Kurzer Vergleich: Fritz!Box 7490 und 7590 – Lohnt sich der Umstieg?

Den meisten Usern brauche ich AVM und die Fritz!Boxen sicherlich nicht näher vorstellen. Nur ganz kurz: Bei den hier erwähnten Geräten handelt es sich um die Topmodelle der Router von AVM mit integriertem DECT für Telefonie. Das bisherige Spitzenmodell 7490 wurde im letzten Jahr durch die 7590 abgelöst.


Die wesentlichsten Unterschiede sind – neben einem überarbeiteten Gehäusedesign – verbesserte Funktechnik mit WLAN Mesh. Dies dient dazu, weitere WLAN-Geräte wie Repeater zu einem großen WLAN zu „verweben“ und damit überall im Haus (und Garten) einen besseren Empfang zu gewährleisten. Die maximale WLAN-Geschwindigkeit wurde verbessert und Multi-User MIMO Antennen-Technik verspricht bis zu vier Endgeräte gleichzeitig mit einem Datenstrom zu versorgen, statt nacheinander. Eine weitere Neuerung ist die Unterstützung für Supervectoring für (theoretisch) bis zu 300 MBit/s im Downlink. Außerdem bringt die 7590 einen zusätzlichen RJ45 WAN-Port mit.


Ansonsten sind die Unterschiede zwischen der bereits sechs Jahre alten 7490 (Vorstellung 2013) und der seit letztem Jahr erhältlichen 7590 relativ gering. Zumindest in Computer-Zeitrechnung hat es in diesem langen Zeitraum vergleichsweise wenig Entwicklung gegeben. Rein funktional kann man in den meisten Fällen getrost weiter mit seiner 7490 arbeiten, wenn man nicht ganz speziell eine der Neuerungen der 7590 benötigt. Zumal manche Verbesserungen, wie die theoretisch höhere WLAN-Datenrate, die eine spezielle Antennentechnik erfordert, von vielen Endgeräten gar nicht unterstützt wird.

Da die 7590 kürzlich eine Preissenkung erfahren hat und derzeit bei einigen Anbieten erstmals für unter 200 Euro angeboten wird (zum Beispiel bei Amazon), und weil ich ein günstiges Bundle mit einem zusätzlichen FritzFon C5 ergattern konnte, habe ich mich für den Umstieg entschieden.


Die praktischen Auswirkungen sind für meine Zwecke relativ gering, aber nichtsdestotrotz spürbar.

Die Datenübernahme von der 7490 auf die 7590 klappte relativ reibungslos. Nach dem Export meiner 7490-Settings meckerte die 7590 beim Import-Versuch jedoch erst mal, dass die installierte Firmware nicht aktuell genug wäre. Auf meiner alten Fritz!Box hatte ich schon die Version 7.x installiert, während auf der im Elektromarkt erstandenen 7590 noch eine 6er-Version vorinstalliert war. Daher musste ich zunächst meine Internet-Zugangsdaten manuell eingeben und ein Firmware-Update anstoßen. Erst danach ließen sich die Daten von der 7490 importieren.

Wie erhofft waren damit nahezu sämtliche Einstellungen wieder verfügbar und die im Netzwerk vorhandenen Geräte konnten wieder auf den Router zugreifen. – Mit kleinen Ausnahmen: Der Smart-TV verlangte die Neueingabe des WLAN-Passworts. Die FritzFon-Apps auf iPhone und iPad benötigten das Router-Passwort plus einen Bestätigungscode, um wieder mit der Fritz!Box kommunizieren zu können. Alles in Allem war der Umstieg aber schnell vollzogen.

Die Frage war nun, ob sich die beinahe 6 Jahre „fortschrittlichere“ 7590 in irgend einer Weise positiv im Alltag bemerkbar machen würde.

Was sofort auffiel: Der neue AVM-Router reagiert bei Einstellungen über das Interface deutlich schneller. Nachdem ein im Haus vorhandener Fritz Repeater 1750E für Mesh-Betrieb aktualisiert wurde, scheint sich auch die Funkleistung in einigen Ecken des Hauses verbessert zu haben. Durch Messungen kann ich es zwar nicht belegen, aber während ich mit der 7490+1750E vorher an manchen Stellen deutlich Leistungseinbrüche beim WLAN zu verzeichnen hatte, sind diese nun komplett weg. Ob sich dies auch in anderen Haushalten so nachvollziehen lässt, steht natürlich auf einem anderen Blatt.

Was ich bisher noch nicht ausprobieren konnte: Die Performance der Fritz!Box als NAS mit angeschlossenem USB-Speicher soll sich ebenfalls verbessert haben. Falls jemand von Ihnen dies bereits testen konnte, würden wir uns über Ihre Meinung dazu in den Kommentaren sehr freuen.

Andere kleine Verbesserungen, auf die ich persönlich schon eine Ewigkeit warte, betreffen eher die Software. So kann man die Status-LEDs der 7590 nun wahlweise auch ganz deaktivieren. Allerdings soll die Funktion demnächst auch für die 7490 per Firmware-Update verfügbar werden. Das ist also definitiv kein Grund für einen Umstieg.

In den Telefoniefunktionen per DECT gibt es keine Unterschiede. Auch sonst hält sich der praktische Mehrwert mit der 7590 doch stark in Grenzen. Bis auf die bessere Reaktionsgeschwindigkeit des Routers und leichte Verbesserungen bei der WLAN-Verfügbarkeit im Haus wirken sich alle anderen Neuerungen eher marginal bis gar nicht auf meinen Alltag aus.


Fazit
Die AVM 7590 bringt aufgrund bestimmter neuerer Technologien (z. B. Superverctoring) eine gewisse Zukunftssicherheit für die nächsten vielleicht fünf Jahre und gewisse Performance- und WLAN-Verbesserungen mit. Für Besitzer einer Fritz!Box 7490 gibt es derzeit aber kaum zwingende Gründe für ein Update auf die neue Hardware. Wer die 7590 dennoch kauft, wird es aber auch nicht bereuen, denn auch kleine Verbesserungen, wie die bessere Reaktionsfreudigkeit über das Interface, können sich in der Summe lohnen. Wer auf den Euro achten muss, spart sich die Ausgabe aber lieber.

Bei Redaktionsschluss war die AVM Fritz!Box 7590 bei Amazon für 199 Euro erhältlich.

Kommentare

maceric
maceric05.05.19 09:32
Guten Morgen. Der Link führt zu Repeater.
+2
massi
massi05.05.19 09:35
Mal eine andere Frage, welche Alternativen gibt es eigentlich zu der 7490/7590?
+2
marcthoma05.05.19 09:37
Vielleicht hat der ein oder andere Leser ja noch ein älteres Gerät und fragt sich ob sich für ihn der Umstieg lohnt. Bei mir war der Sprung von der 7390 auf die 7590 und dabei hat sich meine DSL Geschwindigkeit deutlich verbessert und auch stabilisiert.

Ich habe VDSL via Telekom. Bei der Einführung von VDSL (ich war einer der ersten bei uns in der Siedlung) der VDSL bekam, hatte ich laut Selbstauskunft der Fritzbox 100 MBit im Downstream. Je mehr meiner Nachbarn auch VDSL gebucht haben desto geringer wurde der Wert. Zuletzt nur noch 80 MBit und ich hatte regelmäßig Abbrüche. Mit dem Umstieg auf die 7590 hab ich wieder stabile 100 MBit. Der Umstieg hat sich also hier auf jeden Fall gelohnt.
+2
Gammarus_Pulex
Gammarus_Pulex05.05.19 09:52
Also ich hab seit ein paar Tagen die 7590 als erste Fritzbox und bin zufrieden.
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don.redhorse05.05.19 10:15
marcthoma

Die 7390 konnte nie 100 MBit, die war für VDSL mit 50 MBit ausgelegt, Vectoring hat sie nie gepackt. Dazu ist die CPU der Box sau lahm (auch im vgl. damals schon) und mit den neueren Firmwareversionen war sie definitiv überlastet. Ein wechsel von der 73er auf die 74er oder gar 75er Serie ist da wie ne Offenbarung. Man merkt den 74er Boxen jetzt aber auch an das sie langsam aber Sicher am Ende sind.
+1
barabas05.05.19 10:17
Bei mir läuft die FritzBox 7590 bereits seit über einem Jahr ohne Beanstandung. Der Grund für das Upgrade von der 7490, die ich seinerzeit für einen guten Preis noch verkaufen konnte, lag hauptsächlich im besseren WLan.
Seit kurzem wird diese mit einen AVM Repeater 3000 ergänzt den ich hauptsächlich aufgrund der integrierten LAN Anschlüsse für einen Musikserver benötigte. Auch hier, das System läuft im Mesh Verbund problemlos.
+1
don.redhorse05.05.19 10:19
sonorman

Die VPN Performance würde mich interessieren, vor allem im vgl. mit der 7490. Die packt so um die 5-7 MBit. Vom iPhone aus habe ich ca. 20 MBit LTE hier, via VPN sind’s nur noch um die 5.

MESH können alle AVM Geräte mit FritzOS 7, Vorteil der 7590 ist das 4 fach MIMO, gerade wenn man die Repeater nicht via Ethernetkabel anschließen kann, dann bringt das richtig was.
+1
don.redhorse05.05.19 10:35
Es gib einige andere Router, Problem bei den meisten anderen Herstellern ist, dass sie meist nur drei Jahr Softwaresupport geben. Gerade in den letzten Jahren gab es of genug Fälle ich denen die Treiber oder die Firmware der Netzwerkchips Lücken hatten. Um die zu fixen benötigt man ne neue Firmware fürn Router. AVM supportet immer die aktuelle und die Vorgänger Version, dass ist sehr löblich und IMHO ein kaufgrund. Schade finde ich das, insbesondere, VPN sich nur langsam entwickelt und der IP v6 Support lässt immer noch auf sich warten. Fürs reine Internet funktioniert IPv6, aber man kann es noch nicht ganz so steuern wie man es gerne hätte.

Es gibt komplett offene Router, die laufen z.b. Mit Open WRT, man kann aber auch ander umflashen, teilweise auch AVM Boxen wie die 4040, AVM gibt aber keine Infos zu eigen Customchips, damit fällt DECT usw. raus. Gut laufen die Linksys, z.b. https://openwrt.org/toh/linksys/linksys_wrt1900ac
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Geegah05.05.19 11:50
Ich habe kürzlich auch von der 7490 auf die 7590 gewechselt. Meine Erfahrungen decken sich mit dem Bericht.

Für Benutzer, die kein ISDN mehr brauchen (stirbt ja eh gerade aus), sowie mit nur einem USB-Port auskommen und nur 866MBit WLAN zurechtkommen ist ggf. die FRITZ!Box 7530 eine Alternative, die nur etwas die Hälfte kostet.

Habt ihr Praxiserfahrung zur 7530 als Upgrade zur 7490?
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tomtom00700
tomtom0070005.05.19 11:52
Hallo,

ich entsorge gerade die ganzen Fritzbox Sachen hier im Haus... Ich hatte eigentlich immer die größten Boxen...aber da mein WLAN hier so extrem schlecht war habe ich gewechselt.

Ein Beispiel:
MacMini und Macbookpro neu gestartet ... 1133 Mbits - 6 Stunden später 6 Mbit... Schön nach und nach alles dann Geschwindigkeit verloren. Mehrmals und über Monate versucht zu optimieren. Nichts.
Mein Sohn wollte mal Online Zocken ... nix. WLAN ist von den FB einfach zu lahm. Einmal 7590 und 2 x 1750E per GB Kabel angebunden.


Vor 2 Wochen habe ich angefangen die ersten Unifi AP Points zu installieren und war sofort begeistert. Mein MacMini hat das Kabel wieder verloren. Ich kopiere zum NAS inzwischen schneller als mit dem Kabel. 110mb/s über Kabel - 120 mb/s über WLAN Die Messungen sind rein gefühlt.

Jetzt kam das noch das Security System hinzu und die nächsten Tage kommt noch ein Vigor 165 Router Modem hinzu... Dann darf die 7590 noch einen guten Job als Telefonanlage machen. Damit die FB Telefon noch einen Job inne halten.

Unifi Controller läuft im Docker auf dem QNAP NAS und kann sogar runtergefahren werden und das Netzwerk läuft einfach weiter.
+1
Fuji_X05.05.19 12:04
Jupp, wer sich unnötig irgendwann mal mit WLAN - Problemem rumplagt, sollte sich Unifi - Access-Points mal anschauen ! Danach will man nichts anderes mehr an kompromissbehafteter billiger Hardware ala TP-Link & Co.
Nach zweier Fritz-Boxen werkeln nun ein Draytek-Modem / Router und Unifi-Accesspoints ( mit der Controller-Software auf einem Symology-NAS ) im Hause durchsatzträchtig & störungsfrei.
+2
barabas05.05.19 12:05
tomtom00700
Hallo,

Ein Beispiel:
MacMini und Macbookpro neu gestartet ... 1133 Mbits - 6 Stunden später 6 Mbit... Schön nach und nach alles dann Geschwindigkeit verloren. Mehrmals und über Monate versucht zu optimieren. Nichts.
Mein Sohn wollte mal Online Zocken ... nix. WLAN ist von den FB einfach zu lahm. Einmal 7590 und 2 x 1750E per GB Kabel angebunden.

Ähnliche Erfahrung habe ich ebenfalls schon gemacht, als Hauptursache habe einen 1750E ausgemacht der jeweils mit von der Partie war. Aus diesem Grund habe ich diesen dann auf die niedrig möglichste WLAN Leistung von 6% eingestellt so das er eigentlich nur noch für die Versorgung via LAN zu meinem Musikserver diente, der ganze Rest über die FritzBox 7590 lief. Mit dem Repeater 3000 scheint dieses Problem aber nun aufgrund seiner Tri-Band Austattung gelöst zu sein.
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MäcFlei
MäcFlei05.05.19 12:12
Die LEDs lassen sich schon seit Längerem mit den Laborversionen ausstellen. Auch MESH ist so schon seit Langem in der 7490 zu haben. Man kann auch von der aktuellen Laborversion über die Oberfläche wieder zurück zur letzten offiziellen stabilen Version, aber das brauchte ich nie, weil die Laborversionen für mich immer ohne Beanstandung liefen. Einmal gab ein kleines Problem, aber da die Updates gerade im Wochen- bis Zweiwochen-Rhythmus kommen, war das bei der nächsten auch schon wieder behoben. Da AVM ständig an der Stabilität, Geschwindigkeit und Sicherheit werkelt, macht es Sinn, da die neuste (Labor-)Version zu nehmen.

Aktuell ist es die Version 7.08-68152 vom 3.5.2019
+1
tomtom00700
tomtom0070005.05.19 12:12
Hallo Barabas,

ich hatte eine Zeitlang eine 7490 noch als Accesspoint für den 1750E. Aber da gab es die gleichen Probleme.
Gut, dass die 3000er jetzt dann wohl besser werden. Trotzdem möchte ich das Unifi System jetzt nicht mehr missen. Und der Vigor soll sogar noch ein besseres Modem haben. Habe derzeit ein stabiles Netz, aber gesehen mit eine neuen Kabel zur Box wurde es noch besser

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tomtom00700
tomtom0070005.05.19 12:15
achja, meine Probleme hatte ich in Sichtweite von 3 Metern von Macbookpro zur Fritzbox 7590
-1
Scrembol
Scrembol05.05.19 12:43
Kabelnutzer gucken in die Röhre? Da hat sich, wenn ich mich nicht irre, auch seit ewigkeiten nix getan, oder?
Mein Album WAY HOME - Eric Zobel ab sofort streamen! iTunes, YouTube, Spotify uvm.
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fleissbildchen05.05.19 13:01
Die LEDs lassen sich nicht nur ausschalten, sondern beliebig dimmen und außerdem passen sie sich dem Umgebungslicht an. Nicht, dass das ein Killer-Feature wäre
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Papierlos
Papierlos05.05.19 13:15
Geegah
Habt ihr Praxiserfahrung zur 7530 als Upgrade zur 7490?
Ich habe gerade eine 7530 als Upgrade zur 7390 eingerichtet. Ich habe eine Synology als Hauptrouter und dahinter ein Mesh aus 7530 und 1260e (Backbone per Powerline). Das funktioniert ganz hervorragend. Meine 200 Mbit-Glasfaser kann ich über Wlan so im ganzen großräumigen Altbau ausnutzen. Vorteil der 7530 ist, dass sie gegenüber der 7390 Mesh hat (die 7490 auch per Update) und ich sie auf die höheren Protokolle 802.11n+ac beschränken kann. Eine 7530 ist für 120 Euro eine gute Wahl!
Ich hätte auch mit Synology ein Mesh aufbauen können, aber das kann kein DECT. Und ein Mesh mit AVM-Komponenten ist obendrein erheblich günstiger. Ich kann mir nicht vorstellen, was da Unifi besser können soll.
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PythagorasTraining
PythagorasTraining05.05.19 13:28
Nur mal so erwähnt:
Der Gründer von Unifi war für die AirPort Netzwerke bei Apple zuständig.
+2
CooperCologne05.05.19 14:01
tomtom00700
Vor 2 Wochen habe ich angefangen die ersten Unifi AP Points zu installieren und war sofort begeistert. Mein MacMini hat das Kabel wieder verloren. Ich kopiere zum NAS inzwischen schneller als mit dem Kabel. 110mb/s über Kabel - 120 mb/s über WLAN Die Messungen sind rein gefühlt.

Jetzt kam das noch das Security System hinzu und die nächsten Tage kommt noch ein Vigor 165 Router Modem hinzu...
Ich habe es zwar nicht ganz so komplex, aber bei mir ist auch AVM zugunsten eines Vigor 165 mit zwei AmpliFi HD gewichen, die ja aus dem selben Haus wie die Unifi Sachen kommen. Super easy vom Setup her und die Geschwindigkeiten sind ein Traum.
+1
tomtom00700
tomtom0070005.05.19 15:22
CooperCologne
Super easy vom Setup her und die Geschwindigkeiten sind ein Traum.

Die Konfig wenn du einen Controller hast sind schon heftig.. Aber ohne - Echt easy... und die Geschwindigkeit ein Traum. Ich lade mit 4,5mb etwas auf die Cloud und mein iPad streamt nebenbei TV in HD ohne das man etwas bemerkt. Vorher hat das TV schauen nur gehangen.
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Tommy1980
Tommy198005.05.19 15:52
Scrembol
Kabelnutzer gucken in die Röhre? Da hat sich, wenn ich mich nicht irre, auch seit ewigkeiten nix getan, oder?

Fritzbox 6591 für Docsis 3.1 im Handel erhältlich (Quelle: Golem.de)
+3
g_from_h
g_from_h05.05.19 17:41
Tommy1980
Scrembol
Kabelnutzer gucken in die Röhre? Da hat sich, wenn ich mich nicht irre, auch seit ewigkeiten nix getan, oder?

Fritzbox 6591 für Docsis 3.1 im Handel erhältlich (Quelle: Golem.de)

Nutze ich derzeit auch, nachdem ich von VDSL 50 auf 500MBit Kabel gewechselt bin. Technisch sehr gut, aber von der Optik eine Katastrophe.

Alternativen gibt es derzeit keine - glaube ich.
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mnml85
mnml8505.05.19 19:52
Hab in meinem Neubau 3x UniFi AP Pro (Keller/EG/OG) die mit dem unifi Switch mit Strom versorgt werden.
Die Sorgen für absolut traumhaftes wlan im ganzen Haus und Garten.
Versorgt werden diese mit mit einem Telekom Smart 3 Router der nichts anderes macht als die Verbindung herzustellen.
Das läuft ohne Probleme. Mir kommt kein anderer Hersteller mehr ins Haus.
MIN2MAX
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cps05.05.19 19:57
g_from_h
Alternativen gibt es derzeit keine - glaube ich.

Technicolor TC 4400.
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doggda
doggda05.05.19 21:42
bei mir hat das Anstellen des MESH zu massiven Verbindungsabbrüchen geführt.... hatte 7490 und mehrere Repeater 1750 E im Haus... erst nach zurückspielen der alten Software ging alles wieder... MESH kommt mir nicht mehr ins Haus
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Bitsurfer05.05.19 23:03
Ich hab mich eimal mit einer Fritze rumgeärgert.

Aktuell hab ich einen Asus RT-88 und 86.
den 88 hab ich uA weil er 8 Ethernet Anschlüsse hat, und Asus weil sie gleich mein TimeMachine machen und Mesh über Ethernet Backhaul können.
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Weia
Weia06.05.19 00:28
Ich habe offenbar umgekehrte Erfahrungen zu vielen hier.

Ich habe miserable Erfahrungen mit Draytek-Geräten gemacht. Ich hatte 3 (DSL-Router und WiFi Acces Points), und kein Gerät hat zwei Jahre überlebt. Mit der Marke bin ich also durch.

Da ich auf ISDN auch nach Umstellung auf IP-Telefonie zwingend angewiesen bin, wurden es dann also eine FRITZ!Box 7490 und 2 UniFi WLAN Access Points. Über die UniFis kann ich die allgemeinen Loblieder hier nur im Choral wiederholen – das ist ja offenbar mal eine richtig gute Marke.

Was die FRITZ!Box betrifft, so kann ich von dem schauderhaften Namen und dem ebenso schauderhaften (ästhetischen) Design abgesehen über die Hardware nicht klagen; sie funktioniert jetzt seit 4 Jahren tadellos bei mir.

Die Firmware hingegen bedürfte aus meiner Sicht dringend zweier Verbesserungen:


Zum einen bräuchte ich dringend einen sicheren Fernzugriff zwischen Büro meiner Freundin und unserer Wohnung. Fernzugriff samt WakeOnLAN sind zwar prinzipiell problemlos mit einer 7490 einzurichten, aber nur völlig offen, ohne Begrenzung auf bestimmte IP-Adressen. Das ist für mich aus Sicherheitsgründen inakzeptabel. Es ist mir ein völliges Rätsel, wie man heutzutage einen Router anbieten kann, der Zugriff von außen erlaubt, ohne dass es die Möglichkeit gibt, die IP-Adressen hierfür einzugrenzen. Ich habe mit AVM 2015 darüber korrespondiert, mir wurde Abhilfe zugesagt, geschehen ist 4 Jahre lang nichts.


Der zweite Hammer ist der lokale DNS-Server des Routers (der wie üblich den DNS-Server des DSL-Providers repliziert). Wohl, um absoluten DAUs den Kontakt zum Router zu erleichtern, ist der an allen Standards vorbei so implementiert, dass der Router über http://fritz.box erreichbar ist. Das ist aber so unglücklich umgesetzt, dass auf Unix-Ebene alle lokalen Netwerkadressen auf fritz.box umgebogen werden. Jedem, der auf Unix-Ebene eine etwas anspruchsvollere Netzwerkkonfiguration hat, fliegt die damit komplett um die Ohren.

Auszug einer langen, völlig inakzeptablen Liste von ungewollten Veränderungen:

localhostlocalhost.fritz.box
MyMac.localMyMac.fritz.box
MyDevice.lan MyDevice.fritz.box
ich@meine.domainich@fritz.box (meine Email-Absenderadresse, vom lokal eingerichteten Mailserver erzeugt)

Insbesondere bei einem lokalen Mailserver kann dadurch das totale Chaos in Form von Mailschleifen ausbrechen.

Ich finde, das geht überhaupt gar nicht. Für die leichte Erreichbarkeit im lokalen Netzwerk gibt es einen Standard, der heißt mDNS („Bonjour“). Selbst jeder Arduino und jeder RaspberryPi für 25€ beherrscht das heute, nur die FRITZ!Box ignoriert den Standard und setzt auf Selbstgestricktes, das derartiges Chaos verursachen kann. (Klar, man kann in den macOS-Systemeinstellungen andere DNS-Server eintragen, aber ein cachender lokaler DNS-Server ist ja durchaus vorteilhaft.)


Schließlich wäre auch noch wünschenswert, dass die Firmware einen der Ethernet-Ausgänge Tagged VLAN-fähig macht. Das würde ohne ökonomisch und ökologisch unnötige Zusatzkosten ermöglichen, dass auch die angeschlossenen (UniFi-)WLAN-Access-Points einen WLAN-Gastaccount anbieten können und nicht nur die FRITZ!Box selbst. (Siehe für Details hierzu meinen ersten Beitrag in dem ausführlichen Forums-Thread LAN (!) Gastzugang realisieren.)


Zusammenfassung: Ich verstehe nicht ganz, warum dieser Bericht sein Augenmerk auf die Hardware lenkt. Die scheint mir, neues Modell hin oder her, ausgereift, jedenfalls ohne größere Mängel. Dringender Verbesserungsbedarf besteht bei der Firmware, und hier ist AVM bezüglich der geschilderten Probleme (alles Kernfunktionalitäten, keine Zückerli) leider seit 4 Jahren untätig – das hat meinen anfangs guten Eindruck bezüglich der Firma doch sehr getrübt.
+1
DTP06.05.19 09:03
Ich bin auch seit 2016 weg von der Fritzbox und hin zu Unifi. Nie bereut. WLAN wesentlich schneller und vor allem stabilier. Das hat mich an den Fritzen immer gestört, dass oft das WLAN unzuverlässig ist.

Mesh bei Unifi ist ein Traum. Meine Accesspoints sind per Kabel verbunden, Mesh als Fallback. Wenn ich das Kabel ziehe (umkonfigurieren oder einfach nur umstellen, merkt das Unifi-Netzwerk das, und auf einmal habe ich ein Meshnetzwerk (und keiner im haus erkt das, läuft einfach weiter). Oder einen Accesspoint aktualisieren und neustarten; und weder Musik- noch Videostream bricht ab (obwohl die vorher am neustartenden Accesspoint hingen).

Allein WLAN-Kontingente fehlen mir noch, dann wäre Unifi perfekt. Das mache ich notgedrungen derzeit über den Client.
0
Gammarus_Pulex
Gammarus_Pulex06.05.19 09:35
Kann ich eigentlich zwei Fritzboxen nutzen, um an der Dose im Wohnzimmer und der im Keller jeweils LAN und WLAN bereitzustellen?
Einen Repeater o.ä. wird im Keller selbst kein kabelloses Signal erreichen, daher der Gedanke, einfach zwei Router direkt an einer Telefonbuchse einzustecken und via Vertragsdaten aufs DSL zugreifen zu lassen.

Ist da ein Denkfehler?
Oder welche anderen Optionen hätte ich – ohne ein Kabel zu legen

Danke euch
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