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Einstiger Boom-Markt wird für Apple zum Problem: Wesentlicher Rückgang in China

Der Smartphone-Markt in China leidet laut Canalys unter starken Verkaufsrückgängen. Auch Apple ist davon betroffen. Dem Marktforschungsunternehmen zufolge brach das Smartphone-Geschäft des asiatischen Landes im ersten Quartal 2018 im Vergleich zum Vorjahr um 21 Prozent ein.

Eine kürzlich Meldung widmete sich bereits der iPhone-Stagnation in China. Der jetzige Bericht lässt Apples Lage sogar noch schlimmer als ursprünglich angenommen erscheinen. Demnach belegt Apple noch nicht einmal mehr die vierte Position im Ranking der Smartphone-Anbieter in China.


Apple fällt in China zurück
Die erfolgreichsten vier Anbieter im letzten Quartal waren Huawei, Oppo, Vivo und Xiaomi, so Canalys. 73 Prozent aller verkauften Smartphones in China stammten von einem der vier Hersteller. Apple wird gar nicht mehr gelistet, sondern lediglich unter „Sonstige“ geführt.


Quelle: Canalys

Außer Apple sind auch andere große Anbieter vom rückläufigen China-Markt betroffen. Samsung und das chinesische Unternehmen Meizu etwa mussten laut der Analyse in den letzten drei Monaten Verkaufsrückgänge von über 50 Prozent hinnehmen. Für das zweite Quartal 2018 rechnet Canalys wieder mit einem Wachstum des chinesischen Smartphone-Marktes.

Kommentare

hakken
hakken27.04.18 17:22
Hab mich eher gewundert warum das überhaupt so lange gut lief. Hat mal Jemand die neue Huawei P20-Serie in der Hand gehabt? M.m nach sehr gute Geräte - für einen Bruchteil des Preises von Apple Hardware. Zudem scheint Android 8 ganz gelungen. Und über Datenschutz macht sich in China scheinbar sowieso kaum jemand Gedanken...
+9
QuickSilverEX
QuickSilverEX27.04.18 17:23
Das war abzusehen und wird sich vermutlich nicht auf Smartphones beschränken. Nahezu alle Komponenten kommen aus China/Asien. Das Produkt selbst wird in China zusammengebaut und gefertigt. Welches Alleinstellungsmerkmal soll da hardwaretechnisch ein iPhone haben, das einen solchen Preisaufschlag rechtfertigt? Im Gegenteil, aktuelle Xiaomis oder Huawais (tripple-camera etc) wirken sogar fortschrittlicher, bei deutlich günstigerem Preis. Bleibt die Software. Für mich nach wie vor der Grund bei Apple zu bleiben. Das Samsung hier noch vor Apple abstürzt ist logisch, denn da fällt selbst das Softwareargument flach, sodass absolut nichts mehr einen Samsung-Möchtegern-Premiumpreis rechtfertigt
+2
An_Dy27.04.18 17:47
Das war doch völlig abzusehen. Habt ihr schon mal euch diverse chinesische Produkte angeschaut? Bei Xiaomi gibt es sogar einen Skin für ihre Oberfläche, die zu 95% von iOS kopiert ist. Ich hatte mal das Redmi 3 mit der eigenen Oberfläche und ich war echt baff wie iOS-like das ganze aussah.
Derzeit habe ich ein Mi A1 (EU-Version), das Gerät sieht aus wie ein iPhone aus der Plus-Serie. Leute, die das nicht so alles im Kopf haben, denken immer, dass ich ein iPhone Plus habe. Das Gerät hat 64GB und 4GB Ram und hat mich 200 Euro gekostet. Es rennt sehr gut, der Akku hält 1-2 Tage und ich kriege immer etwa 2-3 Wochen nach Google die aktuellsten Updates für das Android One, wenn man nicht zu große Ansprüche an die Cam hat, kann man mit diesem Gerät ehrlich gesagt gar nichts falsch machen. Die Updates wird es garantiert noch bis ca. 2019/2020 geben.

Und Xiaomi ist nicht der einzige Laden in dem Reich, der Apples Geräte beinahe 1zu1 kopiert. Da gibt es so viele Dinger, die wie iPhone X aussehen, das ist schon krass, wenn man sich diverse Sachen bei gearbest anschaut. Und wie schon angesprochen wurden in China juckt der Datenschutz usw. fast ehe niemanden, die sitzen da sowieso hinter ihrer "great wall" eingesperrt und bekommen nur das, was die Regierung möchte.
+1
OpDraht
OpDraht27.04.18 18:55
Dass einem Wettbewerber dichter auf die Pelle rücken ist doch klar wenn immer das gleiche Pferd geritten wird.
+2
FlyingSloth
FlyingSloth27.04.18 21:33
Habe gestern meiner Frau das Huawei P20 gekauft. Ist ein hammer phone und A8.1 ein super OS.
Fly it like you stole it...
+3
Creativer
Creativer27.04.18 22:12
Hier ebenfalls ein P20 für meine Mutter gekauft. Mein 7+ werde ich noch ein paar Jahre behalten und dann war es das mit Apple.
Dafür ist mir mein Geld echt zu schade. Und die Vorteile die man früher mit einem iPhone hatte hat Apple alle eingebüßt.
Zumal wird mir die Firma immer unsympathischer.
+3
Michael McDonald27.04.18 22:51
Die Zeiten, in denen Apple die Kunden gnadenlos melken konnten, gehen zu Ende.
Das gilt für die iPhones wie für die Macs.
Wenn Apple keine guten Angebote im Einstiegsbereich machen wird, dann wird ihr Marktanteil stetig sinken und irgendwann sind sie wieder Nische.
Und wer jetzt wieder mit Porsche & Co und Bedeutungslosigkeit der Marktanteile daher kommt und das nur die Marge zählt, hat eben nicht die 90iger mitgekriegt, als Apple so klein geworden war, dass sie trotz ordentlicher Marge kurz vor dem aus standen. Ohne Microsofts Bekenntnis zum Mac und einer ordentlichen Finanzspritze hätte Steve Jobs relaunch der Marke Apple nicht funktioniert, so tief war die Karre im Dreck.
+8
BigLebowski
BigLebowski27.04.18 23:32
Naja, Apple ist wohl wirtschaftlich weit von den 90er entfernt.

Aber eines ist sicher:
Das Erfolgsmodell das sie in Europa, Japan, Nordamerika anwenden wird so nicht in China & Indien funktionieren.

Wie hieß es immer in China:
Wachsende Mittelschicht bla bla...

Man wird sehen, ob der chinesische Apple Hype vorbei ist.

Dort und auch
Hier braucht es ein gutes Einstiegsgerät bei den iPhones siehe das aktuelle 2018er iPad.

Und "nur" ein SE2 oder alte iPhone 6er anzubieten wird nicht ausreichen.

Man darf gespannt sein auf das iPhone 9 im Xer Look.

In meinen Augen hat Apple es übertrieben,
Das Xer Design hätte 1 Jahr früher da sein müssen.
+3
Fox 69
Fox 6928.04.18 00:41
BigLebowski

„Das Xer Design hätte 1 Jahr früher da sein müssen.“


Sehr richtig !👍👍👍 Und vor allem zu einem
Einstiegspreis von 799€ !!! (Statt 1149€).

Folgende Artikel passen zum Thema :



+3
sierkb28.04.18 00:43
Golem (25.04.2018): Smartphone-Hersteller: Xiaomi will nie mehr als fünf Prozent Gewinn machen
Während der Präsentation eines neuen Smartphones hat Xiaomi-Chef Lei Jun angekündigt, dass sein Unternehmen nie mehr als fünf Prozent Nettogewinn machen will. Dadurch sollen die Geräte für Kunden erschwinglich bleiben, Xiaomi will über die lange Frist dennoch ausreichend verdienen. :

Golem
Der Gründer des chinesischen Elektronikherstellers Xiaomi, Lei Jun, hat während der Vorstellung eines neuen Smartphones eine interessante Ankündigung gemacht . Xiaomi wolle sich in Zukunft bei jedem seiner Produkte als Ziel setzen, nicht mehr als fünf Prozent der Produktionskosten als Nettogewinn einzufahren.

Damit wolle das Unternehmen seine Produkte weiterhin möglichst günstig anbieten, gleichzeitig aber keine Abstriche bei der Qualität machen. Jun zufolge genüge ein Nettogewinn von fünf Prozent, um das Geschäftsmodell von Xiaomi zu finanzieren. Durch die günstigen Preise sichere man sich die langfristige Unterstützung der Nutzer; der Gewinn werde durch eine längere Verfügbarkeit der Geräte und die im Laufe der Zeit sinkenden Produktionskosten erzielt.

Bei mehr als fünf Prozent Gewinn sollen die Kunden beteiligt werden

Sollte der Nettogewinn bei einem Gerät über fünf Prozent liegen, wolle Xiaomi schauen, wie es die Kunden daran teilhaben lassen könne, erklärt Jun weiterhin. Wie genau das aussehen könnte, erklärt Jun nicht. Bei anderen Herstellern sind die Gewinnmargen für gewöhnlich deutlich höher. So verkaufte Apple das iPhone SE beispielsweise anfangs für 490 Euro, die Produktionskosten sollen bei 160 US-Dollar gelegen haben. Mittlerweile kostet das Smartphone immer noch 410 Euro.

[…]

MIUI (25.04.2018): [Xiaomi] Lei Jun: Xiaomi's Profit Margin In Hardware Business Would Never Exceed 5%
+2
Fox 69
Fox 6928.04.18 00:52
Michael McDonald

+1 😌
-1
Michael McDonald28.04.18 01:35
BigLebowski
Naja, Apple ist wohl wirtschaftlich weit von den 90er entfernt

Das stimmt sicherlich!
Aber sie machen gerade einen vergleichbaren Fehler wie in der ersten Hälfte der 90iger. Sie drehen an der Preisschraube bzw halten verbissen ein sehr hohes Preisniveau bzw exorbitante Marge, während der Markt darum eindeutig in eine andere Richtung zeigt bzw auch Angebote in anderen Preisklassen macht, die durchaus interessant sind und sind gleichzeitig zu sehr davon überzeugt, dass sie ihre deutlich teureren Produkte sowieso immer an den Mann/die Frau bringen können. Dann packen sie noch höchst teure und durchaus ambitionierte aber doch nicht so unbedingt Must have Features wie Face ID in die iPhones oder Touchpad und proprietäre, sehr schnelle aber auch sehr teure SSD Speicher in die Macs und der Markt verlangt aber auch nach attraktiven Angeboten jenseits des Geldbeutellehrfegens. .
Erst als sie mit dem iMac einen deutlich günstigeren Mac auf den Markt brachten, der endlich neue Kunden zu Apple brachte, setzte damals die Kehrtwende ein.
Nur Hochpreispolitik und Abgehobenheit funktioniert auf Dauer in diesem Markt nicht.
Ok, so lange man killer Features anbietet, die jeder haben will vielleicht.
Aber sowohl bei den Macs als bei den iPhones geht es zu sehr in die Richtung Selbstverliebtheit um jeden Preis, noch dünner, noch spezieller, vielleicht sogar voll an Bedürfnissen vieler Kunden vorbei, vor allem wenn die Produkte dadurch einfach zu teuer werden...
Wo ist das vernünftige Budget MacBook? Das Air ist es nicht, das MacBook eh nicht, und dann sind wir schon im Hochpreissegment.
Wo ist das Budget iphone?
Das SE ist es nur bedingt, ältere iPhone Modelle als Budget Angebot sind wie das MBA oder ein MacMini bei den Macs unsexy bzw da stimmt auch das Preis/ Leistungsverhältnis nicht mehr.
Ich glaube, die Krise hat längst begonnen und in 5 Jahren wird es anders um Apple stehen, wenn sie jetzt nicht mal ein paar andere Angebote als immer nur teuer
+12
chadxeon28.04.18 06:51
@McDonald

absolut! genau das ist das Problem. Ich habe in meinem leben schon so viele Macs und iPhones gehabt, habe bestimmt mehr als 100k für den ganzen Appleschrott liegen lassen. Allein die ganzen Macs die ich Freunden, Kunden, Verwandten und Bekannten empfohlen habe.
Support war wenn was war immer scheisse. Techniker haben keine Ahnung, oder tauschen nur aus statt zu reparieren.

Bin zu Hackintosh und jetzt wieder zu 4 alten MacPro aus 2009 mit neuer SSD und Grafikkarten, was ich mache wenn heute mal das neueste OS nicht mehr drauf läuft...
schau ma mal.. wahrscheinlich zu Linux oder eben wieder Windows wechseln.

Ich selbst bin nicht mehr bereit so viel Geld für irgendein Produkt von Apple auszugeben, hier stimmt nichts mehr, Hardware meist alt oder überteuert, was bietet mir den Apple mehr? Schade, es macht einfach kein spaß mehr.

Ich bin selbst Elektronikhersteller in einem hochpreisigen Markt für Modellbahnsteuerungen, aber es ist wie du sagst, irgendwann kommen sich die Kunden verarscht vor. Und das ist bei Apple schon länger der fall.
+10
deppenapostroph's28.04.18 08:24
Tja - was soll man da auch machen. Die großflächige Mittelklasse ist eben zu vernünftigen Preisen nicht zu bekommen und Asiaten mögen halt große Handys. Selbst prepaid gibt's hier oft gleich mit Youtube oder Provider-eigene TV flatrates für vielleicht 1, 2 Dollar die Woche, sie hocken in ihren Geschäften oder low-paid-warte-jobs oder Pausen und schauen Videos auf ihren Smartphones Tageintagaus. Dann gern auch noch dual-sim, die Anbieter liefern sich absurde Preiskämpfe.

Kleiner als 5.5 Zoll wird ist quasi nicht von Interesse. Samsung z.b. hat vom S7 die nicht-edge Variante (5.1 Zoll) in vielen asiatischen Ländern gar nicht erst auf den Markt gebracht.
0
subjore28.04.18 10:12
Interessant, 27% sonstiges. Wenn Apple davon ca. 10% ausmacht wäre es noch gut zu wissen wie viel Samsung davon ausmacht.
Hätten sie die größten 6 Hersteller angegeben, dann wäre sonstiges vermutlich noch 10%. Der Smartphone Markt in China wird langsam unter weniger Hersteller aufgeteilt. Früher war der Markt da noch von deutlich mehr Herstellern geprägt.
0
Sitox
Sitox28.04.18 19:04
subjore
Interessant, 27% sonstiges. Wenn Apple davon ca. 10% ausmacht wäre es noch gut zu wissen wie viel Samsung davon ausmacht.
Der chinesische Markt ist für Samsung so gut wie tot.
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