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Facebook und Instagram mit Nutzerrückgang – Meta beschreibt Handlungsbedarf

Nicht nur Apple, auch andere große Konzerne veröffentlichten in den vergangenen Tagen ihre Geschäftszahlen. So konnte beispielsweise Meta auf ein herausragendes Quartal blicken, 56,31 Milliarden Dollar Umsatz entsprachen einem Plus von 33 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Der Nettogewinn lag bei 26,77 Milliarden Dollar, was ebenfalls einer deutlichen Steigerung entspricht. Allerdings sorgte ein Aspekt für etwas Unruhe: Die Zahl der aktiven Nutzer von Meta-Diensten wie Facebook, Instagram oder WhatsApp sank innerhalb eines Quartals deutlich, nämlich um rund 20 Millionen. Man muss hier jedoch etwas näher hinsehen, denn von einer Massenabwanderung kann nicht die Rede sein – zumal es weiterhin 3,56 Milliarden "Daily active users" gibt.


Iran, Russland – und weniger relevante Feeds
Meta begründete den Rückgang vor allem mit Interneteinschränkungen im Iran sowie in Russland. Allerdings dokumentiert man nicht das Abschneiden der einzelnen Dienste, weswegen unbekannt bleibt, welchen Anteil die beiden Länder am erwähnten Nutzerschwund hatten. Einen Punkt machte Meta jedoch ebenfalls deutlich: Es bestehe die Notwendigkeit, sich stärker auf die Qualität der angezeigten Inhalte konzentrieren zu müssen. Instagram-Accounts, die vor allem Fotos oder Reels-Beiträge anderer Nutzer ohne nennenswerte eigene Bearbeitung erneut veröffentlichen, sollen künftig seltener in Empfehlungen erscheinen.

Handlungsbedarf erkannt
Nutzer sehen nämlich immer weniger Inhalte von Freunden oder abonnierten Accounts und stattdessen mehr Werbung, Empfehlungen, Reposts und algorithmisch eingespielte Beiträge. Meta selbst formuliert die neue Instagram-Regel zwar als Schutz für Originalersteller, sie kann aber zugleich als Versuch gelesen werden, Feeds wieder weniger austauschbar und weniger von Recycling-Inhalten geprägt wirken zu lassen. Ob zunehmend irrelevanter Content den Nutzerrückgang verursacht hat, lässt sich aus den Zahlen nicht beweisen – dass Meta nun stärker gegen unoriginelle Inhalte vorgeht, zeigt aber, dass Facebook und Instagram wieder stärker um Relevanz kämpfen müssen und man hier durchaus ein Problem sieht.

Kommentare

Turm
Turm04.05.26 12:34
Mein letzter Eintrag auf Facebook ist 18 Jahre alt könnte mein Konto dann auch mal bei Gelegenheit schließen ..
+21
MartinGrebe
MartinGrebe04.05.26 12:41
Es müssten noch viiiiiiiiiiiieeeeeeeeeeeeeel mehr abwandern...
Egal was du auch tust im Leben, gib immer 100%. Außer du gehst Blut spenden.
+31
uwe_aus_messel04.05.26 13:13
MartinGrebe
Es müssten noch viiiiiiiiiiiieeeeeeeeeeeeeel mehr abwandern...
Stimmt, etwa 3,56 Milliarden "Daily active users"
+8
Davek
Davek04.05.26 13:39
Instagram hat sich leider zu einer ziemlichen Content-Schleuder mit viel Mist entwickelt. Während man früher über den Feed noch echte Inspiration fand und sich ein wertvolles Netzwerk aufbauen konnte, dominieren heute KI-generierte Inhalte und Algorithmus-Vorschläge. Die Beiträge der Menschen, denen man eigentlich folgt, gehen dabei völlig unter. Eigentlich vergeudete Zeit.
Keep the Beat
+21
UBahn
UBahn04.05.26 13:46
Davek
Instagram hat sich leider zu einer ziemlichen Content-Schleuder mit viel Mist entwickelt. ... Die Beiträge der Menschen, denen man eigentlich folgt, gehen dabei völlig unter. Eigentlich vergeudete Zeit.

Zustimmung!

Instagram fand ich tatsächlich mal interessant. Nun sehe ich ja quasi gar nicht mehr, was die Posten, denen ich folge.

Instagram-Accounts, die vor allem Fotos oder Reels-Beiträge anderer Nutzer ohne nennenswerte eigene Bearbeitung erneut veröffentlichen, sollen künftig seltener in Empfehlungen erscheinen.

Ich finde das witzig. Das ist doch der falsche Ansatz.
Weil, Dank Meta: Random Reels, Werbung en Masse, beliebige Beiträge im eigenen Feed von irgendwas oder irgendwem ... ich habe lange den Überblick verloren.

Würde Insta die in den Fokus rücken, die Insta mal ausgemacht haben, wäre das ein Ansatz. Aber das wird sicher nicht passieren.
+10
M1kRR
M1kRR04.05.26 14:17
Ja, Instagram möchte gern wie TikTok sein: User mit kurzen Reels in die App-Abhängigkeit zwingen, Bildschirmzeit maximieren, User mit KI und drögen US Unterschichten Postings so verblöden, wie es auf anderen Kontinenten inzwischen als normal angesehen wird. Dumme Menschen lassen sich besser steuern. Sieht man auch an der derzeitigen Politik mancher Staaten sehr schön. Ich habe heute noch 5 von ehemals 8 IG Konten aktiv (als Fotograf gab es zu jedem meiner Themenbereiche ein Account). Meine Timelines bestehen fast nur noch aus Dreck und Werbung. Postings von Kontakten sehe ich kaum noch. Früher war IG mal eine Online Community, das hat man wohl bewusst zerstört. Unter anderem durch die Reduzierung von 35 Hashtags auf 5. Früher hat man seine Arbeit zeigen können, heute muss man für den Algorithmus posten, um Sichtbarkeit zu erreichen. Der [Algorithmus] wiederum alles tut, um KI Training und damit künftige Umsatzmaximierung zu forcieren.
Das sich hinter diesem Vorgehen der Einflusshunger der grossen Tech Konzerne verbirgt, ist sicher nur ein urbanes Märchen …
+10
macparc
macparc04.05.26 14:34
Hoffentlich kommt der (von mir) lang erwartete Backlash endlich hinsichtlich der sog. "sozialen" Medien …
+7
frankh04.05.26 15:15
Beste Lebensentscheidungen: nicht rauchen, kein facebookinstawhatsapp

Schade aber für die Unterdrückten, für die der Metamüll vll. nützlich war.
+8
MacSquint
MacSquint04.05.26 15:58
Nicht nur bei Instagram, sondern auch bei Facebook bekommt man eigentlich nichts mehr von seinen eigentlichen Kontakten zu sehen.
Es scheint so zu sein, dass Meta andere Inhalte im Vordergrund schiebt als die des eigenen Netzwerks.
Damit wird die ganze Sache aber am Ende obsolet
+7
Legoman
Legoman04.05.26 16:03
Meine Antwort ist immer: Ja eigentlich folge ich dort ja Freunden, Familie, Bands, Hobbyseiten. Eigentlich. Angezeigt bekomme ich betrügerische Werbung, politischen Dreck, irgendwelchen ekligen Müll, esoterischen Schwachsinn - also nur Rotz und selten das, was mich wirklich interessiert.
Dummerweise bin ich auch immer wieder blöd genug, selber zu kommentieren. Verfluchtes FOMO.
Aber darüber hinaus - das letzte tatsächlich private Foto in der Timeline habe ich vor wenigstens 10 Jahren hochgeladen.
Privates Zeug teilen eigentlich die allerwenigsten noch.
(Ich bin nur froh, dass ich bisher von den allermeisten "Influencern" verschont bin. Seltsamerweise...)
+12
Esterel
Esterel04.05.26 16:04
MartinGrebe
Es müssten noch viiiiiiiiiiiieeeeeeeeeeeeeel mehr abwandern...

Das Problem ist, dass es ein Zentraller Ort für Familie und Freunde ist.
Mir ist sonst keine Plattform bekannt wo Verwandte und Freunde zusammen sind.

Ich wünsche es wäre anders, doch in Facebook habe ich alle meine Schulfreunde, kommilitonen, Verwandte, Freunde etc. da kann ich jeden Anschreiben und erhalte meistens eine Antwort.

Den Dreck Feed oder wie das Zeugs heist, scroole ich nicht durch, mich interssiert es nicht das Oma einen kuchen gebacken hat oder ein Freund Urlaub auf Palma macht.
-1
Moranai
Moranai04.05.26 16:10
Letztes Jahr Facebook- und Instagramaccount gelöscht. Gut für die Freizeit und das Gemüt. Weniger Doomscrolling und weniger Bullshit news und Negativität
+9
MacNu9204.05.26 18:08
FB hab ich nie verstanden, bin ich zu dumm für. Instagram fand ich toll, als es noch zu 90% um Fotos ging. Mein Mittel gegen die Scroll-Sucht: Hab die App einfach gelöscht. Gefühlt kamen in meinem Feed ohnehin fast ausschließlich belanglose oder unseriöse Werbeangebote.

Aktuell nutze ich nur Youtube gerne für spezielle Themen wie Finanz- und Fotokanäle oder für SciFi-Kurzfilme. Aber auch da wird der Werbedruck immer höher.

Mit Whatsapp tausche ich nur gelegentlich Termine oder Kurznachrichten aus.
+3
Hans G04.05.26 19:13
MacSquint
Nicht nur bei Instagram, sondern auch bei Facebook bekommt man eigentlich nichts mehr von seinen eigentlichen Kontakten zu sehen.
Es scheint so zu sein, dass Meta andere Inhalte im Vordergrund schiebt als die des eigenen Netzwerks.
Damit wird die ganze Sache aber am Ende obsolet

Genau! Deshalb öffne ich fb nicht mehr.
Werde, der du bist!
+3
strateg
strateg04.05.26 20:12
Esterel
MartinGrebe
Es müssten noch viiiiiiiiiiiieeeeeeeeeeeeeel mehr abwandern...

Das Problem ist, dass es ein Zentraller Ort für Familie und Freunde ist.
Mir ist sonst keine Plattform bekannt wo Verwandte und Freunde zusammen sind.

Ich wünsche es wäre anders, doch in Facebook habe ich alle meine Schulfreunde, kommilitonen, Verwandte, Freunde etc. da kann ich jeden Anschreiben und erhalte meistens eine Antwort.

Den Dreck Feed oder wie das Zeugs heist, scroole ich nicht durch, mich interssiert es nicht das Oma einen kuchen gebacken hat oder ein Freund Urlaub auf Palma macht.

hast du schon mal was von postkarten, briefe schreiben, sms, nachrichten, sprachnachrichten oder gar mails zum nur anschreiben sowie anrufen per festnetz, cell oder audio/video call gehört …?
cuntentientscha, attentivitad, curaschi —
+2
System 6.0.1
System 6.0.104.05.26 21:20
… konnte beispielsweise Meta auf ein herausragendes Quartal blicken, 56,31 Milliarden Dollar Umsatz entsprachen einem Plus von 33 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Der Nettogewinn lag bei 26,77 Milliarden Dollar, was ebenfalls einer deutlichen Steigerung entspricht.

Absurd hohe Einnahmen, mit kostenlosen Apps? Wer hier die Nachtigall nicht trappsen hört, der soll sich gerne weiter … ach, ist ja jetzt auch egal. Ich befürchte, wir haben uns diese total kranke Welt redlich verdient …

🥸
„A lot of times, people don't know what they want until you show it to them.“ Steve Jobs, 1998
+3
globalls
globalls04.05.26 22:36
Wenn ich ehrlich bin, eigentlich nur mehr Schwachsinn auf FB und Insta. Ok, ein paar minuten am tag häng ich mich da rein und bin danach echt frustriert. Lauter scheiss, nur wrrbung und kein content. Ich sollte es wirklich löschen
Muss ich denn alles selber machen?
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