Zuverlässigkeit und Defekte: Intel- vs. M-MacBooks nach gleicher Nutzungszeit


Über Hardware-Probleme bei Macs hörte man in den vergangenen fast sechs Jahren seit Einführung der ersten M1-Geräte außerordentlich wenig. So viel Kritik wie Apple oft für nachlassende Software-Qualität einstecken muss, so wenig scheint sich diese Entwicklung bei Hardware zu wiederholen. Der englische Refurbished-Dienstleister Hoxton Macs will das in Zahlen abbilden und
vergleichen, wie zuverlässig die Intel-basierten Mac-Notebooks im Vergleich zu den ARM-Geräten abschneiden. Mehr als ein Jahrzehnt an Verkaufs- und Reparaturdaten (120.000 erfasste Geräte) kamen für die Aufstellung zum Einsatz.
Erheblich geringere Ausfallquote bei M-MacsDemnach lag die Hardware-Fehlerquote bei im Jahr 2025 verkauften Apple-Silicon-Macs innerhalb des ersten Jahres bei 0,9 Prozent. Bei altersgleichen Intel-Macs betrug sie unter vergleichbaren Bedingungen 2,2 Prozent – also mehr als das Doppelte. Hoxton Macs zieht die konkrete Nutzungsdauer als Grundlage der Datenerfassung heran.
Auffällig ist dadurch auch die Entwicklung über die vergangenen Jahre. Die gemischte Garantierücklaufquote aller von Hoxton Macs verkauften Macs sank von 2,9 Prozent im Jahr 2023 auf 1,1 Prozent im Jahr 2025. Der Anbieter führt dies vor allem darauf zurück, dass M-basierte Modelle inzwischen einen immer größeren Anteil am Refurbished-Bestand ausmachen.
Hauptgrund: Apple Silicon arbeitet viel kühlerEin zentraler Grund liegt laut Hoxton Macs im Energiebedarf begründet. Intel-MacBooks beanspruchten ihre Akkus stärker, weil die Plattform unter Last mehr Leistungsaufnahme benötigt und häufiger höhere Temperaturen erreicht. Apple-Silicon-Macs kommen bei vergleichbarer Nutzung mit weniger Leistung aus, wodurch sich die Akkus langsamer abnutzen. Bei drei bis vier Jahre alten Geräten hätten Apple-Silicon-MacBooks bei Eingang in die Aufbereitung etwa halb so viele Ladezyklen wie vergleichbare Intel-Modelle.
Passive Kühlung wie im MacBook Air stelle sich für die Langlebigkeit sogar als Vorteil dar, denn es gibt keine Kühlkanäle, die sich durch Luftstrom und Staub zusetzen können, was oft für zusätzlichen Verschleiß sorge. Dazu komme noch ein anderer Faktor: Die USB-Ports der Intel-Macs wiesen ebenfalls häufiger Defekte auf, hier konnte Apple offensichtlich eine Schwachstelle verbessern.