Philips stellt neue Hue App vor, verspricht bessere Performance und Bedienung – Kurztest

Vorab: Ich bin kein Intensivtäter was smarte Haussteuerung angeht. In vielen Fällen ist mir ein simpler An/Aus-Lichtschalter oder -Dimmer noch immer am liebsten und komplexe Steuerungsszenarien für ständig wechselnde Lichtfarben oder automatische Steuerung bei Verlassen oder Ankommen daheim sind mir nicht wichtig. Ich nutze die Hue App mit einigen Lampen und Leuchten in meinem Hörraum und Wohnzimmer, wo diese in aller Regel über einen passenden Hue Smart Button oder Hue Dimmschalter ein- und ausgeschaltet werden. Auf die App oder gar Sprachsteuerung per Siri greife ich nur selten zurück. Daher bin ich nicht die absolute Instanz in Fragen Hue Smartsteuerung. Aber ich möchte Ihnen hiermit einen kurzen Überblick über die neue Version der Hue App geben.


Philips, bzw. der Mutterkonzern Signify, verspricht für das (kostenlose) Update:

  • verbesserte App-Performance und Steigerung das Benutzererlebnises mit einfacheren Automatisierungen, einer neuen Galerie für Szenen und mehr
  • Legt den Grundstein für die Zukunft der intelligenten Beleuchtung
  • Wurde für eine schlankere und intuitivere Benutzeroberfläche umgestaltet, behält aber vertraute Elemente aus der vorherigen Philips Hue App bei


Übersichtlicherer "Zuhause"-Bereich
Auf den ersten Blick stimmt vor allem die Aussage zu der Verschlankung der Oberfläche. Tatsächlich muss nun weniger zwischen verschiedenen Bildschirmen umgeschaltet und nach (relativ häufig genutzten) Funktionen gesucht werden. Im „Zuhause“-Screen können Nutzer mit einer Art Kachelansicht alle Lampen, Leuchten und Szenen auf einen Blick sehen und dadurch schnell einstellen, ohne zwischen verschiedenen Bildschirmen navigieren zu müssen. Der „Zuhause“-Bildschirm enthält auch eine Hue Szenengalerie, in der die maßgeschneiderte Philips Hue Szenen überblickt und in der Vorschau angezeigt werden können. Eine weitere Ergänzung dieses Bildschirms ist die laut Hersteller häufig gewünschte Möglichkeit, schnell zwischen mehreren Hue Bridges zu wechseln. Nutzer, die verschiedene Wohnungen in der gleichen App verwalten oder separate Hue Bridges für verschiedene Bereiche ihres Zuhauses haben, können ihre smarte Beleuchtung damit schneller steuern.


Erweiterte Automatisierungsmöglichkeiten
Routinen heißen jetzt Automatisierungen. Entsprechend wurde der frühere „Routinen“-Bildschirm durch den neuen Reiter „Automatisierungen“ ersetzt, der erweiterte Optionen zur Anpassung und Personalisierung bietet.

Ebenfalls häufig gewünscht und nun verfügbar: Multi-User-Geofencing. Beim Verwenden einer Automatisierung für die Ankunft oder das Verlassen des Wohnbereichs prüft die neue Hue App, ob andere Bewohner mit Hue App zu Hause sind, bevor sie einfach das Licht ausknipst.

Ebenfalls verbessert wurde die Sonnenauf- und Sonnenuntergangsfunktion. Gewählt werden kann Sonnenuntergang, Sonnenaufgang oder eine bestimmte Uhrzeit für den Start der automatischen Ausführung.


Einfachere Bedienung und Anpassung
Die neue Philips Hue App (vierte Generation) bietet noch viele weitere Änderungen bzw. Verbesserungen. So können beispielsweise Lampen, Leuchten, Räume und Zonen in jedem Abschnitt des „Zuhause“-Reiters konfiguriert werden. Eine neue Hue-Lampe oder -Leuchte zu einem Raum hinzuzufügen ist damit sowohl auf dem Raum-Bildschirm selbst als auch in den Einstellungen möglich. So sind häufig benötigte Funktionen und Konfigurationen einfacher und intuitiver auffindbar.

Screenshots von iPhone

Das Verwalten von Entertainment-Bereichen ist um ein Setup in isometrischer 2,5D-Ansicht ergänzt worden. Das dient dazu, die genaue Position und Höhe der Lichter zu bestimmen. Um dies zu vereinfachen, ändern die gerade eingerichteten Lampen oder Leuchten im Setup ihre Farbe, sodass User genau wissen, welche sie gerade einrichten.

Nächstes Update im Sommer
Noch in diesem Sommer soll mit dynamischen Szenen ein weiteres Feature-Update erscheinen. Damit wird jede Lampe oder Leuchte in einem Raum oder in einer Zone langsam die verschiedenen Farben der dynamischen Szene durchlaufen können. Wer's braucht…

Die Übersichtlichkeit und Auffindbarkeit bestimmter Funktionen - z. B. das Löschen bzw. Hinzufügen bei einem Lampenwechsel, ist aus meiner Sicht tatsächlich besser geworden. Auf dem iPad fällt aber auf, dass der verfügbare Bildschirmplatz (im Hoch- und Querformat) weniger ausgenutzt wird. Die Zimmer und Zonen werden beispielsweise nicht mehr in voller Bildschirmbreite dargestellt. Bei komplexeren Installationen dürfen damit mehr Bereiche auf einen Blick sichtbar sein. Die Ränder links und rechts bleiben aber ungenutzt.

Screenshots vom iPad

Die versprochene Performance-Verbesserung konnte ich bislang noch nicht nachvollziehen. Wahrscheinlich sind damit eher Optimierungen der Reaktionszeiten im Bereich von Sekundenbruchteilen gemeint, die Power-Usern der App eher auffallen dürften.

Philips Hue Produkte sind u. a. via Amazon verfügbar.

Kommentare

Kuziflu
Kuziflu05.06.21 09:05
Ich finde sie haben bei der Version mit den Schatteneffekten übertrieben.
Wo Licht ist, ist auch Schatten. Aber das ist für meinen Geschmack zu viel.
0
aibe
aibe05.06.21 09:13
iConnectHue ist meiner Meinung mach funktional nach wie vor das Maß der Dinge wenn es um Anwendungsmöglichkeiten im Hue Universum geht. Warum es in der Hue App nach wie vor Funktionen nicht gibt, die es schon seit langer Zeit in iConnectHue gibt, verstehe wer will.
Bspw. können Schalter sehr viel umfangreicher konfiguriert werden.
+3
deus-ex05.06.21 09:33
Das die App es nicht ermöglicht das Geräte über mehrer Bridges Kommunizieren könne (Bewegungsmelder auf Bridge A schaltet Lampe auf Bridge B) ist weiterhin lachhaft.
Geht dann halt nur mit Apples Home oder iConnectHue
+2
aibe
aibe05.06.21 09:46
deus-ex
Das die App es nicht ermöglicht das Geräte über mehrer Bridges Kommunizieren könne (Bewegungsmelder auf Bridge A schaltet Lampe auf Bridge B) ist weiterhin lachhaft.
Geht dann halt nur mit Apples Home oder iConnectHue

Und bei Homekit kann man diverse Plugs leider nur zum stumpfen Ein- und Ausschalten verwenden. Dimmen geht da leider nicht, obwohl es in der Vergangenheit mal funktionierte 🙄
+4
joschbah
joschbah05.06.21 09:51
Ja, die App ist gefälliger geworden ... das Erscheinungsbild, das sind jedoch Marginalien, an iConnectHue kommt sie trotzdem nicht ran.

Der Fehler, dass die Hue-App im Mesh mit zwei FritzBoxen, den Übergang vom Funkbereich der einen zur anderen nicht mitbekommt, ist immer noch nicht behoben. Dann steht man erstmal für 5-8 Min. im Dunkeln.
+1
Ely05.06.21 10:26
Dynamische Szenen nutze ich durchaus. Im Simulationsraum. Das ist das Dachgeschoß, wo immer Sommer herrscht. Dort wird im Winter (den ich nicht ausstehen kann) mit den Hue-Lampen und Klimatisierungstechnik (Temperatur, Luftqualität und Luftfeuchte, dazu entsprechendes Audio über mehrere unsichtbare BT-Lautsprecher) der Sommer nachgebaut. Eine perfekte Illusion, die Lampen sind nahezu unsichtbar integriert, es ist einfach das entsprechende Licht da. Und das kann, je nach dem, was ich will, verschiedene selbstgebaute Szenarien abbilden. Besonders mag ich Wald, das sieht dann so aus, als ob man in einem lichten Wald wäre. Dazu ist die Dynamik erforderlich, da das Licht in einem lichten Wald nicht statisch ist.

Bin ich den ganzen Tag da drin, was im Winter durchaus nicht selten ist (außer ich mache meine Laufrunde), lasse ich einen vollen Tag durchlaufen, mit den entsprechenden Lichtfarben, die ein kompletter Sommertag mitbringt. Ohne Dynamik geht das nicht.

Alles ist vollständig mit eigener Solarenergie betrieben, um den Planeten damit nicht zu stressen.
+7
nordpol05.06.21 11:28
Mit der Dynamik geht es mir gleich, das ist für mich der zentrale Grund, weshalb ich nicht mit der Hue-App arbeite.
@Ely. kannst du mehr darüber berichten, das interessiert mich sehr, sehr...
+1
Bitsurfer05.06.21 13:08
joschbah
Ja, die App ist gefälliger geworden ... das Erscheinungsbild, das sind jedoch Marginalien, an iConnectHue kommt sie trotzdem nicht ran.

Der Fehler, dass die Hue-App im Mesh mit zwei FritzBoxen, den Übergang vom Funkbereich der einen zur anderen nicht mitbekommt, ist immer noch nicht behoben. Dann steht man erstmal für 5-8 Min. im Dunkeln.

Da würd ich eher mal bei Fritz anklopfen. Mit Asus Mesh geht das völlig problemlos. Bei einem Mesh Netz wie Asus das macht gibt es keinen „Übergang vom Funknetz“ das ein einziges Funknetz.
Nicht überall wo Mesh draufsteht ist auch Mesh drin.
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--Q--05.06.21 14:37
Ely
Dynamische Szenen nutze ich durchaus. Im Simulationsraum. Das ist das Dachgeschoß, wo immer Sommer herrscht. Dort wird im Winter (den ich nicht ausstehen kann) mit den Hue-Lampen und Klimatisierungstechnik (Temperatur, Luftqualität und Luftfeuchte, dazu entsprechendes Audio über mehrere unsichtbare BT-Lautsprecher) der Sommer nachgebaut. Eine perfekte Illusion, die Lampen sind nahezu unsichtbar integriert, es ist einfach das entsprechende Licht da. Und das kann, je nach dem, was ich will, verschiedene selbstgebaute Szenarien abbilden. Besonders mag ich Wald, das sieht dann so aus, als ob man in einem lichten Wald wäre. Dazu ist die Dynamik erforderlich, da das Licht in einem lichten Wald nicht statisch ist.

Bin ich den ganzen Tag da drin, was im Winter durchaus nicht selten ist (außer ich mache meine Laufrunde), lasse ich einen vollen Tag durchlaufen, mit den entsprechenden Lichtfarben, die ein kompletter Sommertag mitbringt. Ohne Dynamik geht das nicht.

Alles ist vollständig mit eigener Solarenergie betrieben, um den Planeten damit nicht zu stressen.
Ich bitte ebenso um einen ausführlichen Bericht. Gerne mit Details zur Ausführung. Mir schwebt schon länger etwas Ähnliches vor.
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becreart
becreart05.06.21 16:39
aibe

Und bei Homekit kann man diverse Plugs leider nur zum stumpfen Ein- und Ausschalten verwenden. Dimmen geht da leider nicht, obwohl es in der Vergangenheit mal funktionierte 🙄

230V Plugs zum dimmen? Wie stellst du dir das vor? (nehme an saw Plugs von power plugs)

Ich kann all meine Hue Leuchtmittel mit dem HomeKit App dimmen
+3
aibe
aibe05.06.21 20:19
becreart
aibe

Und bei Homekit kann man diverse Plugs leider nur zum stumpfen Ein- und Ausschalten verwenden. Dimmen geht da leider nicht, obwohl es in der Vergangenheit mal funktionierte 🙄

230V Plugs zum dimmen? Wie stellst du dir das vor? (nehme an saw Plugs von power plugs)

Ich kann all meine Hue Leuchtmittel mit dem HomeKit App dimmen

Es gab mal „Original Plugs“ von Philips (damals noch Philips Living Whites). Die kann man definitiv mit iConnectHue dimmen, in Homekit bzw. der offiziellen Hue App fungieren sie jedoch als reines an/aus Element. Hab die noch im Einsatz für Lampen in die ich keine Hue Leuchtmittel bekomme.

Lies mal hier
+1
Ely05.06.21 20:45
Ok, hier die Info wegen des Simulationsraums. Das ist nicht trivial und wie man es machen muß, ist sehr stark vom Raum selbst abhängig. Daher die Grundlagen.

Natur
Viel Natur rein, also viel Fläche für Pflanzen einplanen. Und ausschließlich Hydrokulturen, weil man sonst recht schnell ein Problem mit Schimmel bekommen kann. Dazu ein automatisches Bewässerungssystem, weil man sonst mit dem Gießen bekloppt wird. Das bedingt einen Wasseranschluß.

Wärme
Jetzt nicht einfach hergehen und die Heizungen aufreißen, bis es sommerlich warm ist. Heizungsluft ist keine Sommerluft, sondern unangenehm und nicht gut verteilt.

IR-Paneele sind die Lösung. Das fühlt sich wie die Wärme der Sonne an. Solche Paneele gibt es in neutralen Farben, auch bunt und man kann sich sogar was draufdrucken lassen. Die Paneele oben an die Decke montieren, die Sonnenwärme kommt auch von oben.

Luftfeuchtigkeit
Das geht zum Teil über das Grünzeug und der Rest mit Luftbefeuchter. Da keine Geräte mit Ultraschall nutzen, das sind laute Stromfresser und Bazillenschleudern ohne Ende, sondern die Nanocloud-Geräte von Philips aufstellen. Die brauchen sehr wenig Strom, machen keinen Dreck, sind leise und erzeugen eine sehr natürliche Luftfeuchte. Die gibt es in Schwarz und können so optisch im Grünzeug verschwinden.

Audio
Da war ich recht pragmatisch und habe kleine BT-Lautsprecher von Sony (SRS-XB12) verwendet. Die können AAC und haben eine Schlaufe, die man aufmachen und den Lautsprecher wo hinhängen kann. Das ist z. B. für einen Rucksack gedacht, geht auch mit großen Pflanzen. Und schon kommt der Ton unsichtbar von da, woher er in der Natur auch kommt. Die Lautsprecher gibt es in verschiedenen Farben, darunter auch Grün, zwei Stück geben ein Stereopaar und somit ist es auch noch unsichtbar. Die Dinger so plazieren, daß ein räumlicher Effekt entsteht, also weit voneinander entfernt. Und nach Möglichkeit nicht direkt an die Wand oder gar in eine Ecke, sonst kann man die Dinger leicht orten.

Licht
Die komplizierteste Komponente. Das Licht muß in der Simulation da herkommen, wo es in der Natur auch herkommt. Also erst mal so plazieren, daß das Licht vom Fenster zu kommen scheint. Und dann das Licht von oben nicht vergessen. Das Oberlicht so im Raum verteilen, daß es den natürlichen Weg der Sonne nachmachen kann. Also oben mehrere Lampen planen. Die Lampen kann man mit Textil verschwinden lassen, es gibt textile Deckenverspannungen. Die sorgen gleich dafür, daß das Licht von oben diffuser wird.

An den Stellen des Raums, wo die Sonne auf- und untergeht, Lampen am Boden einkalkulieren.

iConnectHUE
Jetzt heißt es Licht komponieren und den Virtuosen machen. Da sollte man herumlaborieren und sich mehrere Programme stricken. Ich habe den z. B. schon angesprochenen Wald, Licht wie in der Savanne, Sonnenuntergänge wie auf Hawai'i, Mitteleuropäischer Sommertag, das ist ein Tagesprogramm von Sonnenaufgang bis Sonnenuntergang, mehrere Versionen mit Morgenrot, Abendrot, ohne und mit beiden, etc. Da kann man sich austoben.

Lüften
Sehr wichtig! Da man mit eher hohen Luftfeuchten unterwegs ist, ist gutes Lüften exorbitant wichtig, wenn einem die Bude nicht verschimmeln soll. Mindestens zweimal täglich muß das Fenster aufgemacht und gut gelüftet werden. Dabei vorsichtig mit den Planzen sein, die mögen keinen Temperaturschock. Die Lüfterei ist etwas komplexer, ließe sich ggf. automatisieren, habe ich aber (noch nicht) gemacht. Wenn es sehr kalt ist, reicht es, die Fenster nur ein wenig zu öffnen, der Austausch der Luft geht sehr schnell.

Luftqualität
Die Planzen bringen schon gut was. Wenn man nach dem Lüften nachhelfen muß (Winterluft ist sehr schlecht, egal wo man lebt), werfe ich einen Luftreiniger an. Das ist ein älteres Philips-Gerät, es zeigt an, wie viel ppm Feinstaub in der Luft ist (2,5 µ) und kann selbst Viren aus der Luft filtern (mehrere Filter, darunter auch HEPA). Da gibt es mittlerweile mehrere Geräte, sogar mit Steuerung per App und BT. Damals war das Ding so ziemlich das einzige Teil, das was taugte. Auf die Raumgröße achten, welches Volumen die Dinger schaffen.

Allgemein
Mein Simulationsraum hat eine Ost-West-Ausrichtung. Daher sind die IR-Paneele an der Nord- und Südseite an der Decke, um Platz für den Weg des Lichts/der Sonne zu lassen.

Als Wandfarbe spezielle Beamerfarbe verwenden. Die ist absolut neutral und leicht reflektierend. Das läßt die Wände optisch besser verschwinden, wenn das Lichtprogramm läuft.

Und dazu noch ein sehr bequemes Liegemöbel zwischen das Grünzeug stellen. Das Licht registriert man auch mit geschlossenen Augen und schon kann man herrlich abdriften, das Audio macht dann die Illusion perfekt. Und es ist ein regelrechter Schock, wenn man das System abschaltet und der dunkle Winter bricht sich mit einer heftigen Wucht Bahn, weil's zwar 14:00 Uhr, aber im Vergleich zum Simulationsraum stockdunkel ist.
+12
Krypton05.06.21 23:17
Ely
Ok, hier die Info wegen des Simulationsraums. Das ist nicht trivial und wie man es machen muß, ist sehr stark vom Raum selbst abhängig. Daher die Grundlagen.
Wow, danke für die vielen Infos. Ich habe bisher noch nie von so einem Simulationsraum gehört. Liest sich aber sehr spannend. Würdest du dich noch zu einem Bild überreden lassen?
+1
Ely05.06.21 23:40
Sowas gibt es nicht, man muß es selbst machen. Ich kann den Winter nicht ausstehen, hasse naßkaltes Wetter, kalten Wind und Schnee, der für mich der geballte Graus ist. Irgendwann kam mir die Idee, den Sommer einfach nachzubilden.

Es ist ein privater Raum in einem privaten Haus und solche Dinge stelle ich nicht ins Internet, da bin ich sehr streng und rigoros. Daher leider kein Bild.
+2
Florian Lehmann05.06.21 23:49
Ely
Dynamische Szenen nutze ich durchaus. Im Simulationsraum. Das ist das Dachgeschoß, wo immer Sommer herrscht. Dort wird im Winter (den ich nicht ausstehen kann) mit den Hue-Lampen und Klimatisierungstechnik (Temperatur, Luftqualität und Luftfeuchte, dazu entsprechendes Audio über mehrere unsichtbare BT-Lautsprecher) der Sommer nachgebaut. Eine perfekte Illusion, die Lampen sind nahezu unsichtbar integriert, es ist einfach das entsprechende Licht da. Und das kann, je nach dem, was ich will, verschiedene selbstgebaute Szenarien abbilden. Besonders mag ich Wald, das sieht dann so aus, als ob man in einem lichten Wald wäre. Dazu ist die Dynamik erforderlich, da das Licht in einem lichten Wald nicht statisch ist.

Bin ich den ganzen Tag da drin, was im Winter durchaus nicht selten ist (außer ich mache meine Laufrunde), lasse ich einen vollen Tag durchlaufen, mit den entsprechenden Lichtfarben, die ein kompletter Sommertag mitbringt. Ohne Dynamik geht das nicht.

Alles ist vollständig mit eigener Solarenergie betrieben, um den Planeten damit nicht zu stressen.

Okay. Wo kann man die Fotos und Videos dazu anschauen? Klingt ja spannend.
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Tommy198006.06.21 05:47
Ely
Ok, hier die Info wegen des Simulationsraums. Das ist nicht trivial und wie man es machen muß, ist sehr stark vom Raum selbst abhängig. Daher die Grundlagen.

Natur
Wärme
Luftfeuchtigkeit
Audio
Licht
iConnectHUE
Lüften
Luftqualität
Allgemein

Coole Sache das alles, auch wenn es für mich ein wenig so wirkt als ob ein Autist seinen Spleen auslebt.

Frage mich aber, wie du das alles im Winter mit Solarstrom betreibst, wie du weiter oben geschrieben hast.
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Ely06.06.21 08:13
Das mit dem Spleen ist nicht mal so falsch

Und beim Solar kommt es nur darauf an, sehr sparsam mit der Energie umzugehen. Das Zeug läuft ja nicht ständig 24 h mit voller Kraft.

Der Luftreiniger z. B. nimmt bei voller Leistung 60 Watt. Das macht er vielleicht einmal pro Woche für eine halbe Stunde. Also pro Woche 30 Wh.

Die Luftbefeuchter nehmen maximal 40 und 20 Watt (großes und kleines Gerät), tatsächlich sind es im regulären Betrieb 25 und 11 Watt, also 37 Watt. Pro Tag gehen dafür etwa 200 Wh drauf, die Dinger helfen nur zeitweise nach.

Und so weiter und so fort. Der dickste Posten sind die IR-Paneele. Dem gegenüber stehen 6 kWh Batterie (LiFePo4-Chemie, simpel, sehr robust, ohne Kobalt, packt etwa 4000 volle Ladezyklen), aufgeteilt in zweimal 3 kWh. Und 6 kWh ist verdammt viel Energie, die von alten und billigen multikristallinen Solarmodulen versorgt werden, die 5 kW leisten. Multikristalline Zellen (die blau schillernden Zellen) bringen mehr bei Streulicht, also Bewölkung und Winter, als heute genutzte monokristalline Zellen (sind schwarz).

Multikristalline Zellen haben einen geringeren Wirkungsgrad, sind aber deutlich einfacher herzustellen, weniger Umweltbelastung, weniger Chemie und sind dadurch ökologisch und ökonomisch wesentlich schneller im Plus als monokristalline Zellen. Und bei Bewölkung machen die Dinger eben mehr, womit sich der geringere Wirkungsgrad wieder ausgleicht, gerade in Deutschland mit den nicht so prallen Wetter und Winter.

Die Module kaufte für’n Abbl und ein Ei gebraucht. Die Teile waren 15 Jahre auf einer Papierfabrik montiert, keine Degeneration feststellbar (habe die Module durchgemessen), ansonsten auch absolut ok, da multikristalline Module neu so gut wie nicht mehr zu haben sind. Die Ökobilanz ist durch das zweite Leben der Dinger gleich perfekt und billig war‘s obendrein auch.

Ein elementarer Trick besteht darin, im Herbst dann mit dem Wärmen des Raums zu beginnen, wenn noch einiges an Sommerwärme drin ist. Dann muß man nicht mit viel Energie hochheizen, sondern nur mit sehr geringem Energieeinsatz die bestehende Temperatur halten. Das geht automatisch, in der Nacht ist es aus. Das Haus ist zwar alt, aber sehr gut isoliert. Es gehen in einer extrem kalten Nacht mit -25 Grad höchstens 1,2 Grad verloren.
+3
MacKaltschale06.06.21 10:32
Signify ist nicht der Mutterkonzern von Philips!
Signify ist die ehemalige Lichtsparte von Philips, die unter dem Namen Philips Lighting firmierte und deren Mutterkonzern Philips war, bis sie 2016 ausgegliedert und selbständig wurde. 2018 folgte dann die Umbenennung in Signify. Signify ist ein börsennotiertes europäisches Unternehmen.

Philips ist inzwischen nur noch Medizintechnik und Haushaltsgeräte her. Auch die TV-Sparte mit Ambilight und Co wurde 2012 ausgegliedert, in ein 30:70 Joint Venture mit TPV Technologies (AOC) namens TP Vision. 2014 wurden auch die restlichen 30 Prozent an TPV Technologies verkauft, die nun die Rechte an der Marke im TV und Consumer-Elektronik Bereich halten. TP Vision ist ein Unternehmen mit Sitz in Amsterdam und Entwicklungszentrum in Belgien, wird aber vom chinesischen Mutterkonzern TPV Technologies kontrolliert.
+4
Embrace06.06.21 16:28
Die Widgets sind leider weggefallen 🤬
Man muss sich extra Shortcuts einrichten. Aber damit fällt auch weg, dass man eine Szene mit einem Button aktivieren und deaktivieren kann 😡
+2
antipod07.06.21 09:05
Embrace
Die Widgets sind leider weggefallen 🤬
Man muss sich extra Shortcuts einrichten. Aber damit fällt auch weg, dass man eine Szene mit einem Button aktivieren und deaktivieren kann 😡

Jein. Man kann es sich ja wieder programmieren. Allerdings braucht es dazu schon etwas mehr Zeit und Skills als vorher. Hab mir auch schon überlegt jetzt mehr auf die Home-app zu setzen.
Ärgerlich finde ich, dass die Widgets einfach wegfallen, ohne dass diese für mich sehr wichtige Info in der Beschreibung auftaucht. Ach hier im Artikel fehlt diese Info. Kann ja wohl nicht sein, dass wir zwei die einzigen sind, die von dieser komfortablen Variante gebrauch gemacht haben.
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Raziel107.06.21 11:31
Die Hue App habe ich glaube ich schon seit Jahre nicht mehr geöffnet. Eine alles intalliert und eingerichtet. Seit dem werden die Lichter entweder automatisch, durch Bewegungsmelder oder Hue Schalter oder eben HomeKit gesteuert.
+1
milamber07.06.21 16:31
hm, ich habe immer noch die alte Hue App. Habe ich irgendwas verpasst?
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