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Apple-Produkte mit 99 % Rabatt: Verkäufer unter Betrugsverdacht – 118.000 Dollar Schaden

Im Dezember 2024 bemerkte der Filialleiter einer „Best Buy“-Filiale in West Palm Beach (Florida) Auffälligkeiten bei den Verkaufszahlen. Er beauftragte Privatdetektive, um der Sache auf den Grund zu gehen. Gut zwölf Monate später wurde nun ein Angestellter verhaftet: Dem 36-jährigen Matthew L. wird vorgeworfen, die Preise von rund 150 hochwertigen Produkten manipuliert zu haben – teilweise auf ein Prozent des tatsächlichen Verkaufspreises. Einige davon, beispielsweise MacBooks, tauchten später in Pfandhäusern in der Region auf. Durch deren Buchhaltung sowie Fingerabdrücke auf den Geräten kamen die Ermittler dem Täter auf die Spur.


Der Verdächtige arbeitete seit Anfang 2020 in dem Fachgeschäft. Das ihm zur Last gelegte kriminelle Verhalten soll er erst im März 2024 begonnen haben. Insgesamt soll er 97-mal eigene Einkäufe auf deutlich geringere Verkaufspreise reduziert haben. 52 weitere Male rabattierte er Käufe anderer Kunden und Kollegen, so der Vorwurf. Dafür musste er lediglich einen speziellen Code eingeben, welcher eigentlich nur der Ladenleitung zur Verfügung stehen sollte. Offenbar änderte der Filialleiter den Code daraufhin. Die Ermittlungen, welche zur Anklageerhebung führten, zogen sich ein weiteres Jahr hin.

Schaden von 118.000 US-Dollar
Der Schaden für das Geschäft soll sich auf mehr als 118.000 US-Dollar belaufen, davon gut 81.000 Dollar allein durch Matthew L.s eigene Einkäufe. Die Betrugsmasche blieb von März bis Dezember 2024 unbemerkt. Seit vergangenem Dienstag sitzt der Verdächtige im Gefängnis – ihm wird organisierter Betrug vorgeworfen.

Kriminalität unter Angestellten wächst
Laut einem Bericht von Ars Technica steigt seit Jahren die Wahrscheinlichkeit, dass Angestellte an Diebstahl oder Betrug beteiligt sind. Das hänge mit zwei Faktoren zusammen: Die Inflation sei bereits seit einigen Jahren unerwartet hoch, dazu käme ein neuer Rekord an „talent turnover“ – ein Euphemismus für besonders kurze Angestelltenverhältnisse.

Erpresst zur Komplizenschaft
Der Artikel nennt ein weiteres Beispiel aus einem Best Buy in Georgia. Dem zwanzigjährigen Dorian A. wurde durch Überwachungsvideos nachgewiesen, dass er Diebe in der Filiale gewähren ließ – teilweise half er ihnen sogar dabei, die Ware in Autos zu verladen. Auf diese Weise verließen 140 Artikel unbezahlt das Geschäft, darunter vorwiegend Spielekonsolen und VR-Brillen, aber auch AirPods und Beats-Kopfhörer. Zu seiner Verteidigung führte er an, dass er erpresst wurde: Hacker drohten damit, Nacktbilder zu veröffentlichen, welche er auf Instagram geteilt habe.

Kommentare

fleissbildchen18.02.26 16:29
MTN
Hacker drohten damit, Nacktbilder zu veröffentlichen, welche er auf Instagram geteilt habe.

Also erst veröffentlicht er sie, und dann lässt er sich mit der Drohnung, dass sie veröffentlicht werden, erpressen.

Facepalm.
+1
Wessalius18.02.26 17:10
fleissbildchen
MTN
Hacker drohten damit, Nacktbilder zu veröffentlichen, welche er auf Instagram geteilt habe.

Also erst veröffentlicht er sie, und dann lässt er sich mit der Drohnung, dass sie veröffentlicht werden, erpressen.

Facepalm.

Hatte genau den selben Gedanken!
-2
RyanTedder18.02.26 18:08
Dann kläre ich die älteren Herrschaften hier mal auf. Man kann tatsächliche private Nachrichten auf Instagram verschicken 😄
Der Gute Mann hat mit der falschen Person geschrieben 😉
+5
MacTaipan18.02.26 18:45
Wer hätte erwartet, dass das irgendwann mal auffällt..
+2
sambuca2318.02.26 18:47
RyanTedder
Dann kläre ich die älteren Herrschaften hier mal auf. Man kann tatsächliche private Nachrichten auf Instagram verschicken 😄
Der Gute Mann hat mit der falschen Person geschrieben 😉
richtig, oder einen nichtöffentlichen account…
als vor ein paar jahren, haufenweise nacktbilder von promis veröffentlicht wurden, kamen dies auch aus gehakten instagram accounts und deren nachrichten.

boomer halt.
+2
Performant8419.02.26 18:45
12 Monate später mit Privatdetektiven - um rauszufinden, dass er zu hohe Rabatte erfasst hat? Da stimmt wohl sonst was nicht.

Ich kenne viele kleinere Läden, in denen jeder Verkauf dem entsprechenden Mitarbeiter zuordenbar ist.
+1
fleissbildchen21.02.26 08:55
RyanTedder
Dann kläre ich die älteren Herrschaften hier mal auf. Man kann tatsächliche private Nachrichten auf Instagram verschicken 😄
Der Gute Mann hat mit der falschen Person geschrieben 😉

Dann kläre ich die jüngeren Herrschaften hier mal auf: Alles, was du veröffentlichst, ist öffentlich. "Privat" gibt es im Internet nicht - zumindest nicht langfristig
+1

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