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Apple Watch aus Keramik könnte bald zurückkehren

Uhren sind ein traditioneller Markt für Luxusgüter, den man in Cupertino mit der Apple Watch im Blick hatte, als diese auf dem Markt kam. Deutlich macht das auch die Aussage von Jony Ive aus dem Jahr 2014, als er der Schweizer Uhrenindustrie prognostizierte, in Schwierigkeiten zu sein. Die Apple Watch Edition mit 18 Karat Gold durfte als eindeutiger Versuch gewertet werden, in den Markt für höherpreisige Uhren vorzustoßen. Bereits 2016 wurde sie aber durch die deutlich günstigere Apple Watch Edition ersetzt. Diese neue Variante hatte keine Goldbeschichtung mehr, sondern bestand aus Keramik. Apple erhoffte sich wohl, mit diesem Modell eine zahlungsfreudige Kundenschicht abzuholen, die sich ein Gefühl von Luxus wünscht. Doch auch diese Version war vermutlich kein Erfolgsgarant, da nach den Serien 2, 3 und 5 im Jahr 2020 mit den Keramik-Gehäusen vorerst wieder Schluss gemacht wurde.


Neue Keramik-Version dieses oder nächstes Jahr
Im Zuge der Bemühungen, der Apple Watch durch eine Vielzahl von optischen Neuerungen frischen Wind einzuhauchen, kommen Gerüchten nach zukünftig die Keramik-Gehäuse zurück, so jedenfalls der Insider Mark Gurman bei Bloomberg. Ihm zufolge gibt es Pläne, die Auswahl bei der Apple Watch stärker zu diversifizieren, wodurch auch ein erneuter Anlauf in das gehobenere Uhrensegment anstehe. Keramik hat gegenüber den anderen verwendeten Materialien den Vorteil, dass sie deutlich kratzfester ist und sich optisch gut von Stahl und Titan unterscheidet. Gurman ist sich nicht sicher, ob es dieses Jahr schon so weit ist, aber spätestens nächstes Jahr rechnet er wieder mit Gehäusen aus gebranntem Material. Fest steht aber, das Modell dürfte mit hoher Wahrscheinlichkeit preislich deutlich über der regulären Variante liegen.

In der Vergangenheit stärkerer Fokus auf Gesundheitsfunktionen
Die erneute Ausrichtung der Apple Watch auf Kunden mit höherer Zahlungsbereitschaft würde einen leichten Schwenk in der Produktausrichtung bedeuten. In den letzten Jahren bestanden die Neuerungen der Apple Watch vor allem aus Erweiterungen von Gesundheitsfunktionen. Auch das Marketing war stark auf die Health-Funktionen fokussiert. Möglicherweise spielt die große Beliebtheit der alten Keramikmodelle bei Sammlern ebenfalls eine Rolle, Keramik als Material wieder einzuführen. Der Zweitmarkt spielt bei klassischen Uhren eine wichtige Rolle und Apple sieht möglicherweise eine Chance, die teurere Variante der Uhr noch aktiver als potenzielles Sammlerstück zu platzieren.

Kommentare

Windwusel
Windwusel11.08.26 12:35
Keramik fand ich seinerzeit schön und könnte mir gut vorstellen, es zu tragen. Wenn der Aufpreis gegenüber den anderen Varianten jedoch übertrieben ist, lohnt es sich für ein so kurzlebiges Produkt in meinen Augen schlicht nicht.

Das ist letztlich der Unterschied zwischen einer echten Uhr und einer Smartwatch. Erstere ist zeitlos, aber die Smartwatch möchte nach spätestens mehreren Jahren ersetzt werden.
Meine  Devices: MacBook Air (13,3-inch, 2025), iPhone 16 Pro, AirPods Pro (2. Gen, USB-C), Apple TV 4K (2022), HomePod mini (1. Gen)
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Moka´s Onkel
Moka´s Onkel11.08.26 13:03
Die Apple Watch eignet sich m.E. nicht als Luxusprodukt. Bei klassischen Armbanduhren weiß man genau, dass sie im Wesentliche produziert wurden um die Zeit und manchmal auch noch ein paar andere (meist wiederkehrende) Ereignisse (wie z.B. Mondphasen o.ä.) anzuzeigen. Und mehr nicht.

An der angebotenen Funktionalität wird sich also über die Lebensdauer der Uhr nichts ändern.Solche Dinge kann man dann veredeln, indem sie mit aufwändigen Materialien hergestellt, verziert oder geschmückt werden. Das sind dann überwiegend Schmuckstücke, bei denen der Ziercharakter (und manchmal auch das damit vermeintlich verbundene Prestige) deutlich über der Funktionalität steht.

Das ist m.E. bei der Apple Watch grundlegend anders. Die AW ist ein Handgelenkscomputer, der mit Sensoren nur so vollgestopft ist und tausendundeine Funktionalitäten bieten kann. Und dabei ständiger Weiterentwicklung von Computer- und Sensortechnik unterliegt. Auf ein mal lieb gewonnene Funktionalitäten will man dann nur noch sehr ungern verzichten und verbesserte oder komplett neue Funktionalitäten bewegen, viele nach ein paar Jahren dazu, eine neu AW zu kaufen, die wesentlich mehr kann als die alte.

Natürlich kann man auch bei einem Wegwerfartikel, der die AW nun mal ist, mit einem Luxusgehäuse in Gold o.ä. arbeiten, der locker zu Preisen im 5-stelligen Bereich führt, doch halte ich hier den Markt für extrem klein. Sicher, ein paar Leute, die sich über eine Luxus-AW definieren und ihr Prestige daraus ableiten, wird es wohl geben, doch lohnt es sich für ein paar tausend AW in Gold eine separate Linie aufzulegen? Ich hätte da meine Zweifel.
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