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Apples und Konfliktmineralien: Jährlicher Bericht kann keine Probleme entdecken

Der Begriff „Konfliktmineralien“ hat sich als Begriff eingebürgert für Rohstoffe, welche für IT-Produkte essenziell sind, und deren Vorkommen in Gebieten liegen, in denen Bürgerkriege stattfinden. Die Befürchtung ist, dass Minen und Gießereien zur Finanzierung von Waffen, Söldnern und Milizionären dienen, um die offizielle Regierung des Landes zu bekämpfen. Im Rahmen der Berichtspflichten als US-Unternehmen gab Apple nun den jährlichen Bericht gegenüber der Security & Exchange Commission (SEC) zu möglichen Auswirkungen ihrer Einkäufe ab. Darin erläutert Apple die eigenen Maßnahmen für möglichst ethische Ressourcengewinnung.


Der von Jennifer Newstead verfasste Bericht erklärt, dass man bei allen Lieferanten darauf achte, dass sie die Sorgfaltsrichtlinien (due diligence) der Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (OECD) und der Vereinten Nationen (UN) einhalten. Der Konzern achte darauf, dass in der gesamten Produktionskette die eigenen hohen Standards für Arbeits- und Menschenrechte sowie Umweltfreundlichkeit eingehalten werden.

Vier Konfliktelemente
Apple benennt dabei vier Rohstoffe, welche im Fokus stehen: Wolfram, Tantal, Zinn und Gold. Diese kürzt der Bericht mit 3TG ab, was mit nur mit den englischen Trivialnamen dieser Elemente Sinn ergibt (Tungsten, Tantalum, Tin, Gold). Von allen Gießereien und Raffinerien, welche für Apple-Produkte diese Rohstoffe liefern, fordert Apple eine jährliche unabhängige Auditierung nach internationalen Standards. Im Jahr 2025 haben sich sämtliche Lieferanten daran gehalten. Gemäß dieser Untersuchung habe man keinen Anlass zu der Vermutung, dass einer der Gießereien oder Raffinerien direkt oder indirekt bewaffnete Gruppen in der Zentralrepublik Kongo oder in einem Nachbarland finanziert.

"Angemessene Ursprungslanduntersuchung"
Für das Jahr 2025, so der Bericht, habe der Konzern „im angemessenen Umfang“ untersucht, woher die gelieferten Materialien stammten (Reasonable Country of Origin Inquiry), und habe keine Unregelmäßigkeiten festgestellt. Dies beantwortet den Vorwurf, dem sich Apple in einer Klage ausgesetzt sieht, nur bedingt. Diese wirft drei Raffinerien vor, Erze aus Konfliktminen von Schmugglern aufgekauft und auf legitime Minen umdeklariert zu haben.

Jährlicher Nachhaltigkeitsbericht
Jedes Jahr veröffentlicht Apple zwei Berichte zur Lieferkette: Einen Environmental Progress Report (PDF) und einen namens People and Environment in Our Supplay Chain Annual Update (PDF). Im Letzteren betont Apple, wie wichtig dem Konzern Themen wie Fortbildung und Angestelltenrechte seien, auch bei Zulieferern. Man habe seit 2008 über 33 Mio. Angestellte bei Zulieferern über ihre Rechte am Arbeitsplatz unterrichtet, über 655.000 Angestellte nach ihren Arbeitsbedingungen befragt und 1.856 Untersuchungen und Audits in der Zuliefererkette durchgeführt. Dabei achte der Konzern besonders darauf, dass die jeweiligen Unternehmensleitungen nicht verfälschend eingreifen können.

Audits bei Zuliefern geben den untersuchten Unternehmen sehr gute Bewertungen. (Quelle: Apple)

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