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US-Justizministerium will Preisbindung auf dem E-Book-Markt beenden

Anfang März wurde bekannt, dass das US-Justizministerium Apple und den fünf größten US-amerikanischen Buchverlagen mit einer Klage wegen der Preisgestaltung elektronischer Bücher gedroht hat. Die Wettbewerbshüter stören sich vor allem an den von Apple aufgesetzten Vertragsklauseln, wonach Verlage die im iBookstore angebotenen E-Books bei konkurrierenden Diensten nicht zu einem günstigeren Preis anbieten dürfen. Mittlerweile befinden sich die involvierten Parteien mit dem Justizministerium seit gut einem Monat in Verhandlungen, um durch Zugeständnisse ein Rechtsverfahren abzuwenden. Laut der Nachrichtenagentur Reuters wird hierbei voraussichtlich die händlerübergreifende Preisbindung für E-Books fallen. Damit einher könnte die Preisgestaltung zukünftig wieder stärker von Händlern beeinflusst werden, wovon vor allem Amazons Kindle-Plattform profitieren könnte. Bevor Apple mit dem iBookstore in den Markt kam, konnte Amazon verschiedene Bestseller unter dem Einkaufspreis verkaufen, um so neue Kunden auf die Kindle-Plattform zu locken. Das US-Justizministerium wollte sich gegenüber Reuters nicht zu dem Bericht äußern, ebenso wenig Apple und die involvierten Verlage Hachette Book Group (Legardere), Harper Collins Publishers (News Corp.), Macmillan (Holtzbrinck), Penguin Group (Pearson) und Simon & Schuster (CBS). Neben dem US-Justizministerium untersucht auch die Europäische Kommission seit Dezember die Preisgestaltung von E-Books seit Apples Markteinstieg und deren Behinderung des Wettbewerbs.

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Kommentare

ts-e
ts-e02.04.12 11:51
Vielleicht sollte auch mal in Deutschland die Buchpreisbindung fallen.
Es ist ein altmodisches Konstrukt, das auch mal überprüft gehört!
Das Aufschreien der entsprechenden Lobby ist gewiss.
Wenn deine Bilder nicht gut genug sind, warst du nicht nah genug dran. Robert Capa
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martinmacco02.04.12 12:01
Genau! Dann geht's den Büchern wenigstens genau so wie der Musik - die will ja auch jeder umsonst (oder zumindest für fast umsonst) haben.
Ist ja auch eine Frechheit, dass man für ein Produkt einen fairen Preis bezahlen soll, von dem der, der es herstellt, auch noch leben kann!
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iGod02.04.12 12:07
Wenn ich ein eBook lösche, ist das dann genauso schlimm wie eine Bücherverbrennung?
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martinmacco02.04.12 12:10
Kann mich Sven Regener nur anschließen. Dies gilt natürlich für alle Kunstformen, egal ob Musik oder eben hier Literatur.
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ilig
ilig02.04.12 12:20
martinmacco
+1 für beide Beiträge.
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ts-e
ts-e02.04.12 12:27
Buchpreisbindung fallen zu lassen, hat doch nix mit umsonst zu tun!
Übrigens gab es auch mal eine Preisbindung bei Drogerieartikeln, diese wurde Mitte der 70er Jahre aufgehoben. Bekommt man jetzt dadurch die Artikel für umsonst? Nein.

Hier im Kapitalismus heißt es doch immer, das der Markt die Preise regelt. Wo ist der Markt bei den Buchpreisen?

Im übrigen, ich kaufe meine CDs immer noch im Laden und genauso Blurays. Ich stehe nun mal auf Qualität.
Wenn deine Bilder nicht gut genug sind, warst du nicht nah genug dran. Robert Capa
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iEi
iEi02.04.12 12:29
@martinmacco: Bekommt "der, der es herstellt" auch den fairen Preis?
Wieviel schnappt sich der Handel?
Und: Wann ist ein Preis "fair"?
War eine Doppel-CD für 40 Euro fair? Ist ein Hardcoverbuch für teilweise an die 30 Euro fair?
Die Digitalisierung und das Internet verändern nun mal diese Dinge.
Da kann man klagen oder sich an alten Presimodellen festklammern und einen auf "moralisch überlegen" mach.
Es wird nix nützen.
Für eine Datei sind die Leute nun mal nicht bereit soviel zu bezahlen wie für ein "richtiges" Produkt: Also eine CD/DVD, ein Buch, eine Zeitung. etc.
Besser ist es hier sich von der Anbieterseite neu einzustellen.
Dann hat man auch Erfolg: siehe iTunes.
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ts-e
ts-e02.04.12 12:32
Hier mal ein Link von einem Urheber, der fragt, "Wo ist mein Schotter?".

http://www.malte-welding.com/2012/04/02/kurze-frage-eines-urhebers-wo-ist-mein-schotter/
Wenn deine Bilder nicht gut genug sind, warst du nicht nah genug dran. Robert Capa
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timp
timp02.04.12 13:42
Ein gekauftes Buch kann ich verschenken oder verleihen - mit eBooks geht das legal nicht, oder? Das sollte sich im Preis niederschlagen.
Never argue with an idiot. He'll bring you down to his level and then beats you with experience.
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Quickmix
Quickmix02.04.12 13:53
Der Fall der Buchpreisbindung ist überfällig.
Die Zeiten ändern sich.
Mal sehen was in 20 Jahren für Diskussionen geführt werden.
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dark-hawk02.04.12 14:47
ts-e
Hier im Kapitalismus heißt es doch immer, das der Markt die Preise regelt. Wo ist der Markt bei den Buchpreisen?

Wo der Markt ist? Du bist der Markt! Ist dir ein Buch zu teuer kaufst du es nicht. Das Prinzip "Angebot & Nachfrage" ist damit "befriedigt".
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Blodwyn02.04.12 15:31
Das beste Modell meines Erachtens für eBooks wäre, wenn man zum "normalen" Buch das eBook kostenlos (oder für einen geringen Aufpreis) dazu bekäme. Ich bin immer noch ein Freund des gedruckten Buches. Unterwegs ist aber halt ein eBook schon praktisch. Beides kauft sich deswegen aber nunmal doch niemand... Das fände ich mal innovativ!
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o.wunder
o.wunder02.04.12 17:00
Stimmt genau, die Vorgabe von Apple das ein e-Book nicht günstiger in einem anderen Shop verkauft werden darf, gehört einfach weg. Das gehört sich nicht.
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DRAGONFLY03.04.12 01:29
Jaja, die Preisbindung solle weg und das sei ja so überfällig..

Durch das bereitwillige Wiederholen dieser Floskel vermag keiner von euch die Vorteile eines Wegfalls zu benennen. Die Zeiten würden sich ändern und digitaler werden. Noch so eine Floskel, als bestünde die intelektuelle Leistung eines eBooks in der Erfindung von iTunes. Und habt ihr bedacht, dass die digitalen Bücher auch von den gleichen Verlagen kommen, die ihr Kapital dafur einsetzen? Wie töricht kann man denn sein, Bücher mit Musikalben zu vergleichen, als gebe es zeitlich und preislich abgestufte Ausgeben von Musik wie das Hardback, Trade Paperback und anschließend das Paperback...

Und welchen Sinn die Preisbindung hat, scheint ihr genauso wenig zu durchdringen. Geschweige denn die Vor- und Nachteile einer Preisbundung gegeneinander abzuwägen...

Wie ein paar Blinde, die über die Preisentwicklung von Wandfarbe tratschen.
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