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In-App-Löschung von Benutzerkonten: Apples neue App-Store-Regel tritt bald in Kraft

Facebook, Spotify, Instagram, die Apps von Freemailern und Lieferdiensten sowie Tausende weiterer iPhone- und iPad-Anwendungen haben eines gemeinsam: Sie lassen sich nur mit einem Benutzer-Account verwenden. Die meisten Entwickler machen es den Besitzern der Smartphones und Tablets aus Cupertino dabei sehr einfach: Ein entsprechendes Konto kann man üblicherweise direkt in der App anlegen, Umwege - etwa über den Browser – sind nicht erforderlich. Benötigt man allerdings einen bestimmten Dienst nicht mehr oder möchte ihm aus anderen Gründen den Rücken kehren, will also das Konto löschen, gestaltet sich das allerdings häufig deutlich schwieriger.


Apps müssen Löschung von Accounts ermöglichen
Apps, welche die direkte Kündigung eines Benutzerkontos zur Verfügung stellen, sind nämlich bislang eher selten anzutreffen. Üblicherweise verweisen die Anwendungen – wenn überhaupt – auf eine entsprechende Webseite, auf der man die Löschung vornehmen kann. Aus der Sicht der Anbieter wie etwa Facebook, Instagram oder Spotify ist ein solches Vorgehen natürlich sinnvoll, schließlich wollen sie ihren Usern den Abschied nicht allzu leicht machen und diese möglichst noch umstimmen. Die Praxis wird allerdings nicht nur von vielen Nutzern als lästig empfunden, auch Apple ist sie ein Dorn im Auge. Das kalifornische Unternehmen stellte daher in den App-Store-Richtlinien bereits im vergangenen Jahr eine neue Regel auf: Alle Apps, welche das direkte Anlegen eines Benutzerkontos erlauben, müssen gemäß Punkt 5.1.1 (v) der App Store Review Guidelines auch das Einleiten von dessen Löschung zur Verfügung stellen.

Neue Regelung tritt am 30. Juni 2022 in Kraft
Ursprünglich sollte diese Verpflichtung am 31. Januar 2022 in Kraft treten. Apple verschob den Termin allerdings, ohne bislang ein neues Datum zu nennen. Das Unternehmen wollte Entwicklern dadurch mehr Zeit für die technische Umsetzung der neuen Regelung einräumen. Bald jedoch endet die Schonfrist endgültig: Auf den Support-Seiten für Developer teilte Apple jetzt mit, dass die Richtlinie definitiv am 30. Juni dieses Jahres umgesetzt werde. Apps, welche ab diesem Datum im iOS App Store eingereicht werden, müssen die in den Review Guidelines genannten Anforderungen zwingend erfüllen, andernfalls werden sie zurückgewiesen. Das betrifft nicht nur neue Anwendungen, sondern auch Updates von im App Store bereits vorhandenen Programmen. Apple erinnert zudem noch einmal daran, dass die Möglichkeit der Account-Kündigung leicht zu finden sein muss und nicht nur zu einer temporären Deaktivierung führen darf. Gleichzeitig sollen die Nutzer auch die Löschung ihrer persönlichen Daten verlangen können.

Kommentare

MacKaltschale25.05.22 16:08
Das sollte die Aufgabe des Gesetzgebers sein. Apple überschreitet mit solchen Maßnahmen Grenzen und dringt in Bereiche vor in denen sie nichts verloren haben. Ein derartiger Eingriff eines Hardwareherstellers mit einem Monopolstore für die eigene Hardware, in die Freiheit der Unternehmen, das geht zu weit.
-11
AndreasDV25.05.22 16:23
Genau richtig. Wer sein Account bei FB löschen wollte, weiß, wie schwer es ist, seinen Account richtig löschen zu lassen. Zumindest war das vor ein paar Jahren so. Dafür braucht man keinen Gesetzgeber in meinen Augen
+10
Grummel200725.05.22 16:39
Ob, Apple hier in einem Bereich aktiv ist und damit Grenzen übertritt mag ich nicht zu sagen.

Aber ich räume regelmäßig meine Accounts bei nicht mehr genutzten Anbietern auf und das da an Fallen, Umwegen, Abwegen und geplantes Nicht-Wollen vorherrscht ist erschreckend. Die Anbieter wollen einfach nicht, das man seinen Account genauso einfach löschen kann wie, man ihn einrichtet. Auch wird gerne das deaktivieren angeboten, das komplette löschen ist nach noch eine Stufe schwieriger.

Aus diesem Grunde finde ich es sehr gut, das Apple hier Vorgaben macht.
+7
Raziel125.05.22 16:44
MacKaltschale
Das sollte die Aufgabe des Gesetzgebers sein. Apple überschreitet mit solchen Maßnahmen Grenzen und dringt in Bereiche vor in denen sie nichts verloren haben. Ein derartiger Eingriff eines Hardwareherstellers mit einem Monopolstore für die eigene Hardware, in die Freiheit der Unternehmen, das geht zu weit.

Die ist klar, das das die Gesetzgebung vorsieht? Und darum wird dies nun in den Richtlinien so angepasst, das der Nutzer in den Anwendungen wo dies zutrifft auch die Möglichkeit hat. Ist ja korrekt und richtig.
+9
Maronib
Maronib25.05.22 17:07
MacKaltschale
Das sollte die Aufgabe des Gesetzgebers sein. Apple überschreitet mit solchen Maßnahmen Grenzen und dringt in Bereiche vor in denen sie nichts verloren haben. Ein derartiger Eingriff eines Hardwareherstellers mit einem Monopolstore für die eigene Hardware, in die Freiheit der Unternehmen, das geht zu weit.

Wo liegt das Problem? Eine Monopolstellung kann durchaus negativ ausgenutzt werden, aber in solchen Fragen begrüsse ich das Vorgehen von Apple sehr. Sie scheinen die Anliegen der Nutzer zu sehen und nutzen ihre Macht dazu, diese Punkte anzugehen. Jeder nutzt die Möglichkeiten zu seinem Vorteil - und in diesem Fall gibts einen Daumen hoch von mir! 👍🏻
Platz da, hier kommt der Landvogt!
+6
iBleedIn6Colors25.05.22 22:51
Und wie genau lösche ich den Account beim Plattformanbieter Apple…? Ja… ähh… auf jeden Fall nicht per App. 😉
-4
Raziel126.05.22 08:14
iBleedIn6Colors

Alle Abos lassen sich im System stornieren. Der Account über die Homepage löschen. Aber iCloud ist auch keine Drittanbieter app. Und hier geht es darum das es jede Menge Apps gibt in denen man was anlegt aber nicht wieder löschen kann und wo es auch sehr oft keine Homepage oder ähnliches gibt um das zu tun. Da macht Einheitlichkeit schon Sinn
+4

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