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Test KEF Coda W: (Allmost-) All-In-One-Lautsprecher mit großartigem Klang

KEF Coda W: Klang und Fazit
Wenn die Hausaufgaben bei der Aufstellung ordentlich gemacht wurden, begeistern die Coda W mit einer Klangperformance, die ihre Größe Lügen straft. Nicht nur die vollmundigen, warmen Mitten und brillanten Höhen sorgen für anerkennendes Kopfnicken und Fußwippen, auch der Tiefton ist schon ohne Subwoofer-Unterstützung aller Ehren wert. Darüber hinaus glänzen die Coda W mit all den geschätzten KEF-Qualitäten, die sie ihrer Coax-Treiber-Erfahrung zu verdanken haben. Tonal sehr ausgewogen, natürlich und unglaublich frisch dringen diese Speaker in Klangsphären vor, die in dieser Preisklasse zum Allerfeinsten gehören.

Zwar gab es hier auch gewisse Grenzen in dem ca. 35 m² großen und nach hinten an einen ebenso großen Flur angrenzenden Wohnzimmer, aber wozu gibt es denn die Subwoofer-Option? Mit einem (oder besser zwei) zusätzlichen Subs aus KEFs Cube-Serie (oder Subwoofern anderer Hersteller) bleiben auch in großen Räumlichkeiten nur wenig Wünsche in Sachen Substanz und Pegel offen. In so einem Fall ist aber immer ein Blick in die höheren Klassen des Herstellers ratsam. Eine LS 60W kann beispielsweise noch einiges mehr machen und bietet auch ohne externe Subwoofer ordentlich Schub. Aber das ist natürlich auch wieder eine ganz andere Preisklasse. Im richtigen Raum mit passender Aufstellung sind die Coda W aber eine Wucht.


Wer mich kennt, der weiß, dass ich persönlich Passivlautsprecher mit getrennter Elektronik bevorzuge. Aus vielfältigen Gründen. Doch in der Preisklasse unter 1.000 Euro fällt es mir schwer, eine im klanglichen Gesamtpaket ähnlich überzeugende Passiv-Kombi wie die Coda W zu finden. Zu bedenken ist dabei nur, dass ich hier nicht nach streng audiophilen Maßstäben urteile, wie unbedingte Unverfälschtheit und Originaltreue. Die Coda W sind kräftig DSP-getunt. Nur darum gelingt ihnen beispielsweise auch eine so vollständige und habhafte Basswiedergabe aus derart kleinen Gehäusen. Da wird also viel nachgeholfen, statt auf absolute Originaltreue und Klangpurismus zu setzen.


Fazit: Sparpaket? Von wegen!
Der Verzicht auf internes Streaming in der KEF Coda W zahlt sich aus. Großartiger Klang nach klassischen HiFi-Kriterien zu einem fairen Preis steht hier im Vordergrund. Und nicht der Zwang, möglichst viele Trend-Features in ein Gesamtpaket zu quetschen. Die KEF Coda W klingen erwachsener als die teureren LSX II LT, die eher Lifestyle-Kriterien in den Fokus stellen. Über die nach wie vor nicht wegzudiskutierenden klanglichen Limitierungen von Bluetooth können wir hier getrost hinwegsehen, denn wir reden schließlich nicht von absolutem High End. Was die Coda W hingegen an allgemeinem Musikspaß vermitteln können, ist schlicht fantastisch. Und das alles zum Preis von überschaubaren 899 Euro.

Sehr schön finde ich in der Praxis das Konzept mit der USB-Speisung des sekundären Lautsprechers. Das vermindert den Verkabelungsaufwand. Zum Glück setzt KEF dabei nicht auf eine proprietäre Lösung, sondern auf USB-C.


Plus/Minus KEF Coda W
+ sehr frischer und erwachsener Klang
+ gutes Verkabelungskonzept
+ alle wichtigen Kabeleingänge vorhanden
+ Material und Verarbeitung
+ Preis/Leistung

Kommentare

mac-g4
mac-g427.06.26 08:59
Haben die in der Ausstellung und sind echt der Hammer. Und preislich für das Niveau richtig günstig.
http://www.csmusiksysteme.net
0
Lang2127.06.26 10:15
Bluetooth ist irrelevant. Wie ja auch erwähnt, nimmt man sich einen kleinen Streamer und alles ist gut.
0
Bitsurfer27.06.26 12:38
Lang21
Bluetooth ist irrelevant. Wie ja auch erwähnt, nimmt man sich einen kleinen Streamer und alles ist gut.
Habe ein WiiM Pro zuhause. Funktioniert super. Für etwas mehr als 100.-, sogar mit Raumeinmessung.
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vta27.06.26 12:48
Bitsurfer
Lang21
Bluetooth ist irrelevant. Wie ja auch erwähnt, nimmt man sich einen kleinen Streamer und alles ist gut.
Habe ein WiiM Pro zuhause. Funktioniert super. Für etwas mehr als 100.-, sogar mit Raumeinmessung.
Das sind am Ende alles IoT-Geräte, die früher oder später (wenn nicht schon jetzt) schlechten Software-Support (z.B. Sicherheitslücken) haben werden.
Dann ist NICHT "alles gut".
-5
sonorman
sonorman27.06.26 12:52
vta
Bitsurfer
Lang21
Bluetooth ist irrelevant. Wie ja auch erwähnt, nimmt man sich einen kleinen Streamer und alles ist gut.
Habe ein WiiM Pro zuhause. Funktioniert super. Für etwas mehr als 100.-, sogar mit Raumeinmessung.
Das sind am Ende alles IoT-Geräte, die früher oder später (wenn nicht schon jetzt) schlechten Software-Support (z.B. Sicherheitslücken) haben werden.
Dann ist NICHT "alles gut".
Dann musst Du eben analog bleiben.
Plattenspieler-Anschluss ist vorhanden.
+5
Hot Mac
Hot Mac27.06.26 13:12
Schön sind sie ja nicht – zumindest nicht im Vergleich zu den LS50.
Über die Codas habe ich allerdings schon viel Gutes gehört und gelesen.
+2
vta27.06.26 14:04
sonorman
vta
Bitsurfer
Lang21
Bluetooth ist irrelevant. Wie ja auch erwähnt, nimmt man sich einen kleinen Streamer und alles ist gut.
Habe ein WiiM Pro zuhause. Funktioniert super. Für etwas mehr als 100.-, sogar mit Raumeinmessung.
Das sind am Ende alles IoT-Geräte, die früher oder später (wenn nicht schon jetzt) schlechten Software-Support (z.B. Sicherheitslücken) haben werden.
Dann ist NICHT "alles gut".
Dann musst Du eben analog bleiben.
Plattenspieler-Anschluss ist vorhanden.
Solche Aktivboxen sind das nächste Problem - das man sich zweimal überlegen sollte. Normalerweise halten Lautsprecher sehr lange aber durch eingebaute Elektronik werden die anfällig. Gerade von den anderen bekannten KEFs scheint es viele Defekte zu geben...


Und zu analog bleiben:
Soll man das Problem totschweigen?
Zudem kannst du einen Mac etc. als Streaming-Device nehmen. Oder dir für ein paar Euro eine OpenSource-Lösung zusammen bauen, die auf lange Sicht voraussichtlich besseren Support erhält.
Und es ist nicht verkehrt so einen Kram in einem eigenen VLAN zu betreiben,
-4
holk10027.06.26 14:15
Das ist doch kein Grund gegen Streaming. Funktioniert bei mir seit vielen Jahren hervorragend. Ist bequem, wenig Kabel und hervorragende Klangqualität. Dauer des Supports ist wie bei allen elektronischen Geräten von der Marke abhängig und eine Frage des Preises. Auch Aktivboxen laufen bei Freunden seit vielen Jahren problemlos. Und wenn das interne Streaming irgendwann mal veraltet sein sollte, kann man immer noch ein externes anschließen.
+5
Bitsurfer27.06.26 21:32
vta
Bitsurfer
Lang21
Bluetooth ist irrelevant. Wie ja auch erwähnt, nimmt man sich einen kleinen Streamer und alles ist gut.
Habe ein WiiM Pro zuhause. Funktioniert super. Für etwas mehr als 100.-, sogar mit Raumeinmessung.
Das sind am Ende alles IoT-Geräte, die früher oder später (wenn nicht schon jetzt) schlechten Software-Support (z.B. Sicherheitslücken) haben werden.
Dann ist NICHT "alles gut".
Wie zb Bose die für gewisse Geräte den Support gekillt hat. Kein Webradio mehr, spotify Connect, Deezer etc. 5 jähriges Gerät hat jetzt kein autarkes Webradio mehr. Kann man für den spezifischen Gebrauch entsorgen.
+2
h.ml27.06.26 23:47
Ich hatte die erste Version der LSX, die waren eine Katastrophe, ständige Verbindungsabbrüche zum Netzwerk und jedes mal musste man die Lautsprecher vom Strom trennen damit sie wieder kurze Zeit funktionierten.
Anders hingegen bei der zweiten Version, selbes Netzwerk Zuhause aber deutlich zuverlässiger.
Ich kann die Kritik am drahtloses HiFI durchaus nachvollziehen, es gibt einfach nichts stabileres als die guten alten Kabelverbindungen.
+1
Lang2128.06.26 09:08
vta
sonorman
vta
Bitsurfer
Lang21
Bluetooth ist irrelevant. Wie ja auch erwähnt, nimmt man sich einen kleinen Streamer und alles ist gut.
Habe ein WiiM Pro zuhause. Funktioniert super. Für etwas mehr als 100.-, sogar mit Raumeinmessung.
Das sind am Ende alles IoT-Geräte, die früher oder später (wenn nicht schon jetzt) schlechten Software-Support (z.B. Sicherheitslücken) haben werden.
Dann ist NICHT "alles gut".
Dann musst Du eben analog bleiben.
Plattenspieler-Anschluss ist vorhanden.
Solche Aktivboxen sind das nächste Problem - das man sich zweimal überlegen sollte. Normalerweise halten Lautsprecher sehr lange aber durch eingebaute Elektronik werden die anfällig. Gerade von den anderen bekannten KEFs scheint es viele Defekte zu geben...

Tja, leider muss ich das bestätigen, zumindest aus meiner persönlichen Erfahrung. Ich habe die erste Generation der LS50 Wireless. Letztes Jahr musste die Elektronik der Masterbox gewechselt werden. Kosten: ca. 250 €
+1
vta28.06.26 12:56
Lang21
vta
sonorman
vta
Bitsurfer
Lang21
Bluetooth ist irrelevant. Wie ja auch erwähnt, nimmt man sich einen kleinen Streamer und alles ist gut.
Habe ein WiiM Pro zuhause. Funktioniert super. Für etwas mehr als 100.-, sogar mit Raumeinmessung.
Das sind am Ende alles IoT-Geräte, die früher oder später (wenn nicht schon jetzt) schlechten Software-Support (z.B. Sicherheitslücken) haben werden.
Dann ist NICHT "alles gut".
Dann musst Du eben analog bleiben.
Plattenspieler-Anschluss ist vorhanden.
Solche Aktivboxen sind das nächste Problem - das man sich zweimal überlegen sollte. Normalerweise halten Lautsprecher sehr lange aber durch eingebaute Elektronik werden die anfällig. Gerade von den anderen bekannten KEFs scheint es viele Defekte zu geben...

Tja, leider muss ich das bestätigen, zumindest aus meiner persönlichen Erfahrung. Ich habe die erste Generation der LS50 Wireless. Letztes Jahr musste die Elektronik der Masterbox gewechselt werden. Kosten: ca. 250 €

Du bist nicht allein.
Beispiel: LS50 Wireless Passive Conversion

[...]

Why did you do this?:

I bought my speakers in 2017 and had the mainboard replaced in 2018 under warranty. The left hand (slave) unit started failing about a month ago (blinking lights), and the cost to repair them out of warranty was likely to be >$1500 AUD - not worth it.
https://www.reddit.com/r/KEF/comments/1fhz22e/ls50_wireless_passive_conversion/

Elektronik ist halt ein Fehlerquelle. Aber allein der Hinweis darauf schmeckt schon einigen nicht...
-1
Glückssucher28.06.26 15:28
Leider gibt es bei so manchem britischem HiFi Hersteller den traurigen Trend sich auf den in der Vergangenheit erworbenen Ruhm aus zu ruhen und gerade im unteren
Preissegment Lösungen an zu bieten die sich bei genauerer Betrachtung einfach nicht
rechnen können.899 EUR?Da wurde entweder am Chassis gespart oder an der Elektronik.Einen guten Aktiv Lautsprecher zu konstruieren ist weit mehr als nur ein Aktiv Modul in ein Passiv Gehäuse zu quetschen.Und KEF ist da bei weitem nicht allein.
Wer es nicht glaubt kann ja mal Erfahrungsberichte von B&W Formation Duo Usern lesen.Die berichten über sehr ähnliche Probleme.
-1

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