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Wall Street Journal: Eine Woche Test von Siri AI – die Erfahrungen

Die Technikjournalistin Joanna Stern, bekannt durch ihre langjährige Tätigkeit beim Wall Street Journal, berichtet ausführlich darüber, wie ihre Erfahrungen nach mehr als einer Woche mit Siri AI im Alltag aussahen. Eine Sache dürfte wohl niemanden überraschen, denn die neue Siri-Generation wurde erheblich zuverlässiger und hilfreich – wenngleich hier viele einwenden dürften, dass ein Rückschritt auch nur schwerlich möglich gewesen wäre. Es gibt dem Videobericht zufolge zwar noch immer einiges zu tun, denn nicht alles arbeitet so reibungslos wie angepriesen, dennoch zeigt sich Stern mit den bisherigen Ergebnissen weitgehend zufrieden.


Bilderkennung durchwachsen, Siri AI noch recht langsam
Ein Test zeigt gleichzeitig das Potenzial, allerdings auch die derzeitige Unzuverlässigkeit der visuellen Erkennung. Beim ersten Versuch lag das System deutlich daneben und hielt einen Küstenbogen in Kalifornien für Durdle Door an der englischen Jurassic Coast. Sterns Mittagessen konnte Siri genau identifizieren, bewertete jedoch den Nährwert und die Ernährungsempfehlung falsch.

Eine Sorge bestand darin, dass Apple bei der vollständigen Überarbeitung jene einfachen Aufgaben verschlechtern könnte, die Siri bislang einigermaßen zuverlässig beherrschte. Bis zur Verarbeitung verging oft wesentlich mehr Zeit, was jedoch am Betastatus liegen könnte. Weiterhin leistete sich Siri jedoch Patzer wie das Anrufen des falschen Kontakts.


Indexerstellung dauert ewig – doch anschließend funktionieren Kontexte gut
Ein praktisches Problem zeigte sich bei der lokalen Aufbereitung der Daten. Selbst mehr als eine Woche nach Installation der Beta war Sterns Gerät noch immer damit beschäftigt, persönliche Inhalte für Siri und Spotlight zu indexieren. Bereits aufbereitete Daten ermöglichten indes kontextabhängige Auswertungen, die durchaus Mehrwert boten. Stern fragte beispielsweise, welche Souvenirs sie ihren Kindern aus Santa Cruz mitbringen könne. Siri schlug für eines der Kinder unter anderem Reptilienspielzeug, Bücher über kalifornische Reptilien oder Zubehör für ein Schlangenhabitat vor – denn in einer Textnachricht war einst die Rede davon, dass sich das Kind für dieses Thema interessiere.

An anderer Stelle kombinierte Siri Informationen aus mehreren Quellen gleichzeitig. Das System erinnerte Stern an einen bevorstehenden Bühnenauftritt, verwies auf eine Nachricht über eine verkehrsbedingte Verspätung eines Gesprächspartners und erwähnte zusätzlich eine neue Voicemail ihres Onkels. Gerade diese Fähigkeit, Informationen zu einer brauchbaren Übersicht zusammenzuführen, bezeichnet Stern als besonders beeindruckend.


Siri-Antworten bei sensiblen Themen sehr vorsichtig
Von Apple-Managern war mehrfach zu hören, Siri solle keine emotionale Begleitung, Chatbot für endlose Gespräche oder Doktorersatz sein. Tatsächlich greifen hier einige Schutzvorkehrungen. Medizinische Diagnosen verweigerte Siri ebenso wie konkrete therapeutische Beratung. Bisweilen geht das zu weit, denn Siri weigerte sich in einem Versuch, Informationen zu den Magenproblemen eines Kollegen zusammenzufassen.

Fazit positiv, erstmals ein wirklicher Assistent
Stern kommt nach ihrer Testwoche trotz aller Probleme zu einem positiven Gesamturteil. Erstmals wirke es so, als verfüge Apple über eine tragfähige KI-Grundlage für die kommenden Jahre. Siri AI sei noch nicht fertig, könne aber erstmals mehr, als nur triviale Kurzbefehle auszuführen. Erstmals treffe die Beschreibung zu, Siri als persönlichen Assistenten zu bezeichnen.

Kommentare

TMS
TMS22.06.26 12:40
Das mit den medizinischen Diagnosen ist ein Euphemismus. Leider hat Apple die Gemini-Technik gekauft und genau diese KI zeigt sich extrem übervorsichtig. Sie wittert hinter fast allem etwas Böses, unterstellt absurder Gedanken und ist so für viele Fragen echt unbrauchbar. Andere KIs sind da viel rationaler und behandeln den Anwender nicht wie ein Kind.
Von daher ist es kein Wunder, dass Anfragen ablehnen das ist, was das neue Siri dank dieser Technik am besten kann. Leider. Ich bin schwer enttäuscht von dieser KI-Entscheidung von Apple. Es ist nicht so, dass Gemini schlecht ist, aber für etliche Bereich ist es schlicht unbrauchbar. Und ich wette, dass alle schlechten Eigenschaften davon 1:1 in Siri wieder zu finden sind.
-10
Raziel122.06.26 12:51
TMS
Das mit den medizinischen Diagnosen ist ein Euphemismus. Leider hat Apple die Gemini-Technik gekauft und genau diese KI zeigt sich extrem übervorsichtig. Sie wittert hinter fast allem etwas Böses, unterstellt absurder Gedanken und ist so für viele Fragen echt unbrauchbar. Andere KIs sind da viel rationaler und behandeln den Anwender nicht wie ein Kind.
Von daher ist es kein Wunder, dass Anfragen ablehnen das ist, was das neue Siri dank dieser Technik am besten kann. Leider. Ich bin schwer enttäuscht von dieser KI-Entscheidung von Apple. Es ist nicht so, dass Gemini schlecht ist, aber für etliche Bereich ist es schlicht unbrauchbar. Und ich wette, dass alle schlechten Eigenschaften davon 1:1 in Siri wieder zu finden sind.


Apple hat Google Ressourcen gekauft, aber ihr eigenes Model entwickelt
+10
martzell22.06.26 12:51
Mich würde interessieren wie sich Siri AI im Vergleich zur Smartphone KI Konkurrenz schlägt, also Google Pixel, Samsung Galaxy, Xiaomi, Honor, Redmagic, Vivo, Nothing, Motorola, etc.
+2
DP_7022.06.26 13:30
Diese tiefe Integration bietet meines Wissens nach so sonst keiner.
+4
MartinGrebe
MartinGrebe22.06.26 13:34
Ick freu mir drauf.
Egal was du auch tust im Leben, gib immer 100%. Außer du gehst Blut spenden.
0
esc
esc22.06.26 13:41
Raziel1
TMS
Das mit den medizinischen Diagnosen ist ein Euphemismus. Leider hat Apple die Gemini-Technik gekauft und genau diese KI zeigt sich extrem übervorsichtig. Sie wittert hinter fast allem etwas Böses, unterstellt absurder Gedanken und ist so für viele Fragen echt unbrauchbar. Andere KIs sind da viel rationaler und behandeln den Anwender nicht wie ein Kind.
Von daher ist es kein Wunder, dass Anfragen ablehnen das ist, was das neue Siri dank dieser Technik am besten kann. Leider. Ich bin schwer enttäuscht von dieser KI-Entscheidung von Apple. Es ist nicht so, dass Gemini schlecht ist, aber für etliche Bereich ist es schlicht unbrauchbar. Und ich wette, dass alle schlechten Eigenschaften davon 1:1 in Siri wieder zu finden sind.


Apple hat Google Ressourcen gekauft, aber ihr eigenes Model entwickelt


Ich dachte Apple nutzt im Hintergrund Gemini und hat kein eigenes Modell entwickelt?
-1
macfreakz22.06.26 13:41
Hm? Arbeitet Joanna Stern noch bei WSJ? Ich denke sie ist heute selbstständig unterwegs.
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MacTaipan22.06.26 17:02
Ich verstehe es einfach nicht. Welcher Vater oder Mutter will, dass seine / ihre Daten nach Interessen ihrer Kinder durchsucht werden? Da müssten doch sämtliche Alarmglocken losgehen.
+2
mrneubauer22.06.26 18:12
Apple hat hier Jahre verloren durch falsche Richtungsentscheidungen. Das sieht man ja und das wird sich auch nicht durch Siri 2, 3 oder 4 kurzfristig ändern. Ohne die Entscheidung Richtung Google wäre man spätestens mit der neuen iPhone Generation raus. Die Welt und die Generationen ändern sich. Maßstäbe der älteren Generation an Datenschutz und persönlichen Daten sind für die jungen und kommenden Generationen nicht relevant. Das muss man mal Lernen. Alles zu Schützen führt nicht gerade zu einer besseren Welt.
+1
macfreakz22.06.26 18:35
Der Artikel wurde aktualisiert, was Joana Job betrifft. Danke. Bitte eure Aktualisierungen immer transparent gestalten. Danke.
+1
Baerengold22.06.26 19:21
MacTaipan
Ich verstehe es einfach nicht. Welcher Vater oder Mutter will, dass seine / ihre Daten nach Interessen ihrer Kinder durchsucht werden? Da müssten doch sämtliche Alarmglocken losgehen.
Ja, ich bin auch immer wieder überrascht, wieviele Menschen derart viele Infos an Konzerne und KI herausgeben. Ganz freiwillig 🤔 Naja, muss jeder selbst wissen...
+1
TMS
TMS22.06.26 19:55
Raziel1
TMS
Das mit den medizinischen Diagnosen ist ein Euphemismus. Leider hat Apple die Gemini-Technik gekauft und genau diese KI zeigt sich extrem übervorsichtig. Sie wittert hinter fast allem etwas Böses, unterstellt absurder Gedanken und ist so für viele Fragen echt unbrauchbar. Andere KIs sind da viel rationaler und behandeln den Anwender nicht wie ein Kind.
Von daher ist es kein Wunder, dass Anfragen ablehnen das ist, was das neue Siri dank dieser Technik am besten kann. Leider. Ich bin schwer enttäuscht von dieser KI-Entscheidung von Apple. Es ist nicht so, dass Gemini schlecht ist, aber für etliche Bereich ist es schlicht unbrauchbar. Und ich wette, dass alle schlechten Eigenschaften davon 1:1 in Siri wieder zu finden sind.


Apple hat Google Ressourcen gekauft, aber ihr eigenes Model entwickelt
Das ist nicht richtig und auch technisch nicht möglich. Was heißt "Ressourcen"?
Es sind nicht die nackten Rechenzentren, sondern die komplette Maschine, mitsamt Training, Inferenzing etc. von daher verhält sich Siri dann ziemlich genau wie Gemini.
Da ist überhaupt nichts von einem eigenen Modell zu sehen. Wie hätte das gehen sollen? Aus dem Hurt zaubern?
Das ist wishful fact wrong interpretation.
Was Apple da macht ist lediglich, die Datensammelei zu begrenzen, weil sie über Apples-Infrastruktur fließen. Immerhin etwas, behebt aber die heftigen Schwächen von Gemini nicht,
-2
maikdrop22.06.26 22:44
mrneubauer
Apple hat hier Jahre verloren durch falsche Richtungsentscheidungen. Das sieht man ja und das wird sich auch nicht durch Siri 2, 3 oder 4 kurzfristig ändern. Ohne die Entscheidung Richtung Google wäre man spätestens mit der neuen iPhone Generation raus. Die Welt und die Generationen ändern sich. Maßstäbe der älteren Generation an Datenschutz und persönlichen Daten sind für die jungen und kommenden Generationen nicht relevant. Das muss man mal Lernen. Alles zu Schützen führt nicht gerade zu einer besseren Welt.

Apple bietet aktuell als einziger so eine tiefe Systemintegration. Google versucht es, scheint aber gehörig zu scheitern. Ich glaube, dass es sogar besser war, dass es jetzt erst kommt. So kann man auf bestehenden Technologien aufbauen und viel bessere Produkte entwickeln. Apple setzt gerade Maßstäbe für die Zukunft. Diese dussligen Chat Bots braucht niemand. Nur direkt in Anwendungen integrierte Assistenten mit Kontextwissen ergeben einen wirklichen Mehrwert in der Praxis.
+4
RaphaS
RaphaS23.06.26 03:58
Siri hat noch Luft nach oben. Auf jeden Fall um Welten besser als früher, aber nicht vergleichbar mit z.B. ChatGPT was die Flexibilität betrifft. Kontext verstehen ist immer noch schwierig, eher so 50/50 Chance.
Völlig egal was Du über Dich und andere denkst – Du wirst immer Recht behalten.
-1
System 6.0.123.06.26 09:28
MacTaipan
Ich verstehe es einfach nicht. Welcher Vater oder Mutter will, dass seine / ihre Daten nach Interessen ihrer Kinder durchsucht werden? Da müssten doch sämtliche Alarmglocken losgehen.

Nicht unbedingt, wenn das Thema lokal und/oder anonymisiert behandelt wird. Wer hier Sorgen hat, sollte diese Daten keinem Gerät mit einem Prozessor übergeben.

Wer davon ausgeht, dass bestimmte Daten missbraucht werden könnten, darf sie nur lokal, ohne Zugang zum Internet speichern. Denn, ob eine KI oder ein OS Deine Daten „missbraucht“ ist unerheblich. Das Problem besteht also schon viel länger.

Android lag lange im Verdacht, Nutzerdaten auf dem Smartphone zur Profilerstellung zu verwenden. Und der Gedanke drängt sich gerade bei dem weltweit größten Suchmaschinenbetreiber auf. Alles das weit vor der Verbreitung der KI-Modelle …
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