MacBook Neo und Gaming: Flotter dank Thermal-Pad?


Selten kommt es in den vergangenen Jahren vor, dass ein PC-Spiel zur gleichen Zeit für den Mac herauskommt wie für Windows. In diesen Tagen war es überraschend wieder einmal der Fall: Als
Crimson Desert in der vergangenen Woche erschien, war der Titel ab dem ersten Tag auch unter macOS spielbar. Die offiziellen Anforderungen sind niedrig: „M1 oder neuer“ verlangt der Mac App Store. Die irische Software-Entwicklerin Lily machte die Probe aufs Exempel und
spielte Crimson Desert auf dem MacBook Neo an – und probierte in dem Zuge auch gleich aus, wie viel schneller es mit einem applizierten Thermal-Pad Bilder lieferte.
Für den Vergleich wählte sie eine statische Szene im Spiel und verglich die Bildwiederholraten. Im Auslieferungszustand zeigte Crimson Desert bei 1080p-Auflösung auf dem MacBook Neo 26,5 Frames per Second (FpS). Nachdem sie mittels eines Thermalpads eine
Wärmeableitung über die Laptopunterseite erleichtert hatte, zeigte Crimson Desert mit denselben Einstellungen 34,8 fps – eine Steigerung um rund 30 Prozent.
Spielbar mit 720pMit dieser Erkenntnis schraubte sie die Grafikdarstellung auf 1280×720 herunter, stellte MetalFX auf „Quality“ und ließ Frame-Generierung eingeschaltet. Dadurch war die Grafikdarstellung flüssig genug, ohne allzu große Abstriche bei der Bildqualität zu fordern. Ein Versuch mit dem aufwendigen Titel „Cyberpunk 2077“ zeigte ebenfalls gewisse FpS-Zugewinne durch das Thermal-Pad, wenn auch in deutlich geringerem Umfang: zwischen 4 und 8,5 Prozent Steigerungen der Bildfrequenz.
Ein etwa 1 Millimeter hohes Thermalpad erleichtert die Wärmeabfuhr im MacBook Neo – und liefert in manchen Spielen mehr Bilder pro Sekunde. (Quelle:
nyaa.sh)
Langsamer in Cinebench 2024Ein weiterer Versuch galt der CPU-Leistung. Für diesen Zweck ließ Lily die Testsuite
Cinebench auf dem MacBook Neo durchlaufen – einmal mit, einmal ohne Thermal-Pad. Überraschenderweise war das Resultat des gemoddeten Geräts gut fünf Prozent unter der Standardleistung. Gleichzeitig stieg die Leistungsaufnahme merklich: Das MacBook Air verbraucht durchweg zwei Watt zusätzlich – im Fall der CPU-Leistung scheint sich dies nicht in höherer Rechenleistung niederzuschlagen.