Macs mit ARM: Intel geht von Umstieg aus – und zwar bald

Zwei große Prozessor-Umstiege sah die Mac-Welt seit Einführung des ersten Macintosh: Den Wechsel von 68k auf PowerPC sowie die 2006 absolvierte Migration auf Intel. Wie MacTechNews schon in mehreren Artikel dargelegt hat, ist eine bald erfolgende, dritte "Transition" außerordentlich wahrscheinlich (siehe ). Zu viele seltsame Software-Erscheinungen traf Apple in den vergangenen zwei Jahren, die lediglich dann komplett sinnvoll erscheinen, wenn ein Architekturwechsel anstünde. Der verlinkte Artikel begründet, welche Umstellungen dies im Detail waren.


Intel sieht Apple abwandern
Einem neuen Bericht zufolge stellt sich auch Intel darauf ein, dass Apple von x86-Chips auf hauseigene A-Prozessoren wechselt – und zwar sehr bald. Dies haben angeblich Intel-Vertreter gegenüber Axios angegeben. So heißt es, Intels Chefetage rechne in naher Zukunft mit dem Abgang des Großkunden Apple. "Nahe Zukunft" heißt in diesem Fall 2020. Zwar werde Apple wohl nicht alle Baureihen zeitgleich von Intel- auf ARM-Prozessoren umstellen, allerdings verliere man Apples Aufträge in absehbarer Zeit. Apples "Projekt Marzipan", also die technische Zusammenführung von Mac-, iPhone und iPad-Apps, stehe in direktem Zusammenhang mit der geplanten Migration auf hauseigene Prozessoren. Für Intel ist die Entwicklung auch finanziell ein herber Schlag, da Apple nicht nur hohe Stückzahlen bezieht, sondern sich auch meist für die teuren Intel-Serien entscheidet.

Die Frage ist weniger das Ob, sondern das Wann
Eine lange Umstiegsphase von mehreren Jahren wäre marketingtechnisch schwierig zu verkaufen, denn viele Kunden würden wohl lieber auf die ganz neuen Produkte warten und in der Zwischenzeit nichts mehr kaufen. Aus diesem Grund kann man wohl damit rechnen, dass die Umstellung innerhalb zweier Jahre komplett über die Bühne geht. Intels zitierte Einschätzung entspricht ziemlich genau der Prognose, die Bloomberg im April 2018 aufstellte – und die auch Branchenorakel Ming Chi Kuo verlauten ließ. In der Branche herrscht inzwischen nur noch wenig Zweifel, dass Apple den Mac auf ARM-Prozessoren umstellt. Die große Frage lautet eher, wann dies erfolgt und wie geschmeidig der anspruchsvolle Übergang gestaltet werden kann.

Kommentare

MikeMuc21.02.19 22:06
Dann kaufen wir alle noch schnell den letzten Intelrechner und danach nie wieder bei Apple. Mir haben die letzten Wechsel gereicht. Irgendwann ist dann halt mal Schluß mit lustig
-24
pünktchen
pünktchen21.02.19 22:08
Ich fand bisher jeden Wechsel gut. Das heisst natürlich nicht dass der nächste es auch wird aber es lässt doch hoffen dass Apple das sich und uns nicht ohne guten Grund antun wird.
+5
Mendel Kucharzeck
Mendel Kucharzeck21.02.19 22:09
MikeMuc
Wäre es nicht erstmal sinnvoll, die ARM-Macs abzuwarten BEVOR man diese verteufelt und die Intel-Macs zu den letzten echten Macs erhebt? (Selbiges ist übrigens beim Intel-Umstieg selbst zu Hauf zu hören gewesen...)
+30
thomas b.
thomas b.21.02.19 22:12
Spekulation: Kommt evtl. der neue Mac pro mit ARM? Das wäre für mich eine Erklärung, warum sich das mit dem so elendig lang hinzieht.
+10
Mendel Kucharzeck
Mendel Kucharzeck21.02.19 22:14
thomas b.
Dies haben wir auch schon diverse Male in der Redaktion diskutiert – ich persönlich halte das auch für möglich, dass der Mac Pro der erste ARM-Mac werden könnte. Auch Marketing-Technisch wäre das nicht doof, wenn man erst einmal zeigt, was mit Apple-A-Chips möglich ist.
+13
Midi3e21.02.19 22:14
IMHO hat Apple den Umstieg von PPC X86 sehr gut hinbekommen.
Wenn es einen erneuten Wechsel geben wird, gehe ich davon aus das der auch klappt.

Je länger ich darüber nachdenke deso mehr gerate ich ins Schwärmen.
4, 6, 8 oder sogar 16 ARM CPUs in einem Mac Pro
+11
RyHoRuK21.02.19 22:21
welcher andere Hersteller hat denn bereits so viele Umstellungen gemacht und meiner Meinung nach auch erfolgreich?

Es kommt wie es kommt.... Dann das Ergebnis einfach mal anschauen und dann kann man immer noch urteilen und sich entscheiden.
+3
AppleUser2013
AppleUser201321.02.19 22:26
Wenn die wichtigen Softwarehersteller mitmachen... Wenn diese aber Apple dann den Rücken kehren, weil sie ihre Software nicht portieren wollen oder der Aufwand zu groß ist...dann steht Apple mit toller Hardware da, die keiner unterstützt. Es steht und fällt mit dem third party support...
+15
gfhfkgfhfk21.02.19 22:28
Midi3e
IMHO hat Apple den Umstieg von PPC X86 sehr gut hinbekommen.
Der Umstieg war deutlich schlechter als der Wechsel 68k PPC. Selbst auf MacOS X 10.4 liefen noch die meisten 68k Programme in der BlueBox problemlos. Für PowerPC Software war bei 10.6 Schluss. Dazu wurden die APIs komplett umgekrempelt. Seit dem kann man mit ruhigem Gewissen sagen: Der Mac ist tot und NeXT lebt.
-7
gacki21.02.19 22:33
Allerfeinster Journalismus. Der verlinkte Axios-Artikel beruft sich auf den Bloomberg-Artikel; der Bloomberg-Artikel wiederum beruft sich auf einen weiteren Bloomberg-Artikel vom vergangenen Jahr.
Kann natürlich alles stimmen; kann natürlich auch bedeuten, dass da jemand Intel shorten möchte...
Was Fakten angeht, ist es jedenfalls alles ziemlich dürr.

Anmerkung der Redaktion
Dieser Kommentar ist leider inhaltlich vollständig irreführend und falsch. Zitat aus dem Originalartikel "Intel officials have privately told Axios they expect such a move..."
+4
TerenceHill
TerenceHill21.02.19 22:36
@MikeMuc

Das hatten auch so viele beim Wechsel von PPC auf Intel geschrieben bzw gesagt.
+1
lunaticecho21.02.19 22:38
Unreparierbare Hardware, in der alles verlötet wird, bekommt eine andere CPU-Architektur. Damit wird der Mac wieder zum Exot. Wenn die Firma zu groß wird, merken sie auch nicht mehr wenns bergab geht...ich werd dann nicht mehr die Fahne halten, wenn sich die Firma wieder kleinschrumpft. Andererseits: Apple hat seinen Auftritt im Server und Workstationmarkt seit einer Dekade glänzend vergeigt, da ist auch dieser Schmerz nur noch ein Phantom...
+15
Mendel Kucharzeck
Mendel Kucharzeck21.02.19 22:38
gfhfkgfhfk
Das mit dem 68K-auf-PPC-Wechsel habe ich aber GANZ anders in Erinnerung. Mieseste Entwickler-Tools von Seiten Apples (nur CodeWarrior hat den Umstieg gerettet) und LANGE zeit ein völlig unoptimiertes Mac OS, welches in weiten Teilen den 68K-Emulator nutzte.
+11
piik
piik21.02.19 22:42
Schon wieder. Übergähn.

Das ist nur ein Witz.
Wenn Apple so einen Irrsinn durchziehen würde, wäre das der Anfang vom Ende.
Ich würde wetten, dass massiv Profis abspringen werden. Und die würden als Influence viel Normal-User mitziehen. Auch andere Hersteller haben schöne Rechner und Macs auf ARM wären lahme Krücken.
Irgendwie scheint in viele Köppe nicht rein zu wollen, dass die X86-Prozessortechnik nach wie vor die technologische Spitze darstellt und dass sich ein iPad massiv von einem Laptop unterscheidet - von Desktops einmal ganz abgesehen.
Eine Umstellung auf ARM würde nicht nur geringere Performanz der Hardware bedeuten, sondern durch die JIT-Cross-Compilierung allen bisher vorhandenen Codes würde die Software echt lahm, bis alle Software-Häuser nachgezogen hätten. Einige würden auch gleich abspringen, denn dieser Sprung kostet die Software-Entwickler richtig Kohle, ohne dass sie einen Zusatznutzen davon hätten.
Auch die Kunden müssten zahlen für Upgrades, die sie vielleicht garnicht wollen.
Insofern ist so ein Schritt verrückt.
Der einzige Punkt, der für so einen Schritt spricht ist, dass Apple so etwas zuzutrauen ist. Der Toyota-Werbespruch (Nichts ist unmöglich) stösst da aber an Grenzen. Der Nutzen für Apple wäre, so gut wie alles dann unter eigene Kontrolle zu kriegen. Dabei kriegen sie nichtmal einen eigenen LTE-Chip hin und das wäre dem Anwender nun wirklich wurst, weil ein eigener LTE-Chip keinen Leistungseinbruch (wenn Apple das nicht verhunzt) und keine Neuinvestition des Kunden mit sich brächte.

Bei mir wäre die Reaktion klar: Alle Macs und i-Geräte verkaufen und ein kompletter Umstieg auf PCs und Android. Da würde preislich auch noch was übrig bleiben
Hardware ist seltener schlecht drauf - Software macht schon häufiger Mucken...
-9
nacho
nacho21.02.19 22:44
Die Übergangsphase ist sicherlich etwas schwieriger, aber nach 2-3 Jahren spielt es doch keine Rolle mehr was für ein Prozessor arbeitet.
0
ratti21.02.19 22:46
Mendel Kucharzeck
Wäre es nicht erstmal sinnvoll, die ARM-Macs abzuwarten BEVOR man diese verteufelt und die Intel-Macs zu den letzten echten Macs erhebt?
Was soll man denn da abwarten? Ich kann das nicht mehr hören. Apple schmeisst 'ne Bombe, und in den Foren und Kommentaren heisst es dann immer „Warte doch erst mal ab“… wenn man sich auf eines dann doch inzwischen verlassen kann, dann, dass solche Stories zutreffen. Das ist nun seit vielen Jahren so.

Als Webentwickler ist man auf nicht-Intel-Plattformen von allem abgeschnitten, was da draussen passiert. Wir nutzen für Docker, Vagrant, VMWare, Virtualbox etc. die gleichen Binaries wie die inzwischen größere Anzahl Windows-Entwickler. Es ist völlig irrelevant, ob die neue Plattform besser oder schlechter ist, sie ist nicht Intel und somit raus. Das lässt sich nicht performant hinemulieren, und es wäre auch grob fahrlässig, auf einem System zu entwicklen, das technisch so weit von der späteren Livepräsenz entfernt ist — nur damit der Herr Entwickler weiter nebenbei sein iTunes nutzen kann. Na super… auf mich kommt Windows zu. Es ist zum heulen. Ich habe viel an Macs zu bemängeln, aber ausgerechnet der Prozessor ist nun völlig so gar kein Problem, und der Akku kommt über'n Tag.

Apple hat so viele Webentwickler zu Windows hinvergrault, dass man inzwischen mit einem Mac eine Minderheit darstellt, und keiner wird für uns Spezialwege gehen.
+19
ratti21.02.19 22:54
Midi3e
IMHO hat Apple den Umstieg von PPC X86 sehr gut hinbekommen.
Genau, den Umstieg von einer marginalisierten Randgruppen-Architektur hin zu DER einzigen, gängigen Standardarchitektur für Linux und Windows.

Und deswegen wurden -Fingerschnipps- plötzlich massenhaft Tools beinah von selbst lauffähig, die man sich vorher abschminken konnte. Weil: Standard-Unix-System, Standard-Prozessor, Standard-BSD-Userland.

Der Umstieg auf ARM wäre genau das Gegenteil. Vom Standard in die Nische.

Ihr müsst bitte mal dran denken, wieviel Zeugs in der Toolchain vorhanden sein muss, bevor man überhaupt anfangen kann, zu entwicklen. Selbst bei uns in der Webentwicklung sind proprietäre x86-Binärblobs gängig, um verschlüsselten Code ausführen zu können.
+14
Mecki
Mecki21.02.19 23:01
Lustig. Genau das gleiche habe ich noch Anfang der Woche geschrieben und dafür nur Negativbewertungen bekommen ; als ob ich etwas dafür könnte.
ratti
Und deswegen wurden -Fingerschnipps- plötzlich massenhaft Tools beinah von selbst lauffähig, die man sich vorher abschminken konnte. Weil: Standard-Unix-System, Standard-Prozessor, Standard-BSD-Userland.
Fast alles was Standard-Unix-System und Standard- Standard-BSD-Userland brauchte war auch schon vorher lauffähig, denn das ist fast alles C Code, dem der Prozessor ziemlich Schnuppe ist und wenn es ein System gibt, das noch weniger an eine bestimmte CPU gebunden als das Linux ist, dann ist das BSD. Auch die PPC Rechner von Apple mit OS X waren vollwertige, POSIX konforme Rechner mit BSD Unterbau.
+7
Thorsten Hechtfischer21.02.19 23:02
Der Wechsel von PPC zu Intel war aus der Not heraus nötig!
Diesmal sehe ich die Not aber nicht. Es sei denn man will gar keine Mac Entwickler mehr sondern nur noch iOS Entwicklungen die auch auf dem Mac laufen. Der Mac als Apendix von iOS ... mir graut davor.
es sei denn der ARM ist so unglaublich viel besser / performanter ... aber davon hat man doch auch nicht wirklich was gesehen.
+17
sierkb21.02.19 23:20
piik,
ratti:

Aus euren Worten spricht Angst. Pure Angst. Wovor eigentlich?
Dass nicht sein kann, was eurer persönlichen Meinung nach nicht sein darf?
Und wenn andere zu einem anderen Urteil kommen als ihr beide und die gesamte IT-Branche diesbzgl. anders denkt als ihr beide und da weniger Angst vor hat und in der gesamten IT-Welt da grad' offenbar ein Umschwung/Verlagerungsbewegungen stattfindet, schon längst begonnen hat hin zur ARM-Plattform mindestens parallel als Alternative zur Intel-Plattform – und zwar auch im Desktop- und Server-Bereich? Apple wäre somit nicht alleine mit einem solchen Umschwung/Wechsel, der diesbzgl. schon längst begonnen hat und schon längst stattfindet außerhalb von Apple.
ratti
Der Umstieg auf ARM wäre genau das Gegenteil. Vom Standard in die Nische.

Wer sagt denn, dass Intel Standard und ARM Nische ist bleibt? Wer sagt, dass ARM überhaupt noch Nische ist?

Es ist an allen möglichen Ecken und Kanten zu verzeichnen, dass ARM schon längst die Nische (Smartphones) verlassen hat und für Einige sogar schon längst offenbar auf dem Server und für Notebooks (vulgo: Desktop) eingesetzt wird, und verschiedene Software-Anbieter bieten ihre Software bereits nativ für ARM an oder sind dabei es zu tun.

Das heißt im Klartext: die ARM-Plattform ist allgemein interessant geworden und wird mittlerweile von so Einigen als veritable mindestens ebenso interessante, wenn nicht im Einzelfall sogar interessantere Alternative zur Intel-Plattform angesehen, Intels x86/x86_64 ist also für zunehmend mehr Hard- und Software-Hersteller offenbar nicht mehr sakrosant und unangefochten die Wahl schlechthin, die sich ihnen aufdrängt.
-4
MikeMuc21.02.19 23:39
Mendel Kucharzeck
MikeMuc
Wäre es nicht erstmal sinnvoll, die ARM-Macs abzuwarten BEVOR man diese verteufelt und die Intel-Macs zu den letzten echten Macs erhebt? (Selbiges ist übrigens beim Intel-Umstieg selbst zu Hauf zu hören gewesen...)

Nein danke. Es wird halt vieles nicht mehr laufen Oder muß dann wieder emuliert werden. Da kann ich drauf verzichten. Für meine Arbeit würde ein Wechsel auch nichts bringen, die behindert Apple jetzt schon ausreichend. Nichts von dem, was Apple in den letzten 4-5 Jahren an Neuerungen am System gebracht hat hat für mich einen praktischen Nutzen.
+7
sierkb21.02.19 23:41
Nur eine Auswahl jüngster Bewegungen diesbzgl.:

ITPro Today (16.01.2019): SUSE Server for Arm Becomes Generally Available
The SUSE server (SLES) for Arm processors is now available directly from SUSE with a new price structure that counts cores and sockets. (man lese mal die Begründung, warum SUSE das macht und wen man damit alles anvisiert und im Auge hat)

SUSE Blog (14.01.2019): SUSE Linux for Arm is now available for all customers

TheNextPlatform (08.01.2019): Huawei Jumps Into The Arm Server Chip Fray

Golem (07.01.2019): Always Connected PCs: Mozilla hat ARM64-Firefox für Windows 10 on ARM
Wer ein Notebook mit Snapdragon-Chip und Windows 10 on ARM besitzt oder zu kaufen plant, kann mittlerweile Firefox als nativen ARM64-Browser nutzen. Der ist deutlich flotter als die emulierte x86-Version.

Windows Central (21.11.2018): Microsoft engineers contributing to development of Chrome for Windows 10 on ARM
Code commits have been spotted from a pair of Microsoft engineers in the Chromium codebase.

9To5Google (19.11.2018): Google, Microsoft & Qualcomm working together on Chrome for Windows 10 on ARM computers

ars technica (21.11.2018): Corporate cooperation — Microsoft joining Qualcomm and Google to bring Chrome to Windows on ARM
An ARM-native version of Chrome would fill a major gap in Windows on ARM.

[…]

Warum machen die das alle? Bestimmt nicht, weil's eine Nische ist oder bleibt. Bestimmt nicht, weil für die nur Intel das Wahre ist.

Und hinter diesem allgemeinen schon längst begonnenen und längst laufenden Trend wird ausgerechnet Apple als einer der führenden ARM-Prozessor-Hersteller ganz sicher nicht hintenanstehen wollen. Sondern ihn mindestens mitmachen, wenn nicht gar irgendwann sogar anführen wollen.
+4
gfhfkgfhfk21.02.19 23:51
Mendel Kucharzeck
gfhfkgfhfk
Das mit dem 68K-auf-PPC-Wechsel habe ich aber GANZ anders in Erinnerung. Mieseste Entwickler-Tools von Seiten Apples (nur CodeWarrior hat den Umstieg gerettet) und LANGE zeit ein völlig unoptimiertes Mac OS, welches in weiten Teilen den 68K-Emulator nutzte.
Mit den Entwicklertools hat man als Nutzer keinen Kontakt. Wesentlich war und ist, ob die vorhandene Software noch läuft. In dieser Hinsicht war der Wechsel von 68k auf PowerPC wesentlich besser. Wenn sie das nämlich nicht mehr tut, muss man den kompletten Datenbestand rechtzeitig konvertieren und dabei auch noch darauf achten, dass es keinen Datenverlust gibt. Das ist mit erheblichem Aufwand verbunden. Heute hat man schon nach kurzer Zeit Probleme, dass Software überhaupt noch läuft.

P.S. Selbst mit Emulation waren die ersten PowerPCs schneller als die meisten Quadras. Mit nativen Code kam es zu einem dramatischen Geschwindigkeitsanstieg, den man danach nie wieder erleben konnte.
+6
gfhfkgfhfk21.02.19 23:58
sierkb
… die gesamte IT-Branche diesbzgl. anders denkt als ihr beide und da weniger Angst vor hat und in der gesamten IT-Welt da grad' offenbar ein Umschwung/Verlagerungsbewegungen stattfindet, schon längst begonnen hat hin zur ARM-Plattform mindestens parallel als Alternative zur Intel-Plattform – und zwar auch im Desktop- und Server-Bereich?
ARM spielt weder auf dem Desktop noch im Serverumfeld eine nennenswerte Rolle. Wenn man schon von x86 weggeht, weshalb wieder den Klotz proprietäre IP ans Bein binden und nicht gleich auf RISC V setzen? Das trifft zwar nicht auf Apple zu, aber als *I*X Anbieter ergibt RISC V deutlich mehr Sinn als ARM, und da gibt es auch schnelle Cores.
+4
sierkb22.02.19 00:09
gfhfkgfhfk
ARM spielt weder auf dem Desktop noch im Serverumfeld eine nennenswerte Rolle.

Noch nicht nennenswert, hat aber bereits begonnen, und es häufen sich derlei Nachrichten. Und wer die Augen aufmacht und zuhört und liest, dem entgeht es nicht.
Wenn man schon von x86 weggeht, weshalb wieder den Klotz proprietäre IP ans Bein binden und nicht gleich auf RISC V setzen?

Auch RISC V sollte diesbzgl. im Auge gehalten werden, die stellen für ARM wiederum eine Bedrohung dar, nicht ohne Grund hatten die beiden unlängst ein Scharmützel, wo ARM Limited RISC V schlecht gemacht und RISC V sich gewehrt hat, ARM Ltd. dann zurückgerudert ist mit seinen diesbzgl. Äußerungen.
Das trifft zwar nicht auf Apple zu, aber als *I*X Anbieter ergibt RISC V deutlich mehr Sinn als ARM, und da gibt es auch schnelle Cores.

Siehe grad' Gesagtes. Da herrscht grad' ein eisenharter Wettbewerb bzw. Verdrängungskampf, und keiner gönnt dem Anderen das Schwarze unter den Nägeln. Und sie wissen auch alle, warum und kämpfen um ihre Pfründe (bestimmt nicht, weil man da chancenlos ist).
-1
Thehassle22.02.19 00:09
Ist eigentlich nicht überraschend.Für mich gilt aber derzeit noch, dass non-pros gerne mit ARM laufen dürfen, Pro-Maschinen aber für mich nur mit Intel in Frage kommen. Kann auch sein, dass ich letztlich mit den Intels von Apple abwandere... so tot und lahm wie damals 68k und PPC ist Intel beileibe nicht und daher sehe ich einen komplettwechsel seitens Apple aus rein Kundentechnischer Sicht nicht als notwendig an.
+5
piik
piik22.02.19 00:09
sierkb
Nur eine Auswahl jüngster Bewegungen diesbzgl.:

ITPro Today (16.01.2019): SUSE Server for Arm Becomes Generally Available ...

Wen interessiert Suse?
Von mir aus kann man eine ARM-CPU auch in Basic programmieren. Schnuppe ist das.
Und Du musst echt ein super Psychologe sein, der aus einer anderen Sicht der Dinge - schwups - die Ferndiagnose "Angst" stellen kann. Herzlichen Glückwunsch zu soviel Selbstgerechtigkeit.
Ich halte eine ARM-Plattform für unsinnigen Mist und mache das einfach nicht mit. So simpel ist das. Und ich bin nicht allein.
Hardware ist seltener schlecht drauf - Software macht schon häufiger Mucken...
-2
piik
piik22.02.19 00:14
gfhfkgfhfk
P.S. Selbst mit Emulation waren die ersten PowerPCs schneller als die meisten Quadras. Mit nativen Code kam es zu einem dramatischen Geschwindigkeitsanstieg, den man danach nie wieder erleben konnte.
Das stimmt so definitiv nicht. Ich hatte etlichen Code, der emuliert langsamer lief, definitiv, ich habs damals gebenchmarkt. In nativem Code dann waren die PPCs tatsächlich schneller - in etwa in gleichem Maße wie auch der Takt der PPC-CPUs höher war, also rund doppelt so schnell wie bei den Quadras. Alles damals genau ausgemessen, da ich für Laborsoftware soviel Rechenleistung benötigte, wie ich kriegen konnte. Der zentrale Rechner war sogar ne ganze Zeit lang noch ein einer mit 68040 CPU, bis mein Entwicklungssystem endlich PPC-nativ war.
Hardware ist seltener schlecht drauf - Software macht schon häufiger Mucken...
+2
sierkb22.02.19 00:27
piik
Wen interessiert Suse?

Du scheinst zu unterschätzen, wo die überall laufen und wie verbreitet die vor allem im Enterprise- bzw. HPC-Segment sind – verbreiteter als Du möglicherweise denkst. Zudem ist Suse bzgl. der Distributionen einer unter mehreren, die ihre Distribution auch für ARM anbieten, die anderen Linux-Distributionen bieten das auch an. Ich habe die übrigens nur eher zufällig genannt, einfach, weil diese Meldung vorigen Monat zu lesen war, also recht frisch ist. Eine Präferenz wollte ich da nicht ableiten oder geben.

Es kann sich im Grunde keiner mehr leisten, es nicht anzubieten, eben weil die Nachfrage und der Bedarf danach da ist. Und genau darum geht's, um es deutlich zu machen: die Nachfrage nach sowas ist offenbar da und der Bedarf offenbar auch.

Danke für die Blumen übrigens. Auch Du schaffst es sicher, freundlich und höflich zu sein und zu bleiben und hier jetzt ohne persönlichen Angriff und ohne Spitze auszukommen. Ich schaffe das Dir gegenüber doch auch, die Contenance und Höflichkeit zu wahren und ohne Spitze und persönlichen Angriff Dir gegenüber auszukommen. Schaffst Du sicher auch. Oder nicht?
Ich halte eine ARM-Plattform für unsinnigen Mist und mache das einfach nicht mit. So simpel ist das. Und ich bin nicht allein.

Richtig. Du. Andere (die auch nicht alleine sind) sehen, machen und bewerten es womöglich oder tatsächlich anders als Du. So simpel ist das.
Wie schön, dass wir Meinungsfreiheit und Meinungsvielfalt haben. Und tolerant gegenüber Andersdenkenden sind.
Und dass solche Unternehmen eh machen, was sie wollen und für richtig halten. Ob es nun mir oder Dir passt oder nicht – ändern werden wir es eh nicht. Ändern/beeinflussen können wir es ggf. nur durch unser Kauf- und Konsumverhalten als Nutzer/Kunden – durch Kauf-/Konsum-Verweigerung/Boykott.
+7
verstaerker
verstaerker22.02.19 00:40
ich finde das ne spannende Entwicklung und ich kann gut nachvollziehen wieso sich Apple von Intel trennen möchte.
1. höhere Gewinnmarge
2. mehr Einfluss auf die Chipentwicklung und somit
3. höhere Planungssicherheit
4. Produkte mit höherer Leistung bei geringerem Stromverbrauch und somit geringerer Hitzentwicklung möglich

ich denke das 2.-4. für Endkunden gut sind

ich bin gespannt was das wird und würde wahrscheinlichst gerne ins kalte Wasser springen und so eine neue Platform ausprobieren... auch wenn die sicher Nachteile mit sich bringt

Ich find sowas halt spannend.
+4
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