Schnelle Festplatte mit 10 TB Kapazität angekündigt

Die meisten Nutzer denken wahrscheinlich nicht mehr über den Kauf einer herkömmlichen Festplatte nach - zu groß sind die Vorteile einer SSD in Bezug auf Zugriffszeiten und allgemeiner Geschwindigkeit. Wenn allerdings sehr große Datenmengen gespeichert werden müssen, bleibt immer noch die herkömmliche Festplatte erste Wahl. Für Nutzer mit ganz besonders hohem Bedarf an Speicherplatz hat HGST die Ultrastar He10 angekündigt. Diese bietet nicht nur massiven Speicherplatz, sondern soll auch leistungsmäßig überzeugen. Dies ist insofern bemerkenswert, als dass Festplatten mit höchstmöglicher Kapazität meistens eher bedächtiger arbeiten.


Die im 3,5"-Formfaktor gebaute Festplatte () bringt stolze 10 TB an Speicherkapazität mit. Im Inneren greifen die Schreib-/Leseköpfe auf sieben Platter zurück, die sich nicht in einer Luft-, sondern einer Heliumumgebung befinden. Die Abmessungen der Ultrastar He10 ermöglichen es, die Festplatte sogar in den aktuellen 5K-iMacs zu verbauen.

Zu den Preisen hat sich HGST noch nicht geäußert. Es ist allerdings davon auszugehen, dass die Preisempfehlung in der Region von rund 800 Dollar liegt. Auch eine Version mit 8 TB soll zeitgleich zur Verfügung stehen. An technischen Daten verspricht HGST Lesegeschwindigkeiten von knapp 250 MB pro Sekunde, geschrieben werden kann mit maximal 225 MB pro Sekunde. Die durchschnittliche Latenz liegt bei 4 ms.

Damit kommt HGST natürlich nicht an die Werte einer SSD heran - im Vergleich zu anderen Festplatten können sich die Ergebnisse aber sehen lassen. Beim ersten verfügbaren Modell mit 10 TB Kapazität lag der Fokus noch auf "Archivieren", denn die Schreib- Lese- und Zugriffsgeschwindigkeiten lagen im Vergleich zur Ultrastar He10 nur bei 25 bis 50 %. HGST weist zudem darauf hin, dass die Lebensdauer der Festplatten deutlich erhöht werden konnte. Mit 2,5 Millionen Stunden MTBF (mittlere Betriebsdauer zwischen Ausfällen) steigerte HGST den Wert um 25 Prozent. Der Stromverbrauch soll ebenfalls um 56 Prozent gesunken sein. Die Festplatte sollte in den kommenden Wochen im Handel auftauchen.

Kommentare

iFreak777
iFreak77703.12.15 09:51
Ich kenns zwar genau andersrum (sprich das größere Platten schneller sind bezogen aufs gleiche Modell) aber egal...
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gritsch03.12.15 09:57
Und SADE zeigt eine 10 TB SSD: http://www.heise.de/newsticker/meldung/Sage-Micro-zeigt-10-T Byte-SSD-3029494.html
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Stresstest03.12.15 10:46
Grundsätzlich passt die Festplatte in iMac's mit 27" (auch die älteren) und NICHT in den iMac 21,5" 4k Retina, somit ist die Aussage oben leider falsch

Und dann würde ich auch sagen: Je mehr Teller vorhanden sind, desto schneller werden die. Somit sind tendentiell die größeren etwas schneller
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gritsch03.12.15 11:18
In die 5K iMacs wird man die jedoch nicht verbauen können da sie mehr platter hat und somit mehr Strom benötigt und mehr Abwärme produziert...
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sahnehering03.12.15 12:22
deshalb die Helium Füllung: weniger Strömungswiderstand, weniger Verwirbelungen. Stromverbrauch steigt nicht wesentlich... Und somit die Abwärme auch nicht...
Kein Backup, kein Mitleid
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jens
jens03.12.15 12:40
@ iFreak777:
Größere Festplatten sind nur im Bezug auf dieselbe Datenmenge schneller.
Alle Festplatten sind in den äußeren Bereichen deutlich schneller als in den inneren, weil dort die Bits schneller unterm Schreib- / Lesekopf durchfliegen.
500 GB verteilen sich bei einer 1 TB HD auf diese schnelleren äußeren Bereiche, wärend 500 GB bei einer 500 GB HD auch in den langsameren inneren Bereichen gespeichert werden, so daß die mittlere Schreib- / Lesegeschwindigkeit insgesamt niedriger ist.
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iFreak777
iFreak77703.12.15 12:59
jens
@ iFreak777:
Größere Festplatten sind nur im Bezug auf dieselbe Datenmenge schneller.
Alle Festplatten sind in den äußeren Bereichen deutlich schneller als in den inneren, weil dort die Bits schneller unterm Schreib- / Lesekopf durchfliegen.
500 GB verteilen sich bei einer 1 TB HD auf diese schnelleren äußeren Bereiche, wärend 500 GB bei einer 500 GB HD auch in den langsameren inneren Bereichen gespeichert werden, so daß die mittlere Schreib- / Lesegeschwindigkeit insgesamt niedriger ist.
Ok. Da man aber nicht beeinflussen kann wo auf der "Scheibe" geschrieben wird ist die Geschwindigkeit ja eh nicht beeinflussbar... Also im großen und ganzen egal...
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gritsch03.12.15 13:24
iFreak777
jens
@ iFreak777:
Größere Festplatten sind nur im Bezug auf dieselbe Datenmenge schneller.
Alle Festplatten sind in den äußeren Bereichen deutlich schneller als in den inneren, weil dort die Bits schneller unterm Schreib- / Lesekopf durchfliegen.
500 GB verteilen sich bei einer 1 TB HD auf diese schnelleren äußeren Bereiche, wärend 500 GB bei einer 500 GB HD auch in den langsameren inneren Bereichen gespeichert werden, so daß die mittlere Schreib- / Lesegeschwindigkeit insgesamt niedriger ist.
Ok. Da man aber nicht beeinflussen kann wo auf der "Scheibe" geschrieben wird ist die Geschwindigkeit ja eh nicht beeinflussbar... Also im großen und ganzen egal...

die firmware kann das aber.
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jens
jens03.12.15 17:03
"die firmware kann das aber."

Genau. Und abgesehen davon, daß Daten vom Festplatten-internen Controler immer zuerst außen geschrieben werden - wie bei einer Schallplatte - kann man die Daten wieder soweit wie möglich nach außen verteilen, wenn man eine Defragmentierungs-Software drauf los lässt.
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iFreak777
iFreak77703.12.15 17:38
jens
"die firmware kann das aber."

Genau. Und abgesehen davon, daß Daten vom Festplatten-internen Controler immer zuerst außen geschrieben werden - wie bei einer Schallplatte - kann man die Daten wieder soweit wie möglich nach außen verteilen, wenn man eine Defragmentierungs-Software drauf los lässt.
Wer macht das schon? Vorallem auf Serversystemen wo solche Platten am meisten eingesetzt werden? Niemand! Also beruhigt euch mal wieder...
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ratti03.12.15 17:47
iFreak777
Ich kenns zwar genau andersrum (sprich das größere Platten schneller sind bezogen aufs gleiche Modell) aber egal...
Ist aber nicht das gleiche Modell. Also, vielleicht laut Modellnummer, aber nicht technisch.

Ist ja auch irgendwie logisch - wenn man auf eine ähnliche Platte mehr Daten drauf bekommen will, muss man sie langsamer laufen lassen.
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Marcel Bresink04.12.15 09:00
jens
"die firmware kann das aber."
Genau. Und abgesehen davon, daß Daten vom Festplatten-internen Controler immer zuerst außen geschrieben werden

Sollte das ein Witz sein? Es ist zwar richtig, dass die Daten mit den niedrigsten Blocknummern außen liegen, sozusagen die schnellsten Daten am Anfang, aber wo die Daten hingeschrieben werden, entscheidet bei einer magnetischen Platte (anders als bei einer SSD) das Betriebssystem. Dort wiederum bestimmt das Dateisystem, wie die Daten angeordnet werden. HFS+ ist so angelegt, dass die meist genutzten Daten auf dem vordersten, also schnellsten Bereich der Festplatte zu liegen kommen. Über die Funktion "Hot Adaptive File Clustering" werden häufig genutzte Dateien außerdem während des Betriebs in diesen Bereich umgelagert und defragmentiert.
ratti
Ist ja auch irgendwie logisch - wenn man auf eine ähnliche Platte mehr Daten drauf bekommen will, muss man sie langsamer laufen lassen.

Stimmt auch nicht. Es kommt in der Praxis vor, dass bei "kleinen" Platten der Speicherplatz dadurch klein gehalten wurde, dass man einen Schreib-/Lesekopf weggelassen, also eine Oberfläche nicht genutzt hat. Schaltet man diese Oberfläche wieder dazu, bekommt man mehr Sektoren auf dem gleichen Zylinder, die man parallel auslesen kann. In der gleichen Baureihe wird das Plattenmodell dadurch gleichzeitig schneller und größer.
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