Das Jahr 2020 – Drei Themen, welche die Apple-Welt sehr bewegten

Im Januar sah es noch nach einem ganz normalen Jahr aus, doch spätestens im Februar war wohl jedem klar, wie viel außer Plan verlaufen sollte. Wir diskutieren in diesem Artikel drei wesentliche Themen bzw. Entwicklungen, welche die Apple-Welt besonders beschäftigten. Einerseits geht es natürlich um die Corona-Pandemie sowie deren Auswirkungen – welche sich ganz unterschiedlich manifestierten. Andererseits prägte aber vor allem eine Ankündigung viele Diskussionen, nämlich Apples Abkehr von Intel-Prozessoren.


Auswirkungen der Pandemie: Verzögerungen – und Rekordzahlen
Das Apple-Jahr begann mit herausragenden Quartalszahlen und einer ebenfalls hohen Prognose für das darauf folgende Quartal. Es vergingen allerdings nicht einmal drei Wochen, bis Apple die Vorhersage wieder kassierte. So zeigte sich nämlich Anfang Februar, dass Corona mehr als nur ein lokal begrenztes Problem darstellte. Eine weltweite Pandemie gab es zu diesem Zeitpunkt zwar noch nicht, dennoch mussten nahezu alle Fertiger ihren Betrieb einstellen und Apple die Geschäftsaktivitäten in China zu beträchtlichen Teilen auf Eis legen. Auch wenn aus den zunächst prognostizierten bis zu 67 Milliarden Dollar dann nur noch 58 Milliarden Dollar Umsatz wurden, gab es schon früh Hinweise, dass Apple vergleichsweise gut mit der Krise umgehen konnte. Das ganze Jahr war zwar von Lieferverzögerungen begleitet, dennoch stellte Apple in kürzester Zeit Lieferketten um, machte den Retail-Bereich fit für die veränderten Bedingungen – und erzielte im Mac-Bereich beeindruckende Rekordverkaufszahlen. Eine ganz konkrete, für alle sichtbare Auswirkung hatten die Zwangspausen der Fertiger im Januar und Februar dann doch: Das iPhone kam später als geplant. Dafür verantwortlich waren auch Verzögerungen, die durch eingeschränkte Reisetätigkeit oder der zunächst holprigen Umstellung auf Home-Office verursacht wurden.


ARM-Umstieg: Apple stellt den Mac um
Es gab im Vorfeld der diesjährigen WWDC so viele eindeutige Hinweise, dass nahezu niemand mehr überrascht war, als Apple den Umstieg auf hauseigene Mac-Prozessoren dann tatsächlich ankündigte. Zweieinhalb Jahre, nachdem Bloomberg den Zeitplan ziemlich exakt vorhergesagt hatte, läutete Apple das neue Zeitalter ein. Bis zur Vorstellung der ersten ARM-Macs verging aber noch einige Zeit, denn erst auf dem November-Event zeigte Apple den M1-Chip. Man konnte bezüglich der Rechenleistung zwar begründet spekulieren – und von sehr guter Performance ausgehen – was Apple dann aber zeigte, übertraf auch sehr optimistische Prognosen. Bei geringer Wärmeentwicklung bietet selbst ein passiv gekühltes MacBook Air die Rechenleistung von Desktop-Macs wie beispielsweise dem iMac Pro. Noch besser schnitt in unserer Testreihe der Mac mini ab.


Allerdings ist 2020 erst der Anfang, denn erst 2021 will Apple auch Macs der Pro-Schiene umstellen. Für uns stellte das Event zur Ankündigung der M1-Mac übrigens eine ganz besondere Veranstaltung dar: Erstmals in der Firmengeschichte stand Synium Software während einer Apple-Keynote auf der Bühne – bzw. war im aktuellen Fall Teilnehmer im vorproduzierten Event-Video. MacStammbaum zählte zu einem jener Programme, die Apple auf dem Event und anschließend im Mac App Store als Beispiele für den M1-Port hervorhob.

Vier Jahre nach dem SE kommt das... SE

Viele Ankündigungen über das ganze Jahr hinweg
Apple verfolgte im Jahr 2020 eine etwas andere Produktpolitik als sonst, denn die Hardware-Neuerungen erstreckten sich über das ganze Jahr hinweg – und kamen nicht geballt auf zwei großen Events wie früher. Da die Corona-Pandemie Presse-Events vor Ort unmöglich machte, musste Apple umdisponieren. Dies bot jedoch einige Chancen, denn aus den gut bekannten Bühnen-Events mit Heerscharen an Teilnehmern wurden Online-Ereignisse mit vorproduzierten Videos. Gleich dreimal lockte Apple so die technikinteressierte Welt im Herbst vor die Event-Channels und YouTube-Player. Gleichzeitig gab es aber auch immer wieder Ankündigungen per Pressemitteilung, die vermutlich in der langfristigen Planung eigentlich für Events vorgesehen waren. Beispiele dafür: iPad Pro, MacBook Air (Intel), Mac mini (Intel) im März, das neue iPhone SE im April, MacBook Pro 13" (Intel) im Mai, iMac 27" im August sowie die AirPods Max im Dezember. Die Apple Watch wurde hingegen auf dem September-Event gezeigt, die iPhones im Oktober, die M1-Macs im November.

Kommentare

aquacosxx
aquacosxx22.12.20 17:35
Ich habe das in der Keynote ja nicht so mitgeschnitten, aber noch mal herzlichen Glückwunsch ans Team. Ihre seid die Größten. Thumbs up.
+4
TomTattoo22.12.20 18:17
Ein Thema, was mich bewegt:
Apple verliert mich so langsam als Kunden.
1 Woche aufs iPhone warten ist ok.
Den Homepod Mini hätte ich sicher gekauft, aber warten bis Mitte/Ende Januar? Nö.
Selbst über die neuen Kopfhörer habe ich nachgedacht, aber Ende Feb/Anfang März? Never.
Kriegt halt jemand anders mein Geld. Kein Problem.
-13
smartandee22.12.20 18:44
TomTattoo
Ein Thema, was mich bewegt:
Apple verliert mich so langsam als Kunden.
1 Woche aufs iPhone warten ist ok.
Den Homepod Mini hätte ich sicher gekauft, aber warten bis Mitte/Ende Januar? Nö.
Selbst über die neuen Kopfhörer habe ich nachgedacht, aber Ende Feb/Anfang März? Never.
Kriegt halt jemand anders mein Geld. Kein Problem.
hmmm...mir fällt gerade beim besten Willen nicht ein, was der Grund dafür sein könnte...da soll es irgendeinen Virus irgendwo geben...habe ich irgendwo gehört...
+4
Andy8522.12.20 20:27
und ? wen interessiert es.. der der Interesse hat kauft es; wenn nicht heute dann morgen...
ging mir oft auch so.. und auf einmal 1 jahr später hatte ich die AirPodsPro ;früher nie auf dem Schirm gehabt; heute beim Sport will ich sie nicht mehr missen..
Warten kann auch schön sein
+3
Mostindianer22.12.20 20:58
TomTattoo
Ein Thema, was mich bewegt:
Apple verliert mich so langsam als Kunden.
1 Woche aufs iPhone warten ist ok.
Den Homepod Mini hätte ich sicher gekauft, aber warten bis Mitte/Ende Januar? Nö.
Selbst über die neuen Kopfhörer habe ich nachgedacht, aber Ende Feb/Anfang März? Never.
Kriegt halt jemand anders mein Geld. Kein Problem.

Lebst du auf dem Mond? Wir haben seit Februar Corona-Zeit, also für viele Branchen turbulente Zeiten! Ich muss auf meine Fujifilm Kamera inkl. zwei Objektiven auch seit 2 Monaten warten, welche noch in Japan feststeckt, aber ich bleibe gelassen, weil ich kann überhaupt froh sein, dass die Paketpost noch einigermassen rund läuft.
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