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Test KEF Coda W: (Allmost-) All-In-One-Lautsprecher mit großartigem Klang

KEF Coda W: Das Anschlusskonzept
Auch ohne Streamingmodul handelt es sich bei den Coda W um echte digitalaktive Lautsprecher im Master/Slave-Konzept. – Oder Primär/Sekundär-Konzept, wenn’s politisch korrekt sein soll. Hierbei kümmert sich eine Box um die gesamte Quellenverwaltung und einen wesentlichen Teil der Signalverarbeitung. Der andere Speaker folgt lediglich den Vorgaben des Hauptlautsprechers und führt nur noch die D/A-Wandlung und Verstärkung für diesen Kanal selbst aus. Dadurch kann der Secondary-Speaker auf viel Elektronik und alle möglichen Anschlüsse verzichten.

Das Besondere hier: Der aktive Sekundär-Lautsprecher benötigt keinen extra Stromanschluss und damit keine Steckdose in seiner Nähe. Der wird nämlich sowohl mit Strom als auch mit Signalen über ein USB-C-Kabel vom Primary gespeist. An beiden Lautsprechern findet sich eine Buchse mit der Beschriftung „To P/S“ („Zum Primary/Secondary“) und dem Hinweis „30V ⎓ 3A (OUT)“. KEF packt ein etwa 2 Meter langes „C-Link-Kabel“ (optional bis 8 Meter) bei. Dabei handelt es sich trotz der eigenen Marketingbezeichnung um eine normale USB-C-Strippe, aber es muss mindestens der Power Delivery Standard 3.0 unterstützt werden, besser PD3.1.


Hierin steckt auch eine weitere Sparmaßnahme. denn eine Funkverbindung zur Signalübertragung zwischen Master und Slave ist nicht möglich. Andererseits bedeutet die Kabelverbindung auch stets eine stabile, sichere Verbindung ohne größere Latenzen. Auch Ein- und Ausschaltbefehle funktionieren darüber zuverlässiger und schneller als via Funk.

Zu den kabelgebundenen Signaleingängen gehört übrigens neben dem heute obligatorischen HDMI-ARC für TV-Ton auch ein Phono-Input zum Anschluss eines Plattenspielers mit Moving-Magnet- (MM) Tonabnehmer. A/D-Wandlung ist also auch an Bord. Auch vom Mac/PC kann Musik ganz einfach zugespielt werden – per USB-C. Last but not least verfügt die Coda W über einen extra Subwoofer-Ausgang per Cinch.


Die Steuerung erfolgt primär über eine mitgelieferte IR-Fernbedienung oder mittels App, die hier entsprechend der technischen Ausstattung der Lautsprecher nur per Bluetooth mit dem Hauptlautsprecher kommuniziert.

Die KEF Coda W in der Praxis
An der Oberseite des Hauptlautsprechers finden sich ein paar Tasten für On/Off, Quellenwahl, Lautstärke und Bluetooth. Falls die mitgelieferte IR-Fernbedienung gerade mal nicht in Griffweite liegt. In der KEF Connect App lassen sich ein paar grundlegende Klangeinstellungen wie etwa Bass- und Höhenanpassungen vornehmen. Auch kann hier festgelegt werden, ob ein Subwoofer angeschlossen ist oder nicht. Gestreamt wird, wie erläutert, entweder mittels Bluetooth aus einer beliebigen Musik-App oder über einen per Kabel verbundenen Streamer und dessen App.


In den Systemeinstellungen der App lassen sich noch einige Parameter angepassen. Etwa die Links/Rechts-Zuordnung der Lautsprecher oder wie sich die LED-Anzeigen am Primary Speaker verhalten sollen. Auch die automatische Abschaltzeit kann hier eingestellt werden und ob der ECO-Modus mit geringerem Standby-Verbrauch genutzt werden soll oder nicht. Hier ein paar Screenshots aus der App:


Beim Einschalten signalisiert der Primary Speaker mit pulsierenden Tönen, dass er nach einer Bluetooth-Verbindung sucht. Wurde beispielsweise ein iPhone zuvor schon mal gepairt, ist die Verbindung in wenigen Augenblicken bereit zur Wiedergabe. Das funktioniert auch, wenn sich zwischendurch mal jemand anderes mit seinem Smartphone verbunden hat, um die eigene Musik zu spielen.

Solange die Lautsprecher im Standby-Modus sind, werden zwar einige Optionen in der App nicht angezeigt, aber die Lautsprecher können trotzdem per Bluetooth über die App aufgeweckt werden. Das funktioniert sogar im besonders stromsparenden ECO-Modus. Was hiermit natürlich nicht geht, ist die Einbindung der Lautsprecher in ein eventuell bestehendes Multiroom-System.


Tipps zur Aufstellung: Steckverbindungen an der Rückseite vor allem des Hauptlautsprechers, aber auch die rückseitigen Bassreflexöffnungen verbieten eine Aufstellung „mit dem Rücken an der Wand“. Allein aus klanglichen Gründen sollte man sich nicht dazu hinreißen lassen, die Speaker irgendwie in eine Ecke quetschen zu wollen. Das ist Perlen vor die Säue werfen. Das Mindeste für eine brauchbare Akustik ist eine Aufstellung auf einem Side- oder Low-Board mit „Luft drumherum“ ab ca. 30 cm Wandabstand. Aber bitte unbedingt mit passenden Untersetzern oder Desk-Standfüßen wie von ISO Acoustics. Am wohlsten fühlen sich die Coda W aber in einem nicht zu großen Raum (bis ca. 30 m²) auf geeigneten Standfüßen und einer properen Aufstellung im Stereodreieck.


Gegebenenfalls hilft eine kleine Klanganpassung mittels App zur Kompensation gewisser Defizite. Aber auch hier gilt: Je besser die Aufstellungsbedingungen und je besser die Raumakustik, desto überzeugender der Klang. KEF hat natürlich optisch und preislich passende Standfüße mit der Bezeichnung SQ1 für die Coda W im Angebot.

Kommentare

mac-g4
mac-g427.06.26 08:59
Haben die in der Ausstellung und sind echt der Hammer. Und preislich für das Niveau richtig günstig.
http://www.csmusiksysteme.net
0
Lang2127.06.26 10:15
Bluetooth ist irrelevant. Wie ja auch erwähnt, nimmt man sich einen kleinen Streamer und alles ist gut.
0
Bitsurfer27.06.26 12:38
Lang21
Bluetooth ist irrelevant. Wie ja auch erwähnt, nimmt man sich einen kleinen Streamer und alles ist gut.
Habe ein WiiM Pro zuhause. Funktioniert super. Für etwas mehr als 100.-, sogar mit Raumeinmessung.
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vta27.06.26 12:48
Bitsurfer
Lang21
Bluetooth ist irrelevant. Wie ja auch erwähnt, nimmt man sich einen kleinen Streamer und alles ist gut.
Habe ein WiiM Pro zuhause. Funktioniert super. Für etwas mehr als 100.-, sogar mit Raumeinmessung.
Das sind am Ende alles IoT-Geräte, die früher oder später (wenn nicht schon jetzt) schlechten Software-Support (z.B. Sicherheitslücken) haben werden.
Dann ist NICHT "alles gut".
-5
sonorman
sonorman27.06.26 12:52
vta
Bitsurfer
Lang21
Bluetooth ist irrelevant. Wie ja auch erwähnt, nimmt man sich einen kleinen Streamer und alles ist gut.
Habe ein WiiM Pro zuhause. Funktioniert super. Für etwas mehr als 100.-, sogar mit Raumeinmessung.
Das sind am Ende alles IoT-Geräte, die früher oder später (wenn nicht schon jetzt) schlechten Software-Support (z.B. Sicherheitslücken) haben werden.
Dann ist NICHT "alles gut".
Dann musst Du eben analog bleiben.
Plattenspieler-Anschluss ist vorhanden.
+5
Hot Mac
Hot Mac27.06.26 13:12
Schön sind sie ja nicht – zumindest nicht im Vergleich zu den LS50.
Über die Codas habe ich allerdings schon viel Gutes gehört und gelesen.
+2
vta27.06.26 14:04
sonorman
vta
Bitsurfer
Lang21
Bluetooth ist irrelevant. Wie ja auch erwähnt, nimmt man sich einen kleinen Streamer und alles ist gut.
Habe ein WiiM Pro zuhause. Funktioniert super. Für etwas mehr als 100.-, sogar mit Raumeinmessung.
Das sind am Ende alles IoT-Geräte, die früher oder später (wenn nicht schon jetzt) schlechten Software-Support (z.B. Sicherheitslücken) haben werden.
Dann ist NICHT "alles gut".
Dann musst Du eben analog bleiben.
Plattenspieler-Anschluss ist vorhanden.
Solche Aktivboxen sind das nächste Problem - das man sich zweimal überlegen sollte. Normalerweise halten Lautsprecher sehr lange aber durch eingebaute Elektronik werden die anfällig. Gerade von den anderen bekannten KEFs scheint es viele Defekte zu geben...


Und zu analog bleiben:
Soll man das Problem totschweigen?
Zudem kannst du einen Mac etc. als Streaming-Device nehmen. Oder dir für ein paar Euro eine OpenSource-Lösung zusammen bauen, die auf lange Sicht voraussichtlich besseren Support erhält.
Und es ist nicht verkehrt so einen Kram in einem eigenen VLAN zu betreiben,
-4
holk10027.06.26 14:15
Das ist doch kein Grund gegen Streaming. Funktioniert bei mir seit vielen Jahren hervorragend. Ist bequem, wenig Kabel und hervorragende Klangqualität. Dauer des Supports ist wie bei allen elektronischen Geräten von der Marke abhängig und eine Frage des Preises. Auch Aktivboxen laufen bei Freunden seit vielen Jahren problemlos. Und wenn das interne Streaming irgendwann mal veraltet sein sollte, kann man immer noch ein externes anschließen.
+5
Bitsurfer27.06.26 21:32
vta
Bitsurfer
Lang21
Bluetooth ist irrelevant. Wie ja auch erwähnt, nimmt man sich einen kleinen Streamer und alles ist gut.
Habe ein WiiM Pro zuhause. Funktioniert super. Für etwas mehr als 100.-, sogar mit Raumeinmessung.
Das sind am Ende alles IoT-Geräte, die früher oder später (wenn nicht schon jetzt) schlechten Software-Support (z.B. Sicherheitslücken) haben werden.
Dann ist NICHT "alles gut".
Wie zb Bose die für gewisse Geräte den Support gekillt hat. Kein Webradio mehr, spotify Connect, Deezer etc. 5 jähriges Gerät hat jetzt kein autarkes Webradio mehr. Kann man für den spezifischen Gebrauch entsorgen.
+2
h.ml27.06.26 23:47
Ich hatte die erste Version der LSX, die waren eine Katastrophe, ständige Verbindungsabbrüche zum Netzwerk und jedes mal musste man die Lautsprecher vom Strom trennen damit sie wieder kurze Zeit funktionierten.
Anders hingegen bei der zweiten Version, selbes Netzwerk Zuhause aber deutlich zuverlässiger.
Ich kann die Kritik am drahtloses HiFI durchaus nachvollziehen, es gibt einfach nichts stabileres als die guten alten Kabelverbindungen.
+1
Lang2128.06.26 09:08
vta
sonorman
vta
Bitsurfer
Lang21
Bluetooth ist irrelevant. Wie ja auch erwähnt, nimmt man sich einen kleinen Streamer und alles ist gut.
Habe ein WiiM Pro zuhause. Funktioniert super. Für etwas mehr als 100.-, sogar mit Raumeinmessung.
Das sind am Ende alles IoT-Geräte, die früher oder später (wenn nicht schon jetzt) schlechten Software-Support (z.B. Sicherheitslücken) haben werden.
Dann ist NICHT "alles gut".
Dann musst Du eben analog bleiben.
Plattenspieler-Anschluss ist vorhanden.
Solche Aktivboxen sind das nächste Problem - das man sich zweimal überlegen sollte. Normalerweise halten Lautsprecher sehr lange aber durch eingebaute Elektronik werden die anfällig. Gerade von den anderen bekannten KEFs scheint es viele Defekte zu geben...

Tja, leider muss ich das bestätigen, zumindest aus meiner persönlichen Erfahrung. Ich habe die erste Generation der LS50 Wireless. Letztes Jahr musste die Elektronik der Masterbox gewechselt werden. Kosten: ca. 250 €
+1
vta28.06.26 12:56
Lang21
vta
sonorman
vta
Bitsurfer
Lang21
Bluetooth ist irrelevant. Wie ja auch erwähnt, nimmt man sich einen kleinen Streamer und alles ist gut.
Habe ein WiiM Pro zuhause. Funktioniert super. Für etwas mehr als 100.-, sogar mit Raumeinmessung.
Das sind am Ende alles IoT-Geräte, die früher oder später (wenn nicht schon jetzt) schlechten Software-Support (z.B. Sicherheitslücken) haben werden.
Dann ist NICHT "alles gut".
Dann musst Du eben analog bleiben.
Plattenspieler-Anschluss ist vorhanden.
Solche Aktivboxen sind das nächste Problem - das man sich zweimal überlegen sollte. Normalerweise halten Lautsprecher sehr lange aber durch eingebaute Elektronik werden die anfällig. Gerade von den anderen bekannten KEFs scheint es viele Defekte zu geben...

Tja, leider muss ich das bestätigen, zumindest aus meiner persönlichen Erfahrung. Ich habe die erste Generation der LS50 Wireless. Letztes Jahr musste die Elektronik der Masterbox gewechselt werden. Kosten: ca. 250 €

Du bist nicht allein.
Beispiel: LS50 Wireless Passive Conversion

[...]

Why did you do this?:

I bought my speakers in 2017 and had the mainboard replaced in 2018 under warranty. The left hand (slave) unit started failing about a month ago (blinking lights), and the cost to repair them out of warranty was likely to be >$1500 AUD - not worth it.
https://www.reddit.com/r/KEF/comments/1fhz22e/ls50_wireless_passive_conversion/

Elektronik ist halt ein Fehlerquelle. Aber allein der Hinweis darauf schmeckt schon einigen nicht...
-1
Glückssucher28.06.26 15:28
Leider gibt es bei so manchem britischem HiFi Hersteller den traurigen Trend sich auf den in der Vergangenheit erworbenen Ruhm aus zu ruhen und gerade im unteren
Preissegment Lösungen an zu bieten die sich bei genauerer Betrachtung einfach nicht
rechnen können.899 EUR?Da wurde entweder am Chassis gespart oder an der Elektronik.Einen guten Aktiv Lautsprecher zu konstruieren ist weit mehr als nur ein Aktiv Modul in ein Passiv Gehäuse zu quetschen.Und KEF ist da bei weitem nicht allein.
Wer es nicht glaubt kann ja mal Erfahrungsberichte von B&W Formation Duo Usern lesen.Die berichten über sehr ähnliche Probleme.
-1

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