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Intel möchte Apple mit besseren Chips zurückgewinnen – und schießt erneut gegen den Mac

In der Tech-Welt wird Apples heutige Präsentation einmal mehr für Aufsehen sorgen: Branchenkennern zufolge könnte der Konzern mit runderneuerten MacBooks, der nächsten Generation des M1-Chips sowie deutlich mehr RAM für den Prozessor aufwarten – der Bloomberg-Journalist Mark Gurman spricht gar davon, dass bis zu 64 GB Arbeitsspeicher unterstützt werden (siehe hier). Angesichts des medialen Fokus auf das kommende Event ist es nicht ganz überraschend, dass sich die Konkurrenz in Erinnerung ruft: Der Halbleiterhersteller Intel lässt gleich zweifach aufhorchen. In einem Interview nennt der CEO des Unternehmens, Pat Gelsinger, seine Ambitionen. Und Intels Marketingabteilung zeigt sich erneut angriffslustig.


Intel zollt Apple Anerkennung, möchte aber mit besseren Chips auftrumpfen
Mit Axios hält der Video-on-Demand-Dienst HBO Max ein Format bereit, das sich vor allem auf Interviews mit ausgewählten Vertretern aus der Welt der Technologie, Medien, Politik und Wissenschaft stützt. In einer neuen Episode spricht die Journalistin Ina Fried mit Intel-CEO Pat Gelsinger und möchte wissen, ob sich der Halbleiterhersteller auch zukünftig Macs mit Intel-Chips vorstellen könne. Tatsächlich steht Gelsinger diesem Gedanken durchaus aufgeschlossen gegenüber: So räumt er ein, dass Apple bei der Entwicklung hauseigener Prozessoren „einen ziemlich guten Job gemacht [habe]“. Er hoffe jedoch, dieses Geschäft im Laufe der Zeit zurückzugewinnen. In der Zwischenzeit wolle Gelsinger bessere Produkte als Apple anbieten: Das Ökosystem müsse hierfür offener und dynamischer sein als jenes aus Cupertino.


Intel setzt aggressives Marketing fort
Auch Intels „Go PC“-Werbekampagne ruht nicht: Aktuell sorgt ein Twitter-Thread für Aufmerksamkeit.


In diesem fragt das Unternehmen nach „Geständnissen“ ehemaliger Mac-Nutzer: Welche Beweggründe seien für den Wechsel auf den PC aus­schlag­ge­bend gewesen? Interessanterweise nennt Intel bereits einige Antworten: So verweist der Chip-Hersteller unter anderem auf die Möglichkeit, den PC nach eigenem Ermessen konfigurieren zu können. Viele Twitter-Anwender empfinden das aggressive Marketing aber als peinlich und kommentieren die Frage entsprechend. Irritierend an dem Tweet ist auch die Tatsache, dass Apple nach wie vor einige Mac-Modelle mit Intel-Chips im Portfolio hat.

Kommentare

Florian Lehmann18.10.21 12:19
Das Aufrüsten von RAM und Speicher sind essentielle Lebensverlängernde Maßnahmen und gleichzeitig auch ziemlich nachhaltig.
Ich kenne sehr viele >10 jährige Macs mit nachträglicher SSD anstelle HD und RAM Upgrade.
Auf der anderen Seite steht das Wegwerfprodukt iPad.
Ist ein Argument. Gerade der M1 lässt nachträglich nicht mehr RAM zu, zumindest die aktuellen Modell.
Wie sich das auf die Lebensdauer auswirken wird, werden wir erst noch sehen.
-2
Maxlgraf18.10.21 12:24
PEINLICH ist die richtige Vokabel. Der Prozessor hat mit der Aufrüstbarkeit eines Rechners nicht das geringste zu tun, wie Apples MacBooks mit Intel-Prozessor zeigen. Da sucht sich jemand 30 Jahre alte Klischees zusammen, um noch irgendwie gut auszusehen. Schon schwer, erstklassig auszusehen, wenn man nichtmal zweitklassig ist. Intel hat richtig Arbeit vor sich, und ich meine nicht die Marketingabteilung.
+12
Maxlgraf18.10.21 12:29
Gerade in punkto Nachhaltigkeit sind die Macs seit langem ganz weit vorn. Mein iMac läuft seit 10 Jahren einwandfrei und immer noch schnell - ganz ohne jegliche Aufrüstung.
Florian Lehmann
Das Aufrüsten von RAM und Speicher sind essentielle Lebensverlängernde Maßnahmen und gleichzeitig auch ziemlich nachhaltig.
Ich kenne sehr viele >10 jährige Macs mit nachträglicher SSD anstelle HD und RAM Upgrade.
Auf der anderen Seite steht das Wegwerfprodukt iPad.
Ist ein Argument. Gerade der M1 lässt nachträglich nicht mehr RAM zu, zumindest die aktuellen Modell.
Wie sich das auf die Lebensdauer auswirken wird, werden wir erst noch sehen.
+12
marm18.10.21 12:34
Florian Lehmann
Das Aufrüsten von RAM und Speicher sind essentielle Lebensverlängernde Maßnahmen und gleichzeitig auch ziemlich nachhaltig.
Nachhaltig für die eigne Geldbörse, ja. Es ist billiger sich selbst RAM und SSD zu kaufen als fertig konfektioniert.
Aber auch nachhaltig für die Umwelt? Wenn der Rechner nicht mehr den eigenen Bedürfnissen genügt, ist es nachhaltig diesen an die Dritte weiterzugeben - so wie bei iPhone üblich.
Und wenn der Rechner entsorgt wird, ist es eventuell besser diesen professionell zu recyclen, als dass jemand die ausgebauten RAM und SSD in den Müll gibt.

Produktstrategisch frage ich mich, ob es nicht besser ist, eine Intel- und ARM-Version von MacOS (so wie derzeit BigSur) dauerhaft weiterzuentwickeln, so dass die Mac Pros mit Xeon für den professionellen Betrieb mit mehreren VMs eingesetzt werden können (und modular!) und die normale Consumer-Ware mit MacOS für ARM.
So einen Xeon-Konkurrenten zu entwickeln dürfte selbst für Apple ziemlich ins Geld gehen und die Marktnische ist für Apple doch recht klein.
+2
Florian Lehmann18.10.21 12:41
Maxlgraf
Gerade in punkto Nachhaltigkeit sind die Macs seit langem ganz weit vorn. Mein iMac läuft seit 10 Jahren einwandfrei und immer noch schnell - ganz ohne jegliche Aufrüstung.
Florian Lehmann
Das Aufrüsten von RAM und Speicher sind essentielle Lebensverlängernde Maßnahmen und gleichzeitig auch ziemlich nachhaltig.
Ich kenne sehr viele >10 jährige Macs mit nachträglicher SSD anstelle HD und RAM Upgrade.
Auf der anderen Seite steht das Wegwerfprodukt iPad.
Ist ein Argument. Gerade der M1 lässt nachträglich nicht mehr RAM zu, zumindest die aktuellen Modell.
Wie sich das auf die Lebensdauer auswirken wird, werden wir erst noch sehen.

Das erklär mal meinen MacBook Air i7, 4/256 aus 2011.
-4
Florian Lehmann18.10.21 12:42
marm

Wir werden sehen was Apple draus macht.
Aber ich hab noch nie gehört, dass Speicher und HD in den Restmüll wandern. Wofür gibt es denn den Wertstoffhof?
+3
d2o18.10.21 12:54
Intel hat es verpennt oder nicht geschafft und versucht nun vordergründig Apple schlecht zu machen, während in Hintergrund eifrig versucht wird, aufzuholen.
So sieht es also aus, wenn der Marktführer bemerkt, dass der 2. Platz der 1. Verlierer ist.
+5
Maxlgraf18.10.21 13:16
Sorry, aber mit den Spezifikationen war es bereits beim Kauf unterdimensioniert, das kann man nicht Apple anlasten. So knapp dimensionierte Windows-PCs haben in der Regel nicht mal 2-3 Jahre überlebt. Wenn das MacBook Air es jahrelang trotzdem getan hat, Glückwunsch.
Florian Lehmann
Maxlgraf
Gerade in punkto Nachhaltigkeit sind die Macs seit langem ganz weit vorn. Mein iMac läuft seit 10 Jahren einwandfrei und immer noch schnell - ganz ohne jegliche Aufrüstung.
Florian Lehmann
Das Aufrüsten von RAM und Speicher sind essentielle Lebensverlängernde Maßnahmen und gleichzeitig auch ziemlich nachhaltig.
Ich kenne sehr viele >10 jährige Macs mit nachträglicher SSD anstelle HD und RAM Upgrade.
Auf der anderen Seite steht das Wegwerfprodukt iPad.
Ist ein Argument. Gerade der M1 lässt nachträglich nicht mehr RAM zu, zumindest die aktuellen Modell.
Wie sich das auf die Lebensdauer auswirken wird, werden wir erst noch sehen.
Das erklär mal meinen MacBook Air i7, 4/256 aus 2011.
+3
Mecki
Mecki18.10.21 13:32
Intel hat nicht einmal ein Betriebssystem. Selbst wenn Intel den kompletten Rechner herstellt und nicht nur deren CPU, was für ein Betriebssystem können sie mir dann anbieten? Windows? Finde ich furchtbar und ich will kein Microsoft Kunde sein. Linux? Ist auch nicht von Intel und da fehlt mir einfach zu viel gute Software, die auch einfach zu bedienen ist, außerdem ist mir das zu viel Flickenteppich (zu viele UI Frameworks, zu viele UI Konzepte, jede zweite App sieht wieder komplett anders aus) und oft zu umständlich im täglichen Einsatz (ist einfach nicht DAU-freundlich; wenn was hackt bekomme ich es zwar hin, brauche aber locker 10x so lange wie am Mac und muss mich oft durch zig Userforen kämpfen - meine Mutter wäre da komplett aufgeschmissen).
+4
ThorsProvoni
ThorsProvoni18.10.21 13:42
Ihr könntet wenigstens ein bisschen Mitgefühl zeigen. Wenn Apple bereits mit der ersten Version Ihres Chips - und dann auch noch mit dem Einsteigermodell - die meisten Intel-Chips so alt aussehen lässt, dann wäre ich an Stelle von Herrn Gelsinger vor dem heutigen Event auch ein bisschen nervös
+7
MacKaltschale18.10.21 13:50
marm
Florian Lehmann
Das Aufrüsten von RAM und Speicher sind essentielle Lebensverlängernde Maßnahmen und gleichzeitig auch ziemlich nachhaltig.
Nachhaltig für die eigne Geldbörse, ja. Es ist billiger sich selbst RAM und SSD zu kaufen als fertig konfektioniert.
Aber auch nachhaltig für die Umwelt? Wenn der Rechner nicht mehr den eigenen Bedürfnissen genügt, ist es nachhaltig diesen an die Dritte weiterzugeben - so wie bei iPhone üblich.
Und wenn der Rechner entsorgt wird, ist es eventuell besser diesen professionell zu recyclen, als dass jemand die ausgebauten RAM und SSD in den Müll gibt.

Produktstrategisch frage ich mich, ob es nicht besser ist, eine Intel- und ARM-Version von MacOS (so wie derzeit BigSur) dauerhaft weiterzuentwickeln, so dass die Mac Pros mit Xeon für den professionellen Betrieb mit mehreren VMs eingesetzt werden können (und modular!) und die normale Consumer-Ware mit MacOS für ARM.
So einen Xeon-Konkurrenten zu entwickeln dürfte selbst für Apple ziemlich ins Geld gehen und die Marktnische ist für Apple doch recht klein.

So kann man sich die eigene innere Umweltsau auch wegschwurbeln. Selten so einen Unfug gelesen, natürlich ist das Aufrüsten und längere Erstnutzungsdauer erstrebenswerter als die CO2-intensive Neuproduktion. Der Zweitnutzer freut sich dann später immer noch, denn (oh Logik) der Rechner war dann durch das Aufrüsten länger flott und wir befinden uns bei der Übergabe zum Nachnutzer quasi in der gleichen Situation. RAM und HD landen auf eBay und werden von anderen weitergenutzt. Ich habe in meinem ganzen Leben noch nie eine Festplatte weggeworfen, die nicht defekt war. Wenn du so drauf bist, dann ist das unfassbar krank. Aber wahrscheinlich kaufst du auch alle 2 Jahre ein iPhone und andere sollen die Probleme, die du anrichtest mit ausbaden, na danke!
-5
marm18.10.21 14:00
MacKaltschale
Wenn du so drauf bist, dann ist das unfassbar krank. Aber wahrscheinlich kaufst du auch alle 2 Jahre ein iPhone und andere sollen die Probleme, die du anrichtest mit ausbaden, na danke!
Wenn wir uns persönlich gegenüber stehen würden, würde ich dich jetzt auch nach Herzenslust beleidigen.

Mein vorheriges iPhone 6 habe ich 6 Jahre genutzt, mein Macbook 8 Jahre. Das Macbook habe ich übrigens meiner Nichte gegeben, Studentin, kostenlos.

Nehmen wir einen Mac mini von 2019 mit 8 GB RAM mit 2x 4 GB Rammodulen. Wer macht mit den alten Speichermodulen noch was? Jeder möchte für die 2 Slots 8 GB RAM-Module. Also wurde der neue Rechner gleich so gekauft, um sofort die Speichermodule durch neue zu ersetzen. Ist das nachhaltig? Nein, ist es nicht.
Du möchtest deinen Rechner lediglich billig aufrüsten, wenn er neu ist. Rede dir das ruhig als Nachhaltigkeit schön. Ist es aber nicht.
Davon abgesehen würde ich allerdings selbst auch so aufrüsten.

Was anderes ist das bei echten Verschleißteilen wie früher die HDD. Verschleißteile sollten unbedingt austauschbar sein.
+2
TheGeneralist
TheGeneralist18.10.21 14:02
marm
(...)So einen Xeon-Konkurrenten zu entwickeln dürfte selbst für Apple ziemlich ins Geld gehen und die Marktnische ist für Apple doch recht klein.
Nachdem der M1 als energiesparsamer Low-End Prozessor bereits große Teile des Intel-Consumer-Prozessorportfolios - vorsichtig formuliert - recht entspannt abhängt, stellt sich nun m.E. die Frage wie gut dieser Ansatz für potentere Prozessorfamilien skaliert. Je nachdem könnte es gar nicht mehr so schwer sein, im Server- und Workstation-Bereich das Spiel ebenfalls zu gewinnen. Ob sich das lohnt, hängt aus meiner Sicht weniger davon ab, welches Marktsegment Apple heute besetzt, als vielmehr davon, was dann möglich ist.
Da bin ich doch mal recht gespannt auf die Signale heute Abend für den weiteren Weg...
+4
Esterel18.10.21 15:20
Florian Lehmann
Das Aufrüsten von RAM und Speicher sind essentielle Lebensverlängernde Maßnahmen und gleichzeitig auch ziemlich nachhaltig.
Ich kenne sehr viele >10 jährige Macs mit nachträglicher SSD anstelle HD und RAM Upgrade.
Auf der anderen Seite steht das Wegwerfprodukt iPad.
Ist ein Argument. Gerade der M1 lässt nachträglich nicht mehr RAM zu, zumindest die aktuellen Modell.
Wie sich das auf die Lebensdauer auswirken wird, werden wir erst noch sehen.

Gut da bin ich bei dir, ein SSD ist ein immenser Upgrade (von HDD).

Doch da alle Geräte mittlerweile SSD haben, gibt es keinen Grund hier upgraden zu können (außer Vergrößerung des Speicherplatzes, was aber mit einer externen SSD gelöst werden kann)

Beim RAM bin ich mir als etwas unsicher, ich schätze wer heute 16GB verbaut, wird in den nächsten 10 Jahren auch keine Probleme haben, da die meisten Programme (bis auf eine Handvoll) nicht von mehr Speicher profitieren, ebenso Spiele.

Für das Operating System sind 8 GB völlig ausreichend.
-1
Esterel18.10.21 15:23
ThorsProvoni
Ihr könntet wenigstens ein bisschen Mitgefühl zeigen. Wenn Apple bereits mit der ersten Version Ihres Chips - und dann auch noch mit dem Einsteigermodell - die meisten Intel-Chips so alt aussehen lässt, dann wäre ich an Stelle von Herrn Gelsinger vor dem heutigen Event auch ein bisschen nervös

Wieso wird immer behauptet es ist Apples erster Chip.
Das stimmt doch nicht, Apple fertigt seit 10 Jahren eigene Chip auf ARM Basis.
Es ist ja nicht so dass sich ein A14 und ein M1 fundamental Unterscheiden.

Edit: Und was Intel mit Alder Lake (Big/Little Cores) gerade in der Pipeline hat ist auch sehr nett (auch wenn ich mir keinen Intel mehr kaufen würde, aber das ist eine persönliche Abneigung gegen Intels Firmen Politik)
0
maculi
maculi18.10.21 15:26
Intel hat richtig Muffensausen, das zeigt ihr komisches Marketing überdeutlich. Zumal es letzten Endes nicht nur um Apple als Kunden geht: "Surface: Microsoft baut eigenes Prozessorteam auf" Klar, wenn die jetzt erst anfangen, dann dauert das, bis sie was davon haben, aber es zeigt doch, das das Vertrauen in intel gründlich flöten ging, wenn selbst der bisherige enge Partner m$ ernsthaft über Alternativen nachdenkt und passende Schritte einleitet.
Wenn die intelleute nicht bald in die Gänge kommen, dann schwimmen ihnen an allen Fronten die Felle davon.
+2
ela18.10.21 16:23
Was für die Umwelt besser ist, kann von außen betrachtet oftmals schwer zu beurteilen sein. Oft liegt man tatsächlich daneben.

Klassisches Beispiel: Plastiktüte oder Stoffbeutel an der Supermarktkasse? - Das Gefühl würde zum Stoffbeutel tendieren, der aber tatsächlich für erheblichen Wasserverbrauch führt in der Produktion und erst ökologisch sinnvoll wird, wenn man ihn wirklich sehr lange und sehr häufig statt einer Plastiktüte verwendet (die man ja auch mehrmals wieder mitnehmen könnte wenn man sie nicht vergisst, wie den Stoffbeutel auch )

Es gab auch immer wieder Ansätze von modularen Smartphones und "Sub"-Notebooks mit austauschbaren Komponenten (Kamera, Speicher, Display, …) wobei das Problem immer ist: Wie viele Ersatzteile welcher Generation müssen vorproduziert und gelagert werden? Dann kommt eine neue Technik die besser ist… die muss irgendwie kompatibel in die passenden Module eingebaut werden und die alten möchte jetzt keiner mehr kaufen - was nun? Tatsächlich kann es dann ökologischer sein, wenn das Gerät eben nicht modular ist sondern komplett getauscht wird und das alte Gerät im besten Fall noch im Gebrauchtmarkt Verwendung findet oder hoffentlich gut zerlegt/recycelt werden kann.

Bei PC/Mac habe ich früher auch mal Einzelteile nach-/aufgerüstet. Es gab da nur Unterschiede zu Heute: Damals waren die Sprünge teils gewaltig und die Schnittstellen relativ lange Standard. So konnte man Soundkarten austauschen, Herkules durch CGA, EGA durch VGA und später Super-VGA etc. ersetzen (mit Einschränkungen, auch hier wurden die Slots länger und ein neues Board wurde fällig)

Tatsächlich konnte ich zwei MacBook Pro deshalb noch einige Jahre länger nutzen (naja, konnte… ich meine: Mit großer Freude!), weil man die 3,5" Standard HDD durch eine SSD tauschen konnte (beim 2009er noch mit einem Hebel, beim 2011 durch abschrauben der Bodenplatte)

Aber die Zeiten haben sich geändert… Irgendwann machte das beim PC auch kaum noch Sinn oder ging gar nicht mehr, weil ein Pentium nicht in den 486-Slot passte, weil das Board es nicht unterstützte, weil man nicht mehr das EINE Teil wollte für mehr Power sondern es immer eine Kette nach sich zog…

Beim Mac sind inzwischen ab Werk irre schnelle SSD drin die man eigentlich nur tauschen wollen würde, um mehr Kapazität zu haben - DAS ist tatsächlich ein valider Punkt. Man muss halt vom Start weg mehr investieren für Platz, den man vielleicht in 3-5 Jahren brauchen möchte. Aber CPU tauschen? RAM tauschen? Wenn ich sehe was die neuen M1 Geräte schon mit 8GB leisten (und bei den 16 in meinem habe ich noch kein Limit bemerkt) …

Will sagen: Wer heute noch die Minimalausstattung kauft, mag an einen Punkt kommen, an dem ein Wechsel zu mehr RAM / SSD wünschenswert seit kann und es ist schade, dass das dann nicht geht. Die meisten werden aber vermutlich viele Jahre sehr glücklich sein mit dem gekauften Gerät und nach 5+ Jahren, wenn man an die Grenzen kommen mag, möchte man nicht nur mehr RAM / Platz sondern auch andere Verbesserungen haben (Display, Kamera, Anschlüsse, …) neues Gerät

Was nun ökologischer wäre? Ich kann es nicht sagen. Ob wir trotzdem so flache, leichte Geräte wie das MBA M1 haben könnten, ohne Lüfter etc.? Keine Ahnung. Ob es eine große Zahl von Käufer*innen gibt oder gäbe, die ein iPad wirklich aufrüsten würden nur um mehr Speicherplatz zu haben, aber mit einer alter Kamera und schlechterem Display weiterleben würden? Ich möchte es bezweifeln…
+5
Lagavulin
Lagavulin18.10.21 16:25
Intel soll endlich mal Prozessoren in geringeren Strukturbreiten auf den Markt bringen, um zumindest mit AMD gleichzuziehen. Bei den Prozessortemperaturen der aktuellen Core i9 CPUs, die man nur noch mit erheblichem Aufwand kühlen kann, bekommt der Satz „Wir haben das heißeste Produkt auf dem Markt“ eine ganz neue Bedeutung.
Always look on the bright side of life
+1
Esterel18.10.21 17:27
Lagavulin
Intel soll endlich mal Prozessoren in geringeren Strukturbreiten auf den Markt bringen, um zumindest mit AMD gleichzuziehen. Bei den Prozessortemperaturen der aktuellen Core i9 CPUs, die man nur noch mit erheblichem Aufwand kühlen kann, bekommt der Satz „Wir haben das heißeste Produkt auf dem Markt“ eine ganz neue Bedeutung.

haben die doch mit Alder Lake gemacht (Vorstellung November 2021) und in Zukunft wird sogar 3nm direkt TMSC gefertigt (Mitte 2021 laut Intel)

Mein Core i9 (10900K) war gut 20° Kühler wie der AMD 5950X.
Der AMD 5800x soll Hitzeprobleme haben, also einfach zu sagen, Intel ist zu heiß, AMD Kühl, stimmt nicht.
+1
Macs0418.10.21 21:57
haben die doch mit Alder Lake gemacht (Vorstellung November 2021) und in Zukunft wird sogar 3nm direkt TMSC gefertigt (Mitte 2021 laut Intel)

Mitte 2021? Oder 2022?
Bisher sind die Specs von Alder Lake sehr vage:
Allerdings: 250 Watt Leistungsaufnahme und 108° Temperatur...
Die Notebook-Version wird dann wohl etwas kleiner.
https://www.youtube.com/watch?v=K02Wt-flfe4

Das klingt beim M1Max schon viel besser...
https://www.youtube.com/watch?v=5yiGmMGClX8
0
Dunkelbier19.10.21 01:20
Esterel
haben die doch mit Alder Lake gemacht (Vorstellung November 2021) und in Zukunft wird sogar 3nm direkt TMSC gefertigt (Mitte 2021 laut Intel)
Kommt da was, oder ist das wieder bloß eine Absichtserklärung? Das ist doch überhaupt der Grund, warum Apple bei Intel ausgestiegen ist. Es wurde einfach nicht geliefert.
0
FritzS19.10.21 09:19
Florian Lehmann
Das Aufrüsten von RAM und Speicher sind essentielle Lebensverlängernde Maßnahmen und gleichzeitig auch ziemlich nachhaltig.
Ich kenne sehr viele >10 jährige Macs mit nachträglicher SSD anstelle HD und RAM Upgrade.
Auf der anderen Seite steht das Wegwerfprodukt iPad.
Ist ein Argument. Gerade der M1 lässt nachträglich nicht mehr RAM zu, zumindest die aktuellen Modell.
Wie sich das auf die Lebensdauer auswirken wird, werden wir erst noch sehen.

Neben der RAM Aufrüstung lässt sich die SSD weder aufrüsten noch austauschen. Bei kaputter SSD ist das gesamte Board dahin - außer man verfügt über das notwendige Equipment und Wissen Chips auszutauschen - und man muss diese Speziellen erst am Markt bekommen. Austauschbare SSDs sind von der Schnittstelle her genormt - leider auch da nicht bei neuen (Intel) Macs.

Trotzdem werkelt bei mir seit geraumer Zeit ein M1 MacMini mit Vollausstattung (16GB RAM, 2TB SSD) nur das ETH ist 1GB. MBP 15" late 2008 & MB 13" early 2009 (ElCapitan) stehen als Ersatz-/Test-Geräte und „Staubfänger“ herum. Vielleicht spiele ich auf einem noch das letzte 32 Bit fähige macOS drauf.
0
cps20.10.21 11:02
Lagavulin
Intel soll endlich mal Prozessoren in geringeren Strukturbreiten auf den Markt bringen, um zumindest mit AMD gleichzuziehen. Bei den Prozessortemperaturen der aktuellen Core i9 CPUs, die man nur noch mit erheblichem Aufwand kühlen kann, bekommt der Satz „Wir haben das heißeste Produkt auf dem Markt“ eine ganz neue Bedeutung.

Ob jetzt ein Kern von Intel auf 98 Grad kommt, oder einer von Apple bei 93 liegt, spielt wohl kaum eine entscheidende Rolle.
-2
ilig
ilig20.10.21 13:58
cps
Apple bei 93 (Grad)
Woher hast Du die 93° bei Apple? Hast Du eine Quelle?
0
cps20.10.21 14:45
ilig
cps
Apple bei 93 (Grad)
Woher hast Du die 93° bei Apple? Hast Du eine Quelle?
Das war die Anzeige beim MBP M1 während der Cinebench R23 Stresstest lief, für die Performance-Kerne, die Effizienz-Kerne waren bei etwas über 70°.
0
Mecki
Mecki20.10.21 17:14
ela
Was für die Umwelt besser ist, kann von außen betrachtet oftmals schwer zu beurteilen sein. Oft liegt man tatsächlich daneben.
Was auf viele Bereiche zutrifft. Ich sag nur "Kernkraft ist die Lösung des Klimaproblems", weil hier jeder sagt "Im Betrieb wird schließlich kein CO2 frei". Wird bei Windkraft auch nicht, aber es geht nicht nur um den Betrieb. Strom aus Windkraft liegt bei neuen Anlagen zwischen 3 und 11 g CO2/kWh, denn bei der Herstellung und Entsorgung der Anlagen wird entsteht sehr wohl CO2. Aber Strom aus Kernkraft liegt zwischen 12 und 210 g CO/kWh, wenn man nicht nur auf den Betrieb schaut, sondern auch auf Bau und Rückbau der Kraftwerke, Transport und Lagerung von Brennmaterial und Abbau und Anreicherung des Urans. Und damit ist Kernkraft keineswegs die Lösung des Klimaproblems, auch wenn uns das eine gewisse Lobby immer gerne einreden möchte, wobei es nur um wirtschaftliche Interessen geht. Von Endlagerproblemen mal ganz abgesehen. Aktuell kann nichts Windkraft schlagen, auch nicht Solarenergie oder Wasserkraft. Aber neutral ist nichts davon.

ela
Ob es eine große Zahl von Käufer*innen gibt oder gäbe, die ein iPad wirklich aufrüsten würden nur um mehr Speicherplatz zu haben, aber mit einer alter Kamera und schlechterem Display weiterleben würden? Ich möchte es bezweifeln…
Und alter CPU und zu wenig RAM und keine Möglichkeit das neuste iPadOS zu nutzen und und und. Selbst bei Geräten, die man heute aufrüsten kann, kann man ja nie alles aufrüsten. Und wenn ich alles aufrüste, dann habe ich ein neues Gerät, aber zum einen werde ich dann finanziell nichts gespart haben (alles einzeln zu kaufen ist bestimmt teurer als ein neues Komplettgerät) und der Umwelt hat das auch nicht geholfen, denn alles als austauschbare Einzelkomponenten zu fertigen ist aufwendiger in der Produktion wie kompakte Gesamtgeräte zu fertigen und aufwendiger heißt es wird mehr Material verbraucht, es wird mehr Energie benötigt, ich habe mehr und längere Transportwege, ich brauche mehr Lagerfläche (Flächenverbrauch), die ich ggf. heizen oder kühlen muss (Energieverbrauch), es entsteht am Ende mehr Abfall, usw. Die Idee, dass der Nutzer nur eine einzige kleine Komponente tauscht und dass die Lebenszeit des Gerätes verdoppelt ist eine komplette Milchmädchenrechnung. So war das noch nie und so ist es auch heute nicht selbst bei Geräten, wo man alles tauschen kann.
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