REWIND Spezial – Messebericht High End 2015Ultra High EndAbsolute Luxuskomponenten, irrsinnig aufwendige Elektronik und Lautsprecher im Apartmentformat gehören zur High End, wie die Weißwurst zu Bayern. Auch wenn die wenigsten der Besucher sich solche Boliden leisten können (oder wollen), sind sie doch ein wichtiger Bestandteil für die Faszination, die das Hobby HiFi und Musikgenuss ausmacht. Hier ein paar Messefundstücke zum staunen, träumen oder auch schmunzeln und mit-den-Augen-rollen…Dan D'Agostino ist in der HiFi-Szene eine Institution. Der ehemalige Krell-Chef zeigte im Raum seines deutschen Vertriebs Audio Reference seinen neuen Streaming-Vollverstärker "STREAM" im Look seiner Momentum Verstärkerserie. Material, Verarbeitung und Technik im Inneren sind der Inbegriff von High End. Der Preis steht noch nicht endgültig fest, aber rechnen Sie mit einer Summe im mittleren fünfstelligen Bereich.In einem noch früheren Prototypenstadium befindet sich auch diese Phono-Vorstufe von D'Agostino. Für vermutlich 30.000 Dollar werden Analogfans damit demnächst auf ultimative Weise die feinen Signale ihrer Tonabnehmer verstärken können.Ebenfalls bei Audio Reference waren die Racks des italienischen Herstellers Bassocontinuo zu sehen, die es in zahlreichen Designvariationen gibt. Der Hersteller macht auf Wunsch fast alles möglich, von Holz-/Lederkombinationen in jeder erdenklichen Kombination bis hin zu purem Carbon. Genau die richtige Basis für ultimative HiFi-Komponenten.Vielleicht ein Trend, den Apple begründet hat: Gold- und Champagner-farbene Gerätschaften sind wieder total angesagt. Wie hier am Beispiel eines Transrotor-Plattenspielerkunstwerks zu sehen.MSB Technology zeigte eine modulare DAC/Vor-/Endstufenkombi in Champagner-/Gold zum utopischen Preis von 90.000 Dollar. Oder waren es Euro?… Aber was spielt das schon für eine Rolle?Kabelschuhe sind nur ein schnödes Stück Blech zum Anschluss von Lautsprecherkabeln? Manche Menschen sind da ganz anderer Meinung. Was Otto Normalverbraucher für 50 Cent im Elektronikshop bestellt, erhebt dieser Hersteller (Namen nicht notiert) zu einem Kunstobjekt. – Preis unbekannt, aber sicher in einem Bereich, für den sich andere einen gebrauchten Kleinwagen kaufen.Zylonenattacke: Auch der gute, alte Tonabnehmer für Schallplatten bietet noch Raum für echte Innovationen. Dieses Modell von DS Audio hat zwar einen herkömmlichen Nadelträger mit Diamant, aber dessen Bewegung wird per Fotodiode in elektrische Signale umgewandelt. Dadurch entfällt das Gewicht für Spule oder Magnet auf dem Nadelträger (geringere bewegte Masse). Die vielgelobte Technologie hat allerdings auch ihren Preis. Zusammen mit dem dazugehörigen Phono-Vorverstärker kostet das System 8.800 Euro.Backes & Müller, bekannt und berühmt für seine Aktivlautsprecher, stellte die neueste Generation der BMLine 35 vor. Preis: ab 75.000 Euro.Nicht neu, aber immer wieder faszinierend: Die Spitzenanlage von mbl mit den riesigen Biegewellenschwingern. Preis der Anlage: deutlich sechsstellig.Für ca. 65.000 Euro kann man diese neuen teilaktiven Lautsprecher der österreichischen Firma audiodata erwerben.Beinahe sechsstellig (nur für die Lautsprecher) gab es bei Gauder Akustik mit den Berlina RC 9 auf die Ohren. Die für den Preis recht unspektakulär wirkenden Lautsprecher verfügen über Hoch- und Mitteltöner aus künstlich erzeugtem Diamant. Wer noch mehr ausgeben will, für den gibt es die Berlina RC 11 für ca. 150.000 Euro.Insbesondere die Asiaten, ganz speziell die Japaner, haben einen Faible für Hornlautsprecher, die es in vielen Variationen zu sehen und zu hören gab.Noch mehr optisch gewöhnungsbedürftige Hornkonstruktionen.Nächste Seite: KopfhörerWeitere Seiten des Artikels:1. Einleitung: Die Show der Superlative für Audiofans2. Ultra High End3. Kopfhörer4. Messehighlights5. Best of Show – Devialet6. Querbeet7. Querbeet – Fortsetzung8. Fazit