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Bericht: 2026 als Katastrophenjahr im Notebook-Bereich – und jetzt auch noch Apples Preiserhöhungen

Apple zögerte den Moment lange hinaus – und hätte vielleicht sogar noch länger damit gewartet, wollte aber den zukünftigen CEO John Ternus wohl nicht direkt mit schlechten Nachrichten in seine Amtszeit starten lassen. Die Rede ist von den kürzlich erfolgten Preiserhöhungen im Mac- und iPad-Bereich. Erst kürzlich schlüsselte Counterpoint in einer Studie auf, dass Apple in diesem Jahr stark davon profitiere, eben nicht wie fast alle Mitbewerber deutlich an der Preisschraube gedreht zu haben. Das hat sich jetzt bekanntlich geändert, denn das MacBook Neo ist 100 Euro, das Einstiegsmodell des Mac Studio gar 700 Euro teurer geworden. TrendForce aktualisierte daher die eigenen Vorhersagen und geht auf die neue Lage ein.


2026 als Katastrophenjahr für den Markt
Die Grundaussage bleibt bestehen: Für den Gesamtmarkt dürfte 2026 als außerordentlich schwieriges Jahr in die Geschichte eingehen. Viele potenzielle Kunden üben sich in Kaufzurückhaltung, was die Stückzahlen teils erheblich zurückgehen lässt. Bei Notebooks rechnet man mit einem dicken Minus von fast 14 Prozent. Apples Aufschläge dürften die Lage nun noch verschärfen, so TrendForce. Der starke Jahresauftakt und vor allem der einschneidende Erfolg des MacBook Neo federe die Situation für Apple erheblich ab – in einem Maße, dass ungeachtet der Preiserhöhungen weiterhin mit zweistelligen Wachstumsraten für 2026 zu rechnen sei. Dennoch müsse man im zweiten Halbjahr von verhaltenerem Mac-Absatz ausgehen – weniger Wachstum sorge damit gleichzeitig für schwächere Zahlen über alle Hersteller hinweg.


Preisabstand günstigerer Macs schrumpft
Die Wettbewerbssituation veränderte sich ein kleines Stück, immerhin könnten Kunden angesichts der im Premiumbereich gestiegenen, im Falle des MacBook Neo gesunkenen Preisunterschiede vermehrt günstigere Windows-Notebooks ins Auge fassen. Diese waren bereits Monate zuvor teurer geworden, sodass man jetzt wieder vor der ursprünglichen Ausgangslage stehe. Allerdings sei die Kaufzurückhaltung inzwischen stark ausgeprägt – generell gebe es einbrechende Nachfrage, die im Windows-Sektor nicht deswegen plötzlich ende, weil Apple-Produkte ebenfalls teurer wurden.

Kommentare

Mike600D02.07.26 14:04
Was für eine dumme Strategie, die Preise der Neos zu erhöhen. Die Attraktivität eines Platformwechsels ist nahezu dahin und künftige potente Macuser-Generationen fallen damit flach. Und das nur, um den neuen CEO zu bauchpinseln… Ich verstehe Apples Zukunftspläne nicht mehr. Geht’s noch arroganter?
-7
Deppomat02.07.26 14:25
Die ganze Situation kommt mir zunehmend wie ein immanent kapitalistisches Problem vor. Lukrative Märkte werden zurückgelassen, weil ein anderer Markt noch besser zahlt - dabei ist dieser andere Markt überhaupt nicht profitabel! Es ist eine reine Spekulation.

Gab es sowas schon mal?
+5
Metty
Metty02.07.26 14:49
Mike600D
Was für eine dumme Strategie, die Preise der Neos zu erhöhen.
Was erwartest Du? Soll Apple mit Verlust verkaufen? Die Speicherkrise trifft ja nicht nur Apple sondern den gesamten Markt. Und der CEO, egal ob alt oder neu, hat nun wirklich gar nichts damit zu tun.
-4
desko7502.07.26 14:55
@Deppomat
Ja, es ist wirklich irre.

Und wenn die Preise noch mehr steigen, weil nur noch RAM für die KI-Buden hergestellt wird, werden wir uns bald keine Geräte mehr leisten können, um diese KI zu nutzen.
Und wenn immer weniger Geräte nachgefragt werden, werden die Chipfabs nicht mehr ordentlich ausgelastet. Dann könnten wir noch eine Chipkrise oben drauf bekommen.
Und dann ist fehlender RAM nicht mehr das Problem.

Ja, leider haben die RAM-Hersteller nur noch ihren eigenen Vorteil im Sinn und vergessen Ihre gesellschaftliche Verantwortung. Nämlich der Gesellschaft Waren und Dienstleistungen zu einem vernünftigen Preis bereitzustellen.
Ich kann Xi nicht leiden, aber China würde solchen Firmen schon auf die Finger klopfen und sie an Ihre eigentliche Aufgabe erinnern: Der Gesellschaft dienen. Firmen agieren nicht im luftleeren Raum. Sie produzieren für die Gesellschaft, den Konsumenten, nicht für KI-Buden allein.
+1
TMS
TMS02.07.26 15:04
Metty
Was erwartest Du? Soll Apple mit Verlust verkaufen? Die Speicherkrise trifft ja nicht nur Apple sondern den gesamten Markt. Und der CEO, egal ob alt oder neu, hat nun wirklich gar nichts damit zu tun.
Verlust?
Wie bitte?
Die Apple-übliche Rohertragsmarge von 45% könnte vielleicht auf 37% fallen.
Wo ist denn da der Verlust?

Btw.: Gibt es irgendeine Branche, wo dermaßen exorbitante Gewinne eingefahren werden? In der Autoindustrie sind 5-10% für die meisten Hersteller okay.
+5
TMS
TMS02.07.26 15:06
desko75
...
Ich kann Xi nicht leiden, aber China würde solchen Firmen schon auf die Finger klopfen und sie an Ihre eigentliche Aufgabe erinnern: Der Gesellschaft dienen. ...
Das als naiv zu sehen wäre ein Euphemismus. Seit wann und wo sollen Firmen "dienen", und auch noch der Gesellschaft? Ausgerechnet in China sei es besser, implizierst Du? Merkwürdige Sichtweise...
-1
Fontelster
Fontelster02.07.26 15:07
Metty
Mike600D
Was für eine dumme Strategie, die Preise der Neos zu erhöhen.
Was erwartest Du? Soll Apple mit Verlust verkaufen? Die Speicherkrise trifft ja nicht nur Apple sondern den gesamten Markt. Und der CEO, egal ob alt oder neu, hat nun wirklich gar nichts damit zu tun.
Soweit ich das verstanden hab, ist das eigentliche Problem, dass sie auf die erhöhten Preise weiterhin ihre volle Marge draufschlagen – also doppelt (oder mehr?) verdienen. Sie könnten die neuen Aufschläge der Hersteller auch einfach eins zu eins an die Kunden weitergeben, was (für die Kunden) schon schlimm genug wäre.
Da war TMS etwas schneller
+4
desko7502.07.26 15:12
TMS
desko75
...
Ich kann Xi nicht leiden, aber China würde solchen Firmen schon auf die Finger klopfen und sie an Ihre eigentliche Aufgabe erinnern: Der Gesellschaft dienen. ...
Das als naiv zu sehen wäre ein Euphemismus. Seit wann und wo sollen Firmen "dienen", und auch noch der Gesellschaft? Ausgerechnet in China sei es besser, implizierst Du? Merkwürdige Sichtweise...
Natürlich dienen am Ende die Firmen der Gesellschaft!
Erklär mir mal, wer sonst die Produkte kaufen soll.
0
Fontelster
Fontelster02.07.26 15:13
TMS
Btw.: Gibt es irgendeine Branche, wo dermaßen exorbitante Gewinne eingefahren werden?
Durchaus: Parfüm.
Druckertinte soll auch kein so schlechtes Geschäft sein.
+2
Fontelster
Fontelster02.07.26 15:29
desko75
Natürlich dienen am Ende die Firmen der Gesellschaft!
Nein, sie dienen ihren Aktionären und sich selber.

Es ist ein weit verbreiteter Irrglaube, im Kapitalismus ginge es um die Befriedigung von Bedürfnissen oder einem »Dienst an der Gesellschaft«.

Es geht um die Akkumulation von Geld, alles andere ist ein Nebenprodukt. Die einen bauen Autos um Geld zu verdienen, andere Computer, manche bauen Häuser, das ist aber alle nur ein Mittel zum Zweck: möglichst hohe Gewinne einzufahren.

Immer schön Ursache und Wirkung auseindanderhalten und nicht verwechseln.
desko75
aber China würde solchen Firmen schon auf die Finger klopfen und sie an Ihre eigentliche Aufgabe erinnern: Der Gesellschaft dienen.
So, wie die Komunistische Partei der Gesellschaft »dient«?
-2
desko7502.07.26 15:38
@Fontelster
Haha, den 2. Satz, die Begründung von mir, hast Du weggelassen und nicht beantwortet. So kommen wir nicht weiter. Ich rede von Makroökonomie.
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