Push-Nachrichten von MacTechNews.de
Würden Sie gerne aktuelle Nachrichten aus der Apple-Welt direkt über Push-Nachrichten erhalten?

Gadget-Test Xlayer – Teil II: Kompakter 13-in-1 USB-C-Hub für mobile Mac-User und ein extra kleiner Apple Watch Lader für die Reise (Update)

Wie im ersten Teil des Gadget-Tests vor zwei Wochen angekündigt (siehe Ergänzende Artikel unten) hat der Zubehöranbieter Xlayer aus Unterhaching der Redaktion noch zwei weitere Gadgets aus seinem Sortiment zum Praxistest zur Verfügung gestellt. Weil noch brandneu trafen der Xlayer "USB 3.0 Typ C Hub 13-in-1" und das schlicht "Ladegerät für Apple Watch" genannte Zubehör etwas später ein.

Kompakt
Marke Xlayer
Bezeichnung USB 3.0 Typ C Hub 13-in-1
Art USB-C-Hub
Empf. Preis (€) 50
Verfügbarkeit sofort
Xlayer USB 3.0 Typ C Hub 13-in-1
Den richtigen USB-Hub zur erweiterung der Anschlussvielfalt an MacBooks zu finden, ist gar nicht so leicht. Jeder hat seine ganz eigenen Anforderungen. So sollte zunächst geklärt werden, wie hoch die Übertragungsrate der angeschlossen Peripherie sein soll. Wenn maximale Geschwindigkeit unabdingbar ist, ist ein Thunderbolt-Hub das Mittel der Wahl. Diese sind jedoch vergleichsweise teuer und benötigen ggf. noch einen relativ großes Klotznetzteil zum Betrieb, was sie für den mobilen Einsatz unpraktischer macht. Ansonsten ist ein USB-C-Hub die praktikablere und deutlich günstigere Lösung.


Der hier getestete Xlayer 13-in-1 USB-C-Hub, der auf der Webseite des Anbieters noch nicht gelistet ist, über Amazon aber schon für rund 50 Euro angeboten wird, bietet auf einer Fläche von knapp 13 x 6 cm satte 13 Anschlüsse – plus einen USB-C-Upstream mit einem fest montierten, 13 cm langen Kabel. Die Anschlüsse im Einzelnen sind:

  • RJ45 Gigabit LAN
  • 3,5 mm Klinke für Audio-OUT oder Mikrofon
  • 3x USB-A 2.0: 480 Mbit/s
  • 2x USB-A 3.0: 5 Gbit/s
  • 1x HDMI 4K@30Hz
  • 1x VGA 1080P@60Hz
  • 1x USB Typ C PD 480 Mbit/s
  • 1x Micro SD Card Slot
  • 2x SD Card Slot

Der Hub unterstützt USB-PD (Power Delivery) mit einer maximalen Leistung von 87 W. Die Übertragungsrate für Daten ist auf das USB-3.0-Maximum von 5 Gbit/s begrenzt. Natürlich teilen sich alle Anschlüsse diese über den Upstream zur Verfügung gestellte Bandbreite.

Die SD-Kartenslots unterstützen kein UHS II. So bewegt sich die Schreibgeschwindigkeit (getestet mit 3,5 GB Canon CR2 RAW-Dateien) um etwa 55-60 MB/s, während das Lesen (Übertragung zum Mac) im Durchschnitt mit rund 75 MB/s erfolgte. (Testkarte: SanDisk Extreme Pro 32GB, UHS II).


Etwas ungewöhnlich ist sicherlich die Anwesenheit eines Anschlusses für VGA-Monitore. Vor allem viele Projektoren sind aber noch im Umlauf, die mit dieser Grafikschnittstelle ausgestattet sind. Wer einen solchen noch in Gebrauch hat, wird sich über diesen Anschluss sicher sehr freuen.


Ich konnte mangels passendem Equipment nicht alle Schnittstellen testen. Die USB-Ports, SD-Kartenslots und LAN verrichteten Ihren Dienst aber wie vom Anbieter versprochen. Dank der kleinen Abmessungen und des geringen Gewichts (123 g) passt der Xlayer 13-in-1-Hub in jede Foto- oder Reisetasche. Nur eine Sache hätte ich mir gewünscht: Statt eines kurzen, fest montierten USB-C-Kabels wäre eine versenkt im Gehäuse intergierte USB-C-Buchse für den Upstream praktischer. So könnte man bei Bedarf auch ein längeres Upstream-Kabel zum Beispiel für die Nutzung an einem iMac verwenden. Die kurze Leitung macht das etwas umständlich.


Von der festen Upstream-Verbindung abgesehen habe ich keine Kritikpunkte an diesem Hub zu vermelden. Wem genau diese Zusammenstellung an Anschlüssen nützt, kann hier bedenkenlos zugreifen. Der Preis geht mit 50 Euro (UVP) für das Gebotene voll in Ordnung.

Nützlichkeitsfaktor: sehr hoch
Designfaktor: mittel (passt gut zu Macs)
Rewind-Urteil im Schulnotensystem: gut bis sehr gut

Xlayer USB 3.0 Typ C Hub 13-in-1 (50 Euro)
  • kompakter 13-in-1 USB-C-Hub
  • Laden mit bis zu 87 W
  • kein Netzteil erforderlich
  • fest montiertes Upstream-Kabel (13 cm)
  • einwandfreie Funktion
  • Amazon


+ + + + + + + + + +


Kompakt
Marke Xlayer
Bezeichnung Ladegerät für Apple Watch
Art Ladegerät für Apple Watch
Empf. Preis (€) 14,95
Verfügbarkeit sofort
Xlayer Ladegerät für Apple Watch
Zum Schluss noch ein kleines Mitnahme-Gadget von Xlayer. Über das Helferlein mit dem schlichten Namen "Ladegerät für Apple Watch" gibt es eigentlich nicht sehr viel zu erzählen. Es handelt sich um einen USB-Stick ohne Speicherfunktion, aber mit einer im Gehäuse integrierten Ladefläche für – Sie ahnen es schon – Apple Watches. Alle (bisherigen) Generationen der smarten Apple-Uhr werden unterstützt.

Einfach den Stick in einen freien, ladefähigen USB-Port stecken, Uhr auflegen und schon beginnt der Ladevorgang. Also nichts anders, als mit dem zur Uhr gehörenden Ladeadapter – nur ohne Kabel. Das macht den kleinen Adapter von Xlayer zum idealem Reisegadget.


Es funktioniert wie beworben, aber es gibt in der Praxis dennoch zwei nicht ganz unerhebliche Einschränkungen: Voraussetzung für die Nutzung ist ein horizontal eingebauter USB-2/3-Port (A-Buchse) nach Spezifikation. Das heißt, die Buchse darf nicht auf dem Kopf stehend verbaut sein. Auch vertikal montierte Buchsen sind für den Lader unbrauchbar, denn die Watch würde herunterfallen. Die magnetische Haltekraft reicht in so einem Fall selbst mit der super-leichten Kombination Titan-Watch und Solo Loop Armband nicht aus.

Ein um mindestens 180° zum Gehäuse drehbarer Stecker würde den Adapter deutlich vielseitiger nutzbar machen. – Klarer Minuspunkt.

KORREKTUR: Leider habe ich an dem Produkt (und in dessen Beschreibung) ein ganz wesentliches Detail übersehen. Bei dem Stecker handelt es sich nämlich um eine Sonderbauform, die sich tatsächlich beidseitig einstecken lässt. Es macht also nichts aus, wenn die Ladebuchse falsch herum verbaut ist. Das macht den kleinen Lader natürlich noch vielseitiger, weshalb ich die Bewertung unten entsprechend geändert habe.


Es bleib aber ungünstig, wenn ein geschlossenen Watch-Armband wie das Edelstahl Gliederband genutzt wird und die Ladebuchse, wie z. B. am MacBook, sehr nahe an der Tischfläche ist. Die Uhr lässt sich dann nicht auf dem Lader aufhängen. Natürlich ist das kein Fehler des Laders, sondern nur eine Frage der Buchsenposition.


Nützlichkeitsfaktor: hoch
Designfaktor: gering
Rewind-Urteil im Schulnotensystem: gut bis sehr gut

Xlayer Ladegerät für Apple Watch (15 Euro)
  • Kabelloser Lader für Apple Watch
  • für USB-A-Ports
  • winzig und leicht
  • einwandfreie Funktion
  • Stecker zum Gehäuse nicht drehbar
  • Amazon


Disclaimer: Die Produkte wurden vom Hersteller/Vertrieb kostenlos und zum Verbleib in der Redaktion zur Verfügung gestellt. MTN oder der Autor haben darüber hinaus keine Vergütung für diesen Testbericht erhalten. Der Hersteller/Vertrieb schaltet aktuell auch keine Werbung auf MTN. Dieser Bericht spiegelt ausschließlich die persönliche Einschätzung des Autors wider. Es handelt sich bei diesem Beitrag nicht um Werbung.

Kommentare

becreart
becreart21.08.21 08:54
Das Solo Loop lässt sich auch einfach umkehren.
+1
MikeMuc21.08.21 09:29
Waren VGA Stecker nicht 3-reihig? Und hat RS-232 nicht nur 2- Reihen Pins. Da ist doch was faul im Text?
0
pa-peter21.08.21 09:35
MikeMuc

Ja, RS232 ist das garantiert nicht 🤔
0
sonorman
sonorman21.08.21 09:45
MikeMuc
Waren VGA Stecker nicht 3-reihig? Und hat RS-232 nicht nur 2- Reihen Pins. Da ist doch was faul im Text?
Stimmt, das habe ich verwechselt. Ist ja auch schon ein paar Jährchen her und das mit dem Gedächtnis wird nicht besser.
Wird gleich korrigiert.
+1
Radiodelta21.08.21 10:13
Jedes Apple Watch Armband lässt sich doch blitzfix auf einer Seite aus der Uhr ausklinken. Dann ist das Laden problemlos.
0
sonorman
sonorman21.08.21 10:40
Radiodelta
Jedes Apple Watch Armband lässt sich doch blitzfix auf einer Seite aus der Uhr ausklinken. Dann ist das Laden problemlos.
Das Stahlgliederarmband ist sehr verwindungssteif. Da kannst Du nicht nur eine Seite ausklinken, ohne auch die Andere zumindest teilweise heraus zu schieben. Würdest Du das jeden Abend machen wollen, nur um sie laden zu können? Mir wäre das zu umständlich.
+4
Fard Dwalling21.08.21 14:30
Aber 4k leider nur mit 30Hz.
Wir haben verschiedene im Einsatz mit 4k/60Hz,aber leider haben die wohl auch etwas Schwierigkeiten mit aufwachen aus dem Standby. Häufig geht das Display nicht an bzw. wird nicht erkannt.
0
kraut_21.08.21 17:19
Was will man denn heute noch mit einem usb-A gadget?
+2
chill
chill21.08.21 19:29
Mehr USB-C, weniger USB-A.
"¿ssıəɥɔs ɹəp llos sɐʍ" :ʇƃɐs əsıəʍ ɹəp 'ßıəʍ sɐʍ ɹə sɐp ßıəʍ əƃnlʞ ɹəp
+1
DerTao
DerTao21.08.21 21:47
Die ganzen Hubs ignorieren usb-c, warum? Ich habe immer mehr Geräte mit usb-c die ich an einem Hub mit usb-a anstecken muss… ich will einen simplen usb-c zu 4x usb-c Hub. Wo ist da das Problem? Es muss doch einen Grund geben warum das kaum jemand baut ( Pro Bereich für >100€ In hässlich ausgenommen )
+2
chill
chill21.08.21 22:19
Ich habe ein Satechi mit 2 USB Cc und 2 USB A, dazu HDMI und gross/klein SD ... zum anstecken an die 2 USB Anschlüssen, kost aber 99€. Wobei der 1 USB C nicht zum Laden des Rechners geeignet ist.
"¿ssıəɥɔs ɹəp llos sɐʍ" :ʇƃɐs əsıəʍ ɹəp 'ßıəʍ sɐʍ ɹə sɐp ßıəʍ əƃnlʞ ɹəp
0
sonorman
sonorman21.08.21 22:24
DerTao
Die ganzen Hubs ignorieren usb-c, warum? Ich habe immer mehr Geräte mit usb-c die ich an einem Hub mit usb-a anstecken muss… ich will einen simplen usb-c zu 4x usb-c Hub. Wo ist da das Problem? Es muss doch einen Grund geben warum das kaum jemand baut ( Pro Bereich für >100€ In hässlich ausgenommen )

In den USB-Spezifikationen ist festgelegt, welche und wie viele Ausgangs-Schnittstellenarten über einen USB-C Upstream realisiert werden können.

Die Sache ist die, dass man mit einem einzelnen USB-C-Upstream nicht vier (oder mehr) USB-C-Downstreams anbieten kann. Früher mit USB 2 war die Welt einfacher, weil darin nicht so viele unterschiedliche Protokolle enthalten waren, wie mit USB 3.x und USB-C.

Die Bandbreite ist mit USB-C derzeit auf max. 10Gbit/s begrenzt (hier 5Gbit). Bei einem Hub mit vier oder mehr C-Anschlüssen müssten diese sich die über den Upstream verfügbare Versorgungsspannung und Bandbreite teilen. Viele Kunden würden aber denken, sie könnten einen 4k-Monitor betreiben (und mit Strom versorgen) und GLEICHZEITIG noch das MacBook laden UND mehrere Festplatten betreiben. Aber dafür reicht weder die Buspower von USB-C noch die Datenbandbreite. (Bitte auch bedenken, dass dieser Hub ohne extra Netzteil läuft.)

Davon abgesehen ist es doch so, dass vermutlich noch Milliarden von Geräten und Kabeln mit USB-A-Stecker im Umlauf sind. Ich erinnere mich noch an eine Diskussion (noch nicht lange her), in der sich die User massenhaft über die Umstellung auf USB-C beschwert haben, weil sie so viel Geld in Hardware mit USB-A investiert haben. – So schnell wendet sich das Blatt.
+1
seahood
seahood21.08.21 23:04
Wer das Geld hat sollte sich das CallDigit TS3 Plus kaufen.
Think different! 
0
becreart
becreart22.08.21 01:25
seahood
Wer das Geld hat sollte sich das CallDigit TS3 Plus kaufen.

Das Thunder3 Dock Pro hat 10GbE
0
Gammarus_Pulex
Gammarus_Pulex22.08.21 09:33
becreart
Das Thunder3 Dock Pro hat 10GbE

Dem Dock wird leider nicht viel zuverlässiges hinterher gesagt. Außer, dass der Lüfter zuverlässig immer zu hören sei
0
orcymmot22.08.21 10:18
Der Ladepuck für die Watch wird auch von vielen Anbietern direkt auf entsprechenden Marktplätzen (bspw. AliExpress) so vertrieben. Jedoch zu einem Bruchteil des Preises. Meist zwischen 3-5€

Und jetzt bitte keine Diskussion, dass in dem „deutschen“ Gerät ja eine bessere/sichere Technik verbaut wird. Dem ist selten so.
0
rudratlos
rudratlos22.08.21 10:51
Ich suche sowas wie das CalDigit SOHO DOCK mit Ethernet Anschluss ohne externen Stromanschluss für mein MacBook Air. Gibt es so etwas von CalDigit?

Aktuell habe ich ein HooToo USB C Hub 8 in 1 und eine unzuverlässige Ethernet Schnittstelle, die immer wieder mal rumspinnt. Das nervt auf Dauer
0
zinne
zinne22.08.21 12:31
Könnte man mit dem Teil einen zweiten Monitor am M1 MacBook per HDMI (in Verbindung mit dieser DisplayLink Software) betreiben?
0
marm23.08.21 09:04
rudratlos
Ich suche sowas wie das CalDigit SOHO DOCK mit Ethernet Anschluss ohne externen Stromanschluss für mein MacBook Air. Gibt es so etwas von CalDigit?
Ich habe das CalDigit Soho Dock und bin zufrieden. Manchmal muss ich zum Neustart erst das Stromkabel lösen, damit der externe Monitor erkannt wird.
Ethernet habe ich über einen USB-C-Adapter angeschlossen.
Das CalDigit wird mit 10 Gbit/s am Macbook angeschlossen und kann damit parallel zwei SSD und einen 4K-Monitor betreiben.
Adapter wie das von Xlayer brauchen m.E. nicht vorgestellt werden, da 5 Gbit/s-Adapter Allerweltsware ist und offensichtlich zu wenig bietet für viele gleichzeitige Geräte.
Ein TB3-Dock wiederum ist für mich mit dem CalDigit überflüssig, solange ich keine TB3-SSD daran anschließen möchte. Das CalDigit ist zudem deutlich kompakter für unterwegs.
+1
ebs23.08.21 13:39
Bei einem baugleichem Modell kritisierte ein Nutzer/Bewerter eine starke Erhitzung, wie ist das bei diesem Hub?
0
bubi25.08.21 16:41
ein usb-c dock mit nur einem usb-c anschluss ist sinnfrei. ein dock alle anschlüsse ist doch das was sinn macht. wenn ich an das dock ein netzteil anschliesse darf ich dann jed usb-c peripherie zusätzlich an den rechner stecken. ich verstehe nicht warum nicht ein dock getestet wird, das usb-power plus usb-c daten hat.
0
tjost
tjost27.08.21 08:21
Ich denke auch das ein Hub mindestens 2 USB-C Anschlüße haben sollte und am besten so ein dünnes mit integriertem NVME SSD Platz
0
TheRocka29.08.21 15:54
Kann das Hub wohl auch an einem iPad Air 4. Gen verwendet werden?
0
Mecki
Mecki06.09.21 16:07
Was den meisten nicht bewusst sein dürfte ist, dass ein passiver Hub keine High Power Geräte betreiben kann, zumindest nicht sicher und wenn nur außerhalb der Spec. Laut USB Spec darf kein Gerät, auch kein Hub, mehr als 900 mA Strom ziehen. Und ein passiver HUb darf an einem USB 2 Port nur genau 100 mA anbieten und muss für jeden USB 3 Port 150 mA reservieren. Auch braucht der Hub selber Strom, im Normalfall 150 mA.

Also dieser Hub hat 2 USB 3 ports (2 x 150 = 300 mA), 3 USB 2.0 Ports (3 x 100 = 300 mA) und braucht selber 150 mA, ergibt 750 mA. D.h. der Hub hat jetzt noch max. 150 weitere mA, die er verteilen darf und laut Spec nur an USB 3 Ports. USB 2 Ports liefern zwar bis zu 500 mA, aber die von passiven Hubs dürfen laut Spec nur 100 mA liefern; lediglich bei USB 3 darf der restliche Strom frei verteilt werden, sofern für jeden Port noch 150 mA garantiert werden.

D.h. ich kann am USB 3 Port ein Gerät anschließen, dass max. 150 oder max. 300 mA verbraucht, denn Strom wird immer in Einheiten a 150 (USB 3) oder 100 (USB 2) mA vergeben, egal wie viel das Gerät wirklich braucht. Wenn ich da jetzt eine SSD im externen Gehäuse anschließe, dann braucht die aber ggf. 600 mA oder 900 mA, was USB 3 problemlos liefern kann, aber eben nicht an einem passiven Hub! Nutzt man hingegen eine aktiven Hub, also einem mit Netzteil, dann bietet der pro USB 3 Port 900 mA und pro USB 2 Port 500 mA.

Und nein, daran ändert sich nichts, wenn man PD durchschleift, weil das wird wirklich nur durchgeschliffen, das versorgt nicht den Hub und macht ihn nicht aktiv, das dient nur dazu das Upstreamgerät zu laden. Der Strom für den Hub kommt vom Upstreamgerät und darf 900 mA nicht überschreiten.

Viele Hubs verletzen hier einfach die Specs, was gut gehen kann, aber nicht muss. Wenn so eine Verletzung den USB Port grillt, dann ist das Geschrei immer groß, aber die meisten kaputten Ports hat der Nutzer selber zerstört mit Hardware, die die Spec verletzt und mehr zieht als sie dem System sagt oder eigentlich darf. Auch ist es ein reines Glücksspiel, ob z.B. ein USB Stick an so einem passiven Hub funktioniert, nicht funktioniert oder fehlerhaft funktioniert, weil das davon abhängt wie viel Strom er braucht und ob der Hub das korrekt nach oben weiter gibt oder einfach lügt, damit der Nutzer keine Meldung vom System bekommt die besagt "Das Gerät braucht mehr Strom als zu Verfügung steht, etc...".

Passiver Hub an Passiver Hub ist in der USB 2 Spec sogar explizit verboten und kann auch nicht gehen, weil der zweite passive nur 100 mA bekommt und die braucht er selber, bleibt also genau nichts, dass er an Geräte gegeben könnte. USB 3 erlaubt das zwar, aber nur dann, wenn da am Ende nur 4 Ports vorhanden sind (beide Hubs zusammen!) so dass jeder Hub 150 mA bekommt und noch 150 mA für jeden Port vorhanden ist. Also an einem passiven 2 Port Hub einen passiven 2 Port Hub hängen wäre erlaubt. Und nein, es spielt keine Rolle, ob man die Ports nutzt, laut Spec muss 150 mA pro existierenden Port reserviert werden, auch dann wenn da nichts drin steckt.

Daher Finger weg von passiven Hubs! Kauft euch einen aktiven USB 3 Hub und hängt den auch an das Netzteil. Bzw. wenn ihr so einen Multi-Hub kauft wie hier im Test, nutzt dessen USB Ports nicht, außer um an einem einen aktiven USB 3 Hub zu hängen und an den könnt ihr dann beliebige Geräte hängen, die dann so viel Strom bekommen können, wie sie wollen.
0

Kommentieren

Sie müssen sich einloggen, um die News kommentieren zu können.