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Corona-Tracing per App: Teilnahmebereitschaft noch nicht ausreichend

Apples und Googles gemeinsamer Vorstoß im Kampf gegen die Corona-Pandemie kommt bald in Form einer API auf iPhones sowie Android-Smartphones. Behörden können die Technologie weltweit für entsprechende Tracing-Apps nutzen. Doch es muss sich auch eine möglichst große Anzahl an Nutzern dazu bereit erklären, an dem Verfahren teilzunehmen.

Wie stark die Bereitschaft auf Anwenderseite auseinanderdriftet, zeigt eine Studie aus den USA. Demnach möchten 50 Prozent der Befragten am Corona-Tracing teilnehmen (oder können es sich zumindest vorstellen). Die andere Hälfte der Studienteilnehmer zeigt sich hingegen skeptisch.


Was Menschen von der Teilnahme abhält
Experten beziffern die erforderliche Teilnehmerzahl am Corona-Tracing auf rund 60 Prozent der US-Gesamtbevölkerung, um die Ausbreitung des Virus einzudämmen. Das von der Washington Post veröffentlichte Ergebnis der Umfrage lässt daran zweifeln, dass der Wert erreicht wird. Da nur die Hälfte zustimmt, wird es bereits schwierig – wobei sich die Meinung vieler Menschen nach dem Start der entsprechenden Tools und dazugehöriger Medienkampagnen durchaus noch zum Positiven ändern kann.

Ein weiterer Faktor zuungunsten des Tracings ist die Berechnung der 50-prozentigen Zustimmung. Darin einkalkuliert sind sowohl vollkommen überzeugte US-Bürger als auch Personen, die es möglicherweise nutzen möchten. Nur 17 Prozent erklären sich schon jetzt dazu bereit, ihr Smartphone auf jeden Fall zu verknüpfen.

Da zudem 4 Prozent aller US-Bürger kein Handy und 13 Prozent kein Smartphone besitzen, sind 17 Prozent bereits von vornherein ausgeschlossen. Was den letztgenannten Aspekt verschlimmert, ist die Tatsache, dass überdurchschnittlich viele ältere Mitbürger (und damit Risikogruppen) keine entsprechenden Geräte besitzen. Nur 53 Prozent der über 65-jährigen gaben an, ein Smartphone zu nutzen. Ab 75 Jahren ist der Wert noch niedriger.

Auch politische Einstellung relevant
41 Prozent der Befragten gaben an, sich nicht wohl bei dem Gedanken zu fühlen, im Fall der Fälle ihren positiven Covid-19-Test einer App mitzuteilen. Auch wenn Apple immer wieder den Privatsphäre-Aspekt der API betont, herrscht diesbezüglich bei vielen Menschen Skepsis. Auch die politische Einstellung spielt eine Rolle: Während sich Wähler der Demokraten überdurchschnittlich teilnahmebereit äußern, sind Sympathisanten der Republikaner tendenziell abgeneigter. Wenig überraschend: Der Teilnahme-Enthusiasmus ist bei Risikogruppen stärker als bei weniger gefährdeten Menschen. Apple veröffentlicht die erforderliche API voraussichtlich als Bestandteil von iOS 13.5.

Kommentare

Nashorn
Nashorn04.05.20 09:47
Scheint nur mit Geräten zu funktionieren, auf denen iOS 13 läuft. Damit wären alle iPhone 6 und älter außen vor.
+1
Pixelmeister04.05.20 09:59
Nashorn
Scheint nur mit Geräten zu funktionieren, auf denen iOS 13 läuft. Damit wären alle iPhone 6 und älter außen vor.
Und alle, die aus anderen Gründen nicht upgedated haben. Und bei Android wird es sicherlich auch nicht viel besser sein – da sind noch viel mehr User mit Uralt-Versionen unterwegs – wie will Google die alle erreichen?

Ich persönlich würde die Corona-App installieren – schon alleine zur Unterstützung des Projekts und weil sich so viel Mühe gegeben wurde/wird, das Ganze relativ sicher zu machen. Aber gleichzeitig sehe ich nicht, wie man die 60% in der Bevölkerung erreichen will.

Vielleicht klappt das erst mit ein wenig "Druck", in dem man den Nicht-Kontakt mit Infizierten evtl. beim zukünftigen Einschecken auf dem Flughafen über die App nachweisen muss. Wenn der Auslands-Urlaub davon abhinge, würden sicherlich mehr Leute die App laden.
-10
Apfelfrank
Apfelfrank04.05.20 10:05
Pixelmeister
Nashorn
Scheint nur mit Geräten zu funktionieren, auf denen iOS 13 läuft. Damit wären alle iPhone 6 und älter außen vor.
Und alle, die aus anderen Gründen nicht upgedated haben. Und bei Android wird es sicherlich auch nicht viel besser sein – da sind noch viel mehr User mit Uralt-Versionen unterwegs – wie will Google die alle erreichen?

Ich persönlich würde die Corona-App installieren – schon alleine zur Unterstützung des Projekts und weil sich so viel Mühe gegeben wurde/wird, das Ganze relativ sicher zu machen. Aber gleichzeitig sehe ich nicht, wie man die 60% in der Bevölkerung erreichen will.

Vielleicht klappt das erst mit ein wenig "Druck", in dem man den Nicht-Kontakt mit Infizierten evtl. beim zukünftigen Einschecken auf dem Flughafen über die App nachweisen muss. Wenn der Auslands-Urlaub davon abhinge, würden sicherlich mehr Leute die App laden.

Dann melden Sie sich doch auch bitte freiwillig für die Impfstoff-Studie. Überlegen Sie doch einfach mal bevor Sie „Druck“ auf jemanden ausüben wollen, was das für unser Land bedeutet. Ich kann da nur den Kopf schütteln und nein ich habe keinen Aluhut an.
Think different *apple*
+9
maculi
maculi04.05.20 10:06
Pixelmeister
Das mit dem Druck geht sehr schnell in Richtung Diskriminierung, und wird damit unter rechtsstattlichen Gesichtspunkten fragwürdig bis absolut inakzeptabel. Siehe dazu auch "Corona-Tracing-Apps: Freiwilligkeit bedeutet nicht Freiwilligkeit" und "Corona-Immunität: Bundesdatenschutzbeauftragter lehnt Impfpass-App ab"
+12
pünktchen
pünktchen04.05.20 10:12
Diskriminierung ist gut und richtig wenn sie aus einem vernünftigem Grund statt findet. Da hat der Rechtsstaat auch gar nichts gegen einzuwenden. Ganz im Gegenteil, oft ist Diskriminierung sogar zwingend geboten. Gleiches ist gleich zu behandeln, wesentlich ungleiches ungleich.
-12
JanE04.05.20 10:14
„Druck“ ausüben...das hatten wir vor 30 Jahren im Ostteil unseres Landes und vor 80 Jahren in ganz Deutschland....
Vielleicht mal ein Geschichtsbuch lesen.
Das gegenseitige Überwachen und Ausweispflicht sind wohl dokumentierte Katastrophen. Mir wird schlecht , wenn ich so etwas wie „Druck“ ausüben lese. Gefährlich und naiv.
Jan
my2cents
+15
Lailaps
Lailaps04.05.20 10:22
Ich würde diese APP (wenn sie in Deutschland jemals kommt) auf jeden Fall installieren. Und wenn die Corona-Sache vorbei ist wieder löschen. Ganz einfach.
Her mit der Pizza-Mix
+4
Caliguvara
Caliguvara04.05.20 10:34
Pixelmeister
Nashorn
Scheint nur mit Geräten zu funktionieren, auf denen iOS 13 läuft. Damit wären alle iPhone 6 und älter außen vor.
Und alle, die aus anderen Gründen nicht upgedated haben. Und bei Android wird es sicherlich auch nicht viel besser sein – da sind noch viel mehr User mit Uralt-Versionen unterwegs – wie will Google die alle erreichen?
Wenn mich nicht alles verlässt hatte Google angekündigt, alle Versionen bis Android 6 zu unterstützen. Und das nicht via klassisches Systemupdate, sondern deren Side Loader (oder so) der den Hardware Provider umgeht.


Andere Kommentare lassen mich nur den Kopf schütteln, weswegen ich da gar nicht drauf eingehe. Aber etwas tief durchatmen würde manchen helfen.
Don't Panic.
+8
flips04.05.20 10:50
Pixelmeister
....

Vielleicht klappt das erst mit ein wenig "Druck", in dem man den Nicht-Kontakt mit Infizierten evtl. beim zukünftigen Einschecken auf dem Flughafen über die App nachweisen muss. Wenn der Auslands-Urlaub davon abhinge, würden sicherlich mehr Leute die App laden.

Solche Aussagen beunruhigen mich deutlich mehr als das Corona Virus.

Ich bin nicht alt genug um erlebt zu haben, wie es war in der sogenannten DDR Zu leben. Was mich Geschichtsbücher aber lehren ist, dass ich das niemals erfahren will!
Der erste Schritt zurück in diese Richtung ist mit so einer Aussage meiner Meinung nach gemacht.
Wenn ich darüber nochmal nachdenke bin ich auch nicht mehr beunruhigt sondern eher schockiert!
Caliguvara
...
Andere Kommentare lassen mich nur den Kopf schütteln, weswegen ich da gar nicht drauf eingehe. Aber etwas tief durchatmen würde manchen helfen.

Ich nehme mir daran ein Beispiel und versuche auch nur mit dem Kopf zu schütteln und tief durchzuatmen. Leicht fällt mir das nicht.
+9
dsTny04.05.20 10:56
Wow… Was hier einige Schreiben. Druck ausüben, Diskriminierung ist richtig. Man lernt aus der Geschichte einfach nichts. Ich finde es erschreckend, in welcher Geschwindigkeit hier Gesetze verabschiedet werden, die unsere Grundgesetze mit Füßen treten. Aber sobald die Politik halt Angst schürt, schnurren viele Menschen wie Kätzchen und finden alles richtig toll und richtig. Auch das hat die Vergangenheit schon gezeigt.
Und nur mal so nebenbei:
Ich würde diese APP (wenn sie in Deutschland jemals kommt) auf jeden Fall installieren. Und wenn die Corona-Sache vorbei ist wieder löschen. Ganz einfach.
Wenn man erstmal die Voraussetzungen geschaffen hat in der Politik, wird selten zurück gerudert.
+9
Wiesi
Wiesi04.05.20 10:59
Bei aller Diskussion über die Teilnahme sollte man die Unzulänglichkeit der Methode nicht vergessen. BT ist dafür gemacht Verbindungen zu knüpfen, nicht aber Kontakte aufzuzeichnen:

1) Was ist, wenn ich in einem Saal mit vielen Leuten sitze; BT müsste hunderte von Kontakten gleichzeitig verwalten. Noch schlimmer bei bewegten Menschenmengen im Freien; hier kommt die Zeitknappheit hinzu. Wenn ich bei mir zu Hause einen BT-Lautsprecher anschließen will, braucht es manchmal viele Sekunden oder gar mehrere Versuche bis das Gerät entdeckt wird.

2.) Ohne konkrete Ortsangaben und Zeitangaben, lässt sich die konkrete Situation nicht berücksichtigen, geschweige den aufzeichnen. War es im Freien? Haben sich die Kontaktpersonen angeschaut oder gar miteinander gesprochen? Wie groß war der Abstand. (Merke: in der freien Luft unter UV-Strahlung ist die Reichweite der (unbekleideten) Viren sehr viel kürzer als im Schatten.) Hatten die Leute Masken auf?

3.) Mit Orts- und Zeitangaben wird aus der Überwachung des Verkehrsflusses schnell ein Tracking der Individuen. Das dürfte die Teilnahmerate drastisch reduzieren.

4.) Im günstigsten Fall werden die meisten Kontakte erfasst. Aber nicht jeder Kontakt mit einem Infizierten führt zum Infekt. Auf diese Weise könnte die Aufzeichnung eine Massenhysterie auslösen.

Summa summarum halte ich Apps dieser Art für völlig ungeeignet und sogar schädlich.
Everything should be as simple as possible, but not simpler
+3
Wiesi
Wiesi04.05.20 11:11
Nachtrag: Die App ist auch ohne Tracking sehr wohl geeignet Ausgangsperren zu überwachen und wurde im fernen Osten bereits dafür angewendet.
Everything should be as simple as possible, but not simpler
0
maculi
maculi04.05.20 11:16
Wiesi
Das was im fernen Osten an Apps bereits verfügbar ist ist nicht wirklich mit dem vergleichbar, was hierzulande irgendwann mal kommen wird.
Dazu und zu einigen deiner anderen Fragen verweise ich wieder auf diese Fragensammlung von netzpolitik.org:
+1
PPC04.05.20 11:30
pünktchen
Diskriminierung ist gut und richtig ...

@MTN Wieso wird hier nicht eingegriffen? Dieser Mensch steht offensichtlich nicht auf dem Boden des Grundgesetzes und gibt hier sein faschistoides Weltbild zum Besten.
+2
cfkane04.05.20 11:31
dsTny
Wow… Was hier einige Schreiben. [...] Diskriminierung ist richtig.

Du solltest dir nicht nur den ersten Satz von Pünktchens Beitrag herauspicken, sondern alles lesen.
Neben "unterdrücken" hat ja "diskrimieren" auch noch die ursprüngliche, neutrale Bedeutung "unterscheiden". Und es kann angemessen sein, unterschiedliche Sachen unterschiedlich zu behandeln. Alles und alle gleich zu behandeln, kann gut sein. Kann aber auch Leid verursachen. Oder würdest du all deinen Haustieren Katze, Sittich und Hamster das selbe Futter geben?
Die große und heikle Frage ist halt immer, was gerade ein signifikanter Unterschied ist und was nicht und welche Folgerungen sich daraus ergeben. Das muß sich eine Gesellschaft und das muß man sich privat immer wieder neu überlegen.
+2
pünktchen
pünktchen04.05.20 12:04
Lol ich erkläre die Grundsätze des Gleichbehandlungssatzes des Grundgesetzes und lauter Leute haben ein Problem damit.

Was ich sagen wollte: allein zu sagen etwas sei diskriminierend ist kein Argument. Was ihr eigentlich sagen wollt: da wird ohne guten Grund jemand ungleich (=hier schlechter) behandelt. Ihr müsst also darlegen wieso der Grund der für die Ungleichbehandlung angeführt wird diese nicht trägt. Mag ja sein dass ihr Recht habt und die Benutzung oder Nichtbenutzung einer App kein tragfähiger Grund ist. Aber das bedarf einer Begründung.
+1
Wiesi
Wiesi04.05.20 12:20
maculi

Vielen Dank für denn Hinweis. Statt darauf einzugehen, werde ich ihn erstmal lesen.
Everything should be as simple as possible, but not simpler
+1
Caliguvara
Caliguvara04.05.20 12:23
Wiesi
1) Was ist, wenn ich in einem Saal mit vielen Leuten sitze; BT müsste hunderte von Kontakten gleichzeitig verwalten. Noch schlimmer bei bewegten Menschenmengen im Freien; hier kommt die Zeitknappheit hinzu. Wenn ich bei mir zu Hause einen BT-Lautsprecher anschließen will, braucht es manchmal viele Sekunden oder gar mehrere Versuche bis das Gerät entdeckt wird.
Weswegen die App ja unter anderem auch Mindestkontaktdauer einberechnet - d.h. die Menschen müssen eine gewisse Zeitspanne (ich weiß es nicht mehr genau >30 Sek wenn ich mich nicht irre) in der Nähe sein. Heißt im 3m Radius. Das ganze mit einer Funktion ähnlich der iBeacons, das hat mit Kontaktaufnahme wie beim Lautsprecher nichts zu tun. Das Gerät muss nur kurz sichtbar sein, eine Kontaktaufnahme ist nicht vonnöten.
Wiesi
2.) Ohne konkrete Ortsangaben und Zeitangaben, lässt sich die konkrete Situation nicht berücksichtigen, geschweige den aufzeichnen. War es im Freien? Haben sich die Kontaktpersonen angeschaut oder gar miteinander gesprochen? Wie groß war der Abstand. (Merke: in der freien Luft unter UV-Strahlung ist die Reichweite der (unbekleideten) Viren sehr viel kürzer als im Schatten.) Hatten die Leute Masken auf?
Darum geht es auch nicht. Die App ist kein Diagnoseersatz, darum geht und ging es ja nie. Nur auf eine eventuelle oder wahrscheinliche Infektionskette hinweisen. Dass es da zu vielen NPV (also Infektionswarnung die sich als nichtig herausstellen) ist klar. Da leider nicht jeder die API nutzen wird werden auch nicht alle Fälle erkannt werden. Aber um in der großen Masse Infektionsketten zu unterbinden ist das sicherlich sinnvoll Nicht jede Kette wird unterbrochen werden können. Aber wenn wir schon 80 % zerreißen ist das ein enormer Erfolg der die Rückkehr in den Alltag deutlich erleichtern wird!
Wiesi
3.) Mit Orts- und Zeitangaben wird aus der Überwachung des Verkehrsflusses schnell ein Tracking der Individuen. Das dürfte die Teilnahmerate drastisch reduzieren.
Stimmt. Doch die API nutzt weder Orts- noch Zeitangaben. Sie zeichnet auf "Habe Gerät ID AB1CD2 getroffen ja/nein - Information aus der Liste löschen in heutiges Datum+21-n Tagen" - Ende.
Wiesi
4.) Im günstigsten Fall werden die meisten Kontakte erfasst. Aber nicht jeder Kontakt mit einem Infizierten führt zum Infekt. Auf diese Weise könnte die Aufzeichnung eine Massenhysterie auslösen.
Wiesi
Summa summarum halte ich Apps dieser Art für völlig ungeeignet und sogar schädlich.
Summa summarum scheinst Du Dir über die Materie Gedanken gemacht zu haben, aber einige entscheidende Details sind Dir dann doch noch entgangen. Vor allem bezüglich der Funktionsweise der API selbst. Ich würde Dich bitten, da noch einmal genauer nachzulesen, vor allem weil Du halt so interessiert scheinst. 🙂Hier findest Du schon sehr viele Infos.
Wiesi
Nachtrag: Die App ist auch ohne Tracking sehr wohl geeignet Ausgangsperren zu überwachen und wurde im fernen Osten bereits dafür angewendet.
Dafür braucht es beim besten Willen keine App, dafür reicht es eine Telefonnummer zu kennen. @maculi hat da ja schon viele wichtige Infos verlinkt.
Don't Panic.
+4
HumpelDumpel
HumpelDumpel04.05.20 12:29
Caliguvara
Weswegen die App ja unter anderem auch Mindestkontaktdauer einberechnet - d.h. die Menschen müssen eine gewisse Zeitspanne (ich weiß es nicht mehr genau >30 Sek wenn ich mich nicht irre) in der Nähe sein. Heißt im 3m Radius. Das ganze mit einer Funktion ähnlich der iBeacons, das hat mit Kontaktaufnahme wie beim Lautsprecher nichts zu tun. Das Gerät muss nur kurz sichtbar sein, eine Kontaktaufnahme ist nicht vonnöten.
"Warum lanciert man jetzt eine App die schon technisch gar nicht funktionieren kann?"
-1
Hot Mac
Hot Mac04.05.20 12:30
pünktchen
Diskriminierung ist gut und richtig wenn sie aus einem vernünftigem Grund statt findet.
Könntest Du uns bitte einen »vernünftigen« Grund nennen?!
+2
HumpelDumpel
HumpelDumpel04.05.20 12:50
Hot Mac
pünktchen
Diskriminierung ist gut und richtig wenn sie aus einem vernünftigem Grund statt findet.
Könntest Du uns bitte einen »vernünftigen« Grund nennen?!
Dass die Katze kein Hundefutter kriegt, ist Diskriminierung aus vernünftigem Grund.
Dass der Hund kein Katzenfutter kriegt, ist Diskriminierung ohne vernünftigen Grund.
-1
Lailaps
Lailaps04.05.20 13:06
Mein Gott (oder Göttin ),
was für eine Stimmung hier.
Her mit der Pizza-Mix
+3
pünktchen
pünktchen04.05.20 13:19
Hot Mac
pünktchen
Diskriminierung ist gut und richtig wenn sie aus einem vernünftigem Grund statt findet.
Könntest Du uns bitte einen »vernünftigen« Grund nennen?!

Wenn du mehr verdienst als ich ist deine höhere finanzielle Leistungsfähigkeit ein vernünftiger Grund dir mehr Steuern abzuknöpfen als mir. Ein nicht verkehrssicheres Auto wird aus gutem Grund aus dem Verkehr gezogen, anders als ein verkehrssicheres. Nur wer eine entsprechende Ausbildung hinter sich gebracht hat darf als Arzt arbeiten. Totschläger wandern eher in den Knast als Ladendiebe. Und so weiter und so fort.
+1
Hot Mac
Hot Mac04.05.20 13:33
pünktchen

Herzlichen Dank für die schnelle Resonanz auf meine Frage, aber einen triftigen Grund für das von Dir Vorerwähnte kann ich noch immer nicht erkennen.
+2
pogo3
pogo304.05.20 14:19
Die App und der Immunitätspass sind abzulehnen (also zumindest werde ich nicht teilnehmen). Beide Werkzeuge sind für die Ausbreitung, Bekämpfung des Virus nicht wirklich relevant oder nützlich. Die Reduzierung der Fallzahlen wurde auch ohne diese Werkzeuge sehr erfolgreich bewerkstelligt, wie die Zahlen eindeutig zeigen. Selbst wenn man sie gehabt hätte, wären die Regulierungen des öffentlichen Lebens absolut gleichlautend verfügt worden, man hätte so oder so keine anderen Verfahren zur Verfügung gehabt. Ohnehin standen sie zu Beginn der Pandemie, als es wirklich von Nöten gewesen wäre, nicht zur Verfügung.

Beide Werkzeuge werden nicht freiwillig "verordnet", sondern unter dem Druck einer Bedrohung. Damit stirbt das Argument der Freiwilligkeit. Sie trennen die Guten von den Bösen, die Infizierten von den Gesunden, oder wieder Gesundeten. Sie gestatten den Einen einen Vorteile, den Anderen bleibt der Frust und die Krankheit. Sie stigmatisieren ohne wirklicher Not alle die, die aus Unvernunft anderer krank wurden, lange bevor klar ist wie schwer diese überhaupt erkranken werden. Man stelle sich nur eine Sekunde vor: Eintritt ins Museum - nein, ja? Eintritt ins Restaurant - nein, ja? etc.. Und was, wenn man alles richtig gemacht hat, und nur mal so eben an einem vorbeimarschiert ist, der selbst noch nichts von seinem Unglück weiß? Was tun wenn alle Wissen wer infiziert ist? Wird man damit besser leben, oder das Wissen gar zum Vehikel für Anfeindungen ausarten? Oder wird es zu vergleichbar Zuständen wie zu Zeiten der Pest führen, wo man die sichtbar und wissentlich !! erkrankten aus den Städten in Pest-Ghettos vertrieben hat, und somit dem bürgerlichen Mob zusätzlich ausgesetzt hat? Was wird geschehen wenn an der Tür zum Supermarkt der nebenan den Pass auspackt und für den die Türen aufgehen, aber für die Anderen nicht? Die sorgenvolle, vom Virus unbehelligte Familie geht im Park spazieren, man begegnet einem Menschen, das Handy macht "bling" und alle gehen in Quarantäne. Na, da wird aber was von Wut aufkommen. Man kann nur hoffen dass der Fremde dann nicht persönlich bekannt ist. Wer von uns würde sich schon mit Freuden einen gelben fünfzackigen Stern der Infizierten anheften wollen? Um das jetzt mal bildlich zu beschreiben.

Die ärztliche Schweigepflicht schützt den Kranken eben genau vor solchen Szenarien. Sich daran zu Erinnern ist zur Zeit geboten. Sie wurde nicht ohne Grund geschaffen. Vor dem Arzt und nach dem Arzt sind alle gleich, und zu allererst gilt die Unschuldsvermutung. Was wird passieren wenn die App Begehrlichkeiten weckt, weil man ja immer noch besser optimieren kann, und der Erfolg in der "Nach-Verfolgung" der Infizierten den Ansprüchen der schon Bevorzugten nicht gerecht wird? Wenn die Wirtschaft nach noch mehr Freiheiten und damit Selektion schreit, weil es noch besser laufen soll? Das möchte ich nicht wirklich erleben wollen, was dann los sein wird. Wir halten doch schon jetzt die angehenden Selektionen nicht aus, wenn ich die Debatten der letzten Tage so verfolge. Wer darf, wer nicht? Das geht in einer modernen Gesellschaft wie unserer nicht lange gut.

Unsere Gesundheitsämter machen einen super Job. Das nicht alle wissen was und wie in den Ämtern passiert ist ein Segen, und im Sinne einiger Grundgesetze absolut geboten. Die Würde des Menschen ist auch in der Not, und vor allem bei Krankheit, unantastbar.
Wann hört es endlich auf zu dauern.
+1
Weia
Weia04.05.20 14:34
PPC
pünktchen
Diskriminierung ist gut und richtig ...
@MTN Wieso wird hier nicht eingegriffen?
Weil es dazu nicht den geringsten Grund gibt.
Dieser Mensch steht offensichtlich nicht auf dem Boden des Grundgesetzes und gibt hier sein faschistoides Weltbild zum Besten.
Sag mal, geht’s noch?

Schaum vor dem Mund ist in einer Situation, wo die Nerven ohnehin zunehmend blank liegen, eine deutlich schlechtere Grundlage für eine Äußerung als der Verstand.

Diskriminierung heißt zunächst mal nichts weiter als eine sachgerechte Unterscheidung verschiedener Fälle. Du kannst ohne Diskriminierung keine einzige vernünftige Entscheidung treffen.

Beispiele dafür haben andere jetzt schon genug genannt, das brauche ich nicht auch noch.

Aber Dir sei auf die Fahnen geschrieben, dass wenig Faschismus so sehr verharmlost, wie vorschnell mit der Faschismuskeule bei der Hand zu sein.

Ich finde, eine Entschuldigung gegenüber pünktchen wäre angebracht.
Not every story must end with a battle (Ophelia, in der umwerfend guten feministischen Adaption des Hamlet-Stoffes in dem Film „Ophelia“)
+2
Scrubelicious04.05.20 14:37
Lailaps
Mein Gott (oder Göttin ),
was für eine Stimmung hier.
Ja, MacTechNews ist in Deutschland die Website Nummer eins in Sachen Politik, Spionage und Verschwörung. Ich dachte auch, es sei ziemlich schwer bis unmöglich, das Aufspüren von Personen in einer Digitalera zu verhindern.
Don't believe everything on the internet!
+2
pünktchen
pünktchen04.05.20 14:38
Hot Mac
pünktchen

Herzlichen Dank für die schnelle Resonanz auf meine Frage, aber einen triftigen Grund für das von Dir Vorerwähnte kann ich noch immer nicht erkennen.

Welches Vorerwähnte?
0
Weia
Weia04.05.20 14:41
Hot Mac
pünktchen

Herzlichen Dank für die schnelle Resonanz auf meine Frage, aber einen triftigen Grund für das von Dir Vorerwähnte kann ich noch immer nicht erkennen.
Was hat pünktchen denn erwähnt, wofür Dir noch die Begründung fehlt?

pünktchen hat lediglich grundsätzlich festgestellt, dass Diskrimierung zunächst mal kein ideologischer Kampfbegriff und nichts Schlechtes ist, sondern ganz im Gegenteil zwingende Voraussetzung für sachgerechte Entscheidungen auch im juristischen Kontext. Und er hat diverse Beispiele für solche sachgerechten Diskrimierungen genannt.

Was genau vermisst Du?
Not every story must end with a battle (Ophelia, in der umwerfend guten feministischen Adaption des Hamlet-Stoffes in dem Film „Ophelia“)
+3
Lailaps
Lailaps04.05.20 14:45
pogo3
. . . Die App und der Immunitätspass sind abzulehnen (also zumindest werde ich nicht teilnehmen). Beide Werkzeuge sind für die Ausbreitung, Bekämpfung des Virus nicht wirklich relevant oder nützlich. Die Reduzierung der Fallzahlen wurde auch ohne diese Werkzeuge sehr erfolgreich bewerkstelligt, wie die Zahlen eindeutig zeigen. . . .

Gerade wenn Einschränkungen aufgehoben werden und man zu einem relativ normalen Leben zurückkehrt (mit persönlichen Schutzmaßnahmen), dann macht eine App durchaus Sinn.
Über den Immunitätspass kann man aber durchaus diskutieren.
Her mit der Pizza-Mix
+2
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