinn. Ich halte das Vorgehen Apples im Bereich Umweltschutz für partielle Augenwischerei, und Einige fallen darauf auch noch rein.

Closed-Loop Supply Chains sind keine Erfindung von Apple und momentan in aller Munde. Viele sehen darin den einzigen Weg aus einer verbrauchsorientierten Gesellschaft, wie wir Sie heute vorfinden. Lesen Sie erstmal ein paar Grundlagen, bevor Sie hier mitschlaumeiern wollen. Ansonsten ist sowas peinlich.
+1
johnnybpunktone14.06.17 22:28
desko75
Closed-Loop Supply Chains sind keine Erfindung von Apple und momentan in aller Munde. Viele sehen darin den einzigen Weg aus einer verbrauchsorientierten Gesellschaft, wie wir Sie heute vorfinden. Lesen Sie erstmal ein paar Grundlagen, bevor Sie hier mitschlaumeiern wollen. Ansonsten ist sowas peinlich.

Toll, weniger verbrauchsorientierte Gesellschaft mit Gewinnzuwachs, winwin für die Betriebswirte unter uns.
Reparierbare Geräte kann man genauso recyclen und werden länger benutzt, weil aufrüstbar. Ist aber peinlich, könnte ja auch Armut bedeuten, das wollen wir hier nicht.
Aber Hauptsache mitgeschlaumeiert...
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Zeichner
Zeichner14.06.17 22:58
Umweltschutz? Dann aber Speicher etc. fest verkleben? Ich lach mich tot.
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nornje
nornje15.06.17 09:29
Effizienzsteigerung produziert nahezu immer weniger Abfall und Emissionen. Warum Apple daraus so ein Tamtam macht wundert eigentlich. Die ganze Industrie hält die Optimierung der Produktionsprozesse für unumgänglich. Hätte Apple aber das Geld ausgegeben um zB in den USA oder Europa zu produzieren, wäre das achtbar gewesen.
Time Flies Like an Arrow; Fruit Flies Like a Banana (Groucho Marx)
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Dr.Watson
Dr.Watson15.06.17 20:05
gritsch
Sicher dass das 3% pro Jahr sind? Das kann ich kaum glauben. Würde eher auf 0,3 % tippen (3% ist ja teurer als ein Kredit bei einer Bank).

Ist halt reine Apple PR um zu zeigen wie toll man ist.

EU & US bonds hatte man ja dieses Jahr rausgegeben um ordentlich Steuern zu sparen. Da lacht man bei der Apple Finanzabteilung über die bis zu 3.8% (30 Jahre bonds)...

US Bewohner zahlen zw. 15-25% Steuern auf Zinserträge (corp bonds). In Deutschland fährt man durch die Abgeltungssteuer und "einheimische" Anlagen besser. Wenn du besser fahren willst mit bonds, dann investiert man eh in treasury bonds bestimmter Länder und fährt trotz Doppelbesteuerung weitaus besser.
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