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Der Kampf um die „Träumer“ – Apple, Google und Co. setzen sich für Einwanderer ein

Für illegale Einwanderer, die bereits als Minderjährige in die USA kamen, gibt es ein Schlupfloch namens DACA (Deferred Action for Childhood Arrivals): Erfüllen Immigranten den recht strengen Kriterienkatalog, so sind sie zwei Jahre lang vor Abschiebung geschützt – und erhalten zudem Zugang zum Arbeitsmarkt. Nach Ablauf der Frist kann diese um weitere zwei Jahre verlängert werden. Für Betroffene hat sich in den Vereinigten Staaten der Begriff „Dreamer“ durchgesetzt. Nun droht ein Gericht diese Regelung der Einwanderungspolitik zu kippen – eine Reihe an Unternehmen, darunter auch Apple, spricht sich für die Beibehaltung von DACA aus.


Apple und weitere Unternehmen mit Amicus-Brief an Gericht
Ein Bezirksgericht entschied, dass die Umsetzung von DACA verfassungswidrig gewesen sei. Das Urteil könnte die Regelung damit zu Fall bringen – und folglich etliche Menschen die befristete Aufenthaltserlaubnis in den USA kosten. Die Biden-Regierung legte Berufung gegen das Urteil ein – und erhält nun Unterstützung in Rahmen eines sogenannten „Amicus-Briefs“: Dabei handelt es sich um eine in der US-Prozessordnung verankerte Möglichkeit, einen Schriftsatz an das zuständige Gericht zu übermitteln, welcher auf rechtliche Argumente verweist, die von den beteiligten Parteien nicht hinreichend gewürdigt wurden. Neben Apple unterstützen viele weitere Unternehmen den Amicus-Brief, darunter Google, Microsoft, IBM, Meta sowie Intel.

Ende von DACA aus humanitären und ökonomischen Gründen problematisch
Die Befürworter von DACA führen einige Argumente an: Dreamer hätten dazu beigetragen, die amerikanische Wirtschaft anzukurbeln. Der Fachkräftemangel sei einer der Gründe, die DACA erforderlich machen würden. Ferner seien viele Dreamer als Unternehmer in Erscheinung getreten. Findet die Entscheidung des Bezirksgerichts in der nächsten Instanz Zustimmung, so verlören etwa 1.700 Menschen täglich ihren Arbeitsplatz, weil ihr Aufenthalt in den Staaten nicht länger gesichert sei. Dies gehe auch mit beträchtlichen Verlusten für die Wirtschaftsleistung einher – dem Schriftsatz zufolge würde das BIP um 460 Milliarden US-Dollar sinken.

Apple stets für Beibehaltung von DACA
Tim Cook sprach sich bereits mehrfach für die Fortsetzung des DACA-Programms aus (siehe hier). So unterstützte Apple bereits 2019 einen entsprechenden Amicus-Brief an den Supreme Court um sich für den Erhalt der Regelung stark zu machen.

Kommentare

KingBradley
KingBradley17.12.21 18:53
Wer illegale Einwanderung als was positives sehen will soll sich nicht wundern wenn die Gesellschaft sich bei dem Thema immer mehr spaltet.

Wenn man keine Grenze zieht zwischen legaler und illegaler Einwanderung dann sollte man mal kurz nachdenken.

In den USA ist der Mindestlohn seit 30-40 Jahren nicht angehoben worden.
Experten sagen er müsste sogar auf 15 Dollar die Stunde damit die Menschen davon leben können. Und kein demokratischer Präsident ist da ran gegangen.
Jetzt wollen sie, ob sie es durch bekommen keine Ahnung denn bei den Demokraten gibt es genug die dagegen sind.

Ist klar das die Firmen eine immer neue Anzahl an billigen Arbeitern wollen.
Ich wette die Firmen die für dreamer sind, sind die die Lobbyismus gegen 15 $ pro Std Mindestlohn betreiben
+1
haschuk17.12.21 21:45
KingBradley

Nur dass es sich hier um „passive“ illegale Einwanderer, nämlich um Kinder handelt. Die kaum willentlich etwas für ihren Status können.
+6
ilig
ilig18.12.21 13:24
KingBradley
In den USA ist der Mindestlohn seit 30-40 Jahren nicht angehoben worden.
Experten sagen er müsste sogar auf 15 Dollar die Stunde damit die Menschen davon leben können. Und kein demokratischer Präsident ist da ran gegangen.
Jetzt wollen sie, ob sie es durch bekommen keine Ahnung denn bei den Demokraten gibt es genug die dagegen sind.
Bevor Du solchen Schwachsinn schreibst hättest Du vielleicht einfach mal nach »Mindestlohn USA« googeln sollen.
Biden erhöht Mindestlohn für Hunderttausende
Stand: 27.04.2021 15:36 Uhr
+1
blackboxberlin18.12.21 23:49
Mindestlohn USA - Nur für Vertragsarbeiter und nur schrittweise:

„…nun für Vertragsarbeiter der Regierung … Davon profitieren vor allem Putzkräfte und Handwerker… Ihr Mindestlohn soll von derzeit 10,95 auf 15 Dollar pro Stunde angehoben werden….Allerdings soll die Anpassung schrittweise und nicht auf einen Schlag erfolgen.“

Und wenn ich die vielen Amazon- und DHL-Fahrer sehe, bekomme ich auch das Gefühl, das es den Firmen mehr um den Profit als um die Solidarität geht!
Das ist bestimmt nicht der Traum vom Westen, Pakete rumzufahren!
Jeder sollte einen angemessenen Lohn erhalten, um davon Leben zu können!
+3
system7
system719.12.21 01:36
Illegale Einwanderung wird im Nachhinein nicht legal. Aber: Wenn Menschen illegal einwandern, müssen sie auch zügig abgeschoben werden. Kinder abzuschieben, die in den USA aufgewachsen sind, halte ich jedoch für falsch. Daher in solchen Fällen nur die Eltern abschieben. Wenn große Konzerne sich im Hinblick auf die Einwanderung großzügig geben, gibt es meistens nur zwei Gründe: Imagewerbung oder man will billige Arbeitskräfte. Wenn es um eine Art Entwicklungshilfe ginge, könnte man mit Geld im Ausland schließlich viel mehr erreichen.
-1
carboom
carboom19.12.21 12:52
system7
…Kinder abzuschieben, die in den USA aufgewachsen sind, halte ich jedoch für falsch. Daher in solchen Fällen nur die Eltern abschieben. ….

Und die Kinder sollen getrennt von ihren Eltern werden?
Nichts ist wichtig, dazu ist die Welt zu gross.
+3

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