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KEF LS LUXE: Hochklassige Streaminglautsprecher aus England neu verföhnt

Mit der LS-Wireless-Serie hat KEF eine der erfolgreichsten und klanglich besten Serien moderner Streaming-Speaker etabliert und über die Jahre immer weiter entwickelt. Jetzt kommt mit der LS LUXE der nächste Evolutionssprung in den Handel.


Was mit der Erfolgsgeschichte der Passivlautsprechern LS50 im Jahr 2012 begann (hier der REWIND-Test aus 2013), hat der britische Lautsprecherspezialist KEF im Laufe der Jahre konsequent immer weiter ausgebaut. Und zwar hauptsächlich in Richtung Aktivlautsprecher mit Drahtlos-Features und Streaming. Die heutige LS—Wireless-Serie mit den Modellen LSX II LT, LSX II, LS50 Wireless II und den Standlautsprechern LS60 Wireless gehört nicht nur zu den ausgereiftesten ihrer Gattung. Mit dem immer weiter verfeinerten KEF Uni-Q Koaxialtreiber, der wie eine Punktschallquelle wirkt und fantastische Räumlichkeit ermöglicht, sind die Speaker von KEF auch klanglich immer ganz weit vorne.


Kompakt
Marke KEF
Bezeichnung LS Luxe
Art Streaming-Lautsprecher
Empf. Preis (€) 4.000
Verfügbarkeit August/September
Die Briten heben nun mit dem Modell LS LUXE den nächsten Entwicklungsschritt angekündigt. Wie der Name (der sich übrigens „Lax“ oder wie der Fisch „Lachs“ ausspricht) schon andeutet, adressiert die neuste KEF-Kreation nicht ausschließlich HiFi-Fans, sondern will auch ein Luxus-orientiertes Publikum ansprechen. Das geht natürlich nur mit einem ausgefallenen Design. Und genau das ist bei den LS LUXE am augenfälligsten.

Mit ihrer sehr rundlichen „Kopfform“ – erinnert sie mich ein wenig an Sci-Fi-Kreationen, wie etwa an den Helm aus der unterhaltsamen Apple-TV-Serie "Murderbot", oder auch an Köpfe stilisierter Modepuppen – und mit distinguiert bis exklusiv anmutenden Farben fallen diese Lautsprecher definitiv aus dem üblichen Rahmen. Und ja, das polarisiert. Ich sehe schon die Kommentare, wie hässlich die Luxe doch sind. Solche Kritik kommt natürlich von denjenigen, die sonst nur auf strikte, geradlinige Formen stehen. Wer nicht ganz so strikt in geometrischen Formen denkt, wird die sanften Schwünge der LS Luxe aber lieben und vor allem auch den Mut zu einem anderen als dem üblichen Kistendesign bei Lautsprechern anerkennen.


Die Form ist auch akustisch von großem Vorteil, da sie keinerlei Kantenbeugungseffekte zulässt und die Gehäusesteifigkeit erhöht. Dank eines hochfesten Materials mit vergleichsweise geringer Wandstärke, unterstützt durch zusätzliche innere Versteifungen, bietet das Gehäuse der Luxe ein gegenüber anderen Materialien größeres Volumen und erlaubt eben diese fast nahtlos wirkende Formensprache.


Das setzt sich auf der Rückseite fort. Dort sitzt ein großer Kühlkörper, dessen Rippen sich organisch um das Anschlussfeld und die Bassreflexöffnung winden und der an den Kanten sanft in das Gehäuse übergeht. Das Design stammt übrigens aus der Feder des bekannten Industriedesigners Ross Lovegrove, der sich ganz ähnlich wie Luigi Colani mit eben explizit organischen Formen einen Namen gemacht hat. Die LS Luxe brechen damit deutlich aus dem bisherigen Designschma der LS-Serie aus. – Love it or hate it.

Im unteren Preissegment sind die Luxe wie zu erwarten nicht angesiedelt, sondern zwischen den bisherigen kompakten Topmodellen LS50 Wireless II und den Standlautsprechern LS60 Wireless. Konkret heißt das: 4.000 Euro für das Set. Plus ggf. noch passende Standfüße, die KEF in Schiefergrau mit Spikes und Kabelführung für rund 900 Euro das Paar anbietet.


Die Technik der LS Luxe
Auch auf der technischen Seite hat sich natürlich einiges getan. Allerdings gibt es hier eine Einschränkung: Die Streaming-Plattform bleibt unverändert auf dem schon länger eingesetzten Stand W2. Hier hätte ich mir ebenfalls eine Weiterentwicklung erhofft, auch wenn die Plattform schon klar zu den ausgereiftesten in diesem Segment gehört.

Dafür gibt es an anderer, sehr wichtiger Stelle ein großes Update. Nämlich beim Uni-Q-Treiber, der jetzt schon die 13. Generation darstellt. Die sichtbarste Veränderung betrifft die Größe. Mit 16,5 cm ist der Durchmesser deutlich gewachsen. Die 12. Generation und ihre Vorgänger hatte lediglich 13 cm Durchmesser. Der Flächengewinn sorgt u. a. für eine tiefere untere Grenzfrequenz und bringt mit hoher Wahrscheinlichkeit auch noch mehr Körperhaftigkeit in die Abbildung.


Der Größenzuwachs erforderte allerdings einiges an Entwicklungsaufwand. Denn in der speziellen Coax-Anordnung mit Hochtöner im Zentrum muss unbedingt sichergestellt werden, dass sich tonal keine Klangverfärbungen einstellen. Immerhin ist gerade die Neutralität der KEF-Speaker eines ihrer Markenzeichen. Auch sonst hat sich am Treiber noch einiges getan. Neben einer angepassten MAT-Scheibe (Metamaterial Absorption Technology), die die rückseitig abgestrahlte Energie des Hochtöners nahezu vollständig auslöscht, spielt dabei auch eine neue Treiberentkopplung vom Gehäuse eine wichtige Rolle.

Die Leistungselektronik in der Luxe liefert je 100 W in Class-AB an die Hochtöner und 280 W Class-D für den Tief-Mittelton. Der Frequenzgang soll bei -3 dB eine untere Grenzfrequenz von 42 Hz haben (35 Hz bei -6 dB), was bei dieser Größe enorm tief ist. So wie auch der maximale Schalldruckpegel (1 m) von 110 dB. Die DSP-Technik hilft hier auch ein bisschen mit.


An Wireless Streaming-Optionen bieten die Luxe AirPlay, Google Chromecast, Roon Ready (Voraussichtlich ab 2027 verfügbar), UPnP, Bluetooth 5.3 und sie sind kompatibel mit Audirvāna. Gestreamt werden kann u. a. Spotify via Spotify Connect, Tidal via Tidal Connect, Qobuz via Qobuz Connect, Amazon Music, Deezer, QQ Music via QPlay, sowie Internet Radio und Podcasts. Die maximale Auflösung beträgt, je nach Quelle, bis 384 kHz/24 Bit.

Auch bei der Verbindung zwischen Primär- und Sekundärlautsprecher hat sich was getan. Wie zuvor, erfolgt die Verbindung wahlweise drahtgebunden per LAN-Kabel, oder drahtlos per Funk. Letztere Verbindung wird stets auf 96 kHz resampelt. Bei Kabelverbindung hingegen wird immer auf 192 kHz resampelt. Bei den bisherigen Modellen waren es max. 48 kHz bei Funk und 96 kHz bei Kabelverbindung.


Die Anschlüsse
Der neue KEF-Streaminglautsprecher trägt jetzt nicht mehr den leicht irreführenden Zusatz „Wireless“ im Namen, denn ganz ohne Kabel geht es hier nie. Trotzdem bieten natürlich auch die LS Luxe die Möglichkeit der drahtlosen Musikzuspielung, wahlweise via Bluetooth, oder über die oben genannten Protokolle.


Drahtgebundene Quellen finden natürlich ebenfalls Anschluss. Dafür stehen die üblichen Verdächtigen am primären Lautsprecher zur Verfügung, darunter LAN, Toslink, Coax, HDMI eARC und Analog 3,5 mm für Aux – aber kein Phono. Komplettiert werden die Anschlüsse durch je einen Subwoofer-Ausgang am Primär- und Sekundärlautsprecher.

Einschätzung/Kommentar
Das Designexperiment der KEF LS Luxe ist gewagt, passt aber zu dem neuen Luxus-Anspruch der Briten, die damit auch stärker in Konkurrenz zu Marken wie Devialet treten wollen, deren Lautsprecher optisch ebenfalls stark aus dem Rahmen fallen. Die glatte, runde Form der LS Luxe bietet Spielraum für Interpretationen, so wie meine Kopf-Analogie weiter oben.

Ich denke, als Hutständer werden die zukünftigen stolzen Besitzer dieser Lautsprecher nicht missbrauchen. Zumal man für optimalen Klang nicht an der ausgefeilten Form des Gehäuses manipulieren sollte. Zudem sehen die LS Luxe ja äußerst futuristisch und zugleich zeitlos aus. Ein eigenständiger Look, der unabhängig davon, ob man ihn mag oder nicht, auf jeden Fall die Blicke auf sich zieht.

Auf der anderen Seite bin ich vor allem gespannt, wie gut sich der neue 16,5-cm-Uni-Q in der Praxis bewährt. Beispielsweise, ob die Speaker noch ihre berühmte neutrale Tonalität gepaart mit messerscharfer räumlicher Fokussierung aufweisen. Ich bin aber sehr zuversichtlich. Der kommende Test wird es aufdecken. Technisch gesehen (ein ausführliches Whitepaper liegt inzwischen vor) sind die LS Luxe äußerst beeindruckend. In ihnen steckt viel mehr Hirnschmalz, als in den allermeisten anderen Aktivkonzepten. Vor allem die technisch sehr knifflige Umsetzung mit Stromverstärkern in Verbindung mit einer höchst innovativen Membrangegenkopplung ist wegweisend.

Dass sich hingegen bei der Streaming-Engine nichts neues getan hat, ist ein wenig bedauerlich. Andererseits ist das Konzept ja auch gut bewährt und wer mehr will, greift vor allem bei der Musiksteuerung sowieso eher zur App seiner Wahl. Sei es Roon, eine der Connect-Varianten oder auch nur AirPlay, um Apple Music über die LS Luxe wiedergeben zu können. Auch wenn dies wegen der Limitierungen AirPlays weiter auflösungsbegrenzt bleibt.

Die abschließende Wertung steht damit noch aus, aber anhand der bisherigen Informationen denke ich, dass die LS Luxe ein hohes Potential haben, um auch in luxuriös-lifestylig orientierten Kreisen neue Käufer zu finden. Beim Klang bin ich mir ziemlich sicher, dass KEF hiermit weiterhin ganz vorne mitspielen wird.

Kommentare

Guy01.08.26 08:21
Ich hatte mir damals (2017) die LS50W gekauft. Daher kann ich heute sagen NIE wieder KEF.
+4
Krispo9901.08.26 09:01
Guy
Ich hatte mir damals (2017) die LS50W gekauft. Daher kann ich heute sagen NIE wieder KEF.

Ohne nähere Begründung lese ich deinen Kommentar so, dass Du nichts anderes mehr brauchst, oder liege da falsch
+9
pentaxian
pentaxian01.08.26 09:11
Guy
Ich hatte mir damals (2017) die LS50W gekauft. Daher kann ich heute sagen NIE wieder KEF.
mit Begründung wäre die Aussage noch viel gehaltvoller...
mine is the last voice that you will ever hear (FGTH)
+10
RobRoy01.08.26 09:34
Ich bin ganz weit weg davon aber sind Lautsprecher wirklich 4000€ wert aus Konsum Sicht ?
Ich habe HomePods die großen und die sind soviel besser als meine Bose Anlage ( die hat 1500€ gekostet )
Hört man da wirklich einen Unterschied ? Und ist das nur was für Menschen die auch das entsprechende Musik Zimmer haben ?
+5
X-Jo01.08.26 09:55
RobRoy
Ich bin ganz weit weg davon aber sind Lautsprecher wirklich 4000€ wert aus Konsum Sicht ?
[…]
Um das herauszufinden, gibt’s einen einfachen Trick: In ein HiFi-Studio gehen (am besten mit der Musik, die du meist hörst) und diverse Lautsprecher anhören und selber beurteilen.

Nur daüber diskutieren hilft nicht weiter!

Edit: Beim diskutieren hörst du ja nicht mit deinen Ohren, sondern liest die Meinung anderer.
+6
Guy01.08.26 09:59
Gebt mal bei Google "KEF LS50 Wireless Problems" ein. Da findet man so einiges. Ich hatte alle Probleme.

- Fernbedienung unbrauchbar (jedenfalls meine Meinung)
- Wireless Probleme; alles neu starten - funktioniert, zwei Tage später nicht mehr.
- Jeder Lautsprecher mußte eingeschickt werden zwecks austausch der Platine, weil gar kein WiFi mehr (eine sogar zweimal).
- jedesmal für Wochen unterwegs.(einmal wußte KEF Belgien gar nicht dass ein Lautsprecher eingeschickt war und wurde erst nach Wochen wieder gefunden. Ich wohne in Luxemburg, daher KEF Benelux).

Ich habe so einiges an HiFi aus England. Meine Regal Lautsprecher von Spendor (gekauft so etwa 1977, war das erste was ich von meinem selbst verdientem Geld gekauft hatte benutze ich heute noch in meiner Werkstatt im Keller zusammen mit einem ONKYO Verstärker, ebenfalls von 1977.)

Mein Fehler damals war dass das alles ganz neu war und noch nicht ausgereift. Heute ist es wahrscheinlich besser.
+13
Calibrator01.08.26 10:09
Ein paar Jahre konnte ich meine KEF LS 50 W äusserst zufrieden auf dem Desktop genießen. Es gab in dieser Zeit keinerlei Probleme. Ich habe die gebraucht verkauft und dort laufen sie noch immer.
Ganz allgemein würde ich solch hochwertige Geräte nicht via WLAN sondern nur mit LAN-Kabel befeuern. Warum habe ich die nicht mehr? Die Bandbreite nach unten war begrenzt und deshalb war ein Sub hier hilfreich.
Ersatz habe ich in Neumann KH120 II gefunden, die genauso gut abbilden und keinen Sub benötigen und etwas preisgünstiger und kompakter sind.

Danke für die Vorstellung der neuen KEF - bin Fan dieser Firma.
+3
dam_j
dam_j01.08.26 10:58


Ich bin und bleibe aktuell KEF-FanBoy und bin auch gespannt wie die Luxe wirklich klingen werden auch wenn ich mir diese höchstwahrscheinlich nicht leisten kann/will.

Ich bin zwar hin und wieder fremdgegangen aber aktuell sind ALLE Lautsprecher in meiner Wohnung wieder KEF (4x LS50 Meta & 10x KEF CI130QS).
Das Leben ist Scheiße aber die Grafik ist geil !
0
cheers01.08.26 11:37
RobRoy
... sind Lautsprecher wirklich 4000€ wert aus Konsum Sicht ?
Hört man da wirklich einen Unterschied ?
Und ist das nur was für Menschen die auch das entsprechende Musik Zimmer haben ?

Vor nicht allzu langer Zeit hatte ich mir Lautsprecher für diesen Preis gekauft, weil die auch in Zimmerlautstärke und leiser voll und dynamisch klingen, jedenfalls für mein Hörempfinden. Und das war mir den Preis wert. Die Lautsprecher stehen bei mir in einem nicht-audiooptimiertem Wohnzimmer in einem Mehrfamilienhaus. Ich bin zufrieden damit.
+2
TMS
TMS01.08.26 12:46
Nette Beschreibung.
An diesem Satz
sonorman
Dank eines hochfesten Materials mit vergleichsweise geringer Wandstärke, unterstützt durch zusätzliche innere Versteifungen, bietet das Gehäuse der Luxe ein gegenüber anderen Materialien größeres Volumen...
störe ich mich.
Meinst Du, dass bei gegeben Außenvolumen das Innenvolumen größer ausfällt? Das wäre richtig. So ist der Satz etwas missverständlich.

PS.: Haben die Treiber wirklich zwei Schwingspulen? Ich werde aus der Explosionszeichnung nicht schlau.
+1
HiFi2401.08.26 13:26
Da ist leider ein kleiner Fehler drin:

"Bei Kabelverbindung hingegen wird immer auf 192 kHz resampelt. Bei den bisherigen Modellen waren es max. 48 kHz bei Funk und 96 kHz bei Kabelverbindung."

Bei meinen LS50 WIRELESS II sind und waren es per Kabel schon immer 192 kHz. Steht auch so auf der KEF-Website.

Ansonsten bin ich mit den Lautsprechern samt Subwoofer KC62 sehr zufrieden. Hab allerdings alles per Kabel verbunden.

Mit Qobuz Connect wurde zudem die Bedienung nochmal deutlich besser. Bin rundum zufrieden.
+1
mikeboss
mikeboss01.08.26 13:29
Guy
Ich hatte mir damals (2017) die LS50W gekauft. Daher kann ich heute sagen NIE wieder KEF.

same! ich hatte die KEF X300A (haben einen tausender gekostet). kurz nach ablauf der garantie gingen sie kaputt. dann hatte ich noch die LS50 Wireless (haben glaubs etwa 2000 gekostet). die gingen mir auf den zeiger mit der bedienung usw. habe sie dann verkauft. paar monate nach verkauf gingen die beim neuen besitzer ebenfalls kaputt. NIE wieder KEF! ich bin auf GENELEC umgestiegen und seither happy.
+2
dam_j
dam_j01.08.26 13:51


Mit den X300A hatte ich damals auch am Schreibtisch mit angefangen. Laufen im Nachfolge-Haushalt bis Heute durch (immerhin 12 Jahre).



Danach kamen dann die ersten LS50 Wireless.
Denen ich allerdings sowohl mit Adam Audio und Dynaudio Monitoren fremdgegangen bin. Nur um dann wieder bei den LS50 Wireless Sonderedition zu landen...

Da passt das erste Bild mit "Pfennig" zählen schon ganz gut.
Das Leben ist Scheiße aber die Grafik ist geil !
0
vta01.08.26 13:55
Guy
Ich hatte mir damals (2017) die LS50W gekauft. Daher kann ich heute sagen NIE wieder KEF.
Das ist aber nicht nur KEF. Das ist das grundsätzliche Problem, dass empfindliche Technik in Lautsprecher wandert und eine Komponente wie einen Lautsprecher aufeinmal anfällig macht. Dem Problem kann man entgehen, in dem man so etwas meidet.
+2
macbacchi
macbacchi01.08.26 15:50
wie man lautsprecher verföhnt ist mir allerdings nicht klar. kleine schwäche der textautomatik vlt?
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sonorman
sonorman01.08.26 16:00
macbacchi
wie man lautsprecher verföhnt ist mir allerdings nicht klar. kleine schwäche der textautomatik vlt?
So verföhnt man Lautsprecher
+6
macbacchi
macbacchi01.08.26 16:02
ah. das erhellt mein dasein. danke!

wenn du jetzt noch im "Kompakt" fenster aus LEF ein KEF machen könntest ist alles klar.
0
sonorman
sonorman01.08.26 16:25
macbacchi


wenn du jetzt noch im "Kompakt" fenster aus LEF ein KEF machen könntest ist alles klar.

🫡
0
h.ml01.08.26 16:31
Nun, die Optik der KEF LUX sind schon speziell und passen wohl nicht überall und gefallen auch nicht jedem. Was den Klang betrifft und damit auch das Preis-/ Leistungsverhältnis, - abwarten.
Zur KEF Qualität, meine ersten KEFs waren die LSX und die waren eine wirklich Katastrophe, ständige Verbindungsabbrüche und man konnte sie dann auch nicht mehr mit der App finden, - einzige Lösung ….Netzstecker ziehen.
Die LSX II an denen ich mich trotz dieser negativen Erfahrung nochmals versuchte boten und bieten hingegen ein gänzlich anders Bild, deutlich stabiler im Betrieb. Klanglich waren und sind beide am Preis gemessen in Ordung.
Die LSX II habe ich noch ergänzt mit dem passenden SUB der Firma. Sie dienen als „kleine“ Anlage und als Soundsystem für den TV.
0
TorstenW01.08.26 18:43
Ich sehe einfach nie einen Sinn darin bei einem Standlautsprecher für den ich eh ein Stromkabel ziehen muss, dann wireless zu nutzen.. Das kleine Audio-Kabel macht dann ja den Kohl auch nicht mehr fett.
Klar, bei einem mobilen Speaker ergibt Wireless Sinn, aber sonst sehe ich da einfach NUR Nachteile: Potentiell schlechtere Audio-Qualität, Verbindungsprobleme, Störfaktoren im Frequenzbereich etc..

An den komischen Satz mit dem Material dass größeres Volumen ermöglicht, hab ich mich wie @TMS auch gestoßen.. vor allem, weil ja größeres Volumen gar nicht zwangsläufig das Ziel ist. Wenn man Lautsprecher konstruiert, ergibt sich das Volumen ja letztlich aus der Art des Lautsprechers und der eingesetzten Chassis. Größer ist ja nicht zwangsläufig irgendwie besser? Passend ist das wichtige Teil..
+1
sonorman
sonorman01.08.26 19:19
Beim Material habe ich mich vielleicht etwas missverständlich ausgedrückt. Gemeint ist, dass das verwendete Material in der Luxe besonders steif und resonanzarm in Relation zur Wandstärke ist. Im Vergleich zu herkömmlichen Materialien wie Holz ist bei gleicher Größe mit dem Material der Luxe dank dünneren Wänden (und kleineren inneren Versteifungen) mehr Volumen gegeben.

Ich hoffe, das macht es verständlicher.
+1
TorstenW01.08.26 19:23
Ja, so hab ich das letztlich auch verstanden, aber spielt es da wirklich eine Rolle, ob die Dinger jetzt nen Zentimeter höher oder breiter wären..?
Vor allem, wenn man die noch auf Ständer stellt?
Marketingmäßig haut man das mal gerne raus „Guck, wir haben voll die High-Tech-Materialien“, aber in echt, wäre mir das total egal.
0
Lang2101.08.26 19:43
Ich habe noch die LS50 Wireless der ersten Generation. Ja, auch das Problem mit der Hauptplatine habe ich erfahren im letzten Jahr. Trotzdem habe ich das Setup noch mal ergänzt um den KC60 Sub. Und das war ein Gamechanger bzgl. Räumlichkeit und logischerweise Tiefe. Wenn gut eingestellt …

Ich benutze eine Wiim Streamer und gewandelt wird dann in den LS 50 … funktioniert mit Qobuz gut, bin zufrieden und muss mich nicht mit irgendwelchen Verbindungsabrüchen rumschlagen …

Klar, habe ich auch eine Vision, wie es besser klingen könnte. Aber noch ist es ok für mich. Zumal ich ergänzend noch ein Setup habe mit Neumann KH120 II … und da hat man noch mal mehr Präzision …
+1
sonorman
sonorman01.08.26 20:07
TorstenW
Im Konzept der Luxe spielt jeder Quadratzentimeter Volumen eine Rolle. So wie viele anderen Maßnahemen ist es Teil der Strategie, um die Speaker bei ihren noch recht kompakten Maßen einen sehr tiefen Bass abzuringen und auch, um das Design zu ermöglichen.

Wenn Du es technisch ganz genau wissen willst, lies bitte das im Artikel verlinkte Whitepaper. Darin werden auch die Maßnahmen zum Gehäuse erläutert.
+1
sonorman
sonorman01.08.26 21:55
TMS

PS.: Haben die Treiber wirklich zwei Schwingspulen? Ich werde aus der Explosionszeichnung nicht schlau.
Im Prinzip, jein. Sie haben zwei Schwingspulen, eine für den Hochtöner und eine für den Tiefmitteltöner.

Das Andere, was so ähnlich aussieht, ist die neu entwickelte (und zum Patent angemeldete) VECO-Abnehmerspule für die Membrangegenkopplung. Die ist auf einer mehrschichtigen flexiblen Leiterplatte aufgedruckt und ermittelt die Schwingspulenbewegung (und damit die Membranauslenkung). Die wirkt zusammen mit Magnetabnehmern als Messspule innerhalb des primären Motorsystems des Uni-Q-Treibers. Soweit ich das bisher gesehen habe, wird diese Spule zylindrisch geformt und ersetzt den Schwingspulenträger des Tief/Mitteltöners. Auch das wird in dem Whitepaper näher beschrieben.

Wenn ich die Lautsprecher im Test habe, werde ich auch noch etwas näher auf die Technik eingehen.
+1
TorstenW01.08.26 22:41
sonorman
TorstenW
Im Konzept der Luxe spielt jeder Quadratzentimeter Volumen eine Rolle. So wie viele anderen Maßnahemen ist es Teil der Strategie, um die Speaker bei ihren noch recht kompakten Maßen einen sehr tiefen Bass abzuringen und auch, um das Design zu ermöglichen.

Wenn Du es technisch ganz genau wissen willst, lies bitte das im Artikel verlinkte Whitepaper. Darin werden auch die Maßnahmen zum Gehäuse erläutert.
Ich hab jetzt das Whitepaper gelesen.
Darin steht absolut nix dazu, dass das Volumen in irgendeiner Art konzeptuell angelegt wäre. Der wesentliche Satz im Whitepaper ist:
The benefit of using BMC, over other mouldable
materials such as plastic, is that it offers very high
mechanical strength. Combined with the Flexible
Decoupling Chassis used on the LMF driver, the LS LUXE
assembly provides a strong and inert foundation for the
drivers without requiring bulky internal bracing. The
volume saved by doing this is instead used as additional
LF enclosure volume
Also statt irgendein anderes formbares Plastik zu nutzen, benutzen sie das Material, was sie schon bei ihren anderen Boxen auch benutzt haben. (BMC) Also ein Fiberglas-Mischgebinde.
Nirgendwo ist hier davon die Rede, dass das Volumen in irgendeiner Art bestimmend gewesen oder zentraler Teil des Konzeptes wäre.
Mit einem anderen Material wären die Dinger halt nen halben Zentimeter höher. Das wäre kein ernsthafter Unterschied. (Oder auch noch kleiner, wenn sie noch ein höherwertigeres Material benutzt hätten)
Die Entscheidung fiel sehr wahrscheinlich einfach, weil das Zeug bestimmte Anforderung an die Formbarkeit haben muss und weil sie schon weitgehende Erfahrungen und Entwicklungszeit damit haben.
Auch den „sehr tiefen Bass“ bei den Maßen kann ich im Whitepaper nicht finden. Da ist von 42Hz bei +- 3 dB die Rede, was ich als relativ normal für solche Lautsprecher empfinde. Es gibt massenweise Speaker mit ~35/22/30cm Abmessungen und Bass ab 40Hz.
Das ist ja jetzt kein Devialet Phantom, der bei gleicher Größe runter bis unter 20Hz bei +-3dB geht.

Du reimst dir hier wieder eine Menge zurecht, was den Blick ins Whitepaper nicht Stand hält.
„Jeder Quadratzentimeter Volumen spielt eine Rolle“.. findet sich da überhaupt nicht. (Müsste übrigens auch Kubikzentimeter sein..)
Natürlich ist das Volumen an das Chassis angepasst, wie ich bereits sagte. Es ist aber nicht wie beim Phantom ein spezielles Konzept, wo das Chassis so konstruiert ist, dass es dem Druck des Tiefbass aushält.
Der KEF Speaker ist ein relativ normaler Speaker, wie es ihn Dutzendfach schon gibt, mit dem „runden“ Design und dem Uni-Q als Alleinstellungsmerkmale.

Ob er gut klingt und den Preis wert ist, wäre eine ganz andere Diskussion, aber noch hat ihn ja niemand hier gehört..
+1
xmnr.net
xmnr.net01.08.26 23:14
Hatte damals auch auf KEF geschielt, aber genau zu der Zeit mussten die "alle" kaputt gehen und schlechte Presse ernten. Daher auch für andere Koaxial-Treiber entschieden: auch die Genelec, "The Ones". In allen Varianten: Mit Raumeinmessung und komplett digital über Apple TV, andere einfach per SPDIF an EVE Play oder Apple Airport Express.

Alles wirklich "Made in Finland", alles mit 5 Jahren echter Garantie, und absolut zuverlässig – seit Jahrzehnten kein einziger Ausfall. Die modische Streaming-Technik ist damit "extern" und kann einfach ausgetauscht werden.

Allerdings viel Technik dahinter: HDMI > AES-EBU > Multikanal-Interface + GLM, jeder Speaker 3-fach verkabelt: LAN, Strom, AES. Das muss man auch wollen... ansonsten nutzt man eben Cinch oder AES unbalanced, aber nicht mit dem vollen Potenzial...
+1
sonorman
sonorman01.08.26 23:27
TorstenW
Ich reime mir hier gar nichts zusammen. Du bist nur mal wieder auf Krawall gebürstet.

Ein möglichst kompaktes Gehäuse mit zugleich möglichst großem Volumen ist einer der Vorteile, die sich aus dem Gehäusematerial ergeben. Natürlich stand auch die Formgebung dabei im Vordergrund, was ich aber auch erwähnt habe. Und den entscheidenden Satz im Whitepaper hast Du sogar selbst hervorgehoben:

"Das dadurch eingesparte [oder auch gewonnene] Volumen wird stattdessen als zusätzliches Volumen für das LF-Gehäuse genutzt."

Und nein, es gibt nicht viele Lautsprecher dieser Größe, die "echte" 42 Hz untere Grenzfrequenz bei noch brauchbarem Pegel bieten. Es gibt nur sehr viele (vor allem billige), die das behaupten. Nachgemessen werden aus angeblichen -3dB dann schnell mal -10dB, oder schlimmer.

Auch die KEF haben da natürlich Grenzen, weshalb die angegebene untere Grenzfrequenz auch nicht beim angestrebten Maximalpegel verfügbar sind, sondern nur bei niedrigeren Pegeln (lautstärkeabhängige DSP-Korrektur, was übrigens im Whitepaper nicht verraten wird). Entscheidend ist, das alle Maßnahmen zusammen zu dem angestrebten Ziel führen, einen möglichst kompakten Lautsprecher zu haben, der ein ordentliches akustisches Erlebnis auch im Tiefton bietet. Dafür hat KEF technisch eine Menge getan, oder bestreitest Du das auch? Die andere Frage ist, ob es denn in der Praxis auch so rüberkommt, und genau das teste ich in Kürze.
+3
pentaxian
pentaxian02.08.26 01:34
sonorman
TorstenW
Ich reime mir hier gar nichts zusammen. Du bist nur mal wieder auf Krawall gebürstet.

Tja, nicht nur hier... 🙄
mine is the last voice that you will ever hear (FGTH)
0
TorstenW02.08.26 15:19
sonorman
Und nein, es gibt nicht viele Lautsprecher dieser Größe, die "echte" 42 Hz untere Grenzfrequenz bei noch brauchbarem Pegel bieten..
Ach komm.. das ist doch Quatsch. Das ist nun wirklich nichts Besonderes.
Und wie gesagt ist es einfach ein krasser Unterschied zu Speakern wie den Phantoms, die bei gleicher Größe noch eine Oktave drunter haben.

Kann ich dich mal zurückfragen: Du schreibst jetzt da sehr oft so etwas wie „ einen möglichst kompakten Lautsprecher“: Angenommen sie hätten ein anderes Plastik genommen, was etwas weniger stabil ist, was denkst du inwiefern das die Dimensionen der Box verändert hätte? Also reden wir hier über 0,5cm pro Dimension oder über 10cm pro Dimension, was ist da deine Vorstellung?

Und dann eine weitergehende Frage: Angenommen man stellt die Dinger auf einen Ständer etwas im Raum: Denkst du es würde eine große Rolle spielen, ob die Lautsprecher etwas tiefer, breiter oder höher wären?
sonorman
Dafür hat KEF technisch eine Menge getan, oder bestreitest Du das auch?
Wie soll man das beurteilen ohne das Ding gehört zu haben?
Ganz persönlich bin ich so gar kein Fan, wenn Firmen da mit dutzenden ihrer tollen Technologien Werbung machen, die angeblich ganz tolles bewirken. Meine Hörtests in HiFi-Läden waren in den meisten Fällen da auch eher enttäuschend.
KEF reitet da seit langem die Welle mit der Punktschallquelle und möglichst sphärischem Gehäuse, was aber beides Konzepte sind, die 60-70 Jahre alt sind (und überhaupt nix Besonderes), aber sie sind offenbar sehr erfolgreich damit.
Ansonsten denke ich, dass sämtliche Hersteller von Lautsprechern da eine Menge Hirnschmalz investieren und über Lösungen nachdenken. Das empfinde ich einfach als Standard, wenn jemand da mehrere tausend Euro pro Speaker aufruft. Letztlich zählt aber nicht, ob jemand da fünfzig tolle neue (natürlich patentgeschützte) Technologien in seinem Produkt hat, sondern wie es im Raum klingt. Die besten Speaker, die ich bisher gehört hab, waren tatsächlich eher sehr simple Geschichten, ohne Schnickschnack. Gut aufgestellt in einem vernünftigen Raum
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