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Bye Bye Microsoft

Stefan S.
Stefan S.17.03.2123:55
Der Landesbeauftragte für Datenschutz in MV und der dortige Rechnungshof fordern von der Landesregierung, ab sofort keine Microsoft-Produkte mehr zu verwenden.


Endlich. Danke!
+1

Kommentare

eRPeeS18.03.2100:41
Bei uns in München stellte die Stadtverwaltung vor Jahren auf freie Software um. Leider war das m.W.n. nur ein kurzes Zwischenspiel und es wird wieder (und teuer) auf Microsoft umgestellt.
Warum? Da hört man eigentlich nur Politikergerede. In München ist halt auch MS angesiedelt. Da spielt Steuerzahlergeld dann nur eine untergeordnete Rolle.
„einfach einfach machen“
+10
Warp
Warp18.03.2104:56
Ich glaub das mit dem Verlinken muss noch etwas geübt werden. Wenn ich auf den Ömmel klicke komme ich auf irgendeinen User-Kommentar zu einem ganz anderem Thema wegen Webinaren von Teams... Was ist MV?
+3
rene204
rene20418.03.2105:17
Meckl-Vorpomm....
„Gelassenheit und Gesundheit.. ist das wichtigste...“
+1
Claus
Claus18.03.2107:34
Warp
Ich glaub das mit dem Verlinken muss noch etwas geübt werden. Wenn ich auf den Ömmel klicke komme ich auf irgendeinen User-Kommentar zu einem ganz anderem Thema wegen Webinaren von Teams... Was ist MV?

Moin, ich glaube er wollte hier her verlinken:
„Wenn die Menschen nur über das sprächen, was sie begreifen, dann würde es sehr still auf der Welt sein.“
0
Schens
Schens18.03.2107:39
Warp
Ich glaub das mit dem Verlinken muss noch etwas geübt werden.

Das kann ja mal vorpommern!
+28
shotekitehi
shotekitehi18.03.2107:59
Henne/ Ei Problem.
Wenn Deutschland (und die EU?) auf OpenSource (Linux) setzen würde und mehr deutsche/ europäische IT-Firmen mit Aufträgen für Software dazu beauftragte, dann sähe die Sache anders...aber aktuell ist die Wirtschaft von MS abhängig.
„Auf der Schachtel stand: ‘Benötigt Windows XP oder besser’. Also habe ich mir einen Mac gekauft.“
+5
Tenner
Tenner18.03.2108:40
shotekitehi
Aber müssten wir das nicht zumindest in unseren Verwaltungen / Öffentlichen Diensten in vielen Fällen unabhängig gestalten können?

Ich finden den Ansatz "Öffentliches Geld Öffentlicher Code" fast selbstverständlich. Also holt unsere Verwaltungen da endlich raus aus dieser teuren Abhängigkeit, zu der jetzt auch noch massive datenschutzrechtliche Bedenken kommen wenn alles mit Telemetrie und fremder Cloudablage durchsetzt wird.
+12
One Two
One Two18.03.2108:55
Ich bin heilfroh dass unser Landkreis auf Microsoft gesetzt hat. Teams hat uns im Homeschooling den Popo gerettet...
+4
Wurzenberger
Wurzenberger18.03.2109:07
Was wollen die denn sonst einsetzen?
-7
maculi
maculi18.03.2109:30
Am Sonntag sind hier in BaWü die Chancen auf m$-freie Schulen deutlich gestiegen. Die bisherige Kultusministerin und Spitzenkandidatin der schwarzen Eisenmann hat den flächendeckenden Einsatz von Office und Co. strikt befürwortet (wofür sie letztes Jahr auch den BigBrotherAward erhielt ), obwohl Lehrer, Lehrergewerkschaft, Eltern wie Schüler sich deutlich dagegen ausgesprochen haben. In den Analysen nach der Wahl ging das Thema zwar unter, aber dieser sture Versuch, Generationen von Schülern an m$ zu verschachern hat vermutlich seinen Teil beigetragen. Da wird immer von digitaler Selbständigkeit von Europa geschwafelt, und dann sowas.
Klar, die Einrichtung wäre relativ einfach gewesen, einen Account pro Lehrer bzw. Schüler anlegen, und das wars. Dafür wären dann auch alle Daten bei einem Dienstleister (und dazu noch bei einer amerikanischen Firma) gelandet. Da nutzt es auch nichts, wenn die hoch und heilig versichern, das ihre Server in Europa stehen und nichts über den Atlantik geschickt wird. Wird das ganze auf mehrere (europäische oder gar lokale) Dienstleister aufgeteilt, der eine betreibt einen email-Server, der zweite Nextcloud, der dritte Bigbluebutton... dann hat zunächst einmal der einzelne weniger Daten, um damit Missbrauch zu treiben, und wenn es zu einem Datenleck kommt dann können die Angreifer wesentlich weniger holen. Von Unterstützung für OpenSource ganz zu schweigen. Wie das jetzt genau mit den Kosten aussieht kann ich zwar nicht sagen, aber selbst wenn bei der OpenSource-Lösung aus welchen Gründen auch immer höhere Kosten anfallen, dann sollte das als sinnvolle Investition in den Datenschutz und die Selbständigkeit Europas betrachtet werden.
Als gestern die Meldung kam, die Eisenmann ziehe sich aus der Politik zurück war mein erster spontaner Gedanke: "Ist auch besser so".
+17
massi
massi18.03.2109:55
die Eisenmann ziehe sich aus der Politik zurück
Hat wahrscheinlich einen gut bezahlten Job bei Microsoft.
+2
TorstenK18.03.2110:52
Wie war’s denn mit München gewesen, da macht Bill Gates mal kurz das Portemonnaie auf und sponsert ein paar Lizenzen und schon sieht das Angebot günstiger aus als wie das vom Pinguin. Dann werden noch ein paar wichtige Entscheider finanziell überzeugt und es wird wieder microsoft genommen. So läuft das.
+14
blackboxberlin18.03.2110:53
Mit dem Wechsel auf alternative Software ist es ja nicht gemacht ... da gibt es noch viel mehr zu tun!
Die meisten Schulen haben keine IT-/Medienfachkraft, das WLAN hat nur mäßige Leistung, die Geräte sind meist aus dem Budgetbereich ...
Wenn die Schule fragt, ob nicht irgendein „Papa“ (nicht die Mama!) freiwillig mal in zwei Tagen alle neuen Computer installieren kann, weiß man wo die Prioritäten sind!
Linux & macOS mögen tolle Alternativen sein, aber ohne Fachpersonal, die eine objektive Beratung anbieten und den laufenden Betrieb gewährleisten können, bleibt alles im Ansatz stecken!
+19
piik
piik18.03.2110:59
blackboxberlin
Wenn die Schule fragt, ob nicht irgendein „Papa“ (nicht die Mama!) freiwillig mal in zwei Tagen alle neuen Computer installieren kann, weiß man wo die Prioritäten sind!
Wie ist wohl das Verhältnis von Papas und Mamas bei Menschen mit Ahnung von der Technik?
0
LoCal
LoCal18.03.2111:01
TorstenK
Wie war’s denn mit München gewesen, da macht Bill Gates mal kurz das Portemonnaie auf und sponsert ein paar Lizenzen und schon sieht das Angebot günstiger aus als wie das vom Pinguin. Dann werden noch ein paar wichtige Entscheider finanziell überzeugt und es wird wieder microsoft genommen. So läuft das.

Nicht zu vergessen: Microsoft baute den Standort München aus.

Dass man vom Landkreis München in die Stadt München zog war sicher rein zufällig.
„Ich hab zwar keine Lösung, doch ich bewundere dein Problem“
+3
blackboxberlin18.03.2111:03
Wie ist wohl das Verhältnis von Papas und Mamas bei Menschen mit Ahnung von der Technik?

Also meine Freundin fragte schon nach, warum hier nur „Papas“ angesprochen werden und nicht auch die „Mamas“!
Wer weiß schon, ob nicht eine talentierte Entwicklerin/Administratorin unter den Eltern ist?!
+2
Wiesi
Wiesi18.03.2111:14
Ist ja schön, daß man sich so intensiv mit dem Thema Datenschutz auseinander setzt. Aber wie wäre es denn, wenn man sich auch mal um die grundsätzliche Funktion der DV-Systeme in der Verwaltung bemühen würde. Beim Zoll und Finanzamt klappt es ja einigermaßen. Das sind Bundesbehörden. Nur bei den vielen Behörden unserer insgesamt 16 Bundesländer, die alle sehr genau auf ihre Eigenständigkeit und ihre Kompetenzen achten, sieht es ziemlich mau aus. (Die Eigenständigkeit ist wichtig, denn sie bringt viele Posten für die Parteigenossen.)

In Sachen Gesundheitswesen kostet das grade etlichen Menschen das Leben. Von einem EDV-Verbund der einzelnen Länder ist nichts zu spüren. Der Arzt meldet alles dem Kreisgesundheitsamt, dieses gibt es weiter an das Landesgesundheitsamt... Über eine Schnittstelle zur zentralen Erfassung über die Ländergrenzen hinweg, wurde letzten Juli eine Studie in Auftrag gegeben. Von derem Ergebnis ist nicht bekannt.

Einige Kreisgesundheitsämter arbeiten bereits mit SORMAS. (Dieses ist als Open Source verfügbar, wie schön). Aber diese Ämter müssen alles doppelt handhaben, weil die zuständige Landesbehörde keine Schnittstelle zu SORMAS bereitstellen kann.

Also Freizügigkeit für die Viren, aber nicht für Informationen. Genau wie damals beim Verfassungsschutz: Das Wissen über den künftigen Attentäter, war so geheim, daß man es den Kollegen im anderen Bundesland nicht mitteilen konnte. Der Attentäter konnte sich dagegen frei bewegen.

A.D.
(Armes Deutschland)
„Everything should be as simple as possible, but not simpler“
+13
LoCal
LoCal18.03.2111:35
piik
blackboxberlin
Wenn die Schule fragt, ob nicht irgendein „Papa“ (nicht die Mama!) freiwillig mal in zwei Tagen alle neuen Computer installieren kann, weiß man wo die Prioritäten sind!
Wie ist wohl das Verhältnis von Papas und Mamas bei Menschen mit Ahnung von der Technik?

Ob das Geschlecht dabei vielleicht scheissegal ist?
Wobei … wenn ich grob überschlage, dann kenne ich mehr Frauen, denen ich eine ordentliche(!) Umsetzung solcher Themen eher zutraue als Männern!
„Ich hab zwar keine Lösung, doch ich bewundere dein Problem“
+3
Roger.Rebel
Roger.Rebel18.03.2111:39
@Wiesi

Danke für Deinen Beitrag. Du hast den Nagel auf den Kopf getroffen.

Leider ist bei uns der Datenschutz immer Prio 1 und sticht viele andere Themen wie z.B. das Recht auf Bildung.

Bei uns in Brandenburg wurde das gut funktionierende und akzeptierte MS-Teams an den Schulen verboten. Jetzt sitzen die Kinder zu Hause und versuchen sich mit der Schul-Cloud, welche leider wenig bis garnicht funktioniert.

Und es gibt viele weitere Beispiele...
+4
Wiesi
Wiesi18.03.2111:42
piik
Wie ist wohl das Verhältnis von Papas und Mamas bei Menschen mit Ahnung von der Technik?

Meine Tochter hat für das home office ihres Gatten einen zehn Jahre alten PC von Windows 7 auf Windows 10 umgestellt, eine leistungsfähigere Grafikkarte installiert und alle Software (u.a. ein großes CAD-System) wieder zum laufen gebracht. Erst als ein etwa ebenso altes MBP nicht mehr ins Internet kam, brauchte sie meine Hilfe. Die Ursache war, die Installation eines (viel zu) neuen JAVA-Systems von ORACLE, zu dem die CAD-Software von ADOBE aufgefordert hatte. Soviel zum Ease of Use bei Apple, insbesondere wenn es um die Unterstützung fremder Software geht.
„Everything should be as simple as possible, but not simpler“
-6
LoCal
LoCal18.03.2112:04
Wiesi
Die Ursache war, die Installation eines (viel zu) neuen JAVA-Systems von ORACLE, zu dem die CAD-Software von ADOBE aufgefordert hatte. Soviel zum Ease of Use bei Apple, insbesondere wenn es um die Unterstützung fremder Software geht.

Was hat Apple damit zu tun? Weder ist die CAD-Software von Adobe noch Java Systemsoftware.
Apple hat schon vor längerer Zeit aufgehört Oracle den gefallen zu tun um Java für macOS zu verteilen.
„Ich hab zwar keine Lösung, doch ich bewundere dein Problem“
+3
radneuerfinder
radneuerfinder18.03.2112:46
Früher hat Apple auf die Installation der richtigen Java Installation geachtet, im Sinne von "wir liefern einen komplett ausgestatten Computer, der einfach funktioniert". Ja, ich weiß, ist lange her.
-5
Stefan S.
Stefan S.18.03.2113:18
Claus
Warp
Ich glaub das mit dem Verlinken muss noch etwas geübt werden. Wenn ich auf den Ömmel klicke komme ich auf irgendeinen User-Kommentar zu einem ganz anderem Thema wegen Webinaren von Teams... Was ist MV?

Moin, ich glaube er wollte hier her verlinken:

Stimmt., Äh, Sorry.
Und Danke
+1
LoCal
LoCal18.03.2113:22
radneuerfinder
Früher hat Apple auf die Installation der richtigen Java Installation geachtet, im Sinne von "wir liefern einen komplett ausgestatten Computer, der einfach funktioniert". Ja, ich weiß, ist lange her.

Java ist aber kein Produkt von Apple sondern Oracle bzw. SUN, Java ist auch kein systemkritischer Bestandteil von macOS. Bis vor wenigen Jahren hatte Apple für SUN die Aufgabe übernommen, Java für OS X anzupassen bzw. zu pflegen. Spätestens seit WebObjects EOL ist, hat Apple selbst keinen Bedarf mehr Java für OS X anzupassen und zu pflegen.
Warum um alles in der Welt sollte also Apple eine aktuelle Version von Java vorinstallieren?
Java ist mehr oder weniger proprietäre Software und schon gar kein Standard (in Form von "muss überall vorhanden sein")
Viele Anwendungen, die Java voraussetzen bringen heute ihr eigenes JRE (z.B. Cyberduck) einfach mit, das liegt dann im App-Bundle und es gibt keine Probleme mit ggf. konkurrierenden Java-Versionen.
„Ich hab zwar keine Lösung, doch ich bewundere dein Problem“
+8
Stefan S.
Stefan S.18.03.2113:25
Roger.Rebel
@Wiesi

Danke für Deinen Beitrag. Du hast den Nagel auf den Kopf getroffen.

Leider ist bei uns der Datenschutz immer Prio 1 und sticht viele andere Themen wie z.B. das Recht auf Bildung.

Bei uns in Brandenburg wurde das gut funktionierende und akzeptierte MS-Teams an den Schulen verboten. Jetzt sitzen die Kinder zu Hause und versuchen sich mit der Schul-Cloud, welche leider wenig bis garnicht funktioniert.

Und es gibt viele weitere Beispiele...
Sorry, aber seit wieviel Jahren weiß man, dass man die Abhängigkeit von Microsoft & Co ändern muss, wenn man nicht abhängig und im Arsch der NSA stecken bleiben will?
Doch wohl spätestens seit Snowden.

Ja, was da abläuft ist ein Armutszeugnis.
Seit wieviel Monaten weiß man, dass man dringend Videokonferenz und Unterrichtssoftware braucht? Seit 12 Monaten. Passiert ist wenig. Wenn man im Mai und Juni noch auf die ganzen US-Abschnorchler gesetzt hat, ok. Aber jetzt noch? Ernsthaft?
+6
Wiesi
Wiesi18.03.2113:36
Roger.Rebel

Datenschutz wird dringend gebraucht, damit die besseren Damen und Herrn (und diversen) ihre höchst privaten Geschäfte auch weiterhin ungestört durchführen könne. Deswegen wird die Angst vor verlorenen Daten bis zur Hysterie geschürt. Hierfür wurde eine wunderbare Grundverordnung nebst einer reichlich mit Pöstchen versehenen Infrastruktur eingerichtet.

Desgleichen wird der Datenschutz dringend benötigt, wenn die Verwaltung eine Ausrede braucht, wenn mal wieder etwas in Verzug geraten ist oder funktionslos ist.

Wichtig ist auch, daß in die Grundverordnung genügen Löcher gebohrt sind, damit die Verwaltung z. B. in unsere Konten schauen können, weswegen die o.g. besseren Leute unbedingt Offshore-Konten brauchen, nachdem selbst Lichtenstein nicht mehr sicher ist. Natürlich muß auch sichergestellt sein, daß die Kommunen weiterhin ein Portrait von uns machen können, wenn wir an gewissen Messstellen vorbei fahren. Das funktioniert allerdings schon über den Anfangsverdacht: Wenn die Messung ergibt, daß wir 20 km/h zu schnell fahren, besteht der Verdacht, daß wir eine Ordnungswidrigkeit begehen. Deswegen kann man schon 10 ms später jenes Portait machen.

Auch die personalisierte Werbung kommt mit dem Datenschutz prima klar. Allerdings müssen wir Nutzer immer wieder nervende Popups wegklicken. Schön währe es deswegen, wenn die Webseiten dieses Klicken samt der damit vereinbaren Einstellungen speichern würden. Aber das ist natürlich wegen des Datenschutzes nicht möglich.

Zum Schluss noch einen Grund, warum man den Text der o.g. Grundverordnung unbedingt lesen sollte: Er ist lang genug, so daß man die langen Corona-Abende mit anspruchsvoller Lektüre versüssen kann. Denn er beglückt das Gemüt: Derjenigen, die sich gerne ärgern, und der anderen die sich gerne köstlich amüsieren. Wie man leicht sieht: Ich gehöre zur zweiten Gruppe.
„Everything should be as simple as possible, but not simpler“
-3
DTP
DTP18.03.2113:36
Die Kernfrage ist aber immer noch nicht beantwortet:
Wurzenberger
Was wollen die denn sonst einsetzen?
-3
maculi
maculi18.03.2114:02
Wurde doch schon gesagt. Emailanbieter gibts viele mit Firmen- und Serverstandort De oder zumindest Europa. Libreoffice und Onlyoffice statt word und Co. Nextcloud für einen gemeinsamen Kalender und Datentauschen, Bigbluebutton für Videokonferenzen, Moodle als Lernplattform, damit hätte man mal das wesentliche zusammen. Für weitere Kommunikation könnte man als Twitterersatz noch Mastodon nutzen. Die ganzen Serverinstalllationen sind Opensource, daraus ergeben sich verschiedene Möglichkeiten. Server komplett selbst betreiben, Fachleute vor Ort beauftragen, die die Schulserver betreuen, oder Dienstleister nutzen, die fertige Pakete bereit stellen. Da sollen sie vor Ort entscheiden, was jeweils passt. Da das Opensource ist haben auch schon ausreichend viele Fachleute den Code angesehen, so das sichergestellt ist, das keine Datenabflüsse vorkommen.
+6
Stefan S.
Stefan S.18.03.2114:06
Wurzenberger
Was wollen die denn sonst einsetzen?
Keine Ahnung. Muss ich auch nicht haben. Dafür müssen die Regierungen eben sorgen. Das ist ihr Job.
0
Stefan S.
Stefan S.18.03.2114:10
Wiesi
Datenschutz wird dringend gebraucht, damit die besseren Damen und Herrn (und diversen) ihre höchst privaten Geschäfte auch weiterhin ungestört durchführen könne.

Datenschutz soll (eigentlich) die Daten privater Personen schützen.

Alles andere ist Missbrauch, auch wenn die Gesetze so gestrickt wurden, dass man Demokratie darin versenken kann.

Die Politiker, die diese Missbrauchsmöglichkeiten durch Lobbyistentexte statt Gesetzestexte ins Gesetz geschrieben haben, gehören aus ihren Sesseln gejagt. Nicht aber der Datenschutz.
+8
gfhfkgfhfk18.03.2114:17
LoCal
Java ist aber kein Produkt von Apple …
Apple hat für MacOS X einmal Java als wichtige Systemprogrammiersprache propagiert, und dann wieder fallen gelassen.
-4
Peter Eckel18.03.2114:31
eRPeeS
Warum? Da hört man eigentlich nur Politikergerede. In München ist halt auch MS angesiedelt.
Naja, vor der Entscheidung, wieder zurück auf Microsoft zu migrieren, war MS nicht in München angesiedelt. Hinterher dann schon. Timing ist alles ...

Korruption? Ach was! Reiner Zufall!
„Ceterum censeo liberum facierum esse delendum.“
+2
Peter Eckel18.03.2114:35
radneuerfinder
Früher hat Apple auf die Installation der richtigen Java Installation geachtet, im Sinne von "wir liefern einen komplett ausgestatten Computer, der einfach funktioniert". Ja, ich weiß, ist lange her.
Was hat Java mit einem funktionierenden Computer zu tun? Ernsthaft jetzt?

Es gab mal eine Zeit, da war Java im Browser mehr oder weniger notwendig, um diverse Webseiten nutzen zu können, die auf Applets setzten. Da konnte man vielleicht noch darüber reden, daß eine JRE eine notwendige Softwarekomponente zum Betrieb eines Rechners war. Diese finsteren Zeiten sind aber zum Glück vorbei.
„Ceterum censeo liberum facierum esse delendum.“
+6
Stefan S.
Stefan S.18.03.2114:38
Weil es gerade so schön passt zum Thema Datenschutz:
US-Firma will Autostandorte ans Militär verkaufen
+1
DTP
DTP18.03.2114:47
Stefan S.
Weil es gerade so schön passt zum Thema Datenschutz:
US-Firma will Autostandorte ans Militär verkaufen
Was halt gesetzlich erlaubt oder unklar geregelt ist, wird ausgenutzt, auch in Deutschland:
BMW liefert demnach Daten von weltweit 12 Millionen Fahrzeug, Daimler in Europa von 3 Millionen.
Also keine BMW oder Mercedes mehr für öffentliche Verwaltung?
+2
Peter Eckel18.03.2114:52
DTP
Also keine BMW oder Mercedes mehr für öffentliche Verwaltung?
Ja, genau. Ernsthaft. Das wäre die einzig richtige Reaktion.
„Ceterum censeo liberum facierum esse delendum.“
0
tranquillity
tranquillity18.03.2114:57
maculi
Wurde doch schon gesagt. Emailanbieter gibts viele mit Firmen- und Serverstandort De oder zumindest Europa. Libreoffice und Onlyoffice statt word und Co. Nextcloud für einen gemeinsamen Kalender und Datentauschen, Bigbluebutton für Videokonferenzen, Moodle als Lernplattform, damit hätte man mal das wesentliche zusammen. Für weitere Kommunikation könnte man als Twitterersatz noch Mastodon nutzen. Die ganzen Serverinstalllationen sind Opensource, daraus ergeben sich verschiedene Möglichkeiten. Server komplett selbst betreiben, Fachleute vor Ort beauftragen, die die Schulserver betreuen, oder Dienstleister nutzen, die fertige Pakete bereit stellen. Da sollen sie vor Ort entscheiden, was jeweils passt. Da das Opensource ist haben auch schon ausreichend viele Fachleute den Code angesehen, so das sichergestellt ist, das keine Datenabflüsse vorkommen.

Naja, es geht nicht unbedingt darum einzelne Apps auszutauschen. Nicht nur die Serverkapazitäten müssen da sein, Microsoft als große Firma hart einfach auch extrem gute Anbindungen an die Server und ans Internet. Schulen im Netz sind einen anspruchsvolle Aufgabe. Da werden Massen an Daten bewegt.
-4
DTP
DTP18.03.2114:57
Peter Eckel
DTP
Also keine BMW oder Mercedes mehr für öffentliche Verwaltung?
Ja, genau. Ernsthaft. Das wäre die einzig richtige Reaktion.
Wäre es. Aber im Autoland Deutschland unwahrscheinlich.
+1
Peter Eckel18.03.2115:15
Wiesi
Auch die personalisierte Werbung kommt mit dem Datenschutz prima klar. Allerdings müssen wir Nutzer immer wieder nervende Popups wegklicken. Schön währe es deswegen, wenn die Webseiten dieses Klicken samt der damit vereinbaren Einstellungen speichern würden. Aber das ist natürlich wegen des Datenschutzes nicht möglich.
Nein, schön wäre es, wenn es keine Popups gäbe. Weil personalisierte Werbung nicht stattfindet und die Speicherung der dafür nötigen Daten auch nicht.

Es ist nicht der Datenschutz, der nervt. Es sind die Auswüchse der Werbeindustrie.
„Ceterum censeo liberum facierum esse delendum.“
+6
Wiesi
Wiesi18.03.2115:23
BMW liefert demnach Daten von weltweit 12 Millionen Fahrzeug, Daimler in Europa von 3 Millionen.

Zu hinterfragen wäre allerdings welche Daten das sind und ob sie Fahrzeug/Personen-bezogen sind. Es werden überall auf der Welt Verkehrs bezogene (anonyme, Bewegungsdaten) erhoben. Oder was meint Ihr wohl, woher die Navigationsgeräte so schnell die Staus entdecken können? Die o.g. Firmen bauen Navigationsgeräte in ihre Autos ein und sind daher an Verkehrsdaten interessiert. Wer diese haben will, muß selbst welche liefern. -- Das ist der Deal.
„Everything should be as simple as possible, but not simpler“
+2
Wiesi
Wiesi18.03.2115:38
Peter Eckel
Es ist nicht der Datenschutz, der nervt. Es sind die Auswüchse der Werbeindustrie.

Und von diesen Auswüchsen leben viele Webseiten -- diese auch.

Der Datenschutz nervt mich nicht, sondern der Kollateralschaden, den er anrichtet. Und diesen gilt es zu bekämpfen. Dafür ist allerdings mehr Hirnschmalz nötig, als bisher eingesetzt. Hoffentlich finden wir Leute, die Ihn bereitstellen können -- und denen Gelegenheit dazu geboten wird. In unserer aktuellen Gesetzgebung sind sie allerdings ziemlich rar. --Sie sind alle schon als Lobbyisten tätig.
„Everything should be as simple as possible, but not simpler“
0
KingBradley
KingBradley18.03.2115:43
Was will man von CDU/CSU erwarten?
Jahrelang transparente Lobbyregister blockiert und SPD keine Eier das zu fordern!!
und jetzt kommt man nach den Masken Affären mit dieser Ehrenerklärung 🤮🤮🤮

Paradoxerweise ist man aber immer für Datenschutz wenn es um Nebeneinkünfte oder Spenden geht 🥸🥸🥸
Immer schön 9.999€ spenden🙄

„Anti-Transparenz bei der CDU Wenn Datenschutz zur Ausrede wird“



Vor der aus Wahl hat man auf arte Doku über die USA und den Lobbyismus gezeigt. Bei der Deutschen Bundestagswahl wird man das niemals machen. Deutschland kann nur immer auf andere zeigen und so tun als ob man besser ist. Man ist es aber nicht 🤷🏻‍♂️


Und man sollte erstmal Alternativen entwickeln bevor man MS oder sonst wen ersetzen möchte!
Dann gerne mit Open Source.

Aber was gibt es da eigentlich wenn man auch Support haben möchte?
Red Hat oder SuSe.
Und da wird man auch Geld ausgeben aber wenigstens Open Source!

Besser wäre eine eigene....europäische Distri zu entwickeln.
+2
elBohu
elBohu18.03.2115:50
Wenn ich das hier so Lese, scheint es mir, dass es haupsächlich gegen MS geht, sich aber keiner ernsthaft Gedanken macht, was man als Alternative nutzt.
Wenn man schulpflichtige Kinder hat, die im HomeSchooling waren und erfolgreich(!) an Videokonferenzen Teilnehmen konnten und mit Teams Aufgaben austauschen konnten, sieht man die Sache evtl. etwas anders.
Ich habe von keinem System, das vom Land angeboten wird und funktioniert hat.
Die Sache mit opensource ist da mal mächtig in die Hose gegangen, zumal man leider vergessen hat., das System auch betreut werden müssen...
Ich halte von der Entscheidung überhaupt nichts, solange es keine ernstzunehmenden Alternativen gibt.
Man sollte doch eher dahin kommen, dass MS und auch alle anderen Anbieter DSGVO konforme Programme bieten oder aber die DSGVO abzuschaffen. denn Aktuell sehe ich dadurch nur Probleme, keine Hilfen!
„wyrd bið ful aræd“
+10
DTP
DTP18.03.2115:58
elBohu
Wenn man schulpflichtige Kinder hat, die im HomeSchooling waren und erfolgreich(!) an Videokonferenzen Teilnehmen konnten und mit Teams Aufgaben austauschen konnten, sieht man die Sache evtl. etwas anders.
Ich habe von keinem System, das vom Land angeboten wird und funktioniert hat.
Hier in den Niederlanden nutzen meine Kinder Google Classroom. Hat schon im ersten Lockdown letztes Jahr im März sofort funktioniert, funktioniert immer noch.
Auch hier gibt es Gedanken, dies zu ersetzen. Solange wird Classroom aber weiterbenutzt, damit die Kinder etwas lernen können und mit ihren Freund:innen kommunizieren können. Irgendwie pragmatischer finde ich.
+1
Tenner
Tenner18.03.2116:17
elBohu
Wenn man schulpflichtige Kinder hat, die im HomeSchooling waren und erfolgreich(!) an Videokonferenzen Teilnehmen konnten und mit Teams Aufgaben austauschen konnten, sieht man die Sache evtl. etwas anders.

Vielleicht ein ganz interessant/passender Artikel, von einem Schüler, der sich aus Datenschutzbedenken sträubt und seinen Erfahrungen:
+2
awk18.03.2116:48
Man sollte sich als warnendes Beispiel das LiMux Projekt anschauen. Das verschlang Unsummen, hat nie die versprochenen Resultate geliefert und wurde von den Benutzern abgelehnt.

Was nutzt es, wenn man Lizenzgebühren spart, an anderer Stelle jedoch Mehrkosten entstehen? Wichtig ist, dass eine IT Umgebung die an sie gestellten Anforderungen erfüllt.

Nachteil aller Open Source Lösungen ist, dass man über die Richtung der Entwicklung keinerlei Kontrolle hat, was man in der Regel bei Lizenzen bis zu einem gewissen Grad sehr wohl hat. Zumindest die großen Organisationen. Bei Open Source besteht immer die Gefahr eines Forks, siehe Open Office und Libre Office. Plötzlich springen wichtige Entwickler ab und man steht als Anwender da mit blossem Hemd. Das ist keine Basis auf der man IT Systeme zuverlässig planen kann.
-1
KingBradley
KingBradley18.03.2116:59
@awk

Wer sagt denn das man durch einen Wechsel sofort sparen wird?
Das wird man nicht, aber man wird unabhängig von US Tech Giganten!

Ich glaube eine italienische Gemeinde / Gebiet hat gewechselt und es wurde auch gesagt das es anfangs mehr kostet aber Mittel bzw. langfristig Geld sparen wird.

User in Verwaltungen lehnen es ab?
Tja der deutsche Bauer, was er nicht....

Natürlich muss man Geld in Schulungen investieren und natürlich müssen sich die Angestellten auch weiterbilden.
+2
LoCal
LoCal18.03.2117:37
gfhfkgfhfk
LoCal
Java ist aber kein Produkt von Apple …
Apple hat für MacOS X einmal Java als wichtige Systemprogrammiersprache propagiert, und dann wieder fallen gelassen.

Und? Apple hat auch mal Flash mit OS X ausgeliefert …
Zeiten ändern sich, Java hat im Desktop-Bereich kaum noch eine Relevanz … von irgendwelchen alten Zöpfen mal abgesehen.
„Ich hab zwar keine Lösung, doch ich bewundere dein Problem“
+1
Wiesi
Wiesi18.03.2117:47
Wer mehr will, als ein einfaches Office System und es speziell nach seinen Bedürfnissen gestalten will, der kann mit Open Source anfangen, braucht aber alsbald eine eigene EDV-Abteilung. Dafür fehlen im öffentlichen Dienst die Stellen und dadurch auch das qualifizierte Personal. Das wird sich auch nicht ändern, solange jedes Bundesland auf seine Kompetenzen beharrt. Die Krux ist, wenn man ein gemeinsames Projekt will, müssen sich 16 Bundesländer verschiedener Couleur einigen. Die verhandelnden Personen haben aber sehr unterschiedlichen bis gar keinen Sachverstand, und alle wollen nach demokratischen Ritus gleiches Stimmrecht. Die besten Erfolge erzielt man noch, wenn das Land mit den kompetentesten Leuten die Führung übernehmen darf. Das kommt leider sehr selten vor.
„Everything should be as simple as possible, but not simpler“
+1
papito18.03.2120:12
Ich bin immer wieder darüber erstaunt, dass es in den gängigen Foren (egal ob hier oder bei heise oder sonst wo) soviele Leute gibt, die zu wissen meinen, wie es in der Bundes-/Landes-/kommunalen IT besser/anders funktionieren könnte/sollte.

Also, liebe Spezialisten: Bewerbt Euch entsprechend (bei Bund, den Ländern, den Kommunen, ...)! Wir suchen Euch! Wir brauchen immer fähige Leute! Man kann dort mehr bewegen als man man glaubt....
+11

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