MacBooks und Schnittstellen: Sind mehr Buchsen wirklich immer besser?

Angefeuert durch die kürzlich aktualisierten MacBook Pro und eine erneute Diskussion in den Kommentaren um deren Anschlussoptionen, möchte ich hiermit den Versuch wagen, einmal die Vor- und Nachteile vieler Schnittstellen und Buchsen an Notebooks aufzudröseln. Um Meinungen soll es hier nicht gehen. Stattdessen will ich versuchen, tatsächliche und mutmaßliche Hintergründe darzulegen.


Und darum geht’s:
Apple hat im Laufe der Jahre seine mobilen Macs sukzessive mit immer weniger statt mehr Kabelanschlüssen ausgestattet. Hatten MacBooks, frühere PowerBooks und iBooks noch relativ viele Ports im Gehäuse, um daran Peripheriegeräte per Strippe anschließen zu können, sank deren Zahl stetig, bis zum (vorläufigen) Extrem, dem 2015 vorgestellten Ultra-Portable MacBook mit nur einer USB-C-Buche und einer 3,5 mm Klinkenbuchse. Das ist nicht allein dem Siegeszug drahtloser Technologien wie WLAN oder Bluetooth zu verdanken.


Warum Apple so vorgeht, glauben die meisten ganz genau zu wissen: um MacBooks noch dünner bauen zu können. Aber ist das wirklich so? Die Realität ist oft etwas komplizierter. Ganz klar spielt die Gehäusedicke auch eine wichtige Rolle bei Apples Schnittstellen-Strategie, aber das ist nicht alles nur Selbstzweck, um das dünnste und schickste aller Notebooks bauen zu können. Dünnere Gehäuse bedeuten vor allem bessere Portabilität und weniger Gewicht. Und genau das ist das wichtigste Kriterium für Mobilcomputer.


Gewisse Parallelen finden sich bei Kameras: Mit einer SLR und großen (Wechsel-)Objektiven, die man heute für relativ kleines Geld kaufen kann, lassen sich noch immer deutlich bessere (und abwechslungsreichere) Fotos schießen, als mit Smartphones. Aber warum fotografiert dann die halbe Welt heute lieber mit iPhone & Co.? Ganz einfach: Weil’s bequem ist, leicht, und immer dabei. Die damit einhergehenden Einschränkungen, wie fehlender optischer Zoom, keine variable Blende und schlechte Low-Light-Eigenschaften, treten in den Hintergrund. Bequemlichkeit und Mobilität siegt über Leistung. Trotzdem gibt es heute viele tolle Smartphone-Fotos, denen man kaum ansieht, dass sie nicht mit einer „richtigen“ Kamera geschossen wurden.


So ist es in der überwiegenden Mehrheit auch bei der Laptop-Nutzung. Für einen großen Nutzerkreis ist die Leistung selbst kleinerer Notebooks mit begrenzter Prozessor-Power heute vollkommen ausreichend. Längst nicht jeder Anwender muss ständig Beamer, LAN-/Monitor-/Drucker- und sonstige Kabel mitschleppen. Die Netzwerkverbindung erfolgt unterwegs und immer öfter auch im Büro per WLAN.


Zwar nutzen gerade größere Unternehmen nach wie vor intensiv drahtgebundene Netzwerke, aber auch dort können sich Mitarbeiter mit Mobilcomputern immer häufiger auch drahtlos ins Netzwerk einloggen, oder sie verwenden ein Dock für das Notebook. Großunternehmen stellen nicht die Mehrheit aller sozialversicherungspflichtig Beschäftigten in Deutschland, sondern eher kleine und mittlere Unternehmen. (Quelle) In anderen Industriestaaten dürfte es nicht sehr viel anders aussehen. Solche und ähnliche demographische Erkenntnisse könnten für Apple der Auslöser gewesen sein, auf die vergleichsweise große LAN-Buchse zu verzichten. Wer sie dennoch benötigt, kann sie mit einem relativ billigen und kleinen Adapter oder per Dock nachrüsten. Für das Notebook bedeutet das: Eine mögliche Fehlerquelle weniger, geringere Herstellungskosten, weniger Gewicht und Größe. – Jedes Gramm und jeder Millimeter zählt.


Kommentare

OpDraht
OpDraht21.07.18 09:04
3 Seiten Text Überzeugungshilfe pro Schnittstellendezimierung?

Wirkt argumentatorisch schon etwas rudernd. An mancher Stelle hat man den Eindruck, was für ein Wunder frühere Notebooks gewesen sein müssen, dass sie ohne alltägliche Probleme wichtige Schnittstellen anbieten konnten. Mein iMac Pro schafft das noch heute.

Möge der Adapter immer mit euch sein.
+25
becreart
becreart21.07.18 09:10
Was die Schnittstellen betrifft, finde ich bisher das 2016er MacBook Pro am praktischsten. Zum Einsatz kommt ein USB auf USB-C Adapter, die restlichen Geräte und Kabel haben USB-C
0
G4cube21.07.18 09:16
Interessanter Artikel, ich habe selbst ein 2012er MBP, welches ich via Thunderboltdock zu einem „Desktop“ gemacht hatte. Waren bei mir dann zwei Verbindungen (Strom und Thunderbolt)

Nach einem Jahr habe ich mir aber einen gebrauchten Mac Pro geholt, das Dock verkauft und nutze beides jetzt wie vorgesehen: Mac Pro als Desktop, MBP als mobiles Gerät. Bin damit viel zufriedener und werde es für mich nicht mehr anders machen.
+4
Deppomat21.07.18 09:31
G4cube
Interessanter Artikel, ich habe selbst ein 2012er MBP, welches ich via Thunderboltdock zu einem „Desktop“ gemacht hatte. Waren bei mir dann zwei Verbindungen (Strom und Thunderbolt)

Nach einem Jahr habe ich mir aber einen gebrauchten Mac Pro geholt, das Dock verkauft und nutze beides jetzt wie vorgesehen: Mac Pro als Desktop, MBP als mobiles Gerät. Bin damit viel zufriedener und werde es für mich nicht mehr anders machen.
Völlig legitim, aber das sind so Entscheidungen, die verschiedene Leute in verschiedenen Phasen unterschiedlich fällen. Habe jetzt 6 Jahre lang mit 2 Rechnern gearbeitet (Mini im Studio und Air11 unterwegs), war fein. Aber in jüngerer Zeit bin ich so viel unterwegs, daß es mich frustriert hat, nicht überall alles dabeizuhaben. Viel Zeit in Zügen und Flughäfen und auf Tour, die ich hätte nutzen können. Jetzt wieder auf einen starken Laptop umgestiegen, und ich bin heilfroh.

Nebenbei, findest du es nicht sehr chaotisch, 2 Rechner zu managen? 2 Download-Ordner, Mailfilter auf dem einen, aber nicht auf dem anderen eingerichtet, Plugin hier aktiviert, aber nicht da, etc... bei mir ist das messy geworden.
+2
Cliff the DAU
Cliff the DAU21.07.18 09:33
Frage:
/// Sind mehr Buchsen wirklich immer besser? ///

Antwort: „Ja“
Begründung: Adapter für alle möglichen Zwecke kosten Geld, durch weitere Verbindungen störanfälliger (ist so!). Lieber 0,5 cm an jeder Seite des Mac Books größer dafür mehr Komfort.
„Was heute noch wie ein Märchen klingt, kann morgen schon Wirklichkeit sein. Hier ist ein Märchen von übermorgen“
+20
Wolpy21.07.18 09:34
Viel Gedöns, um die Irrwege der Schönheitsdesigner bei Apple zu verteidigen. Der Vorteil liegt allein für Apple darin, mit weniger technischem Aufwand größere Profite zu erzielen. Man kann allerdings erwarten, dass wegen der größeren Flexibilität (und Stabilität) die älteren Macbooks länger benutzt werden und dadurch das erwünschte Neugeschäft verlangsamen.
+30
G4cube21.07.18 09:34
Ein großer Nachteil der Dockingstation war für mich: externe Festplatte. Muss jedesmal vorher getrennt werden, bevor das Thunderboltkabel abgezogen werden kann. Also spricht es gegen „schnell mal mitnehmen“. Ein MacBook im Ruhezustand am Dock musste ich erst wecken, dann Festplatte auswerfen, dann abstöpseln. Ist zwar kein riesiger Aufwand, aber halt auch nicht bequem.
+1
Deppomat21.07.18 09:37
Cliff the DAU
Frage:
/// Sind mehr Buchsen wirklich immer besser? ///

Antwort: „Ja“
Begründung: Adapter für alle möglichen Zwecke kosten Geld, durch weitere Verbindungen störanfälliger (ist so!). Lieber 0,5 cm an jeder Seite des Mac Books größer dafür mehr Komfort.
Bin nicht mehr sicher. Habe das auch lange so gesehen. Aber der Ansatz hat auch was für sich: Warum Bauteile mitschleppen, die nur einen Bruchteil der Zeit von einem Bruchteil der Leute genutzt werden? Ich habe noch nie eine SD-Karte benutzt. Ethernet auch einmal im Schaltjahr. Das per TB auszulagern ist nicht so doof, wenn man nen Adapter einfach an seinem Kabel lassen kann... finde ich wenig schmerzhaft.
+9
G4cube21.07.18 09:38
Deppomat
G4cube
Interessanter Artikel, ich habe selbst ein 2012er MBP, welches ich via Thunderboltdock zu einem „Desktop“ gemacht hatte. Waren bei mir dann zwei Verbindungen (Strom und Thunderbolt)

Nach einem Jahr habe ich mir aber einen gebrauchten Mac Pro geholt, das Dock verkauft und nutze beides jetzt wie vorgesehen: Mac Pro als Desktop, MBP als mobiles Gerät. Bin damit viel zufriedener und werde es für mich nicht mehr anders machen.
Völlig legitim, aber das sind so Entscheidungen, die verschiedene Leute in verschiedenen Phasen unterschiedlich fällen. Habe jetzt 6 Jahre lang mit 2 Rechnern gearbeitet (Mini im Studio und Air11 unterwegs), war fein. Aber in jüngerer Zeit bin ich so viel unterwegs, daß es mich frustriert hat, nicht überall alles dabeizuhaben. Viel Zeit in Zügen und Flughäfen und auf Tour, die ich hätte nutzen können. Jetzt wieder auf einen starken Laptop umgestiegen, und ich bin heilfroh.

Nebenbei, findest du es nicht sehr chaotisch, 2 Rechner zu managen? 2 Download-Ordner, Mailfilter auf dem einen, aber nicht auf dem anderen eingerichtet, Plugin hier aktiviert, aber nicht da, etc... bei mir ist das messy geworden.

Für mich ist es zum Glück nicht chaotisch, da ich das MBP konsequent nur für berufliche Zwecke brauche. Da habe ich die Daten, welche ich brauche, immer schnell synchron.

Für alle privaten Zwecke habe ich nur den Mac Pro, auf den zb auch das Apple TV Zugriff hat.

Ist aber meine eigene Situation, gilt ja nicht allgemein
+3
Deppomat21.07.18 09:43
G4cube
Ein großer Nachteil der Dockingstation war für mich: externe Festplatte. Muss jedesmal vorher getrennt werden, bevor das Thunderboltkabel abgezogen werden kann. Also spricht es gegen „schnell mal mitnehmen“. Ein MacBook im Ruhezustand am Dock musste ich erst wecken, dann Festplatte auswerfen, dann abstöpseln. Ist zwar kein riesiger Aufwand, aber halt auch nicht bequem.
Externe Festplatten sind generell doof. Darum fand ich das größte Manko an den Books bis neulich auch den zu knapp bemessenen internen Massenspeicher. Haben sie behoben, jetzt ist es nur noch eine Preisfrage (und was für eine )
+2
barabas21.07.18 09:50
Die einzige Argumentation, warum Apple die Schnittstellen so reduziert hat ist ihre Doktrin die Geräte immer flacher zu machen. Apple hat sich inzwischen so sehr dem Lifestyle verschrieben das praktische Lösungen immer mehr in den Hintergrund getreten sind. Ich trau mich Wetten, das selbst die wenig noch verbliebenen Schnittstellen für die Firma noch ein Dorn im Auge sind.

Vernünftig wäre es eher gewesen, die verschiedene Produktlinien zu trennen.
Bei den Mobilen, MacBook und Air als kompakte und möglichst mobile Geräte, so wie sie sind ist das ok. MacBookPro hingegen für Kunden die Leistung brauchen und hier sollte dem auch Konstruktionsbedingt Rechnung getragen werden.
Ähnlich bei den Desktops, insbesondere der MacPro wartet immer noch auf die versprochene Neuauflage von der man nun schon seit längeren allerdings nichts mehr hört.
+4
Geegah21.07.18 10:10
Ich habe ein MacBook 2015 und ein MacBook Pro 2017 im Einsatz.

Ärgert bzw. nervt mich fast täglich, dass der kleine nur einen Anschluss hat, d.h. jedesmal Ladekabel abziehen um was anderes (mit Adapter) anzuschließen.
Und auch, dass der große keine normale USB3-Buchse mehr hat.
Wenn man einfach nicht nur seine eigenen 5 Geräte nutzt sondern ständig unterschiedliche Geräte/Infrastrukturen, ist das wie in meinem Fall ein echter Rückschritt.

Früher hatte ich 1/3 an Adaptern und Kabeln in der Notebooktasche dabei...
+14
Lalli21.07.18 10:10
Vielen Dank für die Zusammenfassung. Mir scheint die Argumentation von son einleuchtend, es geht um Prozessoptimierung und damit natürlich auch um Gewinnmaximierung. Und um Eliminierung von möglichen Fehlerquellen. Ein netter Nebeneffekt ist die flache Bauweise, die ich durchaus auch schätze. Die Frage ist natürlich zu welchem Preis.
Ich selber habe Anfang 2017 das MacBook Pro 13,3" mit Touch Bar gekauft und war zunächst auch skeptisch in Bezug auf ausschließlich TB/USB-C. Ich muss dazu sagen, dass ich viel unterwegs bin. Nach eineinhalb Jahren Erfahrung kann ich sagen, dass ich selten eine andere Schnittstelle vermisse. Zum Datenaustausch mit anderen per Stick habe ich mir sowas geholt und damit ist schon fast alles Nötige erledigt. Einen VGA/HDMI-Adapter habe ich auch vorher gebraucht, weil ich nur den Display-Port an meinem Macbook 2008 (Alu) hatte. Wenn ich mal in meinem Büro bin, dann habe ich das hier: https://www.apple.com/shop/product/MJ1K2AM/A/usb-c-digital-a v-multiport-adapter?fnode=8b
Mit einem Kabel ist alles angeschlossen. Finde ich schon praktisch, anstatt der Anschluss von vielen Kabeln oder der Einsatz eines teuren Docks.
Ich denke aber, Apple könnte die Debatte deutlich entschärfen, wenn sie einfach ein paar häufig zu verwendende Adapter kostenlos beim Kauf eines Laptops (mit ausschließlich TB-/USB-C-Schnittstellen) beilegen würden, um die zusätzlichen Kosten für Adapter/Dock zu reduzieren.
+6
Deppomat21.07.18 10:15
barabas
Die einzige Argumentation, warum Apple die Schnittstellen so reduziert hat ist ihre Doktrin die Geräte immer flacher zu machen. Apple hat sich inzwischen so sehr dem Lifestyle verschrieben (...)
der MacPro wartet immer noch auf die versprochene Neuauflage von der man nun schon seit längeren allerdings nichts mehr hört.
Hmmmm. Ist das wirklich bloß Lifestyle? Sie treiben den Fortschritt voran, das muss man oft mit einigen Jahren Abstand eingestehen. Das Air hat komplett neudefiniert, wie Laptops aussehen können. Portabilität ist nicht nur Style, sondern handfester Vorteil. Und bei aller Kritik an den neuen Prozessoren ist es ja maßlos übertrieben, daß man mit den neuen MBPs nicht professionell arbeiten könne.

Habe übrigens gestern einen old Mac Pro rumgetragen, das Ding ist so brachial schwer Wenn man dann sieht, daß es 4TB-SSDs gibt, die auf einen Kaugummistreifen passen.. das Konzept wirkt antiquiert.
-1
Absalom21.07.18 10:27
Eigentlich hätte ein Macbook(Pro) kein Probleme, wenn die Zubehörhersteller mal auf USB-C umsteigen würden.
Egal welches Neugerät, man hat immer USB-A dabei.

Und das kein SD oder Micro SD Port verbaut ist.
Bestimmt nutzen 95% der Kameras SD-Karten.

Ich nutze ein Macbook von 2016 und bin bis auf den fehlenden SD-Karten Port sehr zufrieden mit den Anschlüssen.
0
LoMacs
LoMacs21.07.18 10:35
barabas
Die einzige Argumentation, warum Apple die Schnittstellen so reduziert hat ist ihre Doktrin die Geräte immer flacher zu machen.
Eben nicht. Hast du den Text eigentlich gelesen?

Ich finde die gnadenlose Reduzierung auf USB-C/Thunderbolt wie der Autor dieses hervorragenden Artikels sehr sinnvoll.
-1
Deppomat21.07.18 11:21
Geegah
Ich habe ein MacBook 2015 und ein MacBook Pro 2017 im Einsatz.

Ärgert bzw. nervt mich fast täglich, dass der kleine nur einen Anschluss hat, d.h. jedesmal Ladekabel abziehen um was anderes (mit Adapter) anzuschließen.
Und auch, dass der große keine normale USB3-Buchse mehr hat.
Wenn man einfach nicht nur seine eigenen 5 Geräte nutzt sondern ständig unterschiedliche Geräte/Infrastrukturen, ist das wie in meinem Fall ein echter Rückschritt.

Früher hatte ich 1/3 an Adaptern und Kabeln in der Notebooktasche dabei...
Dann ist das kleine Macbook aber auch wirklich der falsche Rechner für dich. Der ist ja mit dem einen Anschluß ein Extremfall. Meine Freundin hat ihn und noch nie etwas eingesteckt, außer dem Ladekabel.
+2
Sideshow Bob
Sideshow Bob21.07.18 11:24
die Diskussion zwischen Befürwortern und Gegnern der Reduktion von Schnittstellen ist ja hinreichend im Forum, teils sehr vehement/beleidigend geführt worden, auch von son.

Dieser Artikel bring wirklich keinerlei neue Information die nicht vorher schon ausgetauscht wurde. Schade drum.
+16
sioh21.07.18 11:27
Ich bin geschäftlich viel unterwegs. Aus dieser Erfahrung heraus sind Adapter immer Mist.
  • sie sind die Quelle für Inkompatibilitäten
  • sind nicht immer verfügbar wenn ich sie brauchte weil ich sie im anderen Büro vergas, sie mir gestohlen wurden oder einfach kaputtgingen (An-/Abstecken; Transport)

Kurzfristig einen neuen beschaffen zu müssen ist dabei weniger ein finanzielles Problem als das es einfach nervt.
Eine kleine Auswahl an nativen Schnittstellen würde dabei schon genügen. Wenn ich nur für 1-2 exotischere Sachen einen Adapter bräuchte könnte ich damit leben denn diese benötige ich dann eben auch nur sehr selten.
Durch Apples USB-C-only-Ansatz fiel es mir deshalb letztes Jahr leicht mich gegen ein neues MacBook Pro 15 zu entscheiden (RAM-Ausbau und Touch Bar waren weitere Gründe). Nach meiner Rechnung würde ich über die Nutzungsdauer ca. 1 Dutzend Adapter benötigen und da beziehe ich die zunehmende Verbreitung von USB-C im Zeitverlauf schon mit ein.
Hätte Apple wenigstens einen USB-A- sowie HDMI-Anschluss verbaut und meine Entscheidung wäre mir schwerer gefallen und ich denke dann würde auch hier sehr sehr viel weniger über diese Anschlussgeschichte gemosert werden.
+14
misc21.07.18 11:30
Auch noch ein möglicher Grund für das Weglassen: das macOS führt eine Statistik, welche Buchsen in der Praxis überhaupt benutzt werden. Die tatsächliche Nutzung kann total widersprüchlich zu dem Gemecker in der Community sein.

Ich hatte in knapp 20 jahren Nutzung von Apple-Notebooks so gut wie nie eine der Buchsen in Gebrauch. Die letzte regelmäßige Verwendung eines externen Gerätes war das iMic zu Zeiten den iBook G3. Ansonsten nur Festplatten zwecks Backup oder iPhones/iPods.
-3
cyberdyne
cyberdyne21.07.18 11:31
Ich bin von einem MBP 13" aus 2012 auf ein MBP 13" 2018 gewechselt und habe damit einen Cut gemacht. Ich brauche von Berufswegen eine RS232 Schnittstelle (bisher Adapter USB A auf RS232) und Ethernet (bisher TB1 auf Ethernet, dauerverbunden mit dem LAN Kabel). Beides habe ich ersetzt durch Adapter und selbst meine externe SSD von Samsung hatte schon ein USB C Kabel dabei. Man merkt aber stark, dass sich alles Richtung USB C entwickelt, auch im PC Markt. Nicht vom Grabbeltisch bei Lidl und Aldi, aber Markenware schon.
+3
jlattke21.07.18 11:40
Ich hatte am Donnerstag ein längeres Gespräch mit einem langjährigen PR-Leiter. Der sagte einen Satz, bei dem ich schon als er ihn Sprach an bestimmte Blogger denken musste:

„Manche Redakteure leben in einer Ansichtenblase, die Ihnen jeglichen Blick auf die Realität versperrt.“

Das ging dann aber weiter: „Die Ansicht über den eigenen Job und der damit verbunde Glaube, besser informiert zu sein als andere, führt nicht selten zu kolossalen Missinterpretationen – auch über das eigene Können.“

Es folgten ein paar illustre Beispiele, die ich besser mal nicht tippe. Die haben jedenfalls über mehrer Firmen hinweg gut zu lachen gehabt. Aber es waren wohl auch einige teure Folgeschäden dabei.

Gewisse Parallelen sehe ich hier jedenfalls schon … nach wie vor: schlichtweg nicht fähig, über die unüberwindbar hohe Suppenschüssel hinaus zu blicken.

@sioh
Es gab mal eine Phase da war ich im zwei-Wochen-Rythmus immer im gleichen Media-Markt und habe einen Adapter gekauft. Die haben sich totgelacht. War halt immer ein Stressfaktor vor einem Termin.
+11
jensche21.07.18 11:53
Ich habe noch einen mbp 15, mid 2015. das letzt mit den vielen anschlüssen. Vorher ein 13 zoll.

Ich nutze eigentlich nur strom und die beiden tb2 anschlüsse. Keine anderen Anschlüsse.

Bei einem umstieg nur noch 1 kabel, was für ein traum.
0
BarbedAndTanged21.07.18 11:54
Die meisten Schnittstellen an meinem alten 2006 MacBook Pro blieben ungenutzt. USB und ab und zu mal FireWire und DVI (mit Adapter) waren alles was ich brauchte.
Heute habe ich zusätzlich zu den Kabeln die früher immer dabei hatte noch ein paar USB Adapter in der Tasche, dafür aber kein FireWire mehr. Es hat sich also nicht wirklich was geändert, außer dass ich jetzt nicht mehr nach der richtigen Schnittstelle suchen muss und dann am Port rumfummeln muss bis es passt, um ein Gerät anzustöpseln. USB-C/TB3 all the way! Und es ist eh nur eine Frage der Zeit bis die anderen Schnittstellen sterben.
0
jensche21.07.18 12:05
Mich stört die preise von tb docks. Ich hoffe auf apple monitore mit integriertem dock.
+2
Bitsurfer21.07.18 12:05
Das einzige das ich am MBP einstecke ist das USB von meiner Cam. Nich die SD weil die Canon 7D gar keine SD hat. Könnte ich aber auch mit einem Adapter in der Cam betreiben was auch ein Gefummel ist.

Aus meiner Sicht ist USB-C das einzig richtige. Der grosse Vorteil ist dass auf beiden Seiten derselbe Stecker sitzt. Dasselbe Kabel für Drucker, Monitor, Cam, HD etc.

Dann hört das Sammelsurium der vielen Kabel endlich auf.

Und jemand der irgendein Gerät heute kauft ohne USB-C Port dran ist selber schuld.

Ohne Apple würde sich USB-C nicht so schnell verbreiten. War schon bei USB-A so.
+4
jensche21.07.18 12:10
USB-C mit anderen Anschlüssen zu vergleichen ist wie Äpfel mit Birnen.

Dieser Anschluss bietet so viel viel mehr als alles andere davor. Das einzig richtige.
+10
schnullibutz
schnullibutz21.07.18 12:22
Hi,

Die Antwort auf den Artikeltitel ist für mich eindeutig ja. Bei den aktuellem mobilem Macs ist es vor Allem der Adapter Horror und das man RAM und Platte/SSD nicht mehr tauschen kann.

Ich bin offensichtlich nicht der Einzige der so denkt. Das sieht man an den Gebrauchtpreisen z.B für das 2015er MacBook Pro 13"
Das wäre momentan der einzige für mich annehmbare Kompromiss und für die Teile werden quasi Neupreise verlangt.

Wenn man der Argumentation des Autoren folgt müsste ich also ein aktuelles MacBook Pro kaufen mit maximalen Speicherausbau und mindestens 1 TB SSD. Dazu dann ein Thundebold 3 Dock und etwa 10 Adapter. Das kostet mich dann also etwa das Doppelte was ich früher bezahlt hätte.

Tut mir echt leid Apple, aber wenn ihr so weiter macht bin ich raus.

Schade das nach über 20 Jahren sagen zu müssen aber mein nächster Laptop ist einer von Tuxedo mit Linux.

+10
demanufatured
demanufatured21.07.18 12:22
Mal wieder ein dreiseitiger Brainwashing-Artikel von sonorman zum Wochenende. Influencing vom Feinsten, man muss nur die richtigen Fragen stellen, und schwubbs wird aus jeder Zumutung für den Kunden ein diskussionswürdiges Thema. Wer hat eigentlich nach nach dünneren Macbook Pros gefragt? Gab es nicht schon lange ein Macbook Air für ultramobile Ansprüche? Antwort: Niemand, dünneres Design ist nur ein Argument für eine Firma, Leute zu neuen Käufen zu animieren, wenn man sonst nichtmehr viel verbessern kann. Wenn dann aus Platzgründen Anschlüsse wegfallen und man Adapter zu Apothekerpreisen anbieten kann, dann ist das ein schöner Nebeneffekt zur Gewinnmaximierung, viel mehr ist es aber auch nicht. Man sieht im Übrigen, wie toll sich diese dünnen Flundern inzwischen kühlen lassen, Marketing > Funktionalität.
+4
Fontana
Fontana21.07.18 12:22
Ist doch eigentlich vööööölig egal, wer welche Schnittstellen wie häufig braucht. Es gibt ein Lager, die brauchen keine Schnittstellen, und es gibt ein Lager, die brauchen Schnittstellen. Also sollte man vielleicht zwei Linien führen. Eine ohne Schnittstellen (z.B. das Air) und eine mit Schnittstellen (Pro, das macht das Arbeiten einfacher). Dieses unsaubere zusammenführen aller Produktelinien (dünn, kaum Anschlüsse) ist nicht sinnvoll für viele Benutzer.

Apple schneidet sich auf diese Weise ins eigene Fleisch. Mein MBP ist von 2012. Ich brauche die Schnittstellen (zumindest USB und Thunderbolt) und möchte einen 15 Zoll. Bezahlbar.

Gibt. Es. Nicht.

Ist ja wirklich nicht viel verlangt. Mein Leidensdruck ist noch nicht so gross, als das ich etwas aus der aktuellen Linie kaufen würde.

Oh, und noch etwas, das Weglassen des MagSafe Anschlusses ist in der Geschichte von Apple so ziemlich das Dümmste, was ich bisher erlebt habe. Und ich arbeite seit den späten 80er auf Apple.
Ein König von wenig.
+18
Weitere News-Kommentare anzeigen

Kommentieren

Sie müssen sich einloggen, um die News kommentieren zu können.

OK MacTechNews.de verwendet Cookies unter anderem für personalisierte Inhalte, Seitenanalyse und bei der Auslieferung von Google-Anzeigen. Dies war zwar schon immer so, auf Wunsch der EU muss nun jedoch explizit darauf hingewiesen werden. Durch Nutzung der Website erklären Sie sich damit einverstanden. Weitere Informationen