TechTicker: Cambridge Roon Ready Netzwerkplayer, günstiges HiFi aus Dänemark, Eizo HDR-Referenzmonitor und mehr

EIZO COLOREDGE PROMINENCE CG3146 HDR-REFERENZMONITOR
Mit dem Pro Display XDR hat Apple zweifellos einen beeindurckenden Monitor für Profi-User und Nutzer des neuen Mac Pro geschaffen. Der 32-Zöller mit 6K-Auflösung soll qualitativ Maßstäbe zu einem (in diesem Segment) unschlagbar günstigen Preis setzen. Nach einigen Testberichten gab es durchaus Lob, aber auch Kritik an dem mindestens 5.500 Euro teuren High-End-Monitor. Nicht nur an dem unverschämten Aufpreis für den nicht standardmäßig enthaltenen Standfuß und dem ebenfalls aufpreispflichtigen "Nanotexturglas", sondern auch daran, dass der Bildschirm nicht selbst (Hardware-) Kalibriert werden kann.


Wer dem Apple-Braten nicht traut, der kann sich alternativ mal den brandneuen Eizo ColorEdge PROMINENCE CG3146 HDR-Referenzmonitor anschauen, der nach Herstellerangaben der weltweit erste seiner Art mit eingebautem Kalibrierungssensor ist. Als Referenzmonitor soll der CG3146 Profis in der Fernseh- und Film-Industrie die zweifelsfreie Gewissheit geben, das tatsächliche Bild zu sehen. Präzision wie Konsistenz erreicht er laut Eizo "in unübertroffener HDR-Referenz-Qualität". Seine farbtreue Wiedergabe über die gesamte Leuchtdichtekennlinie (EOTF) qualifiziere den CG3146 für den vollständigen 4K-Produktionsworkflow sowohl in HDR als auch in SDR.


Features:
  • Auflösung: 4096 x 2160 (17:9, 149 ppi bei 31,1")
  • Single-Link 12G/6G/3G/HD-SDI und Dual- oder Quad-Link 3G/HD-SDI, sowie HDMI und DisplayPort-Anschlüsse
  • VPID-Unterstützung für SDI-Verbindungen
  • HDMI- und DisplayPort-Eingänge
  • 99-prozentige Reproduktion von DCI-P3
  • tiefes Schwarz ohne ABL oder lokal Dimming mit bis zu 1.000.000 Kontrast
  • 3D LUT zur Anpassung einzelner Farben gemäß einer kubischen RGB-Tabelle
  • 10-Bit-Darstellung über eine 24-Bit-LUT für weiche Farbtonverläufe
  • Schnellanpassung der Monitoreinstellungen per Regler an der Gehäusevorderseite
  • Lichtschutzhaube im Lieferumfang enthalten
  • 5 Jahre Herstellergarantie (vor-Ort Double Swap-Austauschservice optional)

Einen englischsprachigen Produktflyer finden Sie hier.

Und was kostet der Spaß? Wenn der PROMINENCE CG3146 im Juni in den Handel kommt, werden dafür 28.560 Euro fällig. Da sieht das Apple Pro Display XDR doch gleich wieder wie ein Schnäppchen aus.

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CAMBRIDGE AUDIO AZUR 851N AB SOFORT ROON READY
Nachdem Cambridge Audio kürzlich seine Netzwerkplayer Edge NQ und CXN (V2) Roon Ready gemacht hat (siehe ), folgt jetzt das Firmware-Update für den preislich dazwischen angesiedelten Netzwerk-Player Azur 851N.


Neben der Musikwiedergabe von Streaming-Anbietern wie Spotify oder TIDAL, Lossless-Musikdateien aus dem lokalen Netzwerk, von einem angeschlossenen USB-Datenträger oder weiteren digitalen Zuspielern, ist der rund 1.450 Euro teure Azur 851N damit nur auch mit dem Roon-eigenen Übertragungsprotokoll RAAT kompatibel. Näheres zu Roon erfahren Sie in diesem Artikel. Der Azur 851N ist über den Fachhandel, aber auch online über Amazon erhältlich.


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ARGON AUDIO – SKANDINAVISCHES HIFI ZUM SCHNÄPPCHENPREIS?
Unter dem Label ArgoN Audio hat die dänische Händler- und Online-Shop-Kette Hifiklubben Audioprodukte anzubieten, die nach eigenem Bekunden auch für Kunden geeignet sind, die nicht bereit oder in der Lage sind, tausende von Euro in ein Musiksystem zu investieren. Neben einer großen Palette an aktiven und passiven Lautsprechern (inkl. Subwoofern) findet sich im Argon-Sortiment auch Elektronik, wie der nur 329 Euro teure Stereo-Verstärker mit Bluetooth SA1.


Sehr interessant sind auch die Aktivlautsprecher Forte A5 für gerade mal 459 Euro das Paar. Äußerlich ähneln die Speaker zwar ein wenig den hier getesteten Passivlautsprechern von Q Acoustics, aber das ist wohl dem Kosten sparenden Gehäusebau (vermutlich in Fernost) geschuldet.


Die Produkte von Argon Audio können hierzulande im Onlineshop des Anbieters erworben werden. Kostenloser Versand bei Bestellungen über 49 Euro und 30 Tage Rückgaberecht gehören selbstverständlich dazu. Die Marke sollte man auf jeden Fall mal im Auge behalten.


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LEDLENSER IF4R MUSIC: BAUSTRAHLER TRIFFT BLUETOOTH-BOX
Was haben Profi- und Hobby-Handwerker, vor allem Maler, außer ihrem eigentlichen Handwerkszeug fast immer dabei? Zwei Dinge: Erstens einen Baustrahler und zweitens ein Baustellenradio. Da verwundert es ein wenig, wieso es so lange gedauert hat, bis jemand genau diese zwei Dinge miteinander vereint.


Das Solinger Unternehmen Ledlenser hat eine multifunktionelle Lichtquelle um einen Bluetooth-Lautsprecher erweitert. Jedes Smartphone kann dadurch ohne zusätzliche App als Player eingesetzt werden. Das robuste und kompakte (235 x 47 x 110 mm, 1.139 g) Gerät mit der etwas sperrigen Bezeichnung iF4R music ist IPX4- und IP5X-zertifiziert und eignet sich auch für Arbeiten im Garten, beim Campingtrip oder für zahlreiche andere Aktivitäten. Der integrierte Akku sorgt für bis zu 15 Stunden lang Licht und Musik. Das Laden erfolgt über einen magnetischen USB-Anschluss. Dank integrierter Powerbank lässt sich auch ein Mobilgerät aufladen.


Per multifunktionalem Schalter können verschiedene Lichtfunktionen eingestellt werden. Fünf Helligkeitsstufen reichen vom blendfreien Licht für lange Akkulaufzeit über eine moderate Beleuchtung bis hin zur Powerstufe von 2500 Lumen. Die Akkuleistung variiert je nach Lichtstärke: Bei 200 Lumen dauert es 15 Stunden, bei 1000 Lumen drei und bei 2500 Lumen ca. 1,5 Stunden, bevor der Akku wieder aufgeladen werden muss. Ob dabei auch Musikwiedergabe eingerechnet ist, geht aus der Meldung des Herstellers nicht hervor. Nach sechs Stunden Ladezeit ist der iF4R music wieder einsatzbereit.

Der iF4R music von Ledlenser wird ab Mai 2020 zum UVP von 189 Euro erhältlich sein. Ein Magnetic Charging USB-Kabel und ein USB-Netzteil sind im Lieferumfang enthalten. Wer auf die Lautsprecherfunktion verzichten kann, findet bereits jetzt mit dem Modell iF8R einen noch stärkeren LED-Baustrahler (bis 4.500 Lumen) zu einem günstigeren Preis (rund 146 Euro) bei Amazon.

Kommentare

scheibe brot
scheibe brot19.04.20 09:26
hat jemand den argon verstärker oder die boxen zuhause stehen? immerhin ist da ja ein sabre chip drin und dürfte nicht so schlecht klingen...
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scheibe brot
scheibe brot19.04.20 09:46
scheibe brot
hat jemand den argon verstärker oder die boxen zuhause stehen? immerhin ist da ja ein sabre chip drin und dürfte nicht so schlecht klingen...

also bei fairaudio( darf ich das sagen?) gibt es testbericht über die argon geräte(boxen sind eine nummer größer). da haben die dänen mal richtig nachgedacht:-) danke sonorman für den tollen tip!
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Steffen Stellen19.04.20 12:04
Das Gerät von Apple ist ein ganz ordentlicher Kompromiss mit einer tollen Schärfe. Beim Eizo geht es um ein Gerät für Profis.
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arekhon
arekhon19.04.20 12:10
Das Eizo-Gerät ist wohl eine Variante des Sony BVM-HX310.
Wenn man die Specs vergleicht sind die Geräte nahezu identisch:

Hier noch die Doku
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maculi
maculi19.04.20 12:36
son
Ich schenk dir ein e. Damit kannst du aus dem "Ronn Rady" im ersten Absatz ein Ronn Ready machen.

Der Verstärker Argon SA1 gefällt. Er kommt schön schlicht daher. Wenn er dann auch noch gut klingt... Ist dazu ein Test geplant?
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nafcam
nafcam19.04.20 13:17
Der argon Verstärker ist wohl angelehnt an den Yamaha WXA-50. Den finde ich aber besser ausgestattet ...
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Mankey
Mankey19.04.20 13:22
maculi
son
Ich schenk dir ein e. Damit kannst du aus dem "Ronn Rady" im ersten Absatz ein Ronn Ready machen.

Ich tausche Dir dann noch ein "o" für ein "n". Dann kannst Du aus "Ronn Ready" ein Roon Ready machen
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+3
sonorman
sonorman19.04.20 13:22
maculi

Der Verstärker Argon SA1 gefällt. Er kommt schön schlicht daher. Wenn er dann auch noch gut klingt... Ist dazu ein Test geplant?
Ein Test ist derzeit nicht konkret geplant. Aber guck mal nächstes Wochenende rein. Da habe ich einen anderen kleinen Amp im Test. Nicht ganz so billig, aber immer noch sehr bezahlbar, kann mehr und leistet mehr.

PS: Ronn ist korrigiert.
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Weia
Weia19.04.20 13:28
MacTechNews
Nach einigen Testberichten gab es durchaus Lob, aber auch Kritik an dem mindestens 5.500 Euro teuren High-End-Monitor. Nicht nur an dem unverschämten Aufpreis für den nicht standardmäßig enthaltenen Standfuß und dem ebenfalls aufpreispflichtigen "Nanotexturglas", sondern auch daran, dass der Bildschirm nicht selbst (Hardware-) Kalibriert werden kann.
Die fehlende Hardware-Kalibration ist bei 10-Bit-Monitoren so wenig ein Problem wie eine Abtastfrequenz von 48kHz bei Digital Audio: die Einschränkung ist mit unseren Sinnen nicht wahrnehmbar und also schnurz.

Was hingegen aufs Übelste wahrnehmbar ist, ist das Local Dimming. Mir persönlich ist ein Rätsel, wie man ernsthaft (grafisch) an einem Monitor arbeiten will, bei dem man sich nie sicher sein kann, ob eine Lichtschleierbildung nun dem Bildinhalt oder der Hintergrundbeleuchtung zu verdanken ist. Umgekehrt verstehe ich nicht, wozu irgendjemand einen Kontrast von 1.000.000 : 1 braucht.

Sprich: Aus meiner Sicht wäre ein Monitor mit dem LCD des Pro Display XDR, aber mit homogener LED-Hintergrundbeleuchtung statt Local Dimming, der entsprechend preiswerter sein könnte, ein idealer Monitor auf der Höhe der Zeit. Ich verstehe nicht, warum Apple den nicht alternativ anbietet.

Monitore wie der Eizo sind schon aufgrund der zu geringen Auflösung keine Alternative; sie taugen nicht als Retina-Ersatz für alte Monitore mit großer Bildschirmdiagonale.
Not every story must end with a battle (Ophelia, in der umwerfend guten feministischen Adaption des Hamlet-Stoffes in dem Film „Ophelia“)
-2
Wiesi
Wiesi19.04.20 14:06
sonorman
Eizo stellt einen HDR-Referenzmonitor zum Kleinwagenpreis vor....Wenn der PROMINENCE CG3146 im Juni in den Handel kommt, werden dafür 28.560 Euro fällig.

Für das Geld bekommt man einen Kleinwagen zum Apple-Preis.
Everything should be as simple as possible, but not simpler
0
wolfgag
wolfgag19.04.20 15:11
sonorman
Eizo stellt einen HDR-Referenzmonitor zum Kleinwagenpreis vor....Wenn der PROMINENCE CG3146 im Juni in den Handel kommt, werden dafür 28.560 Euro fällig.
Ein Referenzmonitor ist kein normales Arbeitsdisplay. Von daher erübrigt sich jeder Vergleich mit Apples Pro Display.
+1
X-Jo19.04.20 16:24
Wiesi
[…] Für das Geld bekommt man einen Kleinwagen zum Apple-Preis.
Und für den Kleinwagen zum Apple-Preis bekommt man 10 E-Bikes.
0
Krypton19.04.20 16:37
Ein Test der ArgonAudio Geräte fände ich auch spannend. Zumindest optisch sehr schöne Geräte. Endlich mal ein Hersteller, der es schafft, Frontblenden magnetisch anzubringen und hässliche Schrauben zu verstecken, anstatt Boxen mit Löcher zu verunzieren.

Der SA1 für 330 € sieht dem NAD Amp 1 für 600 € zum verwechselnl ähnlich :
https://www.hifiklubben.de/stereo/Verstarker/nad-amp1-stereo verstarker-mit-streaming-/
https://www.hifiklubben.nl/stereo/versterkers/argon-audio-sa 1-versterker-met-bluetooth/
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olilech19.04.20 16:49
Da sieht das Apple Pro Display XDR doch gleich wieder wie ein Schnäppchen aus.

Kann man garnicht vergleichen. Wenn man einen Referenzmonitor möchte ist das Apple Display leider raus.
+4
thomas b.
thomas b.19.04.20 18:29
Krypton
Ein Test der ArgonAudio Geräte fände ich auch spannend. Zumindest optisch sehr schöne Geräte. Endlich mal ein Hersteller, der es schafft, Frontblenden magnetisch anzubringen und hässliche Schrauben zu verstecken, anstatt Boxen mit Löcher zu verunzieren.
...

Das schafft B&W auch bei der kleinen 607 schon.
0
sonorman
sonorman19.04.20 19:25
Krypton
…Endlich mal ein Hersteller, der es schafft, Frontblenden magnetisch anzubringen und hässliche Schrauben zu verstecken, anstatt Boxen mit Löcher zu verunzieren.
Das ist wirklich nichts besonderes mehr. Machen inzwischen viele Hersteller. Beispielsweise Nubert bei den kürzlich getesteten X-3000, oder auch die oben verlinkten Speaker von Q Acoustics.
+1
olilech19.04.20 20:19
Weia
Monitore wie der Eizo sind schon aufgrund der zu geringen Auflösung keine Alternative; sie taugen nicht als Retina-Ersatz für alte Monitore mit großer Bildschirmdiagonale.

Der hier gezeigte Eizo ist ein Proof Monitor für 4K Video. Ich sehe die Logik nicht warum für diesen Einsatzzweck seine 4K Auflösung nicht ausreichen soll.
+2
wolfgag
wolfgag19.04.20 20:32
olilech
Der hier gezeigte Eizo ist ein Proof Monitor für 4K Video. Ich sehe die Logik nicht warum für diesen Einsatzzweck seine 4K Auflösung nicht ausreichen soll.
Der muss für diesen Zweck sogar genau 4k haben.
+2
Weia
Weia20.04.20 00:37
olilech
Der hier gezeigte Eizo ist ein Proof Monitor für 4K Video. Ich sehe die Logik nicht warum für diesen Einsatzzweck seine 4K Auflösung nicht ausreichen soll.
Für diesen Einsatzzweck reicht die Auflösung natürlich aus.

Hier wurde der Monitor aber als Alternative zu Apples Pro Display XDR vorgestellt. Und für diesen Einsatzzweck würde die Auflösung eben nicht ausreichen. (Ja, ich weiß auch, dass er dafür auch gar nicht gedacht ist. Wenn Du möchtest, kannst Du meinen Hinweis gerne als Kritik an dem Vergleich in dem Artikel lesen. )
Not every story must end with a battle (Ophelia, in der umwerfend guten feministischen Adaption des Hamlet-Stoffes in dem Film „Ophelia“)
-2
milk
milk20.04.20 10:06
X-Jo
Wiesi
[…] Für das Geld bekommt man einen Kleinwagen zum Apple-Preis.
Und für den Kleinwagen zum Apple-Preis bekommt man 10 E-Bikes.
Und für den Kleinwagen zum Apple-Preis bekommt man 100 Bio-Bikes.
0
Steffen Stellen21.04.20 09:24
wolfgag
sonorman
Eizo stellt einen HDR-Referenzmonitor zum Kleinwagenpreis vor....Wenn der PROMINENCE CG3146 im Juni in den Handel kommt, werden dafür 28.560 Euro fällig.
Ein Referenzmonitor ist kein normales Arbeitsdisplay. Von daher erübrigt sich jeder Vergleich mit Apples Pro Display.
Ja natürlich nicht. Es war ja eben Apple die ihr neues Display in Preisrelation zu einem Proof-Monitor gesetzt haben und ihn damit als Alternative beworben haben.
+1

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