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KI-Coding macht bessere Software? Viele Entwickler sehen das anders und benennen die Probleme

Es steht außer Frage, dass KI-Lösungen in vielen Bereichen hilfreiche Werkzeuge darstellen können und die Produktivität erhöhen – vor allem, wenn es um die schnelle Erfassung großer Datenmengen geht. Immer dann, wenn jedoch faktengetreue Darstellung erforderlich ist, bedarf es aber Vorsicht, denn LLMs als begnadete Erzähler sind nicht notwendigerweise auch die wahrheitsliebendsten Zeitgenossen – zumal ein LLM gar nicht wirklich versteht, was es schreibt. Ein Branchentrend sind inzwischen agentische Lösungen, die vielschrittige Aufgaben übernehmen, sowie spezialisierte Tools zur Erstellung von Programm-Code. Das versetzt theoretisch sogar Nutzer ohne Programmierkenntnisse in die Lage, Apps zu erstellen. Von erfahrenen Entwicklern gibt es hingegen sehr durchwachsenes Feedback, wie 404 Media in einem Artikel zusammenfasst.


KI-Umstellungen oft wenig hinterfragt
Mehrere Entwickler erläutern in einem Stimmungsbericht, dass sie zur Nutzung von KI-Tools gedrängt werden, deren Ergebnisse aber häufig mehr Nacharbeit, Unsicherheit und technischen Ballast erzeugen. Der Vorwurf richtet sich allerdings keinesfalls gegen KI als gelegentliches Hilfsmittel. Mehrere der befragten Personen räumen ein, dass solche Werkzeuge beim Prototyping, beim Erkunden unbekannter Codebereiche, beim Zusammenfassen von Logs oder beim Auffinden von Dokumentation sehr nützlich sein können.

Für Komponenten oft gut, für Projekte nicht
Problematisch werde es, wenn KI-Agenten großflächig Änderungen an komplexen Codebasen erzeugen und Unternehmen anschließend vor allem auf Menge, Geschwindigkeit und sichtbare KI-Nutzung schauen. Besonders kritisch sehen die Befragten den Aufwand zur Überprüfung der Ergebnisse. Bei kleinen Hilfsfunktionen lassen sich Vorschläge noch vergleichsweise leicht prüfen. Anders sieht es hingegen aus, wenn man vor einem riesigen Berg an fremdem Code steht: Bei größeren Änderungen in verzweigten Projekten, sicherheitsrelevanten Komponenten oder historisch gewachsenen Codebasen wird die Sache nämlich maßgeblich schwieriger.

"Es macht mich dümmer"
Hinzu kommt ein psychologischer Effekt, denn mehrere Entwickler berichten, dass sie durch den ständigen Einsatz von KI bei alltäglichen Aufgaben unsicherer werden. Routinen, die früher selbstverständlich waren, müsse man plötzlich wieder nachschlagen – oder gar das Modell erneut befragen. "Es macht mich definitiv dümmer", fasst es eine zitierte Stimme in Worte. Vor allem Neulinge erzielen zwar schnelle Erfolge, ohne jedoch problematische Nebenwirkungen zu erkennen. Das wiederum verschiebt die Verantwortung noch stärker auf erfahrene, teurere Entwickler – was Kostenvorteile zunichte machen kann.

Differenziertere Betrachtung erforderlich
Die Frage ist daher nicht, ob KI in der Software-Entwicklung hilfreich sein kann, denn das ist sie je nach Einsatzbereich zweifellos. Mehr generierter Code ist nicht automatisch Fortschritt oder mehr Produktivität – vor allem, wenn am Ende weniger Verständnis für die eigene Codebasis und die Architektur vorliegt. Entscheidend dabei ist die Entscheidung, an welchen Stellen Automatisierungen sinnvoll sind, ohne aber "viel Code entstanden" mit "viel besser entwickelt" zu verwechseln.

Kommentare

d2o15.05.26 13:35
Ich kann nur aus dem behördlichen Umfeld berichten, so man in KI-Codierung (Vibe Coding) das Allheilmittel sieht.
Man sieht darin plötzlich alle Beschäftigten als "Programmierer", die sich alles in jeder Sprache als Programm erstellen lassen können - auch diejenigen, die weder Berührung zur Programmierlogik noch zu irgendeiner Programmiersprache hatten.
Aber wer wartet den Code? Wer behebt Fehler, wenn etwas nicht klappt? Was ist mit Know-How Transfer bei Personalwechsel? Was ist mit IT-Sicherheit und Datenschutz, wenn in dem Code plötzlich Klassen enthalten sind, die Daten irgendwohin schicken oder andere Systeme beeinflussen?
Aus meiner Sicht ist dieses KI und Coding zu kurz gedacht, zumindest wenn man damit keine Profis oder sonstige, kundige Beschäftige beauftragt.

VG
+28
UWS15.05.26 14:15
Kann man alles 100% so unterschreiben. KI ist halt ein Werkzeug. Gib jemandem eine Kelle, Steine und Mörtel: der eine baut daraus ein Haus, der andere bekommt damit nichts zusammen. Code blind zu vertrauen, ist Wahnsinn und Leute daran zu lassen, die gar nicht verstehen, was da eigentlich passiert, im Grunde ebenso.

Aber: wenn man die KI als Sparringspartner sieht, den man auch fragen kann, warum er etwas macht und wie das exakt funktioniert, kommen dabei mittlerweile schon ganz ansehnliche Resultate raus. Vor allem, wenn man z.B. wie in Claude vorab schon ein eng umrissenes Regelwerk hinterlegt.
There is no cloud…it’s just someone else’s computer.
+10
LoCal
LoCal15.05.26 14:17
d2o
Ich kann nur aus dem behördlichen Umfeld berichten, so man in KI-Codierung (Vibe Coding) das Allheilmittel sieht.
Man sieht darin plötzlich alle Beschäftigten als "Programmierer", die sich alles in jeder Sprache als Programm erstellen lassen können - auch diejenigen, die weder Berührung zur Programmierlogik noch zu irgendeiner Programmiersprache hatten.
Aber wer wartet den Code? Wer behebt Fehler, wenn etwas nicht klappt? Was ist mit Know-How Transfer bei Personalwechsel? Was ist mit IT-Sicherheit und Datenschutz, wenn in dem Code plötzlich Klassen enthalten sind, die Daten irgendwohin schicken oder andere Systeme beeinflussen?
Aus meiner Sicht ist dieses KI und Coding zu kurz gedacht, zumindest wenn man damit keine Profis oder sonstige, kundige Beschäftige beauftragt.

VG

Ich war vor ein paar Monaten auf einer AI-Konferenz und dort hat dann jemand seine Codegenerierungserfahrungen mit AI vorgestellt und dann zur Diskussion aufgefordert.

Die Person, die das zeigte, erzählte, dass sie bzw. ihr Unternehmen von einem Kunden* beauftragt wurde ein Analyse-Tool für einen Webshop zu entwickeln.
Deren erster Schritt war dann, dass sie sich mehrere Frameworks mit den eigenen Entwicklern angeschaut hatten, diese aber nicht verstanden haben (wurde exakt so gesagt!).
Darauf hin hat die Person, komplett ohne Programmiererfahrung, sich hingesetzt und das mit OpenAI gesetzt. Dauer: 1 Woche. Nach Fertigstellung wurde das dann dem Kunden präsentiert und letztendlich auch verkauft. Es wurde nicht bekannt gegeben, ob dem Kunde klar kommuniziert wurde, dass es sich um ein KI generiertes Tool handelt.

In der anschliessenden Diskussion habe ich dann gefragt, ob deren interne Entwickler ein CodeReview gemacht haben? Antwort: Nein, das hab ich auch die KI machen lassen.
Meine anschliessende Frage wie das ganze getestet wurde, erhielt die gleiche Antwort: Das hat die KI gemacht.

Ich habe mich dann als Software-Entwickler geoutet und gesagt, dass es ja eigentlich die Prämisse gibt, dass der Entwickler weder seinen eigenen Code-Reviewen noch final testen darf.

Daraufhin wurde ich nur müde belächelt ich bohrte dann besonders in Sachen Code-Qualität und Verständnis noch etwas nach bis ich von einer anderen Person im Raum etwas harsch angegangen wurde, dass ich doch mal von meinem hohen Entwickler-Ross runter kommen solle und merken, dass die KI gerade die Software-Entwicklung demokratisiert. Eine weitere Person meinte dann, dass mein Job ja eh bald von der KI übernommen wird.

Ich nutze bei meiner Arbeit ja selbst KI, allerdings würde ich nicht im Traum auf die Idee kommen, auf diese Art Projekte umzusetzen. Hauptsächlich lasse ich mir die Dokumentation von der KI schreiben, aber wenn ich mal Code erstellen lasse, dann prüfe ich den mehrfach und bis jetzt kam eigentlich nie guter Code heraus.
Mit gutem Code meine ich, keine unnötigen Variablen, keine obskuren Konstrukte oder, im Fall von SwiftUI, Bindings wo überhaupt keine nötig sind.

*mittelgrosses deutsches Modeversandhaus, man konnte sehr deutlich sehen wer der Kunde war!
Ich hab zwar keine Lösung, doch ich bewundere dein Problem
+15
d2o15.05.26 14:21
UWS
Aber: wenn man die KI als Sparringspartner sieht, den man auch fragen kann, warum er etwas macht und wie das exakt funktioniert
Wie kann aber jemand, der nicht vom Fach ist, etwas (hinter)fragen? Kommt man auf die Fragen, deren Antworten sich durch den Sparringspartner ergeben? Kann man damit was anfangen, obwohl die very Basics fehlen?

Evtl. gehe ich zu fatalistisch an das Thema ran, aber man kann der KI nun mal keine Verantwortung für etwas übergeben. Die verbleibt beim zuständigen menschlichen Beschäftigten. Und wenn der die Ergebnisse weder versteht noch Probleme beheben kann, ergibt sich für mich kein Vorteil.
Selbst ein Profi verlässt sich nicht auf "läuft doch", sondern er muss wissen, ob es korrekt läuft und ob es im Rahmen der Spezifikationen läuft.

VG
+4
d2o15.05.26 14:28
LoCal
Daraufhin wurde ich nur müde belächelt ich bohrte dann besonders in Sachen Code-Qualität und Verständnis noch etwas nach bis ich von einer anderen Person im Raum etwas harsch angegangen wurde, dass ich doch mal von meinem hohen Entwickler-Ross runter kommen solle und merken, dass die KI gerade die Software-Entwicklung demokratisiert. Eine weitere Person meinte dann, dass mein Job ja eh bald von der KI übernommen wird.
Genau das meine ich.
Für einen Entwickler mag KI hilfreich sein, weil er die KI sehr spezifisch beauftragen kann und sie ihm dann einfach Tipparbeit abnimmt. Aber Entwicklung besteht nicht nur aus der reinen Codierung (das schreiben in der Programmiersprache), sondern auch in der Logik und dem Gesamtkonzept.
Die 200 Befehle einer Programmiersprache kann jeder auswendig lernen, dass ist nicht das Problem in der Programmierung. Es ist die Logik und das Entwickeln von Problemlösungen bzw. Aufgabenstellungen mit Hilfe dieser Sprache - und da steckt die eigentliche Arbeit.
Für gewöhnlich hält der Entwickler den Kopf für seine Programme hin. Das kann eine Ki nach wie vor nicht.

Der Gärtner stellt auch keinen Bock ein und, lässt den Garten auch nicht von einem zweiten Bock kontrollieren.

VG
+6
UWS15.05.26 14:36
d2o
Wie kann aber jemand, der nicht vom Fach ist, etwas (hinter)fragen?
…das kann er eben gar nicht. Zumindest ein solides Grundverständnis ist m.E. unumgänglich.
There is no cloud…it’s just someone else’s computer.
+6
LoCal
LoCal15.05.26 14:36
UWS
Aber: wenn man die KI als Sparringspartner sieht, den man auch fragen kann, warum er etwas macht und wie das exakt funktioniert, kommen dabei mittlerweile schon ganz ansehnliche Resultate raus. Vor allem, wenn man z.B. wie in Claude vorab schon ein eng umrissenes Regelwerk hinterlegt.

Das sehe ich nicht ganz so, denn das Problem bei den aktuellen KI-Ansätzen ist auch, dass man für die gleiche Aufgabe selten deckungsgleiche Ergebnisse erhält und je komplexer die Aufgabe ist, desto mehr unterscheiden sich die Lösungen, die einem die KI anbietet.
Ich hab zwar keine Lösung, doch ich bewundere dein Problem
+2
tjost
tjost15.05.26 14:37
Ich habe schon so einige Tools für meine Umgebung mithilfe von KI zusammen gebastelt. Was mir aufgefallen ist, ist das die Ki nicht nur unfassbar Hohl ist und mich nicht bis kaum versteht, es sucht auch nach den falschen Ansätzen in seiner Datenbank die oftmals extrem veraltet ist und so nur Fehler einbaut.
Zum Debuggen ist es auch nicht geeignet das es die eigenen Fehler nicht erkennt und ständig neu anfängt und damit alles was mal gut war wieder zerstört.

Ich bin nur minimal, semi von Fach und darum ist KI für mich zwar als Tool zum Schreiben von Code sehr hilfreich, doch ich muss alles haargenau vorgeben bis ins kleinste Detail. Da frage ich mich ob es, bei kleinen Projekten wirklich eine Erleichterung ist?

Ich habe auch mal mit KI versucht mir scripte und tools zusammen zu stellen um meinen Raspberry nach meinen Wünschen zu konfigurieren. Ich habe der KI sogar Zugriff auf den Pi gegeben so das ich nichts mehr machen musste. Task war relativ simpel. Automatischen Einbinden von externen Datenträgern via USB, SMB Share mir Gastzugang und der möglichkeit über das Netzwerk Dateien in die Ordner zu kopieren egal welches Dateisystem. Nach bestimmten Ordnern suchen und den Inhalt im Share als einen Ordner anzeigen.
Eine Stunde später waren dann unendlich viele Tools installiert, 2 Webserver aufgesetzt für die Konfiguration und die liefen beide auf :80 so das keiner der beiden Aufging. Auto-Mount war nicht, Ordner nicht gesucht und in den Share gepackt und nur SMB3 installiert. War sich aber sicher alles richtig gemacht zu haben und gab mir und der SD-Karte die Schuld das es nicht ging.

Ich habe es dann selber gemacht. Kein Webserver und kein Automount (bekomme ich nicht hin) Aber nun habe ich einen schönen Share mit meinen Dateien in verschiedenen Ordnern. Hat mich 45 Minuten gekostet, das meiste durch das Suchen im Netz wie man es am besten macht.

Solange KI sich immer noch für einen unfehlbaren Gott hällt nicht sich selber nicht hinterfragt ist KI nur Ballast. Speicherverschwendung.
-3
UWS15.05.26 14:40
LoCal
Das sehe ich nicht ganz so, denn das Problem bei den aktuellen KI-Ansätzen ist auch, dass man für die gleiche Aufgabe selten deckungsgleiche Ergebnisse erhält
…das wird bei menschlichen Programmierern vermutlich nicht anders sein, gibt ja oft mehrere Wege zum Ziel.
There is no cloud…it’s just someone else’s computer.
+2
LoCal
LoCal15.05.26 15:23
UWS
LoCal
Das sehe ich nicht ganz so, denn das Problem bei den aktuellen KI-Ansätzen ist auch, dass man für die gleiche Aufgabe selten deckungsgleiche Ergebnisse erhält
…das wird bei menschlichen Programmierern vermutlich nicht anders sein, gibt ja oft mehrere Wege zum Ziel.

Wenn Du zwei Entwicklerinnen nach ihrer Lösung für Problem X fragst, ja, dann bekommst Du zwei mehr oder weniger unterschiedliche Lösungen. Und das ist völlig ok.

Aber, wenn Du Claude.ai zwei mal fragst, dann wirst Du da ziemlich sicher auch zwei verschiedene Lösungen bekommen und das ist nicht so ganz ok, denn Du fragst ja ein und dieselbe Quelle…
Ich hab zwar keine Lösung, doch ich bewundere dein Problem
+6
t.stark
t.stark15.05.26 16:48
Was viele aus meiner Sicht völlig verkennen ist im Grunde das Potential, dass sich der Workflow völlig ändert - ich behaupte nicht, dass das heute schon perfekt funktioniert, aber ich denke man kann jetzt schon sehen, dass das in nicht allzu ferner Zukunft so sein wird: Also, es gibt ja im Grunde schon immer Leute, die nur Spezifikationen schreiben. Diese lassen sich auf dieser Basis dann ein Kompilat erstellen, dessen Ergebnis sie evaluieren können. Auf dieser Basis kann dann inkrementell die Spezifikation weiter verfeinert werden, bis es passt. Welche Programmiersprache, wenn überhaupt, von der KI genutzt wurde, um das fertige Programm zu erstellen - eigentlich relativ egal, ist ein Implementierungsdetail, da findet die KI sicher schon das Passende.
Ja, KI ist ein Werkzeug, aber warum man hier perspektivisch noch Entwickler braucht, leuchtet mir nicht ein.
-2
UWS15.05.26 16:55
LoCal
Aber, wenn Du Claude.ai zwei mal fragst, dann wirst Du da ziemlich sicher auch zwei verschiedene Lösungen bekommen
Das kann man aber über sehr strikte Guidelines zumindest stark einschränken. Klar, was man nicht vorgibt wird dann bei einer KI so dahin vagabundieren.

Ich behaupte ja hier keinesfalls, dass man damit sofort einsatzfähige 1-Klick-Lösungen bekommt. Aber es ist halt in vielerlei Hinsicht hilfreich und hat sich in den letzten Monaten auch extrem verbessert. Für jemanden mit dem entsprechenden Hintergrund ist das äußerst praktisch.
There is no cloud…it’s just someone else’s computer.
+1
macfms15.05.26 18:42
Also die ganzen Kommentare hier haben alle ein für und wieder. Ich selbst, ein Laie beim echten Programmieren, arbeite seit Monaten an einer sehr komplexen Software für meine Firma. Ich kann zwar nicht sagen, ob der Code perfekt ist, doch wer kann das schon von den echten Programmierern hier von sich behaupten? Und wie immer im Leben gibt es nicht nur die eine Lösung.

Aus Erfahrung kann ich jedoch sagen, man muss viel dokumentieren, debuggen und in Etappen vorgehen. Am Ende kommt dann definitiv das gewünschte Produkt raus. Und darauf kommt es an. Ich muss also den eingefleischten Programmierern hier definitiv widersprechen. Man kann sehr wohl ein gutes Ergebnis als Laie mit KI erzielen, aber es bleibt dennoch viel Arbeit, wenn es gut werden soll. Blind auf alles vertrauen sollte man nicht.
-1
UWS15.05.26 19:24
Macfms
Ich kann zwar nicht sagen, ob der Code perfekt ist, doch wer kann das schon von den echten Programmierern hier von sich behaupten?
Tja perfekter Code, das ist ja am Ende Definitionssache, schlechte Programmierer liefern eben dann auch schlechten Code.
Macfms
Am Ende kommt dann definitiv das gewünschte Produkt raus.
Das mag rein funktional ja so sein. Aber am Ende gehört da eben auch noch etwas mehr dazu. Das wurde ja hier im Thread auch schon ausgeführt, Sicherheit, Wartbarkeit etc.

Nach meiner Erfahrung muss man den künstlichen Kollegen schon recht eng an die Hand nehmen, sonst „verbessert er gleich hier noch was und dort noch was“… Man kann und sollte da einen Korridor schaffen, in dem sich die KI bewegt…und dann funktioniert das meistens mittlerweile ziemlich gut, auch Fehler in bereits vorhandenem Code werden überraschend gut ermittelt.

Es gibt für so etwas mittlerweile auch ziemlich gute Tutorials, beispielsweise von Anthropic.
There is no cloud…it’s just someone else’s computer.
+1
System 6.0.1
System 6.0.115.05.26 19:29
LoCal
Ich habe auch mal mit KI versucht mir scripte und tools zusammen zu stellen um meinen Raspberry nach meinen Wünschen zu konfigurieren.

Hier ebenso. Ich habe selber keine Ahnung von nix, aber die KI soll ja programmieren können. Bei mir ging es nicht mal um Programmieren, sondern um das Verknüpfen von Anwendungen wie Wispr etc., um gesprochene Sprache in Text zu wandeln, und den Text in fünf unterschiedliche Sprachen zu übersetzen, und auf einer lokalen Website auszugeben.

Ich habe zwei Tage an einem SSH-Terminal mit Perplexity gekämpft und dann aufgegeben. Perplexity hat mir jedesmal, wenn wir in eine Falle getrampelt sind, in freundlichen Worten erklärt, dass ihr Code ja auch gar nicht funktionieren könnte, weil es da ja diesen weit bekannten Bug gebe, und mit diesem Workaround sei das dann … blah blah blah.

Auf meine Frage, warum Perplexity mir Code anbietet, von dem sogar ihr bekannt ist, das er nicht funktioniert, kamen ausweichende Antworten, mit dem Versprechen, dieser neue Code hier funktioniert. Dieses Mal aber wirklich. Ganz großes KI-Ehrenwort.

Jetzt versuche ich es mal mit Claude. Als ich das Problem formulierte meinte Claude nur, das sei überhaupt kein Problem. Sollte ich den erneuten Versuch überleben, werde ich berichten …

„A lot of times, people don't know what they want until you show it to them.“ Steve Jobs, 1998
0
macfms15.05.26 19:33
Nach meiner Erfahrung muss man den künstlichen Kollegen schon recht eng an die Hand nehmen, sonst „verbessert er gleich hier noch was und dort noch was“… Man kann und sollte da einen Korridor schaffen, in dem sich die KI bewegt…und dann funktioniert das meistens mittlerweile ziemlich gut, auch Fehler in bereits vorhandenem Code werden überraschend gut ermittelt.

Da bin ich vollkommen bei dir. Wenn man das berücksichtigt, klappt es sehr gut.
-1
Klaus9915.05.26 20:28
Ha, lügt euch nur weiter in die eigene Tasche. Dem Vibe-Coding gehört die Zukunft. Wer das nicht akzeptiert und sich darauf einstellt, kann bald Regale beim Aldi einräumen. Jammert nicht und schimpft nicht, sondern lernt und stellt euch auf die neue Situation ein.
Ich bin ja schon ein Stück über 60 und im Ruhestand und hatte mit dem Programmieren eigentlich schon abgeschlossen. Auf wundersame Weise wurde ich aber "wiederbelebt" und habe jetzt einen 12 Stunden Tag da ich endlich all die Projekte umsetzen kann, für die ich keine Zeit hatte oder mir der Skill gefehlt hat. Vor allem die Programmierung für macOS und iOS waren bis jetzt böhmische Dörfer für mich. Und alles Funktioniert und läuft. Mein jetziges großes Projekt besteht schon aus 38000 Zeilen Swift Code in 53 Dateien (wenn Codex keinen Mist gezählt hat), und es funktioniert. Dazu musste ich auch auf den 100€ Pro Plan umsteigen, was ich noch keine Sekunde bereut habe. Noch nie hatte ich so viel Spaß beim Programmieren.
So, nun jammert weiter und erzählt Horrorgeschichten aus der Mottenkiste, oder geht mit der Zukunft.
Happy Coding!
-2
Lang2115.05.26 21:45
Traurig, wie unkonstruktiv und unsouverän manche Leute auf berechtigte kritische Nachfragen reagieren …
+3
System 6.0.1
System 6.0.115.05.26 21:46
Ha, lügt euch nur weiter in die eigene Tasche.

Ich habe nicht gelogen, alter Mann. Wir haben unterschiedliche Erfahrungen gemacht.
„A lot of times, people don't know what they want until you show it to them.“ Steve Jobs, 1998
+3
haschuk15.05.26 21:58
Klaus99

Du für Dich, Dein Projekt. Might be. Is. Nur, es ist nicht ein Projekt, das Auswirkungen auf zigtausend Arbeitsplätze und Millionen von Nutzern hat. Und genau da fangen die Unsicherheiten an.
+3
haschuk15.05.26 22:19
Nur so mal als praktisches Beispiel.

Ich baue gerade eine Fotodokumentation von mikrobiologischen Proben auf Nährmedien. Das erfordert eine Probenzuordnung. Smartshooter bietet eine Barcodeerkennung in den Fotos. Nur. Bei den Proben kann ich nicht Barcodes auf die Proben kleben. Die müssen seitlich angebracht werden.

Lösung. Barcodescanner. Scannt den Barcode und reproduziert ihn auf einen Display seitlich neben der Probe. Display ist auf dem Foto, Barcode wird erkannt, Aufnahmen werden strukturiert in ein Verabeitungssystem importiert.

KI generierter Code für 2 Systeme. Schaut doll aus. Schreibt nur einen Code und eine eigene Lib für die Barcode-Generierung auf dem Display, der komplett negiert, dass er bereits fertige Libs dafür im System gibt. Nachfrage…Ich kenne keine Libs dafür.

Klingt harmlos. KI Lib Ausführung 40s, interne Lib 12s. 200 Medien zu dokumentieren, 90 Minuten Timelag.
+2
Unwindprotect16.05.26 00:44
Klaus99
Ha, lügt euch nur weiter in die eigene Tasche. Dem Vibe-Coding gehört die Zukunft. Wer das nicht akzeptiert und sich darauf einstellt, kann bald Regale beim Aldi einräumen.

Nun, schön, dass es Dich stolz macht, wieviele Codezeilen die KI für Dein Projekt generiert hat. Allerdings ist das eben nunmal kein Qualitätsmerkmal. Projekte die zugemüllt sind von aufgeblähtem KI-Code gelten bereits als Problem.

Dabei ist das auch gar kein „KI vs Entwickler“. Es ist ein „KI & Trottel“ vs. „KI & Entwickler“. Im ersten Fall wird einfach blind jeder Slop akzeptiert solange ungefähr ein glaubhaftes Ergebnis herauskommt. Maintainability und Korrektheit sind vollkommen egal. Verstehen tut man das Resultat sowieso nicht. Und weil das ja alles trotz eigener Blödheit geklappt hat, glaubt man, dass man nun echten Entwicklern das Wasser reichen kann. Dabei wird gerne vergessen, das Entwickler die Ergebnisse von KI-Tools auch verifizieren können und so die Vorteile nutzen können ohne soviel Müll zu produzieren.

DAS ist die Problematik und nicht KI vs Entwickler
+4
Accelerator
Accelerator16.05.26 08:44
Unwindprotect
Es ist ein „KI & Trottel“ vs. „KI & Entwickler“.

YMMD! 😂 👍🏻
+2
ssb
ssb16.05.26 10:14
Also bei uns in der Firma wird auch viel Druck gemacht, KI einzusetzen.
Zum Glück nicht ohne Code-Review.

Ich hatte da einen Fall, dass ein Kollege Codeänderungen/Ergänzungen per KI entwickelt hat. Da hatte ich eine Anmerkung im Code-Review: das muss anders.

Der Kollege konnte mit meinem CodeReview nichts anfangen. Er hat meinen Kommentar nicht verstanden und auch nicht den Code, den die KI für ihn geschrieben hat. Am Ende war es also deutlich langsamer, weil ich ihm erklären musste, was da nicht passt und er es erst verstehen musste.

Was gut funktioniert ist der Bot, der jetzt zum CodeReview eingeladen werden kann. Durchaus hilfreich. Aber Produktiv-Code schreiben? Besser nicht.
+1
Bruce T. Warze
Bruce T. Warze19.05.26 11:23
Ich liebe die KI, die es mir ermöglicht hat, ein umfangreiches Projekt (Portal) zu erstellen. Andere KI habe ich dabei genutzt, um Sicherheitslücken zu beheben.
Also 2 verschiedene KI machen zusätzlich das Review.
Das Portal läuft, ist für große Zugriffszahlen vorbereitet (Loadbalancer-Ready), hat etliche Sicherheitsfunktionen, Botsjails etc. implementiert und läuft.
Ende Februar online gegangen, bislang über 130.000 Seitenzugriffe (+ Bots/Scanner), Funktionen x-fach genutzt.
Ohne KI, Geduld und 23,x€/Monat für 1 Jahr wäre die Idee, das ehrenamtlich betriebene Projekt, nicht realisierbar gewesen, ich hätte doch keinen Entwickler zahlen können. Und zum proggen lernen hatte ich nicht die Zeit.
Ich bin sehr glücklich, dass es so spitzenmäßig funktioniert!
Jetzt mag jeder Programmierer mir erklären, dass alles Mist ist, aber würdest du freiwillig und ohne Bezahlung (ok, 23,-€/Monat geht) jederzeit für mich bereitstehen? Dann wechsle ich gerne!
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