Preispoker: Warum Apple es sich (noch) erlauben kann, mehr Geld als andere zu verlangen

So viel vorweg: Dieser Bericht soll keineswegs den Eindruck erwecken, dass Apples Preise prinzipiell OK wären, oder zwingend so sein müssten, wie sie es sind. Ebensowenig wird das hier ein Apple-Bashing, um eine laute Beschwerde über „zu teure“ Produkte aus Cupertino abzusetzen. Es geht – wie der Titel schon sagt – lediglich um eine nicht-wissenschaftliche Analyse, warum Apple es sich im Gegensatz zu anderen Herstellern schlicht leisten kann, mehr Geld für die (scheinbar) selbe Technik zu verlangen.

Die Online-Kommentare zu neuen Apple-Produkten sind immer äußerst kontrovers. Von Himmelhoch jauchzend bis zu purem Hass findet sich so ziemlich alles in den Foren und sozialen Medien, wenn zum Beispiel ein neues iPhone oder ein neuer Mac vorgestellt wird. In letzter Zeit überwiegt oft der Ärger über die geforderten Preise. Über tausend Euro für ein iPhone oder mehr als 5.500 Euro für einen iMac Pro? Da ist für viele die Grenze des bezahlbaren weit überschritten. Aber warum werden die Apple-Produkte – gefühlt und real – in letzter Zeit immer kostspieliger?


Unternehmerischer Erfolg definiert sich durch Gewinn
Für manche Kommentarschreiber ist die Sache eindeutig: Geldgier. Demnach ginge es Apple nur darum, immer mehr Milliarden anzuhäufen, um sich die Welt untertan zu machen – wenn’s ganz paranoid kommt. Tim Cook als CEO wird dabei häufig als Buhmann dargestellt. Während Steve Jobs noch als Visionär und unantastbare Leitfigur galt, ist Cook als „Buchhalter“ verschrieen, der Apple sein „Mojo“ raubt.

Die Realität spricht aber eine andere Sprache. Auch wenn Utopisten es nicht gerne hören, bemisst sich der Erfolg eines marktwirtschaftlich tätigen Unternehmens im Kapitalismus nach wie vor an seinen Gewinnen. Und darin ist Apple Rekordweltmeister. Aber von nichts kommt nichts. Ein Unternehmen kann nur dann wirtschaftlich erfolgreich sein, wenn seine Produkte und Dienstleistungen gekauft werden. Außer im Falle eines Monopols, wenn Kunden keine andere Wahl haben. Doch das ist bei Computern und iDevices von Apple absolut nicht der Fall. Es ist lediglich so, dass manche Nutzer sich nur ungern von Apples Öko-System trennen und in eine komplett andere Welt eintreten möchten, sei es Windows, Android, Linux oder was auch immer. Aufgrund dieser „Wechselangst“ schaffen sich einige User sozusagen ihr eigenes monopolistisch geprägtes Gefängnis. Die Türen stehen zwar weit offen, aber keiner traut sich rauszugehen.


Masse ist gut, Marge auch, aber Masse und Marge gleichzeitig ist besser.
Apple befindet sich in einer nicht nur für ihre Branche seltenen und glücklichen Situation, indem sie große Stückzahlen absetzen und zugleich mit hohen Gewinnmargen arbeiten können. Normalerweise laufen Massenartikel (Smartphones genauso wie Büroklammern) nur über den Absatz hoher Stückzahlen bei relativ kleiner Gewinnspanne. Das Geld kommt also nicht von der sogenannten Marge, sondern rein von der Masse. Bei manchen Produkten kann man aber auch mit kleinen Stückzahlen profitabel arbeiten. Dazu muss die Gewinnmarge aber entsprechend hoch sein. So hat beispielsweise Porsche im ersten Halbjahr 2016 pro Auto fast vierzig mal so viel verdient, wie Konzernmutter VW mit einem PKW (Quelle).

Bei Apple sieht es ähnlich aus. Wie bei Porsche sind auch bei der Apfelmarke die Stückzahlen im Gesamtvergleich zu beispielsweise Windows-PCs oder Android-Smartphones deutlich geringer, aber immer noch sehr beträchtlich bei zugleich aber massiv höherem Gewinn pro Stück. Doch wie kommt Apple in diese glückliche Position? Nun, dafür gibt es sicherlich viele Einzelgründe, aber der Kern der Sache ist wohl, dass es ihnen gelungen ist, eine Art Edelmarke (nicht Luxusmarke!) mit Haben-Wollen-Faktor in einem ansonsten absolut auf Masse und nüchterner Funktionalität ausgerichteten Markt zu etablieren. Anders ausgedrückt, Apple hat sich einen Namen gemacht, für den die Leute bereit sind, mehr auszugeben. So wie Porsche: Es gibt genügend Autos, die erheblich weniger kosten und deren reine Prospektdaten Porsche kaum nachstehen. Trotzdem verkaufen sich Porsche wie geschnitten Brot – und sehr profitabel.


Kommentare

ocrho14.04.18 09:21
Gelungener Artikel – schön dass es die "Samstag-Morgenpost" Rewind weiterhin gibt.
+9
jlattke14.04.18 09:56
Sonorman, Du macht bei der Aussage „Porsche verdient 40x soviel wie VW“ einen Fehler. Du setzt sie in den Kontext Marge. Und die ist bei Porsche nicht 40x so hoch wie bei Volkswagen. Denn Marge ist der Unterschied zwischen eingesetzem Kapital und erzieltem Preis. Also der prozentuale Anteil am Verkaufspreis. Da der absolute Preis eines Porsche sehr viel höher liegt, ist auch die Euro-Summe höher. Bezogen auf das dafür notwendige Kapital, liegt die Marge pro Fzg aber nur 10x höher …

Am Ende kommst Du ja genau zu dem richtigen Schluss. Nur stimmt das 40x dabei eben nicht. Ein bisschen gemein ist der Preisvergleich mit alten Macs: da gab es keinen vernünftigen Skaleneffekt aufgrund der niedrigen Stückzahlen.

Bei einigen Produkten von Apple wäre übrigens ein Vergleich mit der Textilindustrie m.E. passender: da wird auch häufig die gleiche Qualität im gleichen Sweatshop zusammengenäht. Aber abhängig vom draugestickten Logo entstehen zwei völlig unterschiedliche Preise.

Ich glaube übrigens es geht nicht darum, dass Apple mehr verlangt, sondern darum dass Apple hierbei den Bogen oft ziemlich überspannt. Und ganz klar (hatte ich hier schon mal geschrieben): Cook kann kein Stückzahlwachstum mehr erzielen. Deshalb versucht er es jetzt zunehmend über den Preis (Bsp. iPhone X)
+8
jlattke14.04.18 10:16
Übrigens, wenn Du den Vergleich in der Autowelt aufstellen möchtest, wäre ein Vergleich in der gleichen Klasse richtig gewesen (den Apple verbaut ja bei einem Macbook mitnichten bessere Hardware; oder glaubst Du Passat und 911 stehen in der gleichen Relation wie ein Vaio und ein MacBook?). Nehmen wir einen Audi A3 und einen Škoda Octavia. Hier ist Audi in Apples Situation. Für (etwas) bessere Qualität und Verarbeitung kann AUDI mehr Geld verlangen … (das liegt in Markenhistorue und -Image begründet). Und Porsches verkaufen sich auch nicht vergleichbar „wie geschnitten Brot“ – die Stückzahlen bei VW und Porsche sind ja signifikant unterschiedlich. Anders als bei Apple und Samsung – hier steht ja Apple nicht zurück.

Witzig: der Ertrag pro Fahrzeug ist bei Audi höher. Die Marge aber geringer.
+10
Darth Plant
Darth Plant14.04.18 10:24
Guter Kommentar zur Sache 👍🏻
-5
StraightEdge89
StraightEdge8914.04.18 10:27
Die vergleichbaren Produkte von z.B. Lenovo oder Microsoft sind ja auch nicht günstiger als die von Apfel.
+3
teorema67
teorema6714.04.18 10:34
Mich würde zudem interessieren, warum Apple in den meisten europäischen Ländern umrechnungsbereinigt seit vielen Jahren durchgehend höhere Preise verlangt als in USA. Am Transport kann es nicht liegen, die Geräte kommen direkt aus China nach Europa wie nach USA. Einfuhrsteuer und Gebühren erklären den Preisunterschied auch nicht.
Verdammte Schotten! Die haben Schottland ruiniert! (Groundskeeper Willie)
+2
BigLebowski
BigLebowski14.04.18 10:51
Was ich auch sehr interessant finde:
Apple hat dafür "gesorgt" das Preise auch bei anderen gestiegen sind, die sich Apple als Vorbild genommen haben.

Google Pixel
Microsoft

Ich bin Mal gespannt wie der Android Nachfolger von Google wird:
Fuchsia

Und der Nachfolger von Windows 10 mobile von Microsoft:
Andromeda OS

Bessere Konkurrenz und mehr Auswahl wäre schön.

Dieses Duopol ist etwas langweilig.
+2
barabas14.04.18 11:03
jlattke

Ich glaube übrigens es geht nicht darum, dass Apple mehr verlangt, sondern darum dass Apple hierbei den Bogen oft ziemlich überspannt. Und ganz klar (hatte ich hier schon mal geschrieben): Cook kann kein Stückzahlwachstum mehr erzielen. Deshalb versucht er es jetzt zunehmend über den Preis (Bsp. iPhone X)

Um es mal mit der Frage an eines japanischen Autokonzern aus der Vergangenheit "Warum ihre Fahrzeuge in D teuerer sind als anderswo" und der lapidaren Antwort " Weil die Deutschen es bezahlen" zu beantworten, nicht viel anders verhält es sich bislang bei Apple. Sie verlangen eben den Preis was der Markt hergibt und setzen zudem noch auf eine emotionale Komponente bei ihrer treuen Kundschaft.
Aber wie schon im Artikel beschrieben, mit dem IPhone X sind sie wohl erstmals an eine Grenze gestossen, wo selbst Nerds der Marke sich Gedanken über das Preis-/ Leitungsverhältnis machen. Keine Frage im übrigen, - das X ist sicherlich ein gutes Produkt aber ob es dem Preis angemessen ist steht eben auf einem anderen Blatt Papier.

Was den Mac Pro der Zukunft angeht bin ich eher skeptisch das sich Apple hier preislich noch übertrieben weit aus dem Fenster lehnen kann. Das Totschweigen was die Zukunft der Gattung betrifft und die damit verbundene Verunsicherung der Kunden hat in den letzten Jahren sicherlich auch dazu geführt das einige der ehemaligen Pro-Kunden mittlerweile in andere Lager abgewandert sind. Im Grunde erwarte ich hier deshalb schon von Haus aus eine eher geringe Marge, die womöglich sogar noch unterhalb jener des MacPro 2013 liegt. Zudem setzt der neue iMacPro leistungsmässig schon mal ein Ausrufezeichen an dem sich auch ein zukünftiger MacPro messen lassen muss. Gut der iMacPro ist wie bei Apple üblich nicht grossartig erweiterbar, aber für nicht wenige wohl schon mehr als ausreichend, wozu dann noch ein neuer MacPro !? Wenn der Preis dann nach "zu optimistisch" kalkuliert wird, naja....
+3
sffan14.04.18 11:20
Hohe Preise funktioniertenunter anderen auch, wenn der Hersteller (hier also ) die Bedürfnisse der Kunden perfekt erfüllt. Perfekter als die Konkurrenz.
Wenn ich mir manche Sparten (MP, mini) so anschaue, stimmt's da schon eine Weile nicht mehr. Leider
+8
Sam
Sam14.04.18 11:21
wenn ein unternehmen so viel geld scheffeln kann liegt für mich die schlussfolgerung relativ nahe, dass die produkte über deren wert verkauft werden. da kann man sich alle vergleiche und rechtfertigungsversuche ans bein schmieren.
das system ist aus dem ruder gelaufen und zwar ganz tüchtig, mho…
Kein Slogan angegeben.
+6
Eventus
Eventus14.04.18 11:25
jlattke
Bei einigen Produkten von Apple wäre übrigens ein Vergleich mit der Textilindustrie m.E. passender: da wird auch häufig die gleiche Qualität im gleichen Sweatshop zusammengenäht. Aber abhängig vom draugestickten Logo entstehen zwei völlig unterschiedliche Preise.
Sweatshirts haben kein OS – und die Software ist viel mehr als das Logo der Grund, warum Apple-Hardware bevorzugt wird.
Live long and prosper! 🖖
-2
Hot Mac
Hot Mac14.04.18 11:33
Ich hab mal eine Zeit lang Porsches verkauft.
Das war der lässigste Job meines gesamten Arbeitslebens.

Als Verkäufer bei Porsche muss man nicht mal verkaufen können, da sich der 911er-Käufer sein Auto selbst verkauft.

Bei Apple ist es zwar ähnlich, man verdient nur nichts. 😉
Champagne for my real friends, real pain for my sham friends!
+10
Mendel Kucharzeck
Mendel Kucharzeck14.04.18 11:45
Sam
Wie der Artikel ja gut beschreibt - "Wert" ist relativ. Wenn es deinen persönlich gesetzten "Wert" X für Produkt Y übersteigt, kauf woanders. Wenn Apples Umsätze weiter wachsen, sehen viele andere "Wert" X weiterhin als akzeptabel an - falls nein, hat es Apple übertrieben.
+6
Sam
Sam14.04.18 12:21
Mendel Kucharzeck
Sam
Wie der Artikel ja gut beschreibt - "Wert" ist relativ. Wenn es deinen persönlich gesetzten "Wert" X für Produkt Y übersteigt, kauf woanders. Wenn Apples Umsätze weiter wachsen, sehen viele andere "Wert" X weiterhin als Akzeptabel an - falls nein, hat es Apple übertrieben.

der betrachtungsweise, dass sich der markt von alleine regelt, kann ich nicht viel abgewinnen.
Kein Slogan angegeben.
+1
Mendel Kucharzeck
Mendel Kucharzeck14.04.18 13:01
Sam
Klappt aber in den meisten Fällen sehr sehr gut. Es gibt natürlich einige Gegenbeispiele (Monopole, Preisabsprachen in einem Marktsegment unter konkurrierenden Unternehmen z.B.), in denen der Markt ausgehebelt wird - allerdings treffen diese bei Apple wohl nicht zu, da es eine Menge Alternativen gibt.

Wie sollte auch sonst ein Preis für ein käufliches Gut gefunden werden?
+3
Sam
Sam14.04.18 13:13
Mendel Kucharzeck
Sam
Klappt aber in den meisten Fällen sehr sehr gut. Es gibt natürlich einige Gegenbeispiele (Monopole, Preisabsprachen in einem Marktsegment unter konkurrierenden Unternehmen z.B.), in denen der Markt ausgehebelt wird - allerdings treffen diese bei Apple wohl nicht zu, da es eine Menge Alternativen gibt.

Wie sollte auch sonst ein Preis für ein käufliches Gut gefunden werden?

wenn es alternativen zu apple gibt, haben sie auch eine konkurrenz.
irgendwie versteh ich jetzt deine argumentationskette nicht.
Kein Slogan angegeben.
0
Sam
Sam14.04.18 13:33
und wenn du unter gut klappen marktwirtschaftlich aspekte meinst, geb ich dir mit vorbehalten recht. ich bin bloss der meinung, dass dieser fixierte blickwinkel sehr ignorant ist und schlussendlich nur wenigen dient.
Kein Slogan angegeben.
+1
jlattke14.04.18 13:41
@Hot Mac
Das stimmt erstens so nicht. Und zweitens warst Du dann ein – im Sinne der Marke – schlechter Verkäufer … denn auch ein Porsche wird konfiguriert. Und hierbei geht es schlichtweg um den Optionsumfang … und nicht alle Porsche Kunden ordern einen „Christbaum“.
-2
Hot Mac
Hot Mac14.04.18 14:22
jlattke

Ich habe mit keinem Wort behauptet, dass ich ein »guter« Verkäufer war, als »schlechter« Verkäufer kam ich aber ziemlich gut über die Runden. 😉

(...) nicht alle Porsche Kunden ordern einen „Christbaum“.
Zu meiner Zeit war es schon so (ist schon zwanzig Jahre her), dass sich der klassische 911er-Kunde beim Modellwechsel maximal für eine andere Farbe entschieden hat.
Champagne for my real friends, real pain for my sham friends!
+5
jlattke14.04.18 16:01
@HotMac
(Sollte kein Angriff sein. Deshalb mein Einschub „im Sinne des Herstellers“.
Vor 20 Jahren gabs ja noch kaum richtig Ausstattungsoptionen …

Mir ging’s nur drum zu zeigen, dass im Artikel Äpfel mit Birnen verglichen werden. Wenn man gleiches vergleicht steht Apple eben etwas anders da. Ich habe kein Problem mit hohen oder höheren Preisen. Einiges bei Apple ist aber schlichtweg Wucher. So zum Beispiel die „Optionen“ (zB die Preise für RAM). Und seid mir bitte nicht böse: es ist lächerlich hier nach einer plausiblen Rechtfertigung zu suchen. Die Begründung ist: weil wir uns bereitwillig abzocken lassen. Wie Barabas schreibt: eben einfach weil es geht.
+6
Hot Mac
Hot Mac14.04.18 16:16
jlattke
(...) Sollte kein Angriff sein.
Hiervon bin ich ausgegangen! 🙂
Champagne for my real friends, real pain for my sham friends!
+1
Traumatom
Traumatom14.04.18 16:23
Vor einigen Tagen habe ich ein MacBook Pro Mid 2010 mit OS 10.6.8 geschenkt bekommen. Nach ein wenig Recherche ist es mir gelungen High Sierra zu installieren. Das MBP läuft, mit 4 MB Ram zwar etwas langsam, völlig einwandfrei und erfüllt die Anforderungen die mein Sohn daran stellt einwandfrei. Optisch und haptisch sieht und fühlt es sich wertigst und neuwertig an, abgesehen vom Gewicht und der mittlerweile ungewohnt großen Dicke.
Ein 8 Jahre alter Computer. Soetwas gibt es bei einem Gerät eines anderen Herstellers denke ich nicht.
+3
Oligabler
Oligabler14.04.18 16:24
jlattke

Solange die Leute freiwillig zahlen, sehe ich das nicht als abzocke. Jeder weiß wofür er sein Geld ausgibt und was er dafür bekommt. Muss jeder selber abwägen, und mal ganz ehrlich, wenn ich in der Position bin würde ich es genau so machen. Es ist ja auch nicht so das man nur für die Hardware bezahlt. Dazu gehören halt auch Entwicklung, Marketing und vieles mehr. Und das iOS und macOS ist auch kostenlos und wird super von Apple gepflegt. Vor allem Sicherheitstechnisch, und Apple machen ihr Geld auch nicht mit deinen Daten. Ich finde das alles zusammen rechtfertigt den hohen Preis. Ich bin gerne bereit Ihn zuzahlen.
+2
sonorman
sonorman14.04.18 16:39
jlattke
… Die Begründung ist: weil wir uns bereitwillig abzocken lassen. Wie Barabas schreibt: eben einfach weil es geht.
jlattke
Die Definition von Abzocke lautet: „Jemandem durch unlautere Methoden Geld aus der Tasche ziehen, aus reiner Geldgier.“

Das ist hier nicht der Fall, weil Du Apple Dein Geld aus freier Entscheidung gibst, ohne dass Apple Dich mit unlauteren Methoden dazu bringt. Wenn Du dennoch meinst, es sei Abzocke, dann steht es Dir frei, künftig nichts mehr von Apple zu kaufen. Tust Du es dennoch, was würde das wohl über Dich aussagen? (Nach dem Motto: Wenn die Hand wehtut, dann hör auf mit dem Hammer draufzuschlagen. )
-5
Fucko14.04.18 16:46
sffan
Hohe Preise funktioniertenunter anderen auch, wenn der Hersteller (hier also ) die Bedürfnisse der Kunden perfekt erfüllt. Perfekter als die Konkurrenz.
Wenn ich mir manche Sparten (MP, mini) so anschaue, stimmt's da schon eine Weile nicht mehr. Leider

Bedürfnisse wie Reparierbarkeit oder Aufrüstmöglichkeiten der MacBook-Familie? Oder der völlige Fehlschlag der TouchBar beim MBP? Wohl kaum. Eher diktieren die dem Kunden, wie seine Bedürfnisse auszusehen haben. Allein die Software hält mich noch bei dem Verein, weil sie - so sie denn funktioniert - einfach besser ist. Aber die Hardware einfach gar nicht.
+5
Peter Longhorn14.04.18 17:14
sonorman
jlattke
… Die Begründung ist: weil wir uns bereitwillig abzocken lassen. Wie Barabas schreibt: eben einfach weil es geht.
jlattke
Die Definition von Abzocke lautet: „Jemandem durch unlautere Methoden Geld aus der Tasche ziehen, aus reiner Geldgier.“

Das ist hier nicht der Fall, weil Du Apple Dein Geld aus freier Entscheidung gibst, ohne dass Apple Dich mit unlauteren Methoden dazu bringt. Wenn Du dennoch meinst, es sei Abzocke, dann steht es Dir frei, künftig nichts mehr von Apple zu kaufen. Tust Du es dennoch, was würde das wohl über Dich aussagen? (Nach dem Motto: Wenn die Hand wehtut, dann hör auf mit dem Hammer draufzuschlagen. )

Wenn du keine andere Möglichkeit hast als den RAM direkt beim Hersteller um die x-fachen Kosten aufzurüsten weil sie dir alle anderen Möglichkeiten genommen haben kann man das sehr wohl als Abzocke auffassen.

Und bezüglich der hohen Preise vieler Konkurrenten: Apple hat hier leider dafür gesorgt, dass die anderen sich überhaupt trauen solche Preise zu verlangen. Ein Samsung Galaxy Note würde auch nicht 1k Euro kosten wenn das iPhone 8/X nicht so teuer geworden wäre. Die Konkurrenz orientiert sich immer an der eigenen Konkurrenz und versucht entsprechend zu profitieren. Apple ist der Meinung, dass sie keine Konkurrenz haben und deshalb jeden Preis verlangen können, den sie wollen. Und in gewisser Weise haben sie damit Recht.
+5
sonorman
sonorman14.04.18 17:23
Peter Longhorn
Wenn du keine andere Möglichkeit hast als den RAM direkt beim Hersteller um die x-fachen Kosten aufzurüsten weil sie dir alle anderen Möglichkeiten genommen haben kann man das sehr wohl als Abzocke auffassen.
Auch das trifft hier nicht zu, denn Du musst den Computer gar nicht erst kaufen, sondern kannst gleich zu einem anderen greifen, in den man den billigsten verfügbaren RAM stecken kann.

Oder anders ausgedrückt: wenn Du Dir einen Porsche kaufst und Dich dann darüber aufregst, dass Ledersitze dafür doppelt so teuer sind, wie Ledersitze für einen Golf, dann ist das Dein Problem, aber per Definition keine Abzocke. Wenn Porsche diese Preise verlangt und die Kunden es zahlen, dann ist das deren freie Entscheidung.
-12
Sam
Sam14.04.18 17:38
sonorman
Peter Longhorn
Wenn du keine andere Möglichkeit hast als den RAM direkt beim Hersteller um die x-fachen Kosten aufzurüsten weil sie dir alle anderen Möglichkeiten genommen haben kann man das sehr wohl als Abzocke auffassen.
Auch das trifft hier nicht zu, denn Du musst den Computer gar nicht erst kaufen, sondern kannst gleich zu einem anderen greifen, in den man den billigsten verfügbaren RAM stecken kann.

Oder anders ausgedrückt: wenn Du Dir einen Porsche kaufst und Dich dann darüber aufregst, dass Ledersitze dafür doppelt so teuer sind, wie Ledersitze für einen Golf, dann ist das Dein Problem, aber per Definition keine Abzocke. Wenn Porsche diese Preise verlangt und die Kunden es zahlen, dann ist das deren freie Entscheidung.
wenn es nur zwei autos gäbe, eines davon fährt und das andere nicht, dann wären solche vergleiche vielleicht noch angebracht. über solche aussagen kann ich einfach nur noch lachen…
Kein Slogan angegeben.
+5
wolfgag
wolfgag14.04.18 17:49
sonorman
Oder anders ausgedrückt: wenn Du Dir einen Porsche kaufst und Dich dann darüber aufregst, dass Ledersitze dafür doppelt so teuer sind, wie Ledersitze für einen Golf, dann ist das Dein Problem, aber per Definition keine Abzocke
Nur das im Golf nicht die gleichen Ledersitze verbaut werden wie im Porsche. Dann wäre es Abzocke - genau wie beim Arbeitsspeicher im Mac.
+4
sonorman
sonorman14.04.18 17:54
Sam
wenn es nur zwei autos gäbe, eines davon fährt und das andere nicht, dann wären solche vergleiche vielleicht noch angebracht. …
Ich verstehe leider nicht, was Du damit sagen willst.

Was ich zuvor geschrieben habe, ist schlicht Fakt. Es gibt einen Unterschied zwischen echter Abzocke (getreu Definition) und nur dem subjektiven Gefühl, abgezockt zu werden.
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