Project Titan: Apples autonome Fahrzeugflotte wächst

Apple treibt die Tests mit selbstfahrenden Autos unvermindert voran. Auf den Straßen Kaliforniens sind einem Bericht zufolge mittlerweile 70 autonome Vehikel von Apple unterwegs. Im Juli waren es noch 66. Die Information bezieht sich auf Angaben des California Department of Motor Vehicles. Zum Vergleich: Elektroauto-Pionier Tesla ist in dem einwohnerreichsten amerikanischen Bundesstaat aktuell mit 39 für Testzwecke zugelassenen autonomen Autos vertreten.

70 autonome Apple-Autos auf Kaliforniens Straßen
Für die 70 Fahrzeuge von Apple sind insgesamt 139 Fahrer eingeteilt. Die Automobilflotte des Unternehmens besteht aus verschiedenen SUV-Generationen des Typs Lexus RX450h.

In Kalifornien gibt es zum jetzigen Zeitpunkt 57 Inhaber von Lizenzen zum Test selbstfahrender Vehikel. Davon haben nur Googles Schwesterunternehmen Waymo (88 Autos) und GM Cruise (175 Autos) mehr Fahrzeuge als Apple auf den Straßen.

Apples Auto-Projekt Titan visiert nach einem Schlingerkurs in den letzten Jahren inzwischen wieder mehr die Entwicklung eines vollwertigen Automobils an, so ein Bericht. Das Unternehmen strukturierte zwischenzeitlich die Führungsriege der hauseigenen Auto-Abteilung um und konzentrierte sich auf autonome Fahrsysteme, die momentan auf Kaliforniens Straßen getestet werden. Personalveränderungen wie der Wechsel einer hochrangigen Waymo-Ingenieurin nach Cupertino deuteten zuletzt wieder auf Apples verstärktes Interesse an einem eigenen Fahrzeug hin.

Kommentare

dan@mac
dan@mac14.09.18 09:01
Letztens habe ich gelesen dass Apple weitaus mehr Geld in das Projekt investiert als Google und Uber zusammen. Die meinen das also ernst.

Einen Vorteil hat Tesla übrigens gegenüber den anderen: Sie bekommen schon jetzt viele Daten von den verkauften Fahrzeugen mit der sie ihre KI füttern können.
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schaudi
schaudi14.09.18 09:02
Apples Auto-Projekt Titan visiert nach einem Schlingerkurs in den letzten Jahren inzwischen wieder mehr die Entwicklung eines vollwertigen Automobils an, so ein Bericht. Das Unternehmen strukturierte zwischenzeitlich die Führungsriege der hauseigenen Auto-Abteilung um und konzentrierte sich auf autonome Fahrsysteme, die momentan auf Kaliforniens Straßen getestet werden.

Ich wüsste auch nicht wie sie sich das sonst Vorstellen. Ich glaube kaum, dass irgendein Autohersteller das als Option anbietet - man stelle sich nur die Werbung vor: "Der neue 5er - jetzt mit optionalen Apple Fahrassistenten."

Ein komplettes Fahrzeug macht einfach mehr Sinn - das muss ja auch keine komplette Eigenentwicklung sein - kann ja auf einem Referenzdesign aufbauen. Das ganze dann als Mietauto in allen Städten und aus die Maus.
+1
bitstorm
bitstorm14.09.18 09:14
Wenn Apple clever ist, dann steigen si3 bei Tesla ein oder gehen den harten Weg mit Lucid Motors. Bei Lucid muss die Produktion noch aufgebaut werden und das Sales/ Service Netz noch aufgebaut werden.
Momentan verstehe ich nicht, was Apple da eigentlich entwickelt.
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bitstorm
bitstorm14.09.18 09:18
dan@mac
Letztens habe ich gelesen dass Apple weitaus mehr Geld in das Projekt investiert als Google und Uber zusammen. Die meinen das also ernst.

Einen Vorteil hat Tesla übrigens gegenüber den anderen: Sie bekommen schon jetzt viele Daten von den verkauften Fahrzeugen mit der sie ihre KI füttern können.

Nur ist der Weg bei Tesla teilweise zäh. Fluktuation und Ressourcen sind wohl der Grund. Tesla ist ein tolles Auto, aber man kommt sich teilweise wie ein Betatester vor.
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Klobi
Klobi14.09.18 10:08
schaudi
Ich wüsste auch nicht wie sie sich das sonst Vorstellen. Ich glaube kaum, dass irgendein Autohersteller das als Option anbietet - man stelle sich nur die Werbung vor:
Zu mal die Autohersteller sich selber in der Pflicht sehen werden, das Auto weiter zu entwickeln. Wie die überhaupt die Navi aus den Händen geben konnten, ist mir bis heute schleirhaft.
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bitstorm
bitstorm14.09.18 12:42
Klobi
schaudi
Ich wüsste auch nicht wie sie sich das sonst Vorstellen. Ich glaube kaum, dass irgendein Autohersteller das als Option anbietet - man stelle sich nur die Werbung vor:
Zu mal die Autohersteller sich selber in der Pflicht sehen werden, das Auto weiter zu entwickeln. Wie die überhaupt die Navi aus den Händen geben konnten, ist mir bis heute schleirhaft.
Bis zu 70% an einem Auto sind Entwicklungen der Zulieferer.
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Pixelmeister14.09.18 12:47
Bei Apples aktueller Preispolitik könnte man ein Apple-Car wahrscheinlich ohnehin kaum bezahlen. Wahrscheinlich reden wir hier von einem hohen sechsstelligen Betrag. Von daher muss man davon ausgehen, dass, sollte Apple wirklich Autos bauen lassen, diese zur Miete angeboten werden – in einer Art Car-Sharing-Angebot als Abo-Modell. Man zahlt dann vorab bestimmte Stunden-Kontingente (z.B. 30h/Monat) und kann die dann in beliebigen Fahrzeugen der Flotte nutzen. Dank KI stehen die Fahrzeuge immer da, wo sie gebraucht werden (sie können sich ja selbsttätig dorthin bewegen).

Das ist sicherlich ein gutes Konzept – aber Apple wird sich das auch sehr gut bezahlen lassen. Sie werden einem vorrechnen, was der Besitz eines eigenen Autos (inkl. Treibstoff, Wertverlust, Versicherungen, Steuern, Werkstatt ...) kostet und einem das Abo "schönrechnen". Bei einer Mittelklasse zahlt man rund 500 Euro monatlich für sein Auto, bei einer Oberklasse sind es schon 1100 Euro. Apple wird dann also sagen: bei uns kostet der Spaß nur 900 Euro, dabei kann man die Autos so oft nutzen, wie das durchschnittlich bei einem eigenen Auto der Fall wäre, also 2 Stunden pro Tag. Das sind nur 15 Euro pro Stunde. Dann wird einem bestimmt vorgerechnet, wie wenig 15 Euro pro Stunde im Vergleich zu einem Zoo-Besuch, einem Essen, einem Flug oder einer Taxi-Fahrt sind. Aber die 900 Euro im Monat wären erst einmal weg, ob man fährt oder nicht.

Ich denke, so ähnlich könnte das laufen.
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schaudi
schaudi14.09.18 13:03
Pixelmeister
Bei Apples aktueller Preispolitik könnte man ein Apple-Car wahrscheinlich ohnehin kaum bezahlen. Wahrscheinlich reden wir hier von einem hohen sechsstelligen Betrag. Von daher muss man davon ausgehen, dass, sollte Apple wirklich Autos bauen lassen, diese zur Miete angeboten werden – in einer Art Car-Sharing-Angebot als Abo-Modell. Man zahlt dann vorab bestimmte Stunden-Kontingente (z.B. 30h/Monat) und kann die dann in beliebigen Fahrzeugen der Flotte nutzen. Dank KI stehen die Fahrzeuge immer da, wo sie gebraucht werden (sie können sich ja selbsttätig dorthin bewegen).

Das ist sicherlich ein gutes Konzept – aber Apple wird sich das auch sehr gut bezahlen lassen. Sie werden einem vorrechnen, was der Besitz eines eigenen Autos (inkl. Treibstoff, Wertverlust, Versicherungen, Steuern, Werkstatt ...) kostet und einem das Abo "schönrechnen". Bei einer Mittelklasse zahlt man rund 500 Euro monatlich für sein Auto, bei einer Oberklasse sind es schon 1100 Euro. Apple wird dann also sagen: bei uns kostet der Spaß nur 900 Euro, dabei kann man die Autos so oft nutzen, wie das durchschnittlich bei einem eigenen Auto der Fall wäre, also 2 Stunden pro Tag. Das sind nur 15 Euro pro Stunde. Dann wird einem bestimmt vorgerechnet, wie wenig 15 Euro pro Stunde im Vergleich zu einem Zoo-Besuch, einem Essen, einem Flug oder einer Taxi-Fahrt sind. Aber die 900 Euro im Monat wären erst einmal weg, ob man fährt oder nicht.

Ich denke, so ähnlich könnte das laufen.

Das mit dieser festen Abo-Gebühr ist aber ziemlich weit hergeholt
Warum sollte Apple das denn machen? Du bezahlst doch sonst auch nur das was du nutzt. Die haben dir für iTunes auch nicht 300€ mtl berechnet auch wenn du nur 3 Songs gekauft hasst. Und die Abo Modelle mit Pauschalpreisen, die sie haben zb AM, sind doch nun wirklich alles andere als teuer.
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