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iFixit zerlegt das MacBook Neo – "größte Freude seit 14 Jahren"

In der vergangenen Woche offenbarte ein Zerlegebericht bereits, dass sich Apple beim MacBook Neo nicht für eine "alles verklebt und verlötet"-Bauweise entschieden hat. Auch der bekannte Reparaturdienstleister iFixit machte sich nun ans Werk und nahm das neue Notebook in der Version mit 512 GB SSD und Touch ID unter die Lupe. Seit 2012 habe man sich nicht mehr so über ein MacBook gefreut, heißt es dabei im Kurzfazit.


Akku verschraubt statt verklebt
Besonders hebt iFixit den Akku hervor. Dieser ist nicht verklebt, sondern mit 18 Schrauben befestigt und daher deutlich einfacher zu entnehmen als bei vielen anderen Apple-Notebooks. Genau das wertet iFixit als den größten Fortschritt des MacBook Neo bei der Reparierbarkeit. Dahinter vermutet das Portal direkte Vorbereitungen auf kommende EU-Vorgaben, die bei vielen tragbaren Geräten bald leichter austauschbare Akkus verlangen


Modulare Ports, einfacher Display-Ausbau
Auch an anderer Stelle sammelt das MacBook Neo Pluspunkte. USB-C-Anschlüsse und Kopfhörerbuchse sind jeweils als eigene Module ausgeführt und nicht fest mit dem Logic Board verbunden. Beschädigte Buchsen lassen sich somit austauschen, ohne gleich die Hauptplatine ersetzen zu müssen. Positiv fällt laut iFixit zudem auf, dass sich die Antenneneinheit leicht entfernen lässt, was den Ausbau des Displays deutlich vereinfacht. Nach dem Lösen der Scharnierschrauben springe der Bildschirm beinahe so leicht heraus wie bei einem "Framework Laptop".

Der "Repairability Score"
Wie immer fasst iFixit die Erkenntnisse in einer Zahlenbewertung zusammen. Das MacBook Neo erreicht sechs von zehn möglichen Punkten – ein MacBook Air kommt nur auf fünf, das MacBook Pro 14" mit M5 sogar nur auf vier Zähler. Abzüge gab es für die bekannten Gegebenheiten, dass SSD sowie RAM fest mit dem A18-Chip verbunden und daher nicht zu tauschen sind. Zudem lasse sich zwar endlich die Tastatur einzeln entnehmen, allerdings mache Apples Konstruktionsweise den Vorgang unnötig schwer. Für MacBook-Standards seien die vergebenen sechs Punkte jedoch ein sehr starker Wert.

Kommentare

berlin7916.03.26 09:54
Finde es echt klasse, wie das nun umgesetzt wurde.

Hoffentlich wird das "der neue Standard" in der Branche.

Hier kann man also gut sehen, dass es eben schon geht Geräte so reparaturfreundlich zu gestalten. Freut mich echt!
'daß' gibt es seit 1996 nicht mehr. https://www.das-dass.de/
+3
Deichkind16.03.26 10:02
IFixit hätte von mir aus mindestens 7 Punkte vergeben können. Wie häufig geht denn ein fest verlötetes RAM kaputt? So gut wie nie. iFixit entgeht allerdings das unter anderen Umständen mögliche Nachrüstgeschäft.

Dass die Tastatur mit 41 Schrauben befestigt werden muss, kommt daher, dass die Stege zwischen den Tasten bei Apple Teil des Deckgehäuses sind. Die Tasten müssen durch das Gitter hindurch gesteckt werden. Bei dem im schriftlichen Bericht zum Vergleich herangezogenen Laptop der Firma Lenovo sind die Stege an der Tastaturplatte befestigt. Das Gehäuse des Laptops ist damit vermutlich weniger verwindungsfest als jenes des MacBook Neo.
-1
Brötchennehmer16.03.26 10:16
„Besonders hebt iFixit den Akku hervor. Dieser ist nicht verklebt, sondern mit 18 Schrauben befestigt und daher deutlich einfacher zu entnehmen als bei vielen anderen Apple-Notebooks.“

Beim MacBook Air 2012 und spätere, war der mit 3 Schrauben befestigt. Warum braucht man nun 18 Schrauben dazu?
+1
Deichkind16.03.26 10:16
WLAN:
Ein bei iFixIt veröffentlichtes Foto der Hauptplatine zeigt den Baustein MediaTek MT7932 in einem Metallrahmen. Zwei Antennenanschlüsse sind neben dem Käfig herausgeführt.

Laut dem bei der FCC veröffentlichten Testbericht (BCGA3404) unterstützt er Wi-Fi 6E in den Bändern 2,4 GHz, 5 GHz und 6 GHz.

Dieser Chip passt nicht exakt in den Reigen der Typen MT7931 und MT7933, denn die unterstützen nur Wi-Fi 6 in den Bändern 2,4 GHz und 5 GHz an einer einzigen Antenne („1T1R“).

MediaTek selbst erwähnt den MT7932 nicht. Er wurde anscheinend speziell für Apple entwickelt.

Auch der chinesische Hersteller Maxic Technology Corporation hat einen Baustein namens MT7932 für einen anderen Verwendungszweck herausgebracht. Ich empfinde es als obskur, dass diese 11 Jahre nach MediaTek gegründete Firma sich für ein Bezeichnungsschema entschieden hat, das dem der damals bereits etablierten Firma MediaTek gleicht.
+2
System 6.0.1
System 6.0.116.03.26 10:44
Brötchennehmer
Beim MacBook Air 2012 und spätere, war der mit 3 Schrauben befestigt. Warum braucht man nun 18 Schrauben dazu?

Wahrscheinlich soll der Akku dem Gehäuse Stabilität hinzufügen. Sonst würden drei oder vier Schrauben durchaus reichen. Schrauben reindrehen ist ein zusätzlicher Arbeitsschritt, den man sich gerne (durch Verkleben) spart, oder wenigstens so weit wie möglich vereinfacht (3 statt 18 Schrauben). Es gibt also offensichtlich einen Grund, der über das Befestigen im Gehäuse hinausgeht. Und da fällt mir nur „Mehr Stabilität“ im Gehäuse ein. Wahrscheinlich um die Verwindungssteifheit zu verbessern.
„A lot of times, people don't know what they want until you show it to them.“ Steve Jobs, 1998
+3
Termi
Termi16.03.26 10:48
Deichkind
IFixit hätte von mir aus mindestens 7 Punkte vergeben können. Wie häufig geht denn ein fest verlötetes RAM kaputt? So gut wie nie.

Es geht nicht nur um die Reparatur, sondern auch darum, sowas aufrüsten zu können. Während ich im Hinterkopf habe, dass der A18 gar nicht mehr unterstützt, wäre eine austauschbare SSD definitiv sinnvoll, um größere Modelle einsetzen zu können. Bei meinem damaligen Intel MacBook Air hatte ich damals auch eine SSD später aufgerüstet. Gerade die Zielgruppe kauft wegen dem Preis und möchte später, wenn Bedarf und Geld da sind, ggf. aufrüsten. Während der Rest vorbildlich umgesetzt ist, wäre dies das einzige Detail, was noch verbessert werden könnte.
+3
t.stark
t.stark16.03.26 10:49
Die Art und Weise wie die SSDs (bzw. die NAND-Riegel) verbaut sind, verdient aus meiner Sicht einen ziemlich heftigen Abzug. Bei der Stiftung Warentest würde man sagen "führt zur Abwertung". Wenn die Tech-Magazine schreiben Apple hätte die bessere Reparierbarkeit wegen der kommenden EU-Richtlinien ermöglicht, dann hat Apple an diesem Punkt definitiv gepennt, denn das wird früher oder später kommen.
+1
AJVienna16.03.26 11:07
Termi
Deichkind
IFixit hätte von mir aus mindestens 7 Punkte vergeben können. Wie häufig geht denn ein fest verlötetes RAM kaputt? So gut wie nie.

Es geht nicht nur um die Reparatur, sondern auch darum, sowas aufrüsten zu können. Während ich im Hinterkopf habe, dass der A18 gar nicht mehr unterstützt, wäre eine austauschbare SSD definitiv sinnvoll, um größere Modelle einsetzen zu können. Bei meinem damaligen Intel MacBook Air hatte ich damals auch eine SSD später aufgerüstet. Gerade die Zielgruppe kauft wegen dem Preis und möchte später, wenn Bedarf und Geld da sind, ggf. aufrüsten. Während der Rest vorbildlich umgesetzt ist, wäre dies das einzige Detail, was noch verbessert werden könnte.
SSD und Hauptplatine upgraden zu können wäre schon fein. Dann könnte man sehr viel Elektroschrott einsparen. Ich hätte meinen M1 Max dann jetzt auf m5 Pro upgraden lassen und auch gleich noch 4TB von Fremdanbieter dazu genommen. Display und Gehäuse sind eh noch top.
+1

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