Zu verkaufen: Handschriftlicher Werbebrief von Steve Jobs (Aktualisierung: Auktion gescheitert)

Zweifelsohne zählt Steve Jobs zu einer der größten Figuren der Computergeschichte. Aus diesem Grund haben Gegenstände aus seinem persönlichen Besitz auch hohen Sammlerwert – sei es seine Visitenkarte zu NeXT-Zeiten, der silberne BMW Z8 oder Gründungspapiere. Bei Bonhams steht momentan ein weiterer Artikel zur Versteigerung, welcher bis zu 60.000 Dollar einbringen soll. So lässt sich bei genanntem Auktionshaus ein handgeschriebenes Spec-Sheet ergattern, das Steve Jobs einst zum Anpreisen des ersten Apple-Computers anfertigte. Zum historischen Kontext: Nachdem die ersten 50 Boards des Apple I an den Byte Shop verkauft wurden, versuchte Jobs zusätzliches Interesse zu schüren, indem er Freunde und Bekannte vom Kauf überzeugen wollte. Die Anpreisung erfolgte meist persönlich – und per Brief samt zweier Polaroid-Aufnahmen.

Auf dem handgeschriebenen Spec-Sheet preist Steve Jobs den "Apple Computer" an, der entweder über einen 6800-, 6501-, oder 6502-Chip verfügen kann. In Klammern empfiehlt Jobs aber einen 6501 oder 6502, denn "wir haben Basic". Auf dem Board befinde sich die Stromversorgung sowie 8 KB RAM. Die Texteingabe erfolge über ein ASCII Keybord, die Monitorausgabe über composite "vidio".


Im Lieferumfang dieses Sonderangebots befinde sich das Board und eine Bedienungsanleitung – zusammen für nur 75 Dollar. Dies sei "a real deal", ist sich Steve Jobs sicher. Als Anschrift verwendet er "Steven Jobs" im 11161 Christ Dr. zu Palo Alto – die Anschrift der elterlichen Garage, welche zu Anfang als Operations-Hub diente. Wer sich die Umgebung in Google Street View ansehen möchte: Die Hausnummer lautet seit 1983 "2066".

Auf den beigelegten Polaroid-Bildern ist sowohl das Bord neben einem Monitor als auch die Texteingabe des Apple I zu sehen. Auf einem Foto lässt sich die Bemerkung finden, die Aufnahme sei verwackelt und daher so unscharf. Offensichtlich will Jobs Zweifel an der akkuraten Bildschirmanzeige zerstreuen. Alle weiteren Informationen zur Auktion gibt es auf der Anbieterseite. Wer ein Gebot abgeben möchte, hat dazu noch bis morgen (5.12.18) Zeit – der Hammer fällt um 20 Uhr.

Aktualisierung 6.12.2018
Die Versteigerung scheiterte, denn mit Geboten von 28.000 Dollar erreichte die Auktion noch nicht einmal das vorab festgelegte Mindestgebot. Um der Jobs-Werbezettel nun erneut versteigert wird, ist nicht bekannt. Vorerst verbleibt das Schriftstück somit in den Händen des ursprünglichen Besitzers.

Kommentare

dan@mac
dan@mac04.12.18 23:30
Ich war‘s nicht.
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sonorman
sonorman06.12.18 11:08
Pah! Von Albert Einstein wurde gerade ein Brief für knapp 2,9 Mio Dollar versteigert ().
Vielleicht gibt's in 100 Jahren ja auch so viel für Steves Gekrikkel.
Mit Inflation könnten es dann vielleicht sogar 2,9 Mrd. werden.
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Niederbayern
Niederbayern06.12.18 11:24
sonorman

mir relativ Wurscht😉😄
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