Kurz: Digitaler Führerschein kommt in Deutschland +++ Warum OpenAI Sora eingestellt hat


Seit wenigen Monaten ist es hierzulande möglich, die "Zulassungsbescheinigung Teil I" digital anstatt auf Papier
mitzuführen – also das Dokument, welches man meist schlicht als KFZ-Schein bezeichnet. Schon im vergangenen November hieß es, dass man bereits am nächsten Schritt arbeite. So wie in manchen US-Bundesstaaten soll selbiges auch für den Führerschein gelten.
Der Bundestag hat inzwischen auch die gesetzliche Grundlage dafür geschaffen und das Straßenverkehrsgesetz entsprechend
geändert. Wie das Bundesverkehrsministerium angibt, wolle man bis Ende des Jahres einen entsprechenden nationalen digitalen Führerschein ermöglichen, der sich dann in der jeweiligen Smartphone-Wallet unterbringen lasse. Vor der tatsächlichen Umsetzung muss noch der Bundesrat zustimmen, was jedoch als Formsache gilt.
Warum OpenAI Sora eingestellt hatIn der vergangenen Woche gab OpenAI zur Überraschung vieler bekannt, dass man das Tool zur Videogenerierung namens Sora beerdigen wird. Damit hatte zu diesem Zeitpunkt kaum jemand gerechnet, zumal sogar Verhandlungen über eine milliardenschwere Kooperation mit Disney liefen. Inzwischen sind aber die Gründe für besagten Schritt durchgesickert. Ganz oben auf der Liste standen demnach die immensen Kosten.
Videoerzeugung ist enorm rechenintensiv. Schätzungen zufolge lagen die Serverkosten für OpenAI bei rund 15 Millionen Dollar – und zwar pro Tag, was mehr als fünf Milliarden Dollar pro Jahr bedeutet. In den längerfristigen Vorbereitungen auf einen Börsengang wollte sich das Unternehmen wohl eines Bereichs entledigen, der noch mehr als sonstige Projekte Geld verschlang, ohne ansatzweise die Kosten einspielen zu können.
Außerdem hieß es von offizieller Seite erst kürzlich, man wolle sich nicht mehr mit "Nebenquests" ablenken, sondern alle Energie auf das Hauptprodukt und die AGI-Forschung konzentrieren. Dazu kamen die bestenfalls durchschnittlichen Ergebnisse, welche Sora ausspuckte – neben rechtlichen Unsicherheiten hinsichtlich des Trainingsmaterials sowie hohen Anforderungen, potenziell illegale Inhalte zu moderieren.