Apple Silicon: Ein gigantischer Durchbruch für Apple, auch in Sachen Kundenbindung – Ein Denkanstoß

Die technischen Aspekte und Implikationen des "Apple Silicon" sollen hier nicht die Hauptrolle spielen. Stattdessen möchte ich kurz die Frage in den Raum werfen, ob Apples Hardware-Strategie künftig zu noch stärkerer Nutzerabhängigkeit führen könnte, als das bislang schon der Fall ist. Apple Silicon ist nicht der Grund für diese Überlegungen, sondern nur ein passender Anlass.

Die Meisten wissen, dass Apple ein in sich sehr geschlossenes "Ökosystem" pflegt. Eine der Auswirkungen ist, dass Apples Betriebssystem-Varianten (macOS, iOS, iPadOS, watchOS, tvOS) nicht an andere Hersteller lizenziert werden. Einen Windows- oder Linux-PC kann im Prinzip jeder bauen und so gestalten, wie es die jeweiligen Betriebssystemgrenzen im Zusammenspiel mit der Hardware erlauben. Auch Android ist quasi beliebig nutz- und anpassbar. So gibt es nicht nur Smartphones mit Googles Android von zahllosen Herstellern, sondern auch TV-Geräte oder beispielsweise HiFi-Komponenten, wie den kürzlich hier vorgestellten Rose RS201E. Das heißt, Innovation in anderen Bereichen kann sich auf die über Jahre gewachsene Leistung und die Möglichkeiten von Android & Co. stützen. Ein Hersteller wie Rose HiFi wäre nie in der Lage, aus eigenen Mitteln ein vergleichbar mächtiges OS auf die Beine zu stellen.


Apple macht sein eigenes Ding
Bei Apple sieht die Sache anders aus. Kein anderer Hersteller kann beispielsweise iOS nutzen, um darauf aufbauend eigene Hardware anzubieten. Eine Komponente wie der zuvor genannte Streaming-Amp mit iOS wäre eine äußerst attraktive Sache … wird es aber nie geben.

Die Vorteile von Apples Strategie liegen auf der Hand und lassen sich in den heutigen Produkten an vielen Stellen wunderbar nachvollziehen. So ist – um nur eines von vielen Beispielen zu nennen – das Zusammenspiel zwischen den verschiedenen Plattformen (Mac, iDevices, HomePods etc.) nicht nur aufgrund der gemeinsamen Betriebssystembasis exemplarisch gut. Dafür verantwortlich ist auch Hardware, wie der H1-Chip in den AirPods. Auch die Effizienz des Systems kann durch diese enge Verknüpfung besser optimiert werden.


Kurz gesagt ist letztendlich das enge Zusammenspiel zwischen OS und Hardware der entscheidende Vorteil für Apple. Andere Hardware-Hersteller müssen sich stets an die von Drittherstellern eingekauften Komponenten anpassen. Technische Wunschvorgaben an die Chip-Produzenten sind nur in gewissen Grenzen möglich. Sei es der Hauptprozessor, die Grafik-Hardware oder auch nur Controller-Chips für Schnittstellen. Von dieser Abhängigkeit befreit Apple sich mehr und mehr. Eigene Apple Prozessoren – oder genauer gesagt: SoC (System-on-a-Chip) – waren dafür ein wichtiger und großer Schritt, aber sicher nicht der Letzte. Apple hat schon angedeutet, weitere Komponenten in Eigenregie fertigen zu wollen, bzw. zu Entwickeln und in Auftrag fertigen zu lassen. (Apple Silicon wird von TSMC produziert.)


Die Vorteile für den Nutzer wie auch für Apple sind vielfältig. Aus Anwendersicht wird die Hardware einfach immer besser nutzbar und miteinander kombinierbar, aus Apples Sicht sinken die Kosten, die Abhängigkeiten von Zulieferern wird minimiert und die Marge steigt noch weiter.

Also eine Win-Win-Situation, oder?

Im Grunde genommen schon. Doch ohne den Teufel an die Wand malen zu wollen, sehe ich darin auch die Gefahr einer noch größeren Abhängigkeit der Nutzer von Apple, als ohnehin schon. Wer NUR einen Mac oder NUR ein iPhone nutzt, kann sich noch relativ einfach für einen Systemwechsel entscheiden, sollte "die andere Seite" irgendwelche attraktiveren Eigenschaften bieten. Es gibt auch genügend Nutzer, die beispielsweise einen Mac besitzen, andererseits aber ein Android Smartphone nutzen. Das geht – aber das Zusammenspiel ist nicht so gut, wie mit einer Apple/Apple-Nutzung.


You're Locked-In
Je mehr Apple-Komponenten und -Dienste man nutzt, desto schwieriger wird ein "Ausstieg". Bitte nicht falsch verstehen: Ich sehe das nicht pauschal als Problem, denn ich selbst habe mich sozusagen mit Haut und Haaren Apple verschworen. Ein Systemwechsel, wie ich ihn beispielsweise bei Kameras schon mehrfach vollzogen habe, steht bei Mac und iDevices (und Watch) für mich zur Zeit einfach nicht zur Debatte. Andererseits möchte ich mich auch nicht blindlings immer noch tiefer in den Kaninchenbau stürzen und mir Apples Wunderland der immer zahlreicheren Home-Accessoires (HomePod, AirPod, ATV…) ans Bein binden, die teils (fast) nur mit Apple-Diensten kombinierbar sind.

Hardware ist die eine Sache. Es wird aber immer deutlicher, dass künftig Dienste bei Apple die Hauptrolle übernehmen werden. Abos, Abos, Abos! Das vertieft die Abhängigkeit noch weiter. Nicht umsonst bietet Apple seit kurzem (soweit im jeweiligen Land verfügbar) auch eine "Flatrate" (Apple One) für alle seine virtuellen Angebote an.


Wo wird das langfristig hinführen?
Eigene Prozessoren erlauben Apple ab sofort ein noch engeres Zusammenspiel zwischen Hard- und Software. Einschließlich der Lauffähigkeit von iOS-Programmen auf Macs. Das wird die Leistung und Effizienz der gesamten Plattform steigern, das Ökosystem in sich aber noch mehr abschotten. Möglicherweise werden andere Hersteller Technologien entwickeln, die sich als weltweit genutzter Standard durchsetzen, bei Apple aber nie Einzug halten, weil die lieber ihre eigenen Standards pflegen, womit sie auch die Kunden an die kürzere Leine nehmen.

Aktuelles Beispiel: Die HomePods waren bislang in Sachen Musikwiedergabe mehr oder weniger auf Apple Music beschränkt. Erst der immer stärker werdende Druck von Wettbewerbshütern hat Apple letztlich dazu bewegt, diese (auch in anderen Bereichen angewandte) Praxis zu lockern und weiteren Diensten Zugang zu den HomePods zu ermöglichen (). Mit zunehmender "Verkapselung" des Systems durch proprietäre Chips und Protokolle könnten sich in Zukunft aber neue Nutzungsbeschränkungen für Nicht-Apple-Technologien ergeben.

Kundenbindung wie (nicht nur) Apple sie betreibt ist ein schleichender Prozess. Wie der Frosch in einem sich langsam erhitzenden Wassertopf nicht rausspringt, sind auch die Kunden irgendwann weichgekocht, ohne es zu merken. Kein Hersteller macht das momentan geschickter als Apple. Wie sieht diese Abhängigkeit in zehn oder 20 Jahren aus? Gelingt es Apple, jede noch so kleine Ausstiegsmöglichkeit zu verbauen, sodass wir am Ende alle quasi zwangsweise einen Großteil unseres Einkommens an die Apple Bank überweisen?

Um es ganz klar zu sagen: In der Summe aller Dinge sehe ich in Apples Strategie hauptsächlich Vorteile für alle. Der dezente Hinweis, sich über die Kundenbindung mal Gedanken zu machen und vielleicht nicht jeden neuen Dienst von Apple blind zu buchen, ist keine Aufforderung zum Apple-Boykott, sondern nur ein Denkanstoß.

Kommentare

Kaji14.11.20 09:26
Sehe ich genauso. Ich sehe durchaus die Vorteile des Apple Ökosystems, für mich bieten andere Anbieter aber häufig das bessere Angebot für meine Bedürfnisse und das trotz der "Apple-Ökosystem-Boni". Ich bin sehr zufrieden mit meinem MacBook Pro 16" und iPad mini, habe mich aber in anderen Bereichen gegen Apple und z. B. für Sonos, Spotify, Netflix und zuletzt auch für ein Samsung Galaxy entschieden ( ) . Ich habe Hoffnung, da iOS zuletzt stärker den Weg von macOS eingeschlagen hat und ein bisschen offener wurde (sicherlich nicht zuletzt um einer staatlichen Regulierung zu entgehen), trotzdem bleibt die Befürchtung, dass macOS mit Apple Silicon mittelfristig zu einem "geschlossenen" System wird.
+8
mk27ja95
mk27ja9514.11.20 09:29
Und diese Diskussion könnte man mittlerweile auf alle Bereiche des Lebens ausbreiten. Abhängig von der Stadt in der mann lebt. von der Arbeitsstelle. von den freunden, bekannten. Viele sind sogar auf die eigene Frau angewiesen und ohne sie landeten diese in der Gose. Abos Systeme hat mittlerweile fast jeder oder im Jahres Rhythmus und wollen wenn man mithalten will beibehalten werden. durch Google haben wir jähre lang ganz bereitwillig all unsere Daten preis gegeben da nützt heute die DSGVO auch nix mehr nur das es keiner weiss. Abhängig vom Supermarkt und Stromanbieter. Im gründe kann man es endlos weiterführen. Oder mal ganz anders herum. Egal welcher Hersteller. Es muss jedes Jahr das neuste handy sein, die neusten Klamotten. Abhängigkeit über all.
-4
DogsChief
DogsChief14.11.20 09:41
Platt ausgedrückt: Es ist "unsere" Bequemlichkeit, die uns im Apple Ökosystem hält. Wenn unser Leidensdruck dann zu groß wird, wird ein kompletter Bruch mit Apple nicht ausbleiben. Solange das Gesamtpaket, welches Apple für uns Macianer bereitstellt, mehr Vorteile als Nachteile bietet, sehe ich ( und vermutlich viele andere Nutzer der Appleprodukte ) keinen Grund zu einem Wechsel.

Warten wir es einfach ab. Entweder schafft Apple die Gratwanderung zwischen geschlossenem System und totaler Überwachung, oder nicht. Ich bin seit 2003 in der Applewelt, also kein Nutzer der ersten Stunde, und derzeit möchte ich nicht weg von dieser Appleblase. Was aber in 5 oder 8 Jahren ist, kann ich nicht sagen. Vielleicht gehe ich dann zurück zu Windows, oder ich switche nochmals und nutze erstmals Linux. Und vielleicht gibt es dann auch ein brauchbares Smartphone OS ausser Android, welches mir den Wechsel von iOS schmackhaft macht? Nur weil ich heute von Apple überzeugt bin, muss das nicht bis in alle Ewigkeit so bleiben
Es ist besser beim zweiten Mal zu scheitern, als es erst gar nicht versucht zu haben. ( Bear Heart )
+17
macster10014.11.20 09:50
TLDR: Eigentlich alles ziemlich geil soweit, aber wer weiß, was in Zukunft ist.
+2
scheibe brot
scheibe brot14.11.20 10:00
Ich würde noch einen weiteren Denkanstoss geben, was passiert mit den ganzen eingesammelten Daten von Apple, wenn es da mal in irgendeiner Zukunft eine neue Strategie in der Firmenpolitik geben sollte?
Auch wäre es sehr Interessant, falls dann doch mal irgendwelche Server gehackt werden, obwohl es ja angeblich sehr sicher ist....
Ich bin da sehr zwiegestalten. Auf einer Seite gehöre ich da auch zu den bequemen hier, möchte aber trotzdem so wenig wie möglich preisgeben, was mir aber bei Apple nicht gelingt... Bankverbindung, Telefonnummern Email, Adressen, Navigation, Cloud, Music, usw...
Ich finde schon, daß man da schon sehr ausgeliefert ist....
Was wären den die Alternativen? Den ganzen Google/Amazonkram möchte ich nicht, da gebe es nicht viel, es sei denn ich schliesse mich dem ganzen aus und schon bin ich der Aluhutträger( Bin ich auch sowieso, weil ich kein Facebook, Whatsapp, Instagram usw. nutze!)
Aber auf alles verzichten möchte ich in der neuen schönen Welt auch nicht...
+6
Ely
Ely14.11.20 10:19
Ich sehe da kein Problem. Digitale Abos beschränken sich bei mir auf Videostreaming und die Tageszeitung, beides unabhängig vom Endgerät, Musik wird per Download im iTunes Store gekauft und ist somit an jedem Ort zu jeder Zeit mit nahezu jedem Gerät abspielbar, das AAC kann. Also wirklich fast alle.

Ich habe schon mehrere Wechsel des OS durch und noch nie war es ein Problem. Weil ich produzierte Daten stets in Formaten speichere, die einem gängigen Standard entsprechen und somit unabhängig vom OS sind. So nutze ich z. B. Affinity Designer, speichere die fertige Grafik aber in SVG.

Es ist egal, mit welchem OS gearbeitet wird, wichtig ist nur, daß die produzierten Daten austauschbar sind.

Ich binde mich nie an Unternehmen, sondern greife zu dem Produkt, das meinen Anforderungen am nächsten kommt. Also wird der Hersteller schon mal gewechselt. Wenn es mal nicht mehr Apple ist, wandern meine Daten ganz einfach aufs neue System und fertig. Nur die Software ist halt dann eine andere, aber so bleibt das Hirn fit, weil‘s wieder neu ist
+25
Tauchbär14.11.20 10:36
Ich bin in die Applewelt schon mit dem Apple II eingestiegen und bis heute mit dieser Entscheidung zufrieden. Langlebige Produkte, auf einander abgestimmte Hard- und Software sowie die Interkonnektivität der verschiedenen Gerätekategorien stellen mich als Nutzer zufrieden.
Als ehemaliger IT-Koordinator hatte ich beruflich täglich mit der Windowswelt zu tun. Probleme mit Treibern, Sicherheitsaspekte nach innen und außen, unterschiedlichste Benutzeroberflächen in den Anwendungen sowie nicht intuitive Benutzeroberflächen führten zu zahlreichen Problemen. All dies ist in dem geschlossenen Mac-Universum weitestgehend unbekannt.
Daher mein Fazit: Ich bin mit diesem geschlossenen System (Mac, iPad, iPhone, IOS, MacOS etc. zufrieden. Die Qualität der Hardware stimmt und die Langlebigkeit der Produkte macht sich langfristig betrachtet bezahlt. Was will ich als Kunde mehr?

PS.:
Wer einmal in den Datenschutzbericht von Big Sur schaut wird sich wundern, welche Userdaten bei jeder beliebigen Website erhoben werden sollen, ganz zu Schweigen von den Social Media Diensten bei denen intime Daten freiwillig der Netzwelt anvertraut werden. Also die Datenaggregation bei Apple spielt da nun wirklich nur eine untergeordnete Rolle.
+16
maculi
maculi14.11.20 10:41
Der Mensch ist nunmal ein Gewohnheitstier, und da macht Apple es uns wirklich leicht. Die enge Verzahnung der Geräte untereinander sorgt dafür, das wenn wir erst mal im Apple-Universum drin sind auch drin bleiben. Aber wie sehr man sich drauf einläßt und ob man wirklich alles mitmachen muss, das hat immer noch jeder selbst in der Hand. Über das eigene Handeln ab und zu mal nachdenken war noch nie ein Fehler, und sich gelegentlich nach Alternativen umsehen und diese prüfen (unabhängig davon, wie die ausgeht) schadet auch nicht.

Was Rose und android angeht möchte ich dir aber widersprechen. Hersteller müssen ja nicht bei Null anfangen, wenn sie kein google-system verwenden wollen. Es gibt für diverse Hardware unterschiedlichste Linuxe, die eine solide Basis bilden. Für viele Anwendungen würde es reichen, eine gute Weboberfläche zu gestalten (=überschaubarer Aufwand), über die sich das Gerät von jedem anderen aus einrichten und bedienen läßt. Oder sie nehmen gleich einen Raspi und bauen alles weitere drumherum auf. Mit einem eigenen System lassen sich auch in einem völlig anderen Umfang Alleinstellungsmerkmale entwickeln, als wenn jeder Hersteller noch seinen eigenen Kram auf android obendrauf klatscht. So kann sich das eigene Produkt deutlich besser von der Konkurrenz absetzen. Dieses android-für-alles betrachte ich als vertane Chance und finde es schade, das es so weit verbreitet ist. Denn das ist auch wieder eine bedauerliche Monopolisierung.
+5
didimac14.11.20 10:54
Der Umstieg auf ARM ist eine gute Gelegenheit, die Bindung an Apple zu überdenken und ggf. enden zu lassen. Allein die Vorstellung des neuen Mini hat mir mal wieder deutlich gemacht, dass Apple auch künftig keine Rücksicht auf die Bedürfnisse der Kunden nehmen wird. Über die nochmalige Reduzierung der ohnehin schon spärlichen Anschlüsse kann ich nur den Kopf schütteln. Und ich will das auch nicht mehr schönreden, wie ich es mit Apples „Extravaganzen“ mehr als 25 Jahre lang getan habe. Wir haben hier den Ausstieg auf der Apple-Welt vor einem knappen Jahr eingeleitet und es wird noch eine Weile dauern, gibt keinen Grund zur Eile, solange die vorhandene Hardware noch sinnvoll genutzt werden kann. Es ist kein großer Aufwand, die konkurrierenden System parallel zu betreiben. Unsere Terminverwaltung ist noch iCloud-basiert, die Verknüpfung mit Outlook auf den Windows-Geräten und Google Calendar auf den Android-Smartphones funktioniert problemlos. Je mehr man die anderen Systeme nutzt, desto besser lernt man deren Stärken und Vorteile gegenüber dem Apple-Biotop kennen. Wo man macOS im Vorteil sieht, ist es oft nur eine Frage der Gewohnheit. Auch die neue PC- und Android-Hardware lässt keine Apple-Nostalgie aufkommen, im Gegenteil: der Vorsprung den z.B. die ersten MacBooks einst markierten, ist schon seit Jahren aufgeholt und überholt. Heute wundere ich mich, dass ich so lange freiwillig auf eine alltagsgerechte Ausstattung und ein vernünftiges Preis-Leistungsverhältnis verzichtet habe.
+3
Gammarus_Pulex
Gammarus_Pulex14.11.20 11:00
didimac
Über die nochmalige Reduzierung der ohnehin schon spärlichen Anschlüsse kann ich nur den Kopf schütteln.

Wir wissen nicht, was Apple noch in der Roadmap hat - leider.

Aber gerade die Tatsache, dass auch das Mid- and Highend-Macbook Pro 13" einen performanteren Nachfolger bekommen wird, lässt auch auf ein besser ausgestattetes Mac Mini Modell schließen.

Ich sehe die drei Neugeräte ohnehin als gefühlvolle, vorsichtige Übergangsphase zu den Silicon Rechner; sonst hätten sie die Design nicht unangetastet gelassen. Neues in alter Verpackung - keine Tastaturprobleme, keine sonstigen Haptikaufhänger für alle die Leute da draußen.

Ich zumindest bin überzeugt, dass die Reduzierung darauf beruht, dass die Chips bzw Platinen nicht mehr Ports können und wir dennoch die Geräte auch mit mehr Anschlüssen und Co kaufen können werden. Nur eben jetzt noch nicht.
+7
Wiesi
Wiesi14.11.20 11:32
In dem goldenen Käfig läßt sich ganz gut leben, solange man durch die Gitterstäbe hindurch schauen und Daten austauschen kann, wie @Ely das gut beschrieben hat. Und solange man jederzeit die Tür öffnen und in die Freiheit entweichen kann, gibt es keinen Grund zur (An-)Klage.

Leider ist Apple selbst im Hamsterrad der Aktionäre gefangen und hat trotz seiner riesigen Reserven kein Geld (oder womöglich keinen Grips?) für wirklich grundlegende Innovationen und produziert statt dessen allerlei Gimmicks in immer wieder neuen Aufgüssen seiner Systeme. Die Prozessor-Architektur ist hat sich seit den 80er Jahren nicht mehr grundlegend verändert. Intel/AMD und ARM sind übergeblieben und sind sich im Grunde genommen ziemlich ähnlich. Den großen Fortschritt hat TMC mit seiner sehr ausgefeilten Fertigungstechnologie erreicht.

Aber es gibt nach wie vor keine Hardware, die leere (uninitialisierte) Zelle darstellen kann. Die Adressierung kleinteiliger und verschachtelter Datenstrukturen ist nach wie vor ein Graus. Die Implementierung blockorientierter Sprachen fällt mit dieser Hardware sehr ineffektiv aus. Die Folge sind große Probleme mit der Verwaltung eines überbordenden Heaps.
Everything should be as simple as possible, but not simpler
0
NFK14.11.20 11:33
Gibt es diesen Gegensatz zwischen offen und abgeschottet nicht auch schon lange innerhalb der Apple-Welt, zwischen iOS und MacOS? Und bedeuten die letzten Entwicklungen nicht, dass sich iOS zum dominanten Paradigma entwickelt? Weil, Zitat "mit zunehmender "Verkapselung" des Systems durch proprietäre Chips und Protokolle sich in Zukunft neue Nutzungsbeschränkungen für Nicht-Apple-Technologien ergeben" könnten?
0
Schens
Schens14.11.20 11:37
Es läuft auf ein bedingungsloses Grundeinkommen (bGe) raus. Weltweit. Nicht jetzt, aber historsich betrachtet "bald". Die Industrie stellt auf Abos um. Bald wird es alles, vermutlich restlos alles, im Abo geben.

Das wird für die Menschen ohne finanzielle Bildung (94,99%) dann den kompletten Fokus weg von "Kauf", hin zu "Nutzung" schieben.

Im Übergang entscheidet sich dann der RTLII-Zuschauer auf keinen Fall für einen iMac, der 5 oder 6 Grundeinkommen kostet. Aber vielleicht für einen, der 19,95€ pro Woche kostet. Und später für einen, der pro Minute Nutzung nur 1,89€ kostet (inkl. 10GB 100GBit-Netz!). Und nur 0,89€ wenn Du auch ein iPhone kostenpflichtig nutzt! Und nur 0,79€, wenn Du mehr als 60% des bGE mit Apple-Pay bezahlst.

Das Prinzip des "preiskleinrechnens" wird wohl Usus werden. Lock-In findet nicht über Plattformen statt, sondern über Bequemlichkeit (privat) oder horrende Opportunitätskosten (business).
+1
didimac14.11.20 11:42
Gammarus_Pulex

Wir wissen nicht, was Apple noch in der Roadmap hat - leider.

Wie lange schon wurde und wird ein erweiterbarer, zugänglicher Desktop-Mac erwartet, der zwischen dem MacPro und dem Mini angesiedelt ist? Eigentlich schon seit der Einführung des Mini vor 15 Jahren. Seitdem keimte immer wieder die Hoffnung, Apple könne sich doch noch "erbarmen" und so ein Gerät auf den Markt bringen. Ist aber nicht passiert. Stattdessen wurde der Mini noch weiter reduziert. Nun soll also "Apple Silicon" die Wende bringen? Aufgrund der bisherigen Erfahrungen ist das sehr unwahrscheinlich. Und ich frage mich, wie lange man sich denn solchen Hoffnungen hingeben will? Das hat ja fast schon religiöse Züge, wie das Warten auf den Messias oder die Erlösung der Welt.. Und dabei ist die ersehnte Hardware schon seit Jahren da und problemlos zu erwerben, nur eben nicht mit macOS, sondern "da draußen"
+2
Borbarad14.11.20 11:53
Das Problem mit dem Locked-In sehe ich nicht. Es ist eher ne Systemfrage. Und man muss bei vielen nicht mitmachen.

Die iOS MacOS iCloud Integration ist für mich Pflicht.. und ich würde sowas von jedem Hersteller erwarten.

Apple Music muss man nicht. Ich hatte es ein Jahr lang und dann gekündigt. Bin nicht der Streamer. Aber es gibt auch Tidal, Spotify etc. Und iTunes muss man auch nicht, siehe Roon

Apple TV Dienst? Hab ich grade so lange LongWay Up läuft. Danach wird’s gekündigt. Mir reicht Disney wegen StarWars und Amazon Prime wegen GrandTour 😇

Andere Dienste? Gaming etc... näh... nur Diablo IV 🤪

HomePod und Siri? Jou hät ich gerne wenn es das nur als SiriPod mit AudioOut gäbe... dann würde ich’s sofort an die KEF LS50W anschließen.

Nur zu den ARM.. ehrlich gesagt finde ich das spitze! Die Leistungen reichen mir vollkommen! Die Akkulaufzeit ist genial! Bin aber auch nicht der Heavy User, nur das übliche mit MS Office, Affinity, Lightroom und Final Cut...

Ursprünglich hatte ich auf iPAD Pro 12“ mit Stift und Tastatur als Mobillösung gesetzt...

Aber sollte das 13“ MBP ein Ausblick auf das 16“ bieten... dann werde ich ganz schwach werden... mir reicht die M1 Performance.. nur mit 32GB Ram, 2TB und vier Ports und viel Akku

B
+1
Bozol
Bozol14.11.20 13:31
Schens
Das wird für die Menschen ohne finanzielle Bildung (94,99%) dann den kompletten Fokus weg von "Kauf", hin zu "Nutzung" schieben.

Ich sehe das genauso wie Du.

Das Wörtchen “nur” ist der Trigger. “Kost’ fast ’nix…für nur 4,99€”. Wenn ich so in den Foren querlese was Manche da für Verbindlichkeiten am Laufen haben… 2-3 Videoanbieter, Premium Music Anbieter, Spielepässe und dergl.

Die Kreditfesseln von früher wandeln sich langsam in Nutzungsgebühr-Fesseln und sollen das Nachdenken durch die geringen Beträge verhindern. All-in-one Dienste wie der Neue von Apple werden ihr übrigens dazu tun und ich warte darauf das Amazon nachzieht.

Ich habe schon seit längerem geplant meinen Mac bei Erscheinen der neuen Generation in den Ruhestand zu schicken und die Präsentation der neuen AS-Macs (und die inoffiziellen Benchmarks ) hat mich darin nur noch bestärkt.

Ein Umstieg auf ein anderes Betriebssystem ist nicht geplant und ich gehe davon aus das bei den nächsten, leistungsfähigeren Macs auch die Anzahl der Schnittstellen wieder passt.
0
uni.solo14.11.20 14:28
Wiesi
Leider ist Apple selbst im Hamsterrad der Aktionäre gefangen und hat trotz seiner riesigen Reserven kein Geld (oder womöglich keinen Grips?) für wirklich grundlegende Innovationen und produziert statt dessen allerlei Gimmicks in immer wieder neuen Aufgüssen seiner Systeme. Die Prozessor-Architektur ist hat sich seit den 80er Jahren nicht mehr grundlegend verändert. Intel/AMD und ARM sind übergeblieben und sind sich im Grunde genommen ziemlich ähnlich. Den großen Fortschritt hat TMC mit seiner sehr ausgefeilten Fertigungstechnologie erreicht.

Was sind denn in Deinen Augen wirklich grundlegende Innovationen? Gerade wenn man "im Hamsterrad der Aktionäre sitzt" ist Innovation der einzige Weg diese zukunftssicher bei Laune zu halten und neue zu gewinnen. Schau Dir doch die Kurse von Mischkonzernen an, die Allerweltsprodukte für den täglichen Gebrauch herstellen. Ohne Dividende wären sie für Anleger völlig unattraktiv.

Diese ewige Mähr, dass Apple auf seinem Geld sitzt und kaum was tut, wird nicht wahrer wenn sie bei jeder Gelegenheit wiederholt wird. Nenne mir ein Beispiel, eine Firma in der Computerbranche die vergleichbar investiert und vergleichbar innovativ ist. Würde mich echt interessieren.
+9
Heuschrecke14.11.20 14:34
Für mich stellt sich die Frage, wie abhängig viele Leute (auch hier im Forum) geworden sind. Ich kann die "Begeisterung" für immer wieder neue Geräte/Services nicht so recht nachvollziehen? Sind denn alle auf Drogen? Wenn etwas mal nicht funktioniert, ist man gelegentlich auf 180.
Wieso kauft man sich jedes oder jedes zweite Jahr ein neues iPhone oder einen neuen Mac? Technischer Fortschritt schön und gut, was habt ihr davon im Alltag? Sind die Geräte jedes Jahr so viel schneller geworden, dass sie euch so viel mehr Zeit bringen? Rechnet mal die neuen Spielzeuge in Arbeitszeit um, die sie euch zusätzlich kosten.
Sitze hier vor meinem dritten Mac (seit 2004) und neben mir liegt mein erst drittes iPhone, dass demnächst tatsächlich in Rente gehen darf. Wie man sieht, nutze ich die Dinge etwas länger; sorgsame Handhabung inklusive. Wenn ich wöllte, hätte ich auch noch Geld über für ein paar Dienste in diesem -Universum. Will ich gerade nicht.
Nur mal so; als Denkanstoß.
+7
Ely
Ely14.11.20 14:46
Heuschrecke
Für mich stellt sich die Frage, wie abhängig viele Leute (auch hier im Forum) geworden sind. Ich kann die "Begeisterung" für immer wieder neue Geräte/Services nicht so recht nachvollziehen? Sind denn alle auf Drogen? Wenn etwas mal nicht funktioniert, ist man gelegentlich auf 180.
Wieso kauft man sich jedes oder jedes zweite Jahr ein neues iPhone oder einen neuen Mac? Technischer Fortschritt schön und gut, was habt ihr davon im Alltag? Sind die Geräte jedes Jahr so viel schneller geworden, dass sie euch so viel mehr Zeit bringen? Rechnet mal die neuen Spielzeuge in Arbeitszeit um, die sie euch zusätzlich kosten.
Sitze hier vor meinem dritten Mac (seit 2004) und neben mir liegt mein erst drittes iPhone, dass demnächst tatsächlich in Rente gehen darf. Wie man sieht, nutze ich die Dinge etwas länger; sorgsame Handhabung inklusive. Wenn ich wöllte, hätte ich auch noch Geld über für ein paar Dienste in diesem -Universum. Will ich gerade nicht.
Nur mal so; als Denkanstoß.

Du verallgemeinerst. Ich nutze Hardware relativ lang, ein iPhone vier Jahre, einen Computer natürlich deutlich länger.
+3
uni.solo14.11.20 14:47
didimac
Über die nochmalige Reduzierung der ohnehin schon spärlichen Anschlüsse kann ich nur den Kopf schütteln.

Nun, das scheint eine Eigenschaft des M1-SoC zu sein und die Kunden werden entscheiden ob die Vorteile Performance/Watt und Akkulaufzeit schwerer wiegen als die Reduktion der Schnittstellen.

Andererseits leben wir noch in einer Welt des Übergangs von diversen USB- und Display-Schnittstellen auf eine einheitliche. In 3-4 Jahren kommen uns Ethernet, Displayport/HDMI, USB-A, Firewire genauso antiquiert vor wie heute RS232, VGA und Centronics. Da Thunderbolt/USB4 daisy chaining erlaubt, ist die Zahl der Anschlüsse für immer mehr Menschen immer weniger entscheidend. Hinzu kommt, dass drahtlose Technologien immer schneller und damit brauchbarere und nicht zu letzt für viele Anwendungsfälle bequemere Alternativen werden. Apple hat diese Entwicklungen gerne sehr früh vorweggenommen, wir kennen diese Diskussionen ja seit Jahren. Dass Apple diesbezüglich dabei die nicht die Bedürfnisse aller berücksichtigt und lieber konsequent den eingeschlagenen Weg geht, hat dem Erfolg bisher keinen Abbruch getan.
+5
Heuschrecke14.11.20 15:04
Ely
Du verallgemeinerst.
Die Benutzung des Wortes "viele" steht nicht gerade für eine Verallgemeinerung.
Hatte ich auch nicht vor. Muss in Zukunft wohl einzelne Wörter fett markieren und unterstreichen.
-2
Ely
Ely14.11.20 15:20
Heuschrecke
Sind denn alle auf Drogen?

Ist das keine Verallgemeinerung? Formuliere konsistent, dann gibt es keine Mißverständnisse. Diese Verallgemeinerung revidiert den Eingangssatz.
+6
sierkb14.11.20 16:15
Ähnliche nachdenkliche Gedanken wie der Autor obigen MTN-Artikels macht sich u.a. auch

Zach Herbert (11.11.2029): Falling out of Love with Apple, Part 1
In this first post of a three-part series, we discuss how Apple's approach to software and services curtails innovation and human creativity.

This post is the first in a three-part series. This week, we will discuss software and services. Next week, hardware and accessories. And the week after, content and conclusions.
-5
Pallllo14.11.20 17:19
Homepod geöffnet?

Wo soll denn die Öffnung des Homepods für andere Musikdienste sein?
In iOS 14.2 ist da nichts zu sehen, auch für 14.3 ist nichts angekündigt...
+3
matze4dot014.11.20 17:31
Danke, guter Artikel!

Ich sehe noch einen weiteren Punkt, den ich nach dem Umstieg auf Intel wirklich toll fand: Die Intel – Macs waren selbst als richtig alte Kisten noch wunderbar für Dritte nutzbar. Man konnte mit relativ geringem Aufwand ein schlankes Linux draufbügeln und hatte noch viele Jahre was davon!

Ich habe keine Ahnung, ob dieser Umstand irgendwas zum recht hohen Gebrauchtpreis der Teil beigetragen hat, aber geschadet hat es mit Sicherheit nicht. Jetzt ist die Situation anders. Durch das selbst gebaute SoC ist ein neuer Mac eben kein ARM-Mac, sondern ein Mac, der Lizenzgebühr von Apple an ARM fällig werden lässt, weil ein ARM-Befehlssatz verwendet wird. Bedeutet aber auch: ohne ein aktuell gepflegtes macOS sind Vintage-ARM-Macs schwer nutzbar, ohne Abstriche bei Sicherheit etc. zu machen. Es lässt sich wohl nicht so einfach ein natives ARM-Linux darauf installieren, denke ich. Man wird sehen, was die Zukunft bringt. Und ob die Virtualisierung von Linux tatsächlich soweit geht, dass dieser Umstand irgendwie ausgeglichen werden kann. Aber schade finde ich das trotzdem. Obwohl ich begeistert bin von den neuen M1-Macs.
+2
Heuschrecke14.11.20 17:49
Ely
Heuschrecke
Sind denn alle auf Drogen?
Ist das keine Verallgemeinerung? Formuliere konsistent, dann gibt es keine Mißverständnisse. Diese Verallgemeinerung revidiert den Eingangssatz.
Brauche ich nicht, weil die Fragen direkt auf diesen einen Satz folgen. Es ergibt keinen Sinn, diesen Satz jeweils zu wiederholen. Einen Zusammenhang sollte man an dieser Stelle erkennen können.

Hast du etwas inhaltliches zu bemängeln? Dann spar dir die Zeit. Fange sonst an, über falsche Grammatik zu philosophieren.
-3
holk10014.11.20 17:56
Ich sehe es nicht so, dass Apple sich immer mehr abkapselt und ich nur noch Apple Produkte kaufen kann. Im Gegenteil: in meinem neuen LG Fernseher ist ein gut funktionierendes AppleTV/ ITunes „eingebaut“ der Fernseher ist AirPlay 2 fähig. Amazon spielt demnächst Apple Music und umgekehrt. HomeKit linzesensiert mit anderen Systemen eine gemeinsame Smarthome Plattform. Usw. Gerade wegen der Ausweitung der Dienste wird Apple sich aus Eigeninteresse weiter öffnen.
+3
firevsh2o
firevsh2o14.11.20 18:06
Das größte Problem bei Apple ist die Software und deren Pflege!!

Als ich 2004 auf Apple umgestiegen bin war alles wunderbar. Vor allem die Datenbanklogik von iTunes, iPhoto und später dann Aperture war für mich neu und hat mich wirklich begeistert.

Stand jetzt haben wir "Fotos" und "Musik" zwei Programme die nicht ansatzweise an den Funktionsumfang ihrer Vorgänger herankommen und zudem noch so verbugt sind wie es z.B. iTunes zuvor nie war. Das ist doppelt schade weil die Programme so tief im System verwurzelt sind. Sei es der Zugriff auf Fotos und Videos durch andere Programme und die iCloud, oder auch der Zugriff eines DJ-Programms auf die Musik-Mediathek.

Apple hat dadurch, dass die Programme "gratis" sind über die Jahre nahezu die gesamte Konkurrenz umgebracht. Jetzt wo es dringend Alternativen bräuchte, sind keine da. Nach dem Tod von Aperture hat es Jahre - und viele Stunden Arbeit für mich - gebraucht, bis ich wieder einen brauchbaren Workflow zusammen hatte.

Ich sehe Apple im Bereich Software also ganz und gar nicht am richtigen Weg und ich verwende -Software nur mehr dort wo ich keine adäquate Alternative finden kann, oder wo es um nichts geht.

Auch bei den Diensten bleibe ich Apple soweit möglich fern. iCloud ist ok weil das Ökosystem sonst keinen Sinn macht. Music würde ich aber niemals abonnieren...

Die neuen ARM-Macs finde ich von daher spannend, weil ich zwischendurch schon den Eindruck hatte, dass Apple sich nicht mehr für den Mac interessiert, eben wegen der mangelnden Softwarepflege. Jetzt habe ich doch noch einen Funken Hoffnung.
+4
lautsprecher14.11.20 19:05
Apple macht es einem halt sehr leicht, sich in ihrem Ökosystem zu bewegen. Nirgendwo anders funktioniert die Integration verschiedener Komponenten so leicht wie bei Apple.
Es gibt sicherlich Momente, wo ich an Apple und ihrer Produktpolitik zweifele und zB zu den schnellen Ryzen Prozessoren schiele. Aber am Ende zählen nicht nur die Hardware und das reibungslose Gesamtpaket, das Apple anbietet, sondern die Softwarelizenzen. Keine Ahnung, wieviel Geld ich inzwischen in Mac OS Software und iOS-Apps investiert habe. Das muss man quasi erneut investieren zzgl. der Einarbeitungszeit in die Software. Neeeee..... Also da müsste Apple schon einen extremen Bock schießen.
+2
pogo3
pogo314.11.20 19:16
Der Artikel ist ein klassischer Wochenend-Klick-Sammler-Artikel, und ich habe geahnt wo er sich hinbewegen würde. Ich wüsste nicht wie ein neuer M1Prozessor die Freiheit eines Computersystems eingrenzen könnte, so lange der Computer Schnittstellen, ein LAN, ein WLAN, BT und einen Web-Browser hat. Alles andere kann, muss aber nicht verwendet werden. Ich kann alles mögliche anstecken, austauschen oder verwenden. Der App Store hat die Vielfalt der Applikation doch geradezu explodieren lassen, und immense Mengen alternativer Anwendungen zugelassen. Im Designbereich wurde für viele die Abhängigkeit von z.Bsp. Adobe durch Affinity aufgelöst, die natürlich die Möglichkeiten des App Stores nutzen. Im Vergleich zu früheren Zeiten haben sich die Möglichkeiten beinahe explosiv erweitert, und das hat viel mir der zunehmenden Attraktivität der Plattform zu tun. Ich denke, niemals vorher haben derart viele Entwickler ihre Anwendungen auf die Apple Plattform portiert als in den letzen 10 Jahren. Zudem wurden gerade durch das Web sämtliche Hürden und Monopolstellungen ausgehebelt. Die meisten Anwendungsfelder, Speichermedien, Software etc. wandern zunehmend ins Web. Nö, nö, nö - ein Denkanstoß, und auch noch ein reichlich konstruierter.

Vor vielen Jahren hat man noch gebangt, ob den MS mal die Office Suite bringen würde, oder gar wieder einstampfen. Ojemminehh, alte Zeiten. Die gibts nicht mehr. Eben wegen der Konkurrenz auf der Platform.
Wann hört es endlich auf zu dauern.
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