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TechTicker: eversolo SE100 Passivlautsprecher, NAD C 3030 Retro-Amp, Nomad Watch-Armband Icy Blue Glow und mehr

EVERSOLO STELLT SEINE ERSTEN LAUTSPRECHER VOR, DIE SE100
Für viele Musikliebhaber sind Regallautsprecher rein schon aus Platzgründen oft die bessere Wahl als Standlautsprecher. Durch ihre kompakten Maße integrieren sie sich optisch besser in den Wohnraum und sind auch für Nahfeldeinsatz (zum Beispiel am Desktop) meist besser geeignet. Doch die Physik ist gnadenlos und so gehen mit kompakten Lautsprechern immer auch Nachteile einher. Dazu gehört, dass ihre Bassleistung meistens deutlich begrenzter ist. Außerdem brauchen auch die allermeisten Kompaktlautsprecher einen gewissen Wandabstand, um bestmöglich zu klingen. Das ist auch der Grund, warum ich in der Regel lieber von Kompakt- als von Regallautsprechern rede. Echte Regallautsprecher, die für eine Aufstellung auf oder im Regal oder zumindest für wandnahe Positionierung abgestimmt sind, findet man nicht so oft. Die neuen eversolo SE100 könnten hier eine Ausnahme sein. Und vor allem eine günstige Ausnahme.


Schon mit ihrer quadratischen Front mit 29 x 29 cm fallen die SE100 aus dem üblichen Böxchenschema. Mit dieser Form und diesen Maßen passen die Speaker exakt in das wohl am meisten verkaufte Regal Deutschlands, nämlich in das Kallax von Ikea. Und auch für wandnahe Aufstellung auf TV-Racks und Lowboards allgemein scheint dieser Speaker wie gemacht zu sein.

Das Gehäusedesign ist relativ schlicht mit tiefem, mattem PU-„Starry“-Finish, das sowohl im Rack als auch frei im Raum sehr hochwertig wirken soll. Das Gehäuse besteht aus MDF und ist resonanzberuhigt.


Im Hochton arbeitet eine 25 mm Seidenkalotte mit Neodym-Antrieb. Instrumente und Stimmen platziert sie klar umrissen im Raum, sodass ein breites, dreidimensionales Klangbild entsteht. Der 5,25"-Papierkonus-Tief/Mitteltieftöner sorgt für natürliche Mitten und einen warmen, körperhaften Grundton, der Stimmen und akustische Instrumente besonders authentisch erscheinen lässt, so die Pressemeldung. Dank hervorragender Dämpfungseigenschaften des Papierkonus soll der SE100 kontrolliert, ohne Härten oder künstliche Betonungen spielen.


Die Frequenzweiche wird mit eng selektierten Bauteilen abgestimmt. Die SE100 soll damit einen weitgehend linearen Frequenzgang mit sauber durchgezeichnetem Bassbereich bis hinunter auf etwa 50 Hz (bei -6 dB) erreichen, wodurch sie auch ohne Subwoofer bereits erstaunlich voll klingen soll.


Für wen eignet sich die SE100?
  • Audiophile, die auf kleinem Raum ein hochwertiges Nahfeld- oder Wohnzimmer-Setup realisieren möchten.
  • Designbewusste Nutzer, die Wert auf eine stimmige Verbindung von Klangqualität und moderner Ästhetik legen.
  • Musikliebhaber, die neutrale, detailreiche Wiedergabe mit angenehmer Wärme und kräftiger Dynamik bevorzugen.
  • Ideal als Ergänzung für den eversolo PLAY (Testbericht)

Technische Daten
  • Modellbezeichnung: SE100
  • Abmessungen: B 290 mm × H 290 mm x T 180 mm
  • Empfindlichkeit (2.83V @ 1m): 88 dB
  • Empfohlene Verstärkerleistung: 20 - 100 W
  • Maximale Belastbarkeit: 180 W
  • Maximaler Schalldruckpegel: 96 dB
  • Nominale Impedanz: 4 Ω
  • Minimale Impedanz: 3,2 Ω
  • Frequengang (+/-3 dB): 55 - 20 kHz
  • Untere Grenzfrequenz (- 6 dB): 50 Hz
  • Trennfrequenz TMT/HT: 2,6 kHz

REWIND-Einschätzung: Mit seinen Streaminglösungen und großartiger Software hat eversolo reichlich Staub aufgewirbelt, indem sie der etablierten Konkurrenz gezeigt haben, wie gut und vor allem günstig Streamer mit hochwertiger Hardware und ausgereifter Software sein können. Ob ihnen das auch mit passiven Lautsprechern im Einsteiger-Preisbereich gelingen kann, einem Markt, der sehr stark besetzt ist und in dem eversolo seine Software-Expertise kaum etwas nützt, muss die Zukunft zeigen. Eine gewisse Skepsis ist angebracht. Die SE100 sind zwar durchaus vielversprechend, zeigen aber nach den technischen Daten und den Konstruktionsmerkmalen zu urteilen keinerlei Besonderheiten, die es in dieser Preisklasse nicht anderswo schon gibt. Mal abgesehen vielleicht von ihrer Form. Vielleicht sind die SE100 aber auch nur eine Ausnahme im eversolo-Universum, um als passende Ergänzung zum PLAY ein günstiges und komplettes Einsteigersystem anbieten zu können.

Die eversolo SE100 sind in Kürze zum Paarpreis von 499 Euro im Fachhandel oder beim offiziellen deutschen eversolo-Verstrieb (audiodomain.de) erhältlich.


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NAD KÜNDIGT NEUE VERSTÄRKER C 3030 UND C 3030 S IM RETRO-DESIGN AN
Man mag über Retro-Design denken, was man will. Fakt ist, dass auch im HiFi die Designsprache früherer Generationen heute wider sehr beliebt ist. So bieten immer mehr Hersteller moderne Technik im Look aus dem "Goldenen Zeitalter" des HiFi an, wozu ich die 1970er bis 80er-Jahre zählen würde. Als Beispiel seien die Geräte der Quad-Classics-Serie, Yamahas aktuelle Top Stereo-Verstärker oder der jetzt neu vorgestellte NAD C 3030 Vollverstärker. Große Knöpfe, Hebel und Regler, oft kombiniert mit Zeigerinstrumenten oder warm leuchtenden Anzeigeelementen prägen den Look.


NAD selbst schreibt: Inspiriert durch den legendären NAD 3030 aus den 1970er-Jahren, kombinieren die neuen Modelle die Ästhetik der Vintage-Ära mit der zukunftsweisenden Ingenieurskunst von heute. Das kompakte Gehäuse, die dunkle Frontplatte, die charakteristischen beleuchteten VU-Meter und die haptischen Drucktasten sind eine Verbeugung vor dem Original, während das Design mühelos in moderne Wohnumgebungen passt.

Den NAD C 3030 wird es in zwei Versionen geben: als reinen Vollverstärker (mit Digitaleingängen und DAC), und mit dem Zusatz "C" im Modellnamen auch mit integriertem BluOS Streaming-Modul für 300 Euro mehr. Hier die Rückseiten der beiden Varianten (3030 C mit Streaming unten):


Herzstück beider Modelle ist die HybridDigital-Verstärkerplattform von NAD. Diese bietet hier eine Dauerleistung von 50 Watt pro Kanal und eine dynamische Leistung von über 100 Watt bei Bedarf. NAD verspricht, die Verstärker treiben auch anspruchsvolle Lautsprecher mit Leichtigkeit und Musikalität an.

Für wen wurden die C 3030 Modelle entwickelt?
  • Der Vinyl-Enthusiast: Perfekt für alle, die das analoge Erlebnis suchen. Die Kombination aus Retro-Look und exzellenter Phonostufe bietet authentischen HiFi-Genuss ohne die Kosten komplexer Einzelkomponenten.
  • Der designorientierte Musikfan: Mit einer Breite von nur 35,6 cm und dem markanten Vintage-Look ist der Verstärker ein Statement-Piece, das in jedes Regal passt.
  • Der Alltags-Hörer: Ob Streaming, TV-Sound oder CDs – die intuitive Bedienung und flexible Anschlussmöglichkeiten machen ihn zum idealen Partner für den täglichen Einsatz.
  • Der preisbewusste Audiophile: Basierend auf NADs „Full Disclosure Power“-Philosophie bietet die C 3030 Serie echte High-End-Performance zu einem attraktiven Preis-Leistungs-Verhältnis.


Die neuen Verstärker werden zu folgenden unverbindlichen Preisempfehlungen und Terminen im deutschen autorisierten Fachhandel erhältlich sein.
NAD C 3030: 999 Euro (ab März 2026)
NAD C 3030S: 1.299 Euro (ab Juni 2026)


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NOMAD ICY BLUE GLOW STRATOS BAND
Mit dem Stratos hat Nomad kürzlich ein neuartiges Watch-Armband vorgestellt, dass metallene Armbandglieder mit Kautschukartigen FKM.Teilen kombiniert. Das soll Robustheit mit Flexibilität und angenehmem Tragegefühl verbinden. Die Stratos genannte Armbandserie hat zudem einen einzigartigen Look. Zur Qualität gibt es allerdings von den ersten Käufern gemischte Berichte. Einige zeigen sich höchst zufrieden, während andere von teils erheblichen Qualitätsmängeln durch unpräzise Fertigung sprechen. Vor allem der Bandanschlag am Gehäuse soll oft nicht sauber sein.

Davon unbenommen hat der Hersteller Nomad jetzt mit Icy Blue Glow eine neue (Farb-) Variante des Stratos vorgestellt. Es kombiniert schwarze oder silberne Titanelemente mit FKM-Gliedern kombiniert, die im Dunkeln blau kaltblau leuchten.


Klar, wer da in den Sinn kommt? Der berühmte Dialog aus Rambo III:

Hamid: „Wozu ist das?“
Rambo: „Das ist blaues Licht.“
Hamid: „Und was macht es?“
Rambo: „Es leuchtet blau.“

Das Nomad Stratos Band in Icy Blue Glow ist ab sofort im Nomad Store (in den USA) für 189 Euro plus Importkosten erhältlich.


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CAYIN HA-6A MK2: CLASS-A-RÖHRENKLANG FÜR KOPFHÖRERFANS
Ein berühmtes Klischee unter HiFi-Fans ist das sogenannte HiFi-Virus. Ist man davon einmal infiziert, will man immer nur noch besseren Klang und noch tollere Geräte und Lautsprecher. Das ist aber grundsätzlich nichts, was sich nur auf HiFi beschränkt, sondern ein in nahezu allen Bereichen bekanntes Phänomen, das schlicht steigenden Ansprüchen geschuldet ist. Auch wenn es da definitiv gewisse Auswüchse gibt, die man als Außenstehender fast schon als krankhaft ansehen könnte (daher die Virus-Metapher), ist das doch meistens ein völlig gesundes Verhalten, nach dem Besseren zu streben. Egal, ob Auto, Kamera, Haus, HiFi oder was das Leben sonst noch so verschönert. Darum ist auch die folgende Produktneuheit irgendwie total normal – wenn man denn schon einen gewissen Erfahrungsschatz mit Kopfhörern hat und Freude daran empfindet.


Der Cayin HA-6A MK2 ist ein mit Röhren bestückter Kopfhörerverstärker für satte 4.500 Euro. Dazu muss man selbstverständlich noch den oder die Kopfhörer rechnen. Wer in diesem Bereich investiert, hat meist mehr als nur einen Kopfhörer im Regal. Und nicht nur solche für 20 Euro von Temu. Die Neuheit von Cayin arbeitet im sogenannten Single-Ended-Class-A-Betrieb, was für manche gleichbedeutend mit dem heilige Gral des guten Klangs ist. So verrückt es sich anhört, aber Röhrenverstärker mit dieser sehr puristischen Schaltungsart klingen tatsächlich in der Regel unglaublich natürlich, auch wenn Messwertgläubige, die aber oft nicht selbst hören, sondern nur messen, oder Werten auf Papier glauben, anstatt den eigenen Ohren, das niemals glauben würden. Das eigentliche Problem mit dieser Verstärkertechnik ist ihre Ineffizienz, also ihre schlechte Energieausbeute.


Verstärker in Single-Ended-Class-A haben in der Regel nur eine sehr geringe Ausgangsleistung, verbraten dabei aber sehr viel Energie in Wärme. An Lautsprechern erreichen solche Konzepte meist nicht mehr als 10 Watt pro Kanal. Für Kopfhörer ist allerdings weit weniger Leistung erforderlich. Und so bietet der HA-6A MK2 mit seinen bis zu 4,5W (oder wie bei Angaben im Kopfhörerbereich üblich: 4.500 mW) pro Kanal im Ultralinearer Modus und bis zu 3 W pro Kanal im (klangstärksten) Triodenmodus. Die Angaben gelten für den vierpoligen XLR-Ausgang.

Der Cayin HA-6A Mk2 lässt sich auch individuell auf die angeschlossenen Kopfhörer und die Wünsche des Benutzers anpassen. Verstärkungsfaktor und Innenwiderstand können dreistufig an die Impedanz des Kopfhörers angepasst werden. Somit treibt der HA-6A Mk2 Hörer von 8 bis 600 Ohm an. Die Röhren bieten zwei Betriebsarten, zwischen denen jederzeit gewechselt werden kann: der dynamischere Ultra-Linear-Betrieb (Pentode) und ein puristischer, besonders musikalischer echter Triodenbetrieb.


Für weitere Klangexperimente ist ein Austausch der Endstufenröhren vorgesehen, die interne Ansteuerung kann neben der serienmäßigen KT88 sowohl 6550, KT66, als auch KT150 und kompatible Röhren versorgen.

Der Cayin HA-6A Mk2 ist ab sofort wahlweise mit silberner oder mattschwarzer Front erhältlich und kostet 4.498 Euro.

Kommentare

froyo5224.01.26 08:22
Ich betreibe die Dali Fazon Micro an meinen Eversolo Play und bin damit glücklich.
0
Calibrator24.01.26 08:25
Mit welchen Staubtüchern putzt man den Röhrenversärker am besten?
0
pentaxian
pentaxian24.01.26 10:00
"Die Neuheit von Cayin arbeitet im sogenannten Single-Ended-Class-A-Betrieb, was für manche gleichbedeutend mit dem heilige Gral des guten Klangs ist. So verrückt es sich anhört, aber Röhrenverstärker mit dieser sehr puristischen Schaltungsart klingen tatsächlich in der Regel unglaublich natürlich, auch wenn Messwertgläubige, die aber oft nicht selbst hören, sondern nur messen, oder Werten auf Papier glauben, anstatt den eigenen Ohren, das niemals glauben würden."

Oh oh, jetzt sind vermutlich Einige hier getriggert, das dürfte wieder Stoff bieten für endlose Grundsatzdiskussionen...
mine is the last voice that you will ever hear (FGTH)
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