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Kurz: Mall-Sterben – Apple schließt weitere Stores +++ Meta entfernt Werbung für Meta-Sammelklagen

Vielen der großen Malls in den USA, also den einst so erfolgreichen Einkaufszentren, geht es nicht mehr sonderlich gut. Einerseits wurde viel zu viel gebaut und es gibt schlicht ein Überangebot, andererseits gräbt der E-Commerce den klassischen Geschäften Umsätze ab. Seit Jahren ist daher geradezu von einem Massensterben die Rede, denn selbst zugkräftige Marken wie ein Apple Store locken entgegen aller Hoffnungen nicht mehr ausreichend Besucher an.

Apple hat nun verkündet, drei weitere Stores zu schließen. Betroffen sind die Geschäfte North County in Escondido, der Store in Trumbull sowie Towson Town Center in Towson. Als Grund nennt das Unternehmen den Wegzug anderer Händler und die verschlechterten Bedingungen in den jeweiligen Malls. Etwas heikel ist der Fall Towson, weil es sich dabei um Apples erstes gewerkschaftlich organisiertes US-Geschäft handelt. Die Mitarbeiter in Trumbull und North County sollen ihre Rollen übrigens in nahegelegenen Apple Stores fortführen, während die Towson-Beschäftigten gemäß bestehender Tarifvereinbarung für sonstige offene Stellen bei Apple infrage kommen


Meta entfernt Klägerwerbung von Anwaltskanzleien
Im März sorgte ein Gerichtsurteil für Aufsehen, welches Meta und Google "suchtförderndes Design" zum potenziellen Schaden (minderjähriger) Nutzer attestierte. Wie es von Beobachtern heißt, könnte das eine Lawine ins Rollen bringen, welche den Vergleich mit "Big Tobacco" nahelegt. Natürlich begannen spezialisierte Kanzleien direkt damit, nach potenziellen Mandanten zu suchen und an Sammelklagen zu arbeiten.

Werbeanzeigen hierfür waren zuhauf auf Facebook oder Instagram zu finden, doch damit ist nun Schluss. Laut Axios deaktivierte Meta derlei Schaltungen in dieser Woche und berief sich gemäß der Nutzungsbedingung auf entsprechende Richtlinien. Diese sind ziemlich weich gehalten und definieren, dass auch solche Anzeigen gelöscht werden können, die zwar nicht gegen die AGB verstoßen, aber schädlich für die Plattform seien. Sofern noch weitere Urteile dieser Art erfolgen, ist die Sorge vor Schäden nicht unbegründet – wenngleich diese wohl in erster Linie finanzieller Natur für Meta sein dürften.

Kommentare

fronk
fronk10.04.26 12:43
Wie jetzt, Meta schaltet keine Werbung mehr, welche sie am Ende mehr kosteten kann als sie einnehmen? Sagte man nicht früher »schlechte Werbung ist gute Werbung«? 🤔
„Love had surely made us all and hate would surely make us fall.“ Elvis Presley
+2
xcomma10.04.26 12:59
Interessant, dass Meta doch die Möglichkeit hat quasi skalpell-artig Werbung rauszunehmen - aber sonst wird jeder Mist verbreitet bzw. angezeigt.
Wenn es einen selbst betrifft, geht so was schnell. Aber ansonsten wird immer der Eindruck (auch von diversen anderen Plattformen) gegeben, man könne da nicht so genau filtern bei dem Zeug, was die Werbenetzwerke schalten.
+4

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