Siri-Konkurrent von der Deutschen Telekom und Orange: Hallo, Djingo

Virtuelle Sprachassistenten sind aktuell Trend in der IT-Industrie. Neben Apples Siri bevölkern inzwischen Googles Assistent, Amazons Alexa, Microsofts Cortana und Samsungs Viv die Smartphones, Lautsprecher und Gadgets dieser Welt. Jetzt will auch Europa in den Ring steigen: Die beiden Mobilfunkunternehmen Deutsche Telekom und Orange aus Frankreich haben sich auf die Fahnen geschrieben, mit ihrer eigenen Software »Djingo« mit der großen Konkurrenz mithalten zu können.

Der Gelehrte unter den Assistenten
Wahrscheinlich wird Djingo nicht als Standardassistent Eingang in ein bestimmtes Smartphone finden. Stattdessen ist ein Software-Konzept oder Hardware ähnlich wie Amazons Echo geplant, also ein eigener. Genau diesen hat Orange-CEO Stephane Richard nun in Paris vorgestellt. Als Handflächen-großes, rundes Gerät soll Djingo in der Lage sein, auf Sprach- und Textnachrichten zu antworten. Außerdem lässt sich darüber auch Musik abspielen. „Djingo ist ein Gelehrter“, sagte Richard. „Wir packen unser gesamtes Know-how über Arithmetik und künstliche Intelligenz dort hinein.“


Djingo befindet sich noch in der Entwicklung. Neben dem Lautsprecher soll er aber auch in TV-Fernbedienungen zum Einsatz kommen sowie via Orange-Apps auf Elektronikgeräten wie Smartphones. Mit dem Sprachbefehl »Ok Djingo« lässt er sich in Analogie zu »Hey Siri« oder »Ok, Google« aktivieren.

Intelligente Knöpfe
Ein weiteres Feld der Zusammenarbeit zwischen der Telekom und Orange stellt ein Konkurrent für Amazons »Dash-Buttons« dar. Es handelt sich dabei um kleine, kompakte Hardware-Knöpfe, die bei Druck bestimmte, vorher definierte Aktionen durchführen. Die Dash-Buttons bestellen automatisch ein bestimmtes Produkt auf der Online-Plattform, der Knopf von Orange und der Telekom soll mehrere Aktionen unterstützten, darunter Bestellungen und Textnachrichten. Über die genaue Zeitplanung der angekündigten Produkte oder eventuelle Preisvorstellungen gibt es noch keine Informationen.

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Kommentare

johnnybpunktone21.04.17 14:17
Ha! Djingo unchained oder wie? (mit der T-Cloud-Power und superdeutschem Datenschutz)
+6
nacho
nacho21.04.17 14:57
Das wird eine Erfolgsstory
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Istari 3of5
Istari 3of521.04.17 17:03
Bischen Spät!

Ich kann mir kaum vorstellen, was die noch auf die Beine stellen wollen, was die Konkurrenten nicht schon können. Zudem Fehlt hier die nötige Infrastruktur für den wirklichen Nutzen und somit auch der Ansporn für Entwickler dafür Apps zu schreiben.

Ich stelle mir schon den direkten Nutzenvergleich vor:
"Alexa! - Bestelle Klopapier!" vs. "Djingo! Buche mir nen neuen Mobilfunktarif!"
Nette Möglichkeiten die ich mir für Djingo (grauenhafter Name!) noch vorstellen könnte: "Djingo! - Ruf Schwiegermutter an und richte ihr aus, dass unser Besuch ausfällt, weil ich Männergrippe habe!" o.ä. Dann hört es aber auch schon wieder auf.

Der Erfolg wird wahrscheinlich ähnlich schwach ausfallen wie der von google+
Nichts auf der Welt ist so gerecht verteilt wie der Verstand. Denn jedermann ist überzeugt, daß er genug davon habe. (Rene Descartes, fr. Mathematiker u. Philosoph, 1596-1650)
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Holly
Holly21.04.17 21:04
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chrisseven21.04.17 22:17
Damit lässt sich sicher perfekt simsme von der Deutschen Post bedienen.
+2
seekFFM21.04.17 23:11
Wie hiess doch gleich dieses technische Wunderding, diese App, die alle anderen WhatsApp, SMS und BTX ablösen sollte von der Telekom??
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seekFFM21.04.17 23:11
Django, bestell Machete 🗡
+3
maczock22.04.17 00:28
Eigentlich die einzig nutzbare Alternative, allein weil es europäischem Datenschutz unterliegt. Wer Klopapier bei Amazon bestellt, dem ist sowieso nicht mehr zu helfen.
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