10 Jahre Google Chrome – und wie Microsoft von 95% Marktanteil fast in die Bedeutungslosigkeit stürzte

Die Browserwelt hat sich in den letzten 15 Jahren grundlegend verändert – dabei ist diese Entwicklung gar nicht so selbstverständlich, wie es auf den ersten Blick scheint. Nachdem Microsoft den "Desktop War" der 90er Jahre eindeutig gewonnen hatte, ging auch der "Browser War" erfolgreich für Redmond aus. So gelang es Microsoft, den Internet Explorer auf Marktanteile von 95 Prozent zu bringen. Nicht nur unter Windows, sondern auch auf dem Mac war der "IE", wie man den Browser oft nannte, voreingestellte erste Wahl. Um einen anderen Browser zu verwenden musste der Nutzer selbst aktiv werden. Einfacher gesagt als getan, denn nach dem Niedergang des Netscape Navigators war es gar nicht so einfach, gute Browser zu finden. Aus diesem Grund schien es vor eineinhalb Jahrzehnten auch undenkbar, dass die Internet-Welt irgendwann einmal von Vielfalt anstatt extremer Dominanz eines einzelnen Browsers geprägt sein wird.

Mehrere Tiefschläge für den Internet Explorer
Drei wichtige Dinge geschahen, die dem Internet Explorer nach und nach zu schaffen machten. Im Januar 2003 stellte Apple Safari vor – und Microsoft den Internet Explorer für Mac ein. Zwar hatte Apple damals einen wesentlich geringeren Marktanteil als heute, dennoch gingen erste Prozentpunkte für Microsoft verloren. Fast gleichzeitig machte auch der neue Browser namens Firefox von sich reden und zeigte erstmals einer Masse an Nutzern, dass es durchaus Alternativen gibt. 2007 hatte Firefox fast 15 Prozent Marktanteil, Safari kam auf rund 4 Prozent – und der Internet Explorer befand sich plötzlich schon bei weniger als 80 Prozent.

Chrome ändert alles
Die komplette Umkehrung der Verhältnisse schaffte dann aber Google. Im September 2008 erschien Chrome und eroberte schon am ersten Tag der Vorstellung mehr als ein Prozent Marktanteil. Der schlanke und schnelle Browser zog sehr schnell viele Nutzer an – auch solche, die Firefox als immer träger und langsamer empfanden. Nicht nur der Internet Explorer musste fortan noch stärkere Einbußen hinnehmen, auch Firefox verlor empfindlich an Zuspruch. Von mehr als 20 Prozent Marktanteil ist heute weniger als die Hälfte übrig.

Vom Neuling zum Marktführer
Google hatte hingegen genau die richtige Lücke gefunden und arbeitete konsequent an der Weiterentwicklung von Chrome. 2016 gelang dann das schier Undenkbare: Die zwei Jahrzehnte lange Marktführerschaft des Internet Explorers war gebrochen, Chrome befand sich erstmals auf dem ersten Platz. Zu diesem Zeitpunkt hatte Microsoft allerdings längst schon erklärt, den Internet Explorer beerdigen und durch ein ganz neues Produkt ersetzen zu wollen. Was zunächst unter dem Codenamen "Spartan" lief, erschien später als "Edge" – und zählt auch heute noch als wenig bedeutender Nischenbrowser.

Die aktuellen Marktanteile
Die Erfolgswelle von Chrome ging bis heute ungebremst weiter. Aktuellen Zahlen zufolge setzen 60 Prozent der Desktop-Nutzer auf Googles Browser, gefolgt vom Internet Explorer mit 11,9 Prozent, und Firefox mit 10,8 Prozent. Edge (4,3%) erreicht hingegen gerade einmal ein halbes Prozent mehr als Safari (3,8 %), obwohl der Desktop-Marktanteil von Windows weiterhin erdrückend ausfällt. Vereint liegen die beiden Microsoft-Browser zwar bei über 16 Prozent und damit auf dem zweiten Rang, angesichts der einstigen 95 Prozent Marktanteil aber ein desaströses Ergebnis. Im Mobilbereich kommt Chrome auf 62,75 Prozent, Safari schafft hier sogar 26,61 Prozent.

Zum zehnten Geburtstag spendiert Google dem hauseigenen Browser übrigens eine optische Frischzellenkur. So kündigte das Unternehmen an, nicht nur die Oberfläche zu erneuern (unter dem Motto "rund statt eckig", sondern wie üblich auch zahlreiche technologische Verbesserungen vorzunehmen. "69" lautet übriges die Versionsnummer – denn Google hatte von Anfang an jedes Update mit einem kompletten Versionssprung versehen.

Kommentare

maculi
maculi05.09.18 12:13
Wobei sicherlich ab 2007 das iPhone und später andere Smartphones ihren Teil dazu beigetragen haben. Die Menschen merkten dabei recht schnell, das es auch ohne Microsoft-Produkte geht. Als das Denken erst mal etwas beweglicher wurde nahm auch die Bereitschaft zu, andere Browser auszuprobieren. Da es auf Handy und Rechner ähnlich aussehen sollte (und ms im Mobilbereich unbedeutend war) fiel die Abkehr vom ie leicht.
+2
macsmac
macsmac05.09.18 12:22
Echt, Chrome ist Marktführer? Ich nach da immer einen großen Bogen drum... Opera war mal meine erste Wahl, nach dem Ende der eigenen Engine nun FireFox
+2
Dom Juan
Dom Juan05.09.18 12:37
Ich bin immer wieder erstaunt, warum Mac User Chrome Safari vorziehen. Vielleicht könnten einige hier, die das tun, mal erklären warum. Am Rechner ist Safari Ressourcen schonender als Chrome, und deutlich angenehmer zu nutzen als die Konkurrenz von Google (meine persönliche Meinung). Flash nicht zu unterstützen sehe ich sogar als wichtiges Feature, diese Schnittstelle ist einfach nur überholt und da etwas zu "forcieren" halte ich für richtig.
Das einzige was mir akut einfällt ist Chromes Möglichkeit ganze Internetseiten zu übersetzen, das läuft aber mittels google.translate und das Ergebnis ist dürftig.
Im Zusammenspiel mit iOS geht einem die Synchronisation zwischen iOS und macOS flöten, außer man setzt auch am iPhone auch Chrome und die Synchronisation über Google Drive - dann ist aber fast schon der Nutzen von Apples Geräten infrage gestellt…

Also, ich bin echt neugierig! Warum lieber Chrome statt Safari am Mac?
Mais lorsqu'on en est maître une fois, il n'y a plus rien à dire ni rien à souhaiter.
+8
schaudi
schaudi05.09.18 12:48
Dom Juan
Ich bin immer wieder erstaunt, warum Mac User Chrome Safari vorziehen. Vielleicht könnten einige hier, die das tun, mal erklären warum. Am Rechner ist Safari Ressourcen schonender als Chrome

Frag ich mich auch immer
Ich hatte zwischendurch gfxCardStatus mal drauf und war mehr als überrascht festzustellen, dass Crome einfach mal Knallhart nach der dezidierten Grafik giert, selbst ohne überhaupt eine Webseite aufzuhaben
Leider gibt es ein paar Seiten, die mit Safari schlicht nicht laufen (oder liefen!? ... ka ob sich mittlerweile was geändert hat) – Elster zB.
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Dom Juan
Dom Juan05.09.18 12:50
@schaudi Selle Elster hier?
Mais lorsqu'on en est maître une fois, il n'y a plus rien à dire ni rien à souhaiter.
-1
exipexi
exipexi05.09.18 12:51
Dom Juan

Wir verwenden in der Firma hpsl. Chrome, obwohl Safari schöner und schlanker ist. Die 2 Hauptgründe: Plattformübergreifender problemloser Sync mit umfangreichen einstellbaren Sync-Optionen + viele viele sinnvolle Erweiterungen, gerade für den Webdesign/Programmier-Bereich!
+1
motiongroup05.09.18 13:06
exipexi
Dom JuanWir verwenden in der Firma hpsl. Chrome, obwohl Safari schöner und schlanker ist. Die 2 Hauptgründe: Plattformübergreifender problemloser Sync mit umfangreichen einstellbaren Sync-Optionen + viele viele sinnvolle Erweiterungen, gerade für den Webdesign/Programmier-Bereich!

Strange, wir dürfen in der Firma chrome gar nicht einsetzen weder auf den Mobile Devs noch auf den Clients... gut wir dürfen auch keine Androiden einsetzen ebenso bei meiner Frau im Bankensektor... no Chrome. No Google, no Android...
+2
macs®us
macs®us05.09.18 13:13
Dom Juan
Also, ich bin echt neugierig! Warum lieber Chrome statt Safari am Mac?

Bei Safari funktionieren einige Ricoh Seiten nicht. Da wird nur der statische Teil angezeigt.
Bei ineo / Konika Minolta Druckern kann die Volumenverfolgung oder der Druck via Fiery nicht aktiviert werden.
(Pages, Numbers und Keynote haben den selben verkrüppelten Druckertreiber)
Ein Fotograf sollte wie ein kleines Kind sein, das die Welt jeden Tag von neuem entdeckt.
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KarstenM
KarstenM05.09.18 13:19
motiongroup
Strange, wir dürfen in der Firma chrome gar nicht einsetzen weder auf den Mobile Devs noch auf den Clients... gut wir dürfen auch keine Androiden einsetzen ebenso bei meiner Frau im Bankensektor... no Chrome. No Google, no Android...

Konsequenterweise müsste da aber jeder Browser der Erweiterungen zulässt drunter fallen. Weil gerade durch die Erweiterungen tritt man sich ja was ein. Sicherheitstechnisch halte ich einen Chrome der regelmäßig Updates bekommt nicht bedenklicher wie einen Safari.
Das Syncing als Sicherheitsrisiko zu bewerten ist zwar Ansichtssache, aber es läßt sich ja auch deaktivieren. Schließlich hat auch der Safari Syncing.

Am Ende sind dann aber die Vorgaben der Firma so wie sie halt sind. Ist bei uns in der Firma nicht anders. Die einen Erlauben es, die andern nicht.
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barabas05.09.18 13:27
Benutze eigentlich Chrome schon seit mehreren Jahren und bin weitgehend zufrieden damit.
Ein Hauptgrund war einst, während man sich bei Safari auf (notwendige) Updates oft monatelang gedulden muss, passiert dies bei Chrome in deutlich kürzeren Zeitabständen.
Als Alternativ Browser habe ich noch Firefox im gelegentlichen Einsatz.
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Retrax05.09.18 13:29
schaudi
Leider gibt es ein paar Seiten, die mit Safari schlicht nicht laufen (oder liefen!? ... ka ob sich mittlerweile was geändert hat) – Elster zB.

Laut der offiziellen Elster-Seite Rubrik Systemanforderungen:

https://www.elster.de/eportal/infoseite/systemanforderungen



Ab macOS 10.12 und Safari 11 sollte es keine Probleme mehr geben.

Dasselbe gilt für iOS ab Version 9 und dem mobilen Safari Browser.
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MetallSnake
MetallSnake05.09.18 13:40
Dom Juan
Also, ich bin echt neugierig! Warum lieber Chrome statt Safari am Mac?

Ich nutze zwar kein Chrome, dafür aber FireFox am Mac. Ich vermisse auch die schöne Integration mit iOS & Co. oder YouTube Videos ans AppleTV streamen, dafür muss ich dann immer wieder Safari öffnen.
Aber FireFox bietet so viele nützliche Erweiterungen die Safari einfach fehlen. Das und das Safari bei mir unglaublich träge wurde haben mich zu FireFox bewegt.
Erwachsensein ist halb gestorben --Relatives Menschsein
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schaudi
schaudi05.09.18 13:40
Dom Juan ich meinte Elster – den Dienst zur Abgabe seiner deutschen (.de) Steuererklärung. Honeywell hat damit wenig zu tun.

Retrax gut zu hören. Sag ja, dass ich nicht weiß ob sich da mittlerweile was geändert hat – hab das zu letzt vor 2 Jahren genutzt, damals ging es halt nicht. Bzw. die Seite an und für sich ließ sich zwar öffnen, aber einloggen konnte man sich nicht.
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motiongroup05.09.18 13:40
Konsequenterweise müsste da aber jeder Browser der Erweiterungen zulässt drunter fallen.

Konsequenterweise ist das in unseren browsern so oder so deaktiviert selbst die autoupdate funktion des browsers ist gesperrt

Die ausrollung neuer Versionen kommt via speziellem Lizenztool

Weder login noch sync von daten jedwelcher google tools ist gestattet selbiges gilt auch für die benutzung anderer browser
+1
Dom Juan
Dom Juan05.09.18 13:47
schaudi
Dom Juan ich meinte Elster – den Dienst zur Abgabe seiner deutschen (.de) Steuererklärung. Honeywell hat damit wenig zu tun.
Dachte ich mir nach Retrax's Post :] Da machen sich meine Jahre Auslandsaufenthalt bemerkbar, bitte um Entschuldigung!
MetallSnake
Aber FireFox bietet so viele nützliche Erweiterungen die Safari einfach fehlen. Das und das Safari bei mir unglaublich träge wurde haben mich zu FireFox bewegt.
Nun, die Erweiterungen hängen wohl von jedem einzelnen Nutzer ab. Bei mir hält sich das wirklich in Grenzen, 1Blocker, Enpass und Forest, basta. Mir fehlt da nichts 😉 Was nutzt Du denn, man lernt ja gerne noch 🙂 Das Safari langsam sei lässt sich aber bei mir nicht bestätigen, im Gegenteil. Safari hängt Firefox bei mir eher ab!

Firmenbereiche sind sicherlich nochmal ein anderes Thema, bedingt durch die speziellen Vorgaben. Und auch da sieht man ja schon in den Berichten hier, dass da jeder sein eigenes Süppchen zu kochen scheint.
Mais lorsqu'on en est maître une fois, il n'y a plus rien à dire ni rien à souhaiter.
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Boney05.09.18 13:51
Für mich ist Safari der beste Browser, wenn es auch hier Verbesserungspotenzial gibt.

Chrome kommt mir auf kein Gerät, ich habe hinsichtlich des Datenschutz und der Privatsphäre große Bedenken.
+2
Kappatoo05.09.18 14:09
Bei mir Safari und Firefox. Chrome käme mir auch nie ins Haus! Schon krass die Dominanz dieses Konzerns...!
+2
JoMac
JoMac05.09.18 14:11
Ich nutze nur Safari.
Falls etwas nicht geht, dann nutze ich mal Opera.
Chrome ist auch installiert, nutze ich aber nur falls es mit den anderen 2 Browsern nicht geht.
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Retrax05.09.18 14:14
Boney
Chrome kommt mir auf kein Gerät, ich habe hinsichtlich des Datenschutz und der Privatsphäre große Bedenken.
+1

Chrome installiert wie andere Google Apps auf dem Mac den "Google Updater" still und leise in den Hintergrund.

Es ist für mich nicht plausibel welche Daten abgeschnorchelt werden bzw. fliessen.

Also auch bei Picasa sofern es das noch gibt und anderen Google Tools.
+3
MetallSnake
MetallSnake05.09.18 14:23
Dom Juan
Nun, die Erweiterungen hängen wohl von jedem einzelnen Nutzer ab. Bei mir hält sich das wirklich in Grenzen, 1Blocker, Enpass und Forest, basta. Mir fehlt da nichts 😉 Was nutzt Du denn, man lernt ja gerne noch 🙂 Das Safari langsam sei lässt sich aber bei mir nicht bestätigen, im Gegenteil. Safari hängt Firefox bei mir eher ab!

Klar hängt das vom einzelnen Nutzer ab. Ich hab ja nur für mich gesprochen.
Ich bin oft auf reddit unterwegs. Die Seite will man aber nicht mehr ohne die Erweiterung Reddit Enhancement Suite nutzen wenn man das einmal kennen gelernt hat. Die Erweiterung wurde für Safari aber eingestellt.
Dann nutze ich noch Imagus (irgendwann kamen für Safari keine Aktualisierungen mehr, weiß nicht ob es die mittlerweile wieder gibt) und Iridium, das ist für YouTube essentiell, ich war schockiert als ich Click2Plugin für Safari irgendwann nicht mehr nutzen konnte, dass YouTube die Videos automatisch abspielt.
Außerdem noch die Erweiterung Dark Mode, die Webseiten einen dark mode verpasst. Dazu noch die Möglichkeit FireFox selbst komplett dunkel zu gestalten, inkl. neues Fenster/Tab. Aber wenigstens das kommt ja mit Mojave Systemweit.

Ich glaub ich hab noch ein paar andere, aber bin grad nicht am Rechner zuhause. Müsste ich da nochmal nachgucken.
Naja und ein paar für die es aber auch Safari Versionen gibt, NoScript bzw. unter Safari dann der JSBlocker, Tampermonkey und Stylus fallen mir da spontan ein.
Erwachsensein ist halb gestorben --Relatives Menschsein
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sierkb05.09.18 14:45
Retrax
Chrome installiert wie andere Google Apps auf dem Mac den "Google Updater" still und leise in den Hintergrund.

Lässt sich ganz einfach abschalten bzw. deaktivieren (zentral für alle auf dem Rechner installierten Google Apps geltend) mit folgender simpler Anweisung (einfach das Update-Intervall auf Null setzen und damit den gesamten Update-Prozess deaktivieren statt den Defaultwert von 18000 = 5 Stunden zu lassen):

defaults write com.google.Keystone.Agent checkInterval 0

Wieder anschalten und auf den Defaultwert (18000 Sekunden = 5 Stunden) setzen mit:

defaults write com.google.Keystone.Agent checkInterval 18000

Siehe dazu u.a. auch:

Chromium Project: Turning Off Auto Updates in Google Chrome

Google Tools: Google Updater for the Mac - FAQs

OSX Daily (06.04.2012): Disable Google Chrome Automatic Software Update on Mac

Mac Observer (31.08.2015): How to Manage the Secret Software That Google Chrome Installs on Your Mac
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sierkb05.09.18 14:56
Patrick Wardle vor ein paar Tagen hier (MTN-Meldung dazu: ):
Patrick Wardle, 30.08.2018
And if you're a Mac user concerned about security, use Google Chrome:

If you are stuck with Safari, at least turn off the automatic unzipping of downloaded files…

Warum spricht ein solcher Mac-Security-Experte eine solche Empfehlung so gelassen aus? Weiß er nicht, wovon er spricht? Oder er weiß erst recht, wovon er spricht.
+1
Retrax05.09.18 15:01
sierkb
Lässt sich ganz einfach abschalten bzw. deaktivieren mit:
Danke.

Aber das ist halt mir und der Masse an Nutzern nicht bewusst.

Zudem wird der Google Updater imho doch wieder aktiviert, sobald man eine neue Google Software auf seinem Mac installiert, bzw. manuell ein Update eines Google Programmes installiert, oder?

D.h. ich müsste dann jedesmal das Terminal bemühen, da die Google Apps scheinbar nur mit installiertem Google Updater überhaupt laufen:
Google Updater FAQ
You can't uninstall Google Updater while you have Google software on your computer because we need it there to keep your software up-to-date.

Und das ist halt auch wieder so ein Satz aus der FAQ, welchen ich wenig vertrauenswürdig empfinde. "Der Google Updater wird unbedingt benötigt - aber nur für Software Updates",.... also ich weiss nicht.

Wenn es nur um die Software-Aktualisierung gehen würde, dann könnte man das sicherlich wie andere Entwickler lösen ohne diesen Updater ins macOS System zu "meisseln"...

Mir persönlich wäre es einfach am liebsten und am vertrauenswürdigsten, wenn mir Google die Wahl lassen würde bzgl. der Installation dieses "Google Updaters".

Bzw. ich den Google Updater einfach aus seinem Verzeichnis in der User-Library(?) löschen könnte, ohne dass das Google Programm beim nächsten Start den Google-Updater wieder neu installiert.

Ich möchte diese spezifische Hintergrundaktivität von Google einfach nicht, und auch nicht ständig kontrollieren ob der Updater wieder aktiv oder wieder installiert wurde etc...

Ich muss sagen, dass mich dieser Google Updater seit er eingeführt wurde, davon abhält die ansonsten zum Teil großartigen Google Apps zu nutzen.
0
sierkb05.09.18 15:12
Retrax:
Aber das ist halt mir und der Masse an Nutzern nicht bewusst.

Für deren Unwissenheit bzw. Uninformiertheit diesbzgl. kann Google aber nix, ganz im Gegenteil: es ist alles von Google offiziell dokumentiert, und sie bieten Hilfestellung an, beantworten Fragen bei Unklarheiten.
Mir persönlich wäre es einfach am liebsten und am vertrauenswürdigsten, wenn mir Google die Wahl lassen würde bzgl. der Installation dieses "Google Updaters".

Tut Google sogar, sie liefern genau dafür sogar einen manuellen Updater (sowohl als App als auch als aus dem Finder aufrufbarer Command fürs Terminal) als Bestandteil ihres automatischen Update-Frameworks mit, damit Du den Prozess ggf. und auf Wunsch manuell vornehmen kannst, wann immer Du möchtest. Ist zwar etwas tiefer verborgen und sie reiben ihn nicht jedem unter die Nase sondern nur Interessierten, aber es gibt ihn:

/Library/Google/GoogleSoftwareUpdate/GoogleSoftwareUpdate.bu ndle/Contents/Resources/CheckForUpdatesNow.command

/Library/Google/GoogleSoftwareUpdate/GoogleSoftwareUpdate.bu ndle/Contents/Resources/GoogleSoftwareUpdateAgent.app


Das ganze Auto-Update hat zum Ziel, stets sicherzustellen, dass Du die neueste Version der betreffenden Software hast mit den neuesten Sicherheits-Patches und das Ganze ohne viel Belästigung oder Unterbrechung für den Nutzer einfach sichergestellt ist. Was dafür installiert ist, was alles dafür kontaktiert wird, ist alles bekannt und dokumentiert. Und Google selbst gibt sogar Hilfestellung dazu, wie man das ggf. abstellen oder manuell erreichen kann und sie liefern auch die Werkzeuge dazu.
+1
Retrax05.09.18 15:32
sierkb
Für deren Unwissenheit bzw. Uninformiertheit diesbzgl. kann Google aber nix, ganz im Gegenteil: es ist alles von Google offiziell dokumentiert, und sie bieten Hilfestellung an, beantworten Fragen bei Unklarheiten.
Ja, das ist ja gut wenn das alles transparent von Google gemacht wird.

Es ändert aber nichts daran, dass die Masse sich nicht dafür interessiert geschweige denn AGBs und sonstiges beim Installationsprozess liest, und dann etwas installiert bekommt, was man wahrscheinlich auch anders lösen könnte.
Tut Google sogar, sie liefern genau dafür sogar einen manuellen Updater als Bestandteil ihres automatischen Update-Frameworks mit, damit Du den Prozess ggf. und auf Wunsch manuell vornehmen kannst, wann Du möchtest. Ist zwar etwas tiefer verborgen und sie reiben es nicht jedem unter die Nase, aber es gibt es.

Mir persönlich wäre es trotzdem am liebsten wenn es in den Einstellungen oder im Menü einen Eintrag geben würde bei welchem ich manuell nach einer neuen Version suchen lassen könnte, bzw. eine automatische Suche (jeden Tag / jede Woche / jeden Monat,...) aktivieren könnte, so wie es beim Hauptteil der Drittanbieter Apps welche nicht aus dem Mac App Store kommen auch ist.

Ich habe nichts gegen Google, aber dieser spezifische Updater im Hintergrund müsste auch anders und auch für die Masse der Nutzer anders zu lösen sein.

Ich hätte nichts dagegen, wenn in den Einstellungen der App ein Schalter wäre bei welchem man wie oben geschrieben eine automatische Aktualisierung einschalten könnte bzw. eingeschaltet ist und ich sie deaktivieren könnte.

Aber wozu man extra solch eine Update-Software entwickeln muss welche dann auch ständig im Hintergrund läuft selbst wenn die Google Apps geschlossen sind, erschliesst sich mir nicht.

Andere Drittanbieter bekommen das doch auch so hin wie ich es mir vorstelle.

Bspws: Panic

Ich habe keinen Coda-Agent, keinen Transmit-Agent, keinen Panic-Agent im Hintergrund laufen.

Wieso muss das bei Google so sein? Und wieso muss so ein Updater im Hintergrund laufen, selbst wenn keine Google Apps aktiv sind?

Sorry, aber das ist mir einfach nicht vertrauenswürdig...

Da kommen wir auch nicht zusammen.

@sierkb
Ich klinke mich an dieser Stelle dann aus, da es glaube ich verständlich wurde wieso ich Google Software so nicht nutzen möchte, und wie ich es mir wünschen würde. Mehr gibt das Thema für mich nicht her als meine persönlichen Wünsche auszudrücken.
+4
schaudi
schaudi05.09.18 15:48
MetallSnake
ich war schockiert als ich Click2Plugin für Safari irgendwann nicht mehr nutzen konnte, dass YouTube die Videos automatisch abspielt.

Safari - Einstellungen - Websites - Automatische Wiedergabe. Hier kannst du Allgemein oder für Webseiten einzeln deine Präferenzen einstellen

sierkb: Also für Safari wird empfohlen das Automatische öffnen für Dateien zu Deaktivieren. Nun gut – hochgradig schwierig für Nutzer diese Einstellung zu ändern klar. Versteh ich, das kann man ja niemanden abverlangen.
Und für Chrome Wiederrum ist es OK, dass Nutzer nun erstmal ganze Romane lesen müssen um zu wissen wie alles richtig eingestellt werden soll und was Google alles an Daten zieht – versteh ich das Richtig? Google kann nichts dafür, dass die Nutzer sich nicht mit gefühlten Tausenden Einstellungen befassen wollen, aber Apple schon wegen – einer – Einstellung?

Und da du ja hier immer so viel weißt (ich hatte es oben schonmal angesprochen): Warum verlangt Chrome Generell den dezidierten Grafikchip, insofern dieser Verbaut ist? Ja ich weiß – hochgradig aufwändige Grafikberechnungen für 0 (null) offene Fenster, aber sonst noch irgendwelche Gründe? Weißt du da mehr?
0
MetallSnake
MetallSnake05.09.18 15:57
schaudi
Safari - Einstellungen - Websites - Automatische Wiedergabe. Hier kannst du Allgemein oder für Webseiten einzeln deine Präferenzen einstellen

Ich weiß, mittlerweile gibt es diese Funktion. Aber die funktioniert auf YouTube nichtmal zuverlässig.
Über Debug Funktionen ging es in Safari auch ohne Erweiterung, aber dann wird komplett gar nichts automatisch abgespielt, was bei gifv doch sinnvoll wäre.
Erwachsensein ist halb gestorben --Relatives Menschsein
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Metty05.09.18 16:09
Kann sich noch jemand an die katastrophale Rendering Engine von IE 6 erinnern? Mein Gott, was haben wir für Hacks gemacht damit Webseiten unter IE 6 und dem Rest der Welt identisch aussehen. Microsoft hat während seiner Browserentwicklung immer wieder ganz bewusst versucht den HTML Standard zu kippen und sich mit seiner Marktvormacht einen unfairen Vorteil verschafft. Gut, dass diese Strategie nicht gefruchtet hat.
+2
sierkb05.09.18 16:49
schaudi
Also für Safari wird empfohlen das Automatische öffnen für Dateien zu Deaktivieren. Nun gut – hochgradig schwierig für Nutzer diese Einstellung zu ändern klar.

Warum existiert diese Funktion "Sichere Dateien nach dem Download automatisch öffnen" nebst frei zugänglichem UI dazu überhaupt noch und ist nicht schon längst komplett entfernt zugunsten höherer Sicherheit? Das ist der entscheidende Punkt. Und ist dann auch noch standardmäßig aktiviert statt deaktiviert.

Es ist sicherheitstechnisch anzuraten, Folgendes anzunehmen bzw. als Faustregel zu Grunde zu legen: es gibt per se keine als sicher zu bezeichnenden Dateien, die man sich aus dem Internet runterlädt, sie sind per se alle erstmal als unsicher zu betrachten – bis das Gegenteil angezeigt bzw. bewiesen ist (zumal Apple diesbzgl. ausgerechnet und beispielhaft Flash-Inhalte und PDFs als "sicher" bezeichnet. Ausgerechnet die!). Es ist seit Jahren bekannt, dass das ein erhöhtes Sicherheitsrisiko ist (erst recht und ausgerechnet genau solche Inhalte betreffend), deshalb haben andere Browser-Hersteller das gar nicht erst verbaut bzw. bewusst Nein dazu gesagt, auch auf der Mac-Plattform – aus Sicherheitsgründen bzw. um den Nutzer gar nicht erst in Versuchung zu führen, seinen Browser damit entscheidend unsicherer zu machen. Und bei Apple wird ausgerechnet an der Stelle nicht nur der Bequemlichkeit vor der Sicherheit Vorrang eingeräumt, nicht nur durchs leicht zugängliche offene Anbieten per UI sondern dann auch noch durchs standardmäßige Aktivsein dieser Funktion beim Nutzer auch ein ein völlig falsches und trügerisches Sicherheitsgefühl vermittelt.
schaudi
Warum verlangt Chrome Generell den dezidierten Grafikchip, insofern dieser Verbaut ist?

Da ich selber vorzugsweise weil gewohnheitsmäßig seit 20 Jahren Mozilla resp. Firefox benutze, kann ich auch nur danach suchen und finde u.a. das:

Meinst Du das hier?

Chromium/Chrome Issue 479299: Chrome forces High Performance Graphics engine on Macbook Pro 2010 (other browsers do not) (siehe Erläuterungen/Kommentare darin)

Lifewire (Updated 03.09.2018): How to Turn Hardware Acceleration On and Off in Chrome
What is hardware acceleration and does Chrome have it enabled?

Ask different: Stop Chrome from switching to dedicated GPU
+1
schaudi
schaudi05.09.18 17:07
sierkb
Warum existiert diese Funktion "Sichere Dateien nach dem Download automatisch öffnen" nebst frei zugänglichem UI dazu überhaupt noch und ist nicht schon längst komplett entfernt zugunsten höherer Sicherheit? Das ist der entscheidende Punkt. Und ist dann auch noch standardmäßig aktiviert statt deaktiviert.


Ich hab ja nicht gesagt, dass es toll wäre so wie es ist. Worum es mir ging ist die Tatsache, dass du dich hier über eine einzige Funktion beschwerst, die man Abschalten sollte, während du auf der anderen Seite scheinbar Google verteidigst, da der Nutzer ja alles nachlesen könne. Soll ich dir was sagen? Das kann der Nutzer bei Safari auch! Und es ist leichter. Ein Hacken auf der ersten Seite der Einstellungen vs. gefühlt tausende, zum Teil ganz ohne GUI Backend.
Meinst Du das hier?
Jup. Die Frage war aber ehr Rethorisch - ich weiß schon warum. Problem hier auch wieder die für viele Nutzer nicht ersichtliche Einstellmöglichkeit und die Frage, warum sowas per default an ist. Gerade bei den MBP der 10er und 11er Jahre, war Chrome vermutlich DER Hauptgrund schlechthin für den schnellen Verschleiß der GPU. (Natürlich neben der Tatsache, dass es ein Fehler der GPU selbst war, aber wenn die Natürlich dauerhaft läuft ohne Grund, macht es das halt schlimmer - im normalfall bekommt der Nutzer es ja nicht direkt mit, wenn die GPU umgeschalten wird)
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