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Mac-Praxis: Menübefehle von Icon-Flut befreien

Bei jeder Veränderung einer grafischen Bedienoberfläche gibt es Begeisterte und Vergrätzte. Das unter dem Namen "Liquid Glass" eingeführte systemübergreifende Design erhielt jedoch besonders viel negatives Feedback. Viele Details der Neugestaltung von macOS kamen bereits zur Sprache – von neuen Programm-Icons über die unterschiedlichsten Eckenradien in Fenstern und Dialogboxen bis hin zu Transparenz- und Unschärfeeffekten, durch die wichtige Informationen unkenntlich werden. Ebenso war vielen Mac-Nutzern die plötzliche Pflicht zum Icon in Menüeinträgen ein Dorn im Auge. Für dieses Ärgernis gibt es jetzt wenigstens eine (teilweise) Abhilfe: Der Entwickler Steve Troughton-Smith entdeckte eine versteckte Einstellung, welche viele der Icons verschwinden lässt.


Um die sogenannten ActionImages verschwinden zu lassen, muss man einen Kommandozeilenbefehl eingeben. Programme, welche in Folge gestartet werden, kommen mit deutlich weniger kleinen Icons im Menü aus. Um dies zu erreichen, starten Sie das Dienstprogramm „Terminal“ und geben die folgende Zeile ein:

defaults write -g NSMenuEnableActionImages -bool NO

Bestätigen Sie die Eingabe mit der Enter-Taste. Danach können Sie die Terminal-App wieder beenden. Laufende Programme müssen Sie beenden und erneut starten, um den Effekt der Konfigurationsänderung zu sehen.

Die Menüs „Ablage“ und „Bearbeiten“ von Safari 26.4; links in der Standardform, rechts nach Eingabe des defaults-write-Befehls.

Gemischter Erfolg
Interessanterweise verschwinden dadurch nicht alle Symbole; manche bleiben auch nach dieser Änderung bestehen. Erscheint in demselben Segment an Menübefehlen ein ActionImage, bleiben sämtliche Einträge dieses Bereichs eingerückt. Sind hingegen alle Symbole eines Bereichs verschwunden, rutschen die gesammelten Befehle gesammelt nach links. In manchen Menüs entsteht auf diese Weise ein ziemliches Durcheinander.

Zurück zur Voreinstellung
Um den ursprünglichen Zustand wiederherzustellen, geben Sie denselben Befehl erneut im Terminal ein, ändern dabei allerdings das letzte Wort von NO in YES:

defaults write -g NSMenuEnableActionImages -bool YES

Auch in diesem Fall bestätigen Sie via Eingabetaste, beenden Terminal und starten laufende Programme neu, damit die Änderung umgesetzt wird.

Sinn zweifelhaft
In einem langen Blog-Beitrag erklärt John Gruber, warum er die Omnipräsenz von Icons für falsch hält: In besonderen Fällen lohne sich eine Hervorhebung durch Symbole; gelegentlich könne ein gut gewähltes Symbol die Auffindbarkeit erleichtern – etwa beim Drehen von Bildern. Wenn jedoch alle Befehle ein Icon aufwiesen, verhindern diese Übersichtlichkeit, anstatt sie zu schaffen. Das hat Apple selbst in der Vergangenheit in den Human Interface Guidelines einmal eindrücklich erläutert, um es dann später selbst zu ignorieren.

Kommentare

frankh25.03.26 17:42
Ich arbeite noch mit 15 und 26 parallel und kann mich teilweise mit den Icons anfreunden. Aber ja, es sind zuviele.
Immerhin hat Apple es im Ggs. zu M$ geschafft, die Diskette für "Speichern" zu ersetzten durch "irgendwas wie download" Aber die Skeuomorphism-Polizei hat bei "Ausschneiden" (Schere) und Diktat (Mikro) gepennt, ohje und bei "Drucken" ist ein <luftschnapp> DRUCKER abgebildet, neenee
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machilly
machilly25.03.26 17:48
sehr befreiend !
Papa was a Rolling Stone? Ja - aber er küsste eine Crazy Mama. © Philipp Methling/Qobuz :-P
+2
L-E25.03.26 18:08
Und ob es das nächste Update überlebt, ist auch fraglich.
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