Microsoft Surface Hub 2S: Riesiges Touch-Display mit bis zu 85 Zoll

Microsoft hat den Nachfolger des aus einem riesigen Touchscreen-Display samt Computer-Hardware bestehenden Surface Hub angekündet. Gedacht ist der Surface Hub 2S – wie schon der Vorgänger – für Konferenzräume und dient für Präsentationen beliebiger Multimedia-Inhalte, für die Flipcharts oder andere Methoden nicht ausreichen.

Microsoft bringt den Surface Hub 2S in zwei Größen auf den Markt. Zunächst erscheint dieses Jahr die Variante mit einer 50-Zoll-Displaydiagonale. 2020 folgt ein noch größeres Modell mit 85 Zoll.


Displaydiagonale mit 50 oder 85 Zoll
Das 50-Zoll-Display mit einem Seitenverhältnis von 3:2 bietet eine Auflösung von 3.840 × 2.560 Pixeln. Der Touchscreen ermöglicht Eingaben per Finger (bis zu 10-Fingergesten) oder via Surface Pen. Nutzer können den Stift magnetisch am Gehäuserand des Displays befestigen.


Quelle: Microsoft


Im Vergleich zum Vorgänger (55 Zoll) hat Microsoft deutlich an den Gehäusemaßen gefeilt. Der Surface Hub 2S ist 60 Prozent dünner, 40 Prozent leichter und soll den Herstellerangaben zufolge 30 Prozent weniger Energie verbrauchen als der erste Surface Hub. Hinzu kommt ein dünnerer Displayrahmen als beim Vormodell. Beim Betriebssystem handelt es sich um eine modifizierte Version von Windows 10.

Mehr Rechenleistung per Modul nachrüsten
Die im Gehäuse integrierte PC-Hardware besteht aus einem Intel Core i5 Prozessor (8. Generation), 8 Gigabyte RAM, 128 Gigabyte SSD-Speicher und der Intel-Grafikeinheit UHD Graphics 620. Da Microsoft die gesamte Rechner-Hardware in Form eines heuausziehbaren Moduls verbaut, ist ein späteres Upgrade auf leistungsstärkere Komponenten problemlos möglich. Auch die von normalen PCs bekannten Anschlüsse sind vertreten. Dazu gehören USB-A, USB-C, Gigabit-Ethernet, HDMI Video-In und DisplayPort (Video-Out).



Zusätzlich sind Stereo-Lautsprecher im Gehäuse integriert. Auf der Oberseite befindet sich zudem eine 4K-Kamera. Optional ist ein Akku erhältlich, der das Touch-Display rund zwei Stunden mit Strom versorgen kann und dadurch eine Steckdosen-unabhängige Aufstellung ermöglicht.

8.999 US-Dollar für das Touch-Display, Zubehör kostet extra
Microsoft plant, die 50-Zoll-Variante des Surface Hub 2S ab Juni an US-Kunden auszuliefern. Der Preis beträgt 8.999 US-Dollar. Wie viel das Modell mit 85 Zoll im nächsten Jahr kosten wird, ist nicht bekannt. Kunden in Deutschland können den Surface Hub 2S ab dem 1. Mai vorbestellen, wobei es bis zur Auslieferung länger als in den USA dauert – genaue Termine nennt Microsoft nicht.

Zusätzlich zum eigentlichen Touch-Display bietet Microsoft einige Zubehörprodukte an. Dazu zählen ein rollbarer Stand (1.449 US-Dollar), ein Akku (1.400 US-Dollar) und ab 2020 ein Hardware-Model mit leistungskräftigeren Komponenten (kein Preis genannt).

Kommentare

PythagorasTraining
PythagorasTraining18.04.19 16:50
Sowas von Apple

iPad Pro K

K = Konferenzräume
+1
MäcFlei
MäcFlei18.04.19 18:13
Viel Geld für eine Lösung, die sehr speziell ist. Für Firmen, bei denen Geld keine Rolle spielt.
-1
Legoman
Legoman18.04.19 18:14
Hauptnachteil: Der Redner steht mit dem Rücken zum Publikum und verdeckt einen Teil des Bildes. Oder aber er muss sich verrenken wie eine Schlangentänzerin - und selbst damit wird es kaum besser.
Für erheblich weniger Geld gibt es ein interaktives Whiteboard.
Wenn man denn diese Funktionalität auch nutzt. Ein paar Fotos und Fenster kann man auch am Laptop durch die Gegend schieben.
-4
BlueSun
BlueSun18.04.19 20:36
Ein interaktives whiteboard löst aber keines deiner angesprochenen Probleme... und wirklich günstiger ist das auch nicht wenn man mal bei den Platzhirschen wie legamaster schaut...

Der größte Vorteil ist einfach das es ein und das selbe Ökosystem ist wie auf PC, Laptop, Tablet und leider nicht mehr Smartphone...
+4
Rosember18.04.19 22:19
Warum überhaupt ein Whiteboard? Für das halbe Geld bekommt man 5-6 top-ausgestattete iPad pros. Dann hat jeder eins, man schaltet die zusammen (Software gibt es) - und jeder hat seinen eigenen Screen, kann eigene Anmerkungen machen.
Und wenn jeder Mitarbeiter ohnehin so ein Ding hat, gibt es die Anwendung quasi umsonst.
-2
LoMacs
LoMacs18.04.19 23:53
Legoman
Hauptnachteil: Der Redner steht mit dem Rücken zum Publikum und verdeckt einen Teil des Bildes.
Viele der besten Präsentationen, die ich gesehen habe, entstanden an einer Kreidetafel. Gleiches Problem, war den Referenten anscheinend wurscht.
+16
bit.trash
bit.trash19.04.19 00:42
Rosember
Warum überhaupt ein Whiteboard? Für das halbe Geld bekommt man 5-6 top-ausgestattete iPad pros. Dann hat jeder eins, man schaltet die zusammen (Software gibt es) - und jeder hat seinen eigenen Screen, kann eigene Anmerkungen machen.
Und wenn jeder Mitarbeiter ohnehin so ein Ding hat, gibt es die Anwendung quasi umsonst.


weil es cool is, nettes spielzeug, weil eh alle mit skype und kack office arbeiten, weil man es haben will und nicht mehr als ein oder zwei stühle im konfi kostet. Davon abgesehen die alternativen lösungen sehen im vergleich schrabbelig und funktionieren so mehh
-2
gegy
gegy19.04.19 10:18
Da fand ich die Tischlösung besser.
-1
svenhalen
svenhalen20.04.19 18:45
Rosember
Warum überhaupt ein Whiteboard?

Weil man besser interaktiv und kreativ arbeiten kann, wenn nicht jeder auf seinem Stuhl sitzt und vor sich auf den Tisch schaut.
+1
macparc
macparc21.04.19 15:11
Ich hab so'n Vorgänger kürzlich mal installieren dürfen:

- Die Aktualisierung auf eine aktuelle Windows-Version dauert mehrere Stunden.

- Mit einem iOS-Gerät kann z.B. für eine Präsentation mit keiner App (kabellos) auf das Teil zugegriffen werden, da eine spezielle Variante des Miracast-Protokolls eingesetzt wird ("Surface Hub uses a slightly different version of Miracast known as Miracast Autonomous Group Owner (AGO).")

Ich dachte eigentlich, Microsoft würde den Mist einstellen, stattdessen präsentieren sie Nachfolger …
-1

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