Pioneer: Die neuesten Audio Netzwerkspieler und ein weiterer High-End Kopfhörer

Auf der Münchner HIGH END (18.-21. Mai 2017) gab Pioneer den Startschuss für eine neue Generation seiner Pure Audio Netzwerkspieler. Beim Topmodell N-70AE (1.299 Euro) wurde angeblich nichts dem Zufall überlassen: Mechanische Gehäusekonstruktion, Stromversorgung, Schaltungslayout und Bauteilauswahl seien auf maximale Performance ausgelegt und wurden laut Pioneer in zahllosen Hörtest-Stunden erarbeitet. Außerdem wurde Wert auf eine möglichst lückenlose Ausstattung der neuen Player gelegt, die praktisch alle aktuellen Streamingverfahren unterstützt. Der kleinere N-50AE (899 Euro) entspricht in seinen Netzwerk-Fähigkeiten exakt dem N-70AE, wurde zur Preisoptimierung aber technisch abgespeckt. (Mehr dazu weiter unten.)

Der N-70AE glänzt mit vielen technischen Details, wie Dreipunkt-Isolatorfüßen, einer schweren 3mm-Stahl-Bodenplatte, durch Stahlblech-Wände voneinander getrennte Baugruppen, sowie separate Stromversorgung der analogen und digitalen Sektion.

Im N-70AE werkeln zwei ESS SABRE 9016 Wandlerchips im Doppel-Mono-Betrieb. Dazu passend bietet der Pioneer N-70AE neben massiven Cinch-Buchsen auch symmetrische XLR-Ausgänge. Ein asynchroner USB-Eingang erlaubt die direkte Verbindung zum Mac/PC und unterstützt Auflösungen bis DSD 11,2MHz und PCM mit 384kHz Abtastrate. Weitere Digitalquellen können über optische Toslink und koaxiale S/PDIF-Eingänge mit dem N-70AE in Verbindung treten.


Der N-70AE ist für jedes Wiedergabeverfahren offen, sei es Musik vom Smartphone, einem lokalen NAS-Speicher oder einem Cloud-Musikdienst. An Streamingdiensten werden Spotify, Deezer und TIDAL unterstützt. Nach einem für später geplanten Firmware-Update wird er auch MQA decodieren können. Ebenfalls per Firmware-Update wird Play-Fi Einzug halten und die Vielseitigkeit nochmals drastisch erhöhen. Bereits jetzt steht die Chromecast-Technologie zur Verfügung mit der weitere Streaming-Dienste wie Qobuz und andere verfügbar werden. Zudem ist auch Bluetooth und Apple AirPlay an Bord. Für die lokale Wiedergabe lassen sich per USB-Datenspeicher anschließen. Die darauf gespeicherten Musikdaten können per SMB-Share im Netzwerk freigegeben werden. Last but not least ist der N-70AE mit dem Hersteller-übergreifenden Multi-Room-Standard FireConnect kompatibel. Die Netzwerkverbindung erfolgt per WLAN oder Ethernet. Zur Steuerung steht die Pioneer Remote App für iOS und Android zur Verfügung.


Der N-50AE entspricht in seinen Netzwerk-Fähigkeiten exakt dem N-70AE, ist aber an einigen Stellen auf einen günstigeren Preis getrimmt worden. So beschäftigt er statt zwei ESS9016 nur einen dieser DAC-Chips und kommt ohne die symmetrischen XLR-Ausgänge des N-70AE aus. Auch die Pioneer-eigenen Klangveredler PQFA, Lock Range Adjust und HiBit32-Upsampling bleiben dem Topmodell vorbehalten, ebenso der Kopfhörerausgang und die Dreikammer-Gehäusekonstruktion. Beiden Modellen gemeinsam ist die solide Aluminium-Ausführung der Frontblende.

Die beiden Pure Audio Netzwerkspieler N-70AE (1.299 Euro) und N-50AE (899 Euro) werden in silberner und schwarzer Ausführung ab Juli 2017 im qualifizierten Fachhandel verfügbar sein.

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Eine weitere Neuheit, die auf der High End ihre Premiere feierte, ist der High End Kopfhörer Monitor 5, den Pioneer als direkten Abkömmling des im letzten Jahr vorgestellten Topmodells Master 1 klassifiziert. Schlüsseltechnologien und der klangliche Anspruch wurden übernommen, der Verkaufspreis konnte durch effizientere Fertigung jedoch mit 999 Euro deutlich erschwinglicher gestaltet werden angesichts der 2500 Euro, die für den weitestgehend handgemachten MASTER 1 fällig sind. Der Monitor 5 soll einen ähnlich guten Tragekomfort bietet, aus kaum weniger feinen Materialien bestehen und natürlich klanglich sehr nah an das Topmodell herankommen.


Der Monitor 5 basiert auf einem Federbügel aus der dauerelastischen Aluminiumlegierung Dural, die Muscheln bestehen aus Magnesium-Druckguss mit Zweikammer-Bauweise. Auch die Körbe der mit 50 mm Membrandurchmesser sehr großen Treiber bestehen aus Magnesium und sind mit den Rahmen nicht fest verklebt, sondern verschraubt.

Damit zarteste Nuancen unverfälscht zu Gehör kommen können, muss das Membranmaterial leicht, steif und möglichst resonanzfrei sein. Beim Monitor 5 sind die Membranen dafür aus einem neuartigen Nanozellulose-Werkstoff geformt, der diese Forderungen bestmöglich erfüllen soll. Die komplexe Gehäusegeometrie, sorgfältig abgestimmte Absorptions- und Diffusions-Materialien und eine schwimmend entkoppelte Lagerung der beiden Treiber folgen alle demselben Ziel: einen absolut neutralen, hochleistungsfähigen Schallwandler zu schaffen mit einer Bandbreite, die auch den neuesten HiRes-Audio-Formaten voll gerecht wird, sagt Pioneer.


Dreidimensional geformte Polster aus Memory Foam verheißen einen druckfreien, sicheren Sitz. Neben dem serienmäßigen Veloursbezug sind optional Austauschbezüge aus einem hautfreundlichen, veganen Material erhältlich, dass die Vorzüge feinen Leders mit denen textiler Gewebe verbinden soll. Dem Monitor 5 liegen gleich drei verschiedene Kabelsätze bei: das klassische unsymmetrische Kabel mit Klinkenstecker als kurze und lange Version für mobilen respektive Heim-Einsatz, sowie ein symmetrischer Kabelsatz. Mit 40 Ohm Impedanz und hohem Wirkungsgrad ist er zudem erfreulich Verstärker-unkritisch – schon einfache Kopfhörer-Verstärker sollen überraschend gut mit dem Monitor 5 harmonieren.

Der Hi-Res Audio Kopfhörer Pioneer Monitor 5 (999 Euro) wird ab Juni 2017 im qualifizierten Fachhandel erhältlich sein.

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Hinweis der Redaktion: Diese Meldung beruht auf der offiziellen Pressemitteilung des Anbieters/Herstellers, wurde zur besseren Übersichtlichkeit aber gekürzt und für eine neutralere Darstellung redaktionell bearbeitet.

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