Push-Nachrichten von MacTechNews.de
Würden Sie gerne aktuelle Nachrichten aus der Apple-Welt direkt über Push-Nachrichten erhalten?

Epic vs. Apple: Spielehersteller will Entwickler-Account sofort zurückhaben, beißt aber auf Granit

Epic und Apple liefern sich bekanntlich seit Monaten eine heftige juristische und publizistische Auseinandersetzung. Dabei geht es um die Rechtmäßigkeit des Verbots, im iOS App Store Anwendungen anzubieten, die In-App-Käufe abseits von Apples Bezahlsystem abwickeln. Ein abschließendes Urteil des zuständigen US-amerikanischen Gerichts steht in dieser Angelegenheit noch aus. Die Entwicklung, welche sich im Hinblick auf die sogenannte Apple Tax in den vergangenen Monaten nahezu weltweit ergeben hat, spielt Epic allerdings jenseits des Rechtsstreit in die Karten.


Epic bittet Apple um Reaktivierung des Entwickler-Accounts
Der US-amerikanische Spielehersteller ist offenbar der Ansicht, seit Kurzem durch ein neues südkoreanisches Gesetz einen Trumpf in der Hand zu halten. Das Parlament des asiatischen Landes verabschiedete nämlich jüngst eine Regelung, die es Apple und Google untersagt, in ihren App Stores alternative Abrechnungsmethoden zu verbieten. Das Gesetz ist zwar noch nicht in Kraft getreten, dennoch hat Epic Games bereits jetzt Apple gebeten, den seit Monaten gesperrten Entwickler-Account für Fortnite zumindest in Südkorea wieder zu aktivieren. Man wolle das Spiel dort wieder anbieten können und dabei sowohl Apples Bezahlsystem für In-App-Käufe als auch eine eigene Zahlungsmethode nutzen. In seinem Tweet weist der Softwarehersteller zudem ausdrücklich auf die kommende neue Rechtslage in Südkorea hin.


Apple ist nicht zu Zugeständnissen bereit
Apple ist allerdings zumindest vorerst nicht zu einem solchen Zugeständnis an Epic Games bereit. Wenige Stunden nach der Veröffentlichung der Anfrage auf Twitter lehnte der iPhone-Konzern das Ansinnen laut AppleInsider kategorisch ab. Man werden den entsprechenden Account erst wieder freigeben, wenn Epic die Regeln des iOS App Store ebenso wie alle anderen Entwickler respektiere, teilte Apple mit. In einem solchen Fall würde man die Rückkehr begrüßen, bislang allerdings gebe es keine rechtliche Grundlage für die Reaktivierung des Accounts. Da Epic sich nach wie vor weigere, die Richtlinien für den iOS App Store anzuerkennen, bleibe das Unternehmen daher bis auf Weiteres vom Zugang zum digitalen Softwareladen ausgeschlossen.

Kommentare

MacRS10.09.21 12:17
Was für ein Aufwand ein anderes Zahlungssystem im Store einzubinden und dann die 30% wieder an Apple zurück zu überweisen
-3
Esterel10.09.21 13:28
Finde ich gut so, EPIC ist echt das letzte.

Wieso das alles im Vorfeld geplant haben und alles schön Öffentlich.
Das Hausrecht hat immer noch Apple.
0
chill
chill10.09.21 13:38
Ja meine Güte, dann macht man eben nen zweiten Account auf. Kann so schwer ja nicht sein ...
"¿ssıəɥɔs ɹəp llos sɐʍ" :ʇƃɐs əsıəʍ ɹəp 'ßıəʍ sɐʍ ɹə sɐp ßıəʍ əƃnlʞ ɹəp
-14
tjost
tjost10.09.21 13:43
So ganz geht mir das nicht auf,

Apple stellt die Software zur Verfügung - frei!
Apple stellt den Store zur Verfügung - 100€ im Jahr
Apple stellt in vielen fällen den Support und die Abwicklung zur Verfügung - 100€ + X% Umsatzbeteiligung
Apple stellte die Server und Infrastruktur bereit - X% Umsatzbeteiligung.

Epic will maximalen Gewinn bei geringstem Aufwand.

Morgen werde ich Kartoffeln bei Aldi in die Läden stellen und verkaufen. Aldi hat den Aufwand, die Werbung, und die Reinigung zu bezahlen aber ich zahle höhstens anteilig den Strom.
+8
marcian010.09.21 13:54
Das Beispiel ist doch etwas kurz gesprungen.
Oder hab ich etwa verpasst, dass alle Besitzer von Aldi-Töpfen ihre Kartoffeln ausschließlich bei Aldi kaufen können?
-2
Raziel110.09.21 14:10
marcian0
Das Beispiel ist doch etwas kurz gesprungen.
Oder hab ich etwa verpasst, dass alle Besitzer von Aldi-Töpfen ihre Kartoffeln ausschließlich bei Aldi kaufen können?

So weit her ist das Beispiel nicht. Denn egal woher du die Apps denn nun beziehst, die Tools, die Programmiersprache, die Platform die Frameworks und Features, der Support etc etc sind trotzdem alle von Apple gestellt worden. Die bleiben dann also auf ihren Kosten sitzen. Vor allem wenn die App im Store angeboten werden soll und die bezahlmethde die Apple Gebühr aber übergeht.

Die ganze Geschichte ist nicht so leicht zu entscheiden. Zu einem gewissen Grad wird man immer zumindest einen Teil der Apple Dienstleistungen verwenden und ich denke in irgendeiner Form wird eine Vergütung dann notwendig sein. Ich kann mir gut vorstellen das Apple dafür sorgen wird, dass der altbekannte Store die attraktivste Variante für Entwickler sein wird damit diese dort bleiben.
+3
flyingangel10.09.21 15:01
Na ja, wenn das so ist gäbe es noch die Möglichkeit:
- wer nur im Appstore anbietet zahlt „normale Gebühr“
- wer alternativ anbietet zahlt zusätzlich monatlich die Tools
+5
Marcel Bresink10.09.21 15:40
tjost
Apple stellt die Software zur Verfügung - frei!

Dementsprechend schlecht ist sie auch.

Zum einen hat Apple die Entscheidung, die Entwickler-Software kostenlos anzubieten, schon viele Jahre vorher getroffen, bevor es App Stores gab.

Zum anderen würden viele Entwickler gerne kostenpflichtige Entwickler-Software höherer Qualität verwenden, wenn sie das denn dürften.
0
Wackeldackel10.09.21 16:15
Marcel Bresink
tjost
Apple stellt die Software zur Verfügung - frei!

Dementsprechend schlecht ist sie auch.

Zum anderen würden viele Entwickler gerne kostenpflichtige Entwickler-Software höherer Qualität verwenden, wenn sie das denn dürften.


Tztztztz
- Werbung mit Pornos,
- hinterhältiges Tracking,
- Ransomware,
- etc.
NEIN Danke, liebe Entwickler.
+1
Esterel10.09.21 16:21
marcian0
Das Beispiel ist doch etwas kurz gesprungen.
Oder hab ich etwa verpasst, dass alle Besitzer von Aldi-Töpfen ihre Kartoffeln ausschließlich bei Aldi kaufen können?

Ist doch ein Komisches Beispiel von dir.
Passender wäre, du hast ALDI Talk und möchtest die Tarife von LIDL Connect.
Wird nicht gehen.

Zu dem hat hätte EPIC auch die Möglichkeit eine Webapp zu Programmieren.
0
RyanTedder
RyanTedder10.09.21 18:07
chill
Ja meine Güte, dann macht man eben nen zweiten Account auf. Kann so schwer ja nicht sein ...

Ich behaupte ja nicht das ich gute Kommentare schreibe, aber was ich hier manchmal lese…🤦🏻‍♂️
+2
Peter Longhorn10.09.21 18:27

Die Sache ist gegessen. Epic hat Recht bekommen bezüglich der In-App-Käufe. Insofern steht es ihnen zu den Account zurück zu bekommen und sie werden wohl auch Schadenersatz erhalten müssen (wobei Apple genau so Schadenersatz erhält).
0
AppleUser2013
AppleUser201310.09.21 21:09
ich denke auch, wenn die Browser Technologie soweit ist, kann Epic Fortinite auch als WebApp anbieten... Da kann dann Apple eigentlich gar nichts machen dagegen oder?

Btw.. Sagen wir so... Apples App Store ist die Pest für kleine Entwickler...
Bei den Big Players wird alles abgesegnet, aber mach als kleiner Entwickler nur eine Code Zeile falsch, dann wird App abgelehnt... leider...
0
Sotto10.09.21 21:38
Peter Longhorn

Das verstehst du falsch, Epic muss Schadensersatz zahlen.
Apple muss die Verlinkung erlauben..
Das Gericht urteilte aber auch, dass der Store Apple gehöre und somit fast alles erlaubt sei und dass sie kein Monopol haben

Und nicht vergessen, Epics Account ist gesperrt..

Ein besseres Urteil war für Apple nicht drin
+1
Peter Longhorn10.09.21 22:28
Sotto
Peter LonghornDas verstehst du falsch, Epic muss Schadensersatz zahlen.
Apple muss die Verlinkung erlauben..
Das Gericht urteilte aber auch, dass der Store Apple gehöre und somit fast alles erlaubt sei und dass sie kein Monopol haben

Und nicht vergessen, Epics Account ist gesperrt..

Ein besseres Urteil war für Apple nicht drin
Ja und Epics Account ist gesperrt weil sie andere Zahlungsanbieter hinein gegeben haben. Das Gericht hat entschieden, dass andere Zahlungsanbieter erlaubt werden müssen. Der Grund für die Sperre ist somit hinfällig sobald das Urteil rechtskräftig ist. Also muss Apple den Account wieder freigeben.

Epic muss Schadenersatz zahlen. Frage ist wieviel. Für mich jedoch nicht wirklich erklärbar. Wenn das Handeln von Apple sich als falsch herausgestellt hat. Wieso muss Epic dann Schadenersatz bezahlen wenn sie genau dieses falsche Handeln umgangen sind?

Gleichzeitig müsste meiner Meinung nach aber Apple schadenersatzpflichtig sein, denn sie haben Epic ja über viele Monate rausgeworfen. Epic konnte in dem Zeitraum keinen Umsatz über iOS generieren. Der Rauswurf ist jedoch aufgrund einer illegalen Regel passiert.

Über die anderen Dinge bin ich jedenfalls noch gespannt was da tatsächlich rauskommt. Wenn Apple dann einfach weiterhin Apps ohne Begründung oder mit irgendwelchen fadenscheinigen Ausreden aussperrt (und im Hintergrund ist vielleicht die Drittanbieter-Abrechnung Schuld, die Apple nicht passt) wird man wohl wieder reagieren müssen.
+2
Gerry
Gerry11.09.21 08:56
Raziel1

So weit her ist das Beispiel nicht. Denn egal woher du die Apps denn nun beziehst, die Tools, die Programmiersprache, die Platform die Frameworks und Features, der Support etc etc sind trotzdem alle von Apple gestellt worden. Die bleiben dann also auf ihren Kosten sitzen. Vor allem wenn die App im Store angeboten werden soll und die bezahlmethde die Apple Gebühr aber übergeht.

Ganz so einfach ist das auch wieder nicht. Den auf der anderen Seite ist auch Apple darauf angewiesen das Software entwickelt wird für ihre Geräte. Den ohne die Software würde keiner Apples Geräte kaufen.
Man kann sicher jetzt über EPIC schimpfen und sagen die wollen das max an Kohle haben. Den selben Vorwurf kann man aber eben auch Apple mit ihre Politik machen.

Man muss halt mal über den Tellerrand gucken. Den auf anderen Plattformen ist man ja nicht direkt auf "einen" Store angewiesen. Das ist nur bei Apple so und das nutzen die halt auch aus.
+2

Kommentieren

Sie müssen sich einloggen, um die News kommentieren zu können.