macOS 26.4 im Detail: Geänderte Frameworks, Apps – und Emojis


Turnusgemäß erschien am gestrigen Dienstag die vierte große Aktualisierung von Apples Betriebssystemen. Für Mac-Anwender waren keine neuen, groß angekündigten Features zu erwarten. Da bei Apples Desktop-Systemen der Zugriff auf Systemkomponenten vergleichsweise leicht fällt, kann man anhand der Versionsnummern integrierter Apps, Frameworks und Kernel-Erweiterungen recht gut ablesen, woran Apple in den vergangenen Monaten gearbeitet hat.
Doch zunächst das Feature, welches Apple in den
Update-Hinweisen am stärksten hervorhebt: Die Updates auf 26.4 führen acht neue Emojis ein, welche zukünftig für Chats, Social-Media-Posts und Variablennamen bereitstehen. Die mittels
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aufrufbare Palette offeriert sie und gibt ihnen gleich offizielle Namen: Schwertwal, Posaune, Balletttänzer, verzerrtes Gesicht, Erdrutsch, Kampfwolke, Schatztruhe sowie haarige Kreatur. Auch neu: In der Erinnerungen-App dürfen Sie nun einen Eintrag per Tastenkürzel (
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+U) als dringlich markieren, zudem lässt sich in intelligenten Erinnerungslisten nach Dringlichkeit sortieren.
Dies sind die acht neuen Emojis, welche ab 26.4 allen Nutzern von iOS, iPadOS, macOS und visionOS zur Verfügung stehen.
Aktualisierte ProgrammeEinige Apps haben geänderte Versionsnummern: Die Bücher-App wechselte von 8.1 auf 8.4, Musik und TV jeweils von 1.6.3 auf 1.6.4, Audio-MIDI-Setup von 3.7 auf 3.8 und Digital Color Meter von 6.10 auf 6.11. „iPhone Mirroring“ steigt von 1.5 auf 1.6 – bleibt aber EU-Nutzern weiterhin vorenthalten. Bei Bildschirmfreigabe liegt eine höhere Build-Version vor (760.1 anstatt 758.1), allerdings sank die Versionsnummer von 6.2 auf 6.1 – wahrscheinlich ein Versehen.
Seltenes Phänomen: Die Buildnummer steigt, der Versionszähler geht einen runter.
Frameworks – aktualisiert und erweitertHoward Oakley hat zudem eine Vielzahl aktualisierter Frameworks und Kernel-Erweiterungen
zusammengetragen, welche unter anderem für Intel-Grafik-Chips, Disk-Images, Audiogeräte und APFS zuständig sind. Dazu gesellen sich ein gutes Dutzend neuer privater Frameworks, darunter gleich mehrere mit „Unilog“ sowie „iCloudWeb“ im Namen.
Freeform schließt auf zum Creator StudioMit dem Update erhält die App „Freeform“ ein neues Icon, die Versionsnummer steigt auf 4.4 – um eine Nachpunktstelle. Damit erhalten erweiterte Assets und KI-Funktionen Einzug in die Whiteboard-App; allerdings stehen diese erst nach Abschluss eines Creator-Studio-Abonnements zur Verfügung. Im Startdialog weist Apple erstmalig darauf hin, dass Freeform „viele“ Nutzerdaten anonymisiert erfasse, um App und Abo zu verbessern:
Daten zu deiner Nutzung von Freeform werden verwendet, um Freeform und Apple Creator Studio bereitzustellen, zu entwickeln und zu verbessern. Diese Daten sind nicht mit deinem Apple Account verknüpft. Du kannst die Nutzung bestimmter Analysedaten für diese Zwecke, wie nachfolgend beschrieben, deaktivieren.
Zur Deaktivierung erscheint ein neuer Eintrag im Freeform-Menü namens „Datenschutz & Analyse“. Darin können Sie die Übermittlung der Nutzungsdaten deaktivieren. Außerdem besteht die Möglichkeit, die anonymisierende Tracking-ID zurückzusetzen. Dieser Dialog findet sich ebenso in den neuen Versionen von Pages, Numbers und Keynote. In der vorherigen Freeform-Version befand sich an dieser Position im Menü lediglich der Eintrag „ID zurücksetzen“.
In der neuen Version von Freeform dürfen Anwender die Erfassung von Nutzungsdaten deaktivieren – standardmäßig ist diese aktiv.