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USA verbieten Import ausländische Router – obwohl heimische Alternativen fehlen

Nach einer neuen FCC-Entscheidung werden neue ausländisch gefertigte Consumer-Router grundsätzlich blockiert, sofern sie nicht eine Ausnahmegenehmigung erhalten. Die FCC begründet das mit nationalen Sicherheitsrisiken und verweist auf eine Exekutivbewertung, wonach im Ausland produzierte Router ein inakzeptables Risiko für die USA darstellten. In der Erörterung werden dabei vor allem Cyberangriffe und Spionagefälle der vergangenen Jahre als Hintergrund angeführt. Bestehende Router bleiben allerdings legal und nutzbar, Software- und Firmware-Updates sind ebenfalls bis zum 1. März 2027 erlaubt. Bei neuen Modellen könnte das Angebot hingegen deutlich kleiner, eingeschränkter und teurer werden.


Ausnahmegenehmigungen möglich – aber enorme Anforderungen
Die FCC macht deutlich, dass es durchaus Ausnahmen gibt. Hersteller können beantragen, auf eine "Exemption List" zu kommen. In diesem Fall prüfen unter anderem Sicherheitsbehörden, ob die Produkte als unbedenklich gelten. Das bedeutet praktisch: Washington entscheidet darüber, welche Anbieter am Markt bleiben dürfen. Jene Zertifizierung ist jedoch gemäß der bislang bekannten Bedingungen außerordentlich komplex – in einem Maße, das Hersteller auf breiter Bank abschrecken dürfte.

Ein zentraler Akteur in der Debatte ist TP-Link. Das Unternehmen wird in vielen Berichten als Hauptziel der politischen Kampagne genannt, obwohl Sicherheitsexperten laut dem zusammengefassten Artikel bislang keine überzeugenden Belege dafür sehen, dass TP-Link-Router grundsätzlich unsicherer seien als Konkurrenzprodukte.

Der heimische Markt verfügt nicht über Ersatz
Reuters erwähnt, dass ausländisch produzierte Router rund 60 Prozent des US-Heimroutermarktes ausmachen. Genau deshalb ist der Schritt so folgenreich. Der US-Markt ist stark auf ausländisch gefertigte Hardware angewiesen, auch dann, wenn auf dem Gerät eigentlich eine US-Marke prangt. Das Land verbietet hier also etwas, das es selbst derzeit gar nicht in großem Umfang herstellen kann. Das Ziel ist aber nicht einfach, alle Router sofort in Amerika bauen zu lassen, sondern den Zugang zum US-Markt künftig politisch zu steuern. Gleichzeitig gilt jedoch, dass Ankündigung und tatsächliche Umsetzung in der aktuellen US-Politik oft wenig gemeinsam haben – weswegen man erst einmal beobachten muss, wie genau die Genehmigungen in Zukunft gehandhabt werden.

Kommentare

Dunnikin
Dunnikin24.03.26 12:05
Orange-USA schießt sich stets weiter ins Aus. Egal, es wurde so gewählt, deal with it. Mein Mitleid hält sich in Grenzen.

Bei den Midterms, sofern diese ordentlich ablaufen, gibt es für MAGA (formal known as the Republicans) eine herbe Schlappe. Hoffentlich.

Und hoffentlich heißt es irgendwann mal welcome back.
+14
K-Roc
K-Roc24.03.26 12:12
... und in kurzer Zeit präsentiert Apple neue Airport-Hardware, zufällig die nötigen Kriterien erfüllend.
+4
Goofer6924.03.26 12:14
Bei der jetzigen Regierung dort würde es mich nicht wundern wenn Firmen nach der Zahlung einer 7 stelligen Summe auf diese Ausnahmenliste kommen können. Das passt genau ins Schema.
Informationen findet man überall, "denken" muß man selber.
+7
LoCal
LoCal24.03.26 12:18
Im Prinzip ist das nicht schlecht, denn gerade Router sind Netzwerkkomponenten, die ein großes Potential für Einbrüche in Netzwerke bergen.
Allerdings sollte der Ferigungsort dabei einen untergeordnete Rolle spielen, denn Hintertüren können(?) auch in den USA eingebaut werden.

Bessere wäre es, wenn die Hersteller ihren Code öffentlich machen würden, zumindest ggü. den Behörden.
Ich hab zwar keine Lösung, doch ich bewundere dein Problem
+1
GeoM24.03.26 12:40
"keine Neugeräte aus Nicht-US… ok, ist kein Problem es gibt doch noch Gebrauchte."

Ob diese Strategie tatsächlich der gewünschten Sicherheit zuträglich ist?

(oder wird die USA der "Weltweite Werkstoffhof" für Router und Switches?)
MAGA: "Haben das WWW neu erfunden!"

[kann Ironie enthalten]
0
DarthMac7724.03.26 12:42
K-Roc
... und in kurzer Zeit präsentiert Apple neue Airport-Hardware, zufällig die nötigen Kriterien erfüllend.
Niemand hat die Absicht…..
+1
cj_apple
cj_apple24.03.26 12:57
K-Roc
... und in kurzer Zeit präsentiert Apple neue Airport-Hardware, zufällig die nötigen Kriterien erfüllend.

das war auch mein erster Gedanke
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Troubadixderdritte24.03.26 12:58
Populisten sind einfach zu dumm.
So langsam könnte das auch jeder (deutsche) Hinterwäldler kapieren
+3
Huba24.03.26 13:01
Dass Bugfixes und Firmware nach dem 1. März 2027 verboten sind, macht die Geräte auch nicht unbedingt sicherer. Hört sich nach einem absolut gut durchdachten Plan an -- so wie man es von dieser Regierung gewohnt ist… 🙄
0
maculi
maculi24.03.26 13:17
Da hat wieder jemand so gar nicht von 12 bis Mittag gedacht.
Aber was solls, Hauptsache keine Geräte aus dem bösen Ausland reinlassen. Schließlich gilt doch: Amerika kann alles, Amerika macht alles... oh, wait.
0
sudoRinger
sudoRinger24.03.26 13:22
Was wird eigentlich bei ausländischen Routern beanstandet? Dass Spionagesoftware eingebaut ist oder dass Spionagesoftware fehlt?
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